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DE563272C - Verfahren zur Herstellung kaltquellender Staerkepraeparate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kaltquellender Staerkepraeparate

Info

Publication number
DE563272C
DE563272C DEH114091D DEH0114091D DE563272C DE 563272 C DE563272 C DE 563272C DE H114091 D DEH114091 D DE H114091D DE H0114091 D DEH0114091 D DE H0114091D DE 563272 C DE563272 C DE 563272C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
starch
cold
production
water
swelling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH114091D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DEH114091D priority Critical patent/DE563272C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE563272C publication Critical patent/DE563272C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/12Degraded, destructured or non-chemically modified starch, e.g. mechanically, enzymatically or by irradiation; Bleaching of starch
    • C08B30/14Cold water dispersible or pregelatinised starch

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung kaltquellender Stärkepräparate Die bisherigen Methoden zur Herstellung von Quellstärke beruhen darauf, daß man Stärke mit Wasser und Chemikalien zu einem Brei anrührt und dieses Gemisch auf heißen Walzen oder Platten in dünner Schicht verkleistert und trocknet. Hierbei müssen aus der Charge mindestens 5o % Wasser wieder verdampft werden, um die restlichen 50 Stärke in Form von Quellstärke zu erhalten.
  • Die vorliegende Erfindung zur Herstellung von Quellstärke vermeidet diesen Übelstand in der Weise, daß die Rohstärke während des ganzen Fabrikationsganges nicht mit Wasser oder %välarigen Flüssigkeiten in Berührung kommt und daher eine Verkleisterung und Trocknung vollkommen vermieden wird.
  • Es ist hier zum erstenmal geglückt, Rohstärke auch ohne Verwendung von Wasser und größeren Chemikalienmengen sowie ohne Verkleisterung in die kaltquellende Form zu überführen, und zwar mit Hilfe von solchen organischen Kristalloiden, die die Eigenschaft haben, die Quellungstemperatur der Stärke herabzusetzen. Solche organischenKristalloide sind bekanntlich z. B. Harnstoff und dessen Derivate (Methylharnstoff und Thioharnstoff), Chloralhydrat usw.
  • Es ist zwar bekannt, Stärkederivate mit organischen Säuren oder deren Salzen, sowohl solchen der aliphatischen als auch solchen der Benzolreihe. zu behandeln: jedoch handelt es sich hierbei um die Überführung von löslicher Stärke in eine gummiähnliche Masse, nicht aber um die Herstellung einer Kaltquellstärke mit Rohstärke als Ausgangsprodukt. Auch ist bekannt, Stärke in Gegenwart von organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln zu verkleistern, und zwar vorwiegend mit Ätzalkalien; jedoch hat die Anwendung von den erwähnten Lösungsmitteln hierbei nur den Zweck, eine Verkleisterung der Stärke mit den Atzalkalien zu verhindern, während bei dem vorliegenden Verfahren eine Verkleisterung der Rohstärke, auch ohne Zugabe von organischen Lösungsmitteln, durch die zugefügten organischen Kristalloide nicht eintritt; vielmehr haben die organischen Lösungsmittel im vorliegenden Falle nur den Zweck, auf osmotischem Wege den Austausch des hygroskopischen Stärkewassers mit der Chemikalienlösung zu ermöglichen. Der Vorgang erklärt sich so, daß die Lösung von organischen Kristalloiden in organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln durch die Trichinitenkanäle des Stärkekornes mit dem natürlichen Wasser der Stärke in osmotischen Austausch gelangt und das Stärkekorn danach mit dem quellungsfördernden organischen Kri: stalloid imprägniert ist, obwohl die Stärke nach wie vor sich in pulvrigem Zustande befindet. Setzt man nun das so erhaltene Stärkeprodukt einer gleichzeitigen Behandlung durch Druck und Hitze aus, so gelangen die Stromate des Stärkekornes zum Platzen, und das Amylopektin der Stärke wird frei, so daß letzteres bei Berührung mit kaltem Wasser seine kleisterbildenden Eigenschaften entfalten kann. Beispiel ioo Teile Kartoffelstärke werden mit einer Lösung von 2 Teilen Harnstoff in io Teilen Alkohol oder Aceton vermischt und das Gemisch unter gleichzeitiger Anwendung von 5oo Atm. Druck auf eine Temperatur von etwa 170'C erhitzt, worauf das Reaktionsprodukt zu Pulver aufbereitet wird. Die lerhaltenen Reaktionsprodukte werden gemahlen und ergeben mit kaltem Wasser, im Verhältnis i : io angerührt, eine dickflüssige Stärkelösung, die frei von anorganischen Bestandteilen ist und als Klebstoff, Farbenbindemittel, für Appretur zwecke usw. Verwendung finden kann. Es können auf dem angegebenen Wege natürlich jederzeit auch dünnflüssige Produkte erzielt werden.

Claims (1)

  1. PAT ENTANSPRUCIi Verfahren zur Herstellung kaltquellender Stärkepräparate, dadurch gekennzeichnet, daß man Stärke oder stärkehaltige Stoffe in Gegenwart von die Verkleisterungstempera.tur der Rohstärke herabsetzenden, .an sich bekannten organischen Kristalloiden in einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel untergeordneter Menge einer gleichzeitigen Druck- und Wärmebehandlung unterwirft.
DEH114091D 1927-11-29 1927-11-29 Verfahren zur Herstellung kaltquellender Staerkepraeparate Expired DE563272C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742874C (de) * 1937-05-28 1943-12-13 Diamalt Ag Verfahren zur Herstellung von Verdickungs- bzw. Klebemitteln
DE749743C (de) * 1940-11-07 1944-12-05 Pastenfoermiges Trockenreinigungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung
EP0110549A3 (en) * 1982-11-01 1985-01-16 A.E. Staley Manufacturing Company Cold-water-soluble granular starch

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE742874C (de) * 1937-05-28 1943-12-13 Diamalt Ag Verfahren zur Herstellung von Verdickungs- bzw. Klebemitteln
DE749743C (de) * 1940-11-07 1944-12-05 Pastenfoermiges Trockenreinigungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung
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