DE562724C - Einspritzbrennkraftmaschine mit Verdichtung einer Luftladung und mit Fremdzuendung - Google Patents
Einspritzbrennkraftmaschine mit Verdichtung einer Luftladung und mit FremdzuendungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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Description
Es besteht das Bedürfnis nach einer Brennkraftmaschine, die einem Benzinmotor gleichwertig
ist, aber mit billigerem und nicht feuergefährlichem Brennstoff betrieben werden
kann, die außerdem keinen Vergaser und keinen hohen Verdichtungsdruck für die Entzündung
des Brennstoft-Luft-Gemischs benötigt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgeschlagen worden, in Brennkraftmaschinen die Brennstoffeinspritzung zusammen mit einem
verhältnismäßig niedrigen Verdichtungsdruck und elektrischer Zündung" zu verwenden. Der
Brennstoffstrahl sollte fein verteilt gegen die Zündvorrichtung gespritzt werden und gleichzeitig
mit der Einspritzung die Betätigung der Zündvorrichtung stattfinden. Bisher konnten jedoch die Schwierigkeiten nicht
überwunden werden, die sich der Entzündung des Brennstoff-Luft-Gemisches bei allen Belastungen
der Maschine entgegenstellten.
In der Brennkraftmaschine nach der Erfindung wird der Brennstoff ebenfalls unmittelbar
mit der Luftladung gemischt, und eine der üblichen, hinsichtlich des Zündzeitpunktes
beherrschbaren Zündvorrichtungen, z. B. eine Funkenkerze, bringt das Gemisch zur Entzündung.
Die Misch- und Zündeinrichtungen sind aber so getroffen, daß bei allen Belastungen
mit Sicherheit Zündung stattfindet, und daß außerdem bei allen Belastungen der höchste mittlere Druck über dem Kolben eintritt;
der mit dem jeweils verwendeten Brennstoff erreichbar ist.
Die angegebenen Ziele werden erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Luftladung
in an sich bekannter Weise während des Verdichtungshubes eine geordnete Drehbewegung
ausführt, daß der Brennstoff einer zusammenhängenden Teilmenge der Luftladung allmählich
beigemischt wird, und daß die Zündvorrichtung derart angeordnet und der Zündzeitpunkt
so eingestellt sind, daß die Zündung beim Vorbeistreichen der mit Brennstoff beladenen
Teilmenge der Luftladung an der Zündvorrichtung erfolgt.
Für die Wahl des Zündzeitpunktes ist erfindungsgemäß die Umlaufgeschwindigkeit
der sich drehenden Luftladung und die Richtung der Brennstoffeinspritzung in der Weise
von Einfluß, daß die Zündung dann erfolgt, wenn eine der Leerlaufleistung entsprechende
Brennstoffmenge nach dem Vermischen mit Luft an der Zündvorrichtung vorbeistreicht.
Bei Vollast ist die Dauer für die Brennstoffeinspritzung erfindungsgemäß so geregelt, daß
jeder Teil der sich drehenden Luftladung nur einmal durch einen Brennstoffstrahl hindurchgeht
und gleichmäßig Brennstoff erhalten hat, bevor die Verpuffung des Gemisches stattfindet.
Wenn der Brennraum kreisscheibenförmig
ausgebildet ist, dann soll der Brennstoffstrahl in Richtung einer Sehne eingespritzt werden.
Die Brennraumwand und die Zündvorrichtung, die außerhalb des Brennstoffstrahls
liegt, werden gegen Berührung mit schlecht zerstäubten Brennstofftropfen geschützt. Dies
läßt sich durch einen am Kolben, an - der Zylinderwand oder am Zylinderdeckel vorgesehenen
Vorsprung oder Ring erreichen.
Es können auch ein oder mehrere Einspritzvorrichtungen zusammen mit einer oder
mehreren Zündvorrichtungen vorgesehen sein. Zur näheren Erläuterung der Erfindung
dienen die in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiele.
Abb. ι zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine
nach der Erfindung. Abb. 2 zeigt einen Querschnitt durch den Brennraum dieser Maschine.
Abb. 3 und 4 zeigen senkrechte Schnitte durch den Brennraum zweier anderer Ausführungsformen
der Brennkraftmaschine nach der Erfindung.
Abb. 5 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Zylinderkopf einer vierten Ausführungsform.
Abb. 6 und 7 zeigen waagerechte Schnitte durch Brennräume von Brennkraftmaschinen
nach der Erfindung.
In allen Abbildungen bezeichnet 1 den Zylinder, 2 den Kolben, 3 den Zylinderdeckel,
4 die Brennstoffeinspritzdüse, 5 das Lufteinlaßventil, 6 das Auspuffventil und 9 die Zündvorrichtung.
Der Brennraum ist als Umdrehungskörper gestaltet.
Bei den Maschinen nach den Abb. 1 und 2 sind das Brennstoffeinspritzventil 4, das Lufteinlaßventil
5 und das Auspuffventil 6 im Zylinderdeckel angebracht. Das Lufteinlaß-Ventil ist mit dem Schirm 7 versehen, der sich
etwa über den halben Umfang des Ventiltellers erstreckt. Der Kolben trägt ein gegen
den Zylinderdeckel gerichtetes und wie die Zylinderwand gekrümmtes Schild 8. Neben
dem Schild 8 ist die elektrische Zündkerze 9 in der Brennraumwand eingesetzt. Ungefähr
gegenüber der Zündkerze befindet sich die Brennstoffeinspritzdüse 4.
Der Schirm 7 des Ventils 5 führt die Luftladung derart in den Brennraum ein, daß sie
eine Drehbewegung ausführt und längs des Schildes 8 an der Zündkerze vorbeistreicht.
Der Brennstoff wird mit Hilfe einer Pumpe gegen Ende des Verdichtungshubes in die sich
drehende Luftladung in Richtung auf das Kolbenschild 8 durch die Düse 4 fein verteilt
eingespritzt. Das Schilds verhindert, daß Brennstofftropfen an die gekühlte Zylinderwand
gelangen. Die Zündkerze 9 wird so eingesetzt, daß ihre vor dem Befeuchten mit Brennstoff zu schützenden Teile hinter der
inneren Kante des Schildes 8 liegen; unzerstäubte Brennstofftropfen können dadurch
von der sich drehenden Luftladung nicht gegen diese Kerzenteile getragen werden.
Die Zündkerze zündet, sobald die mit Brennstoff beladene Luftmenge an der Zündkerze
vorbei streicht.
Bei der Ausführungsform nach der Abb. 3 ist, im Unterschied zu der eben beschriebenen
Ausführungsform, das Schild 8 am Zylinderdeckel angebracht. Die Abb. 4 zeigt eine in die Zylinderwand eingesetzte Brenn-Stoffeinspritzdüse.
Bei Brennkraftmaschinen nach den Abb. 1 bis 4, unter Umständen auch bei solchen
nach der Abb. 7, kann die Brennstoffeinspritzung derart geregelt werden, daß die
Einspritzung bei einer für alle Belastungen gleichen Kurbelstellung aufhört und um so
früher beginnt, je höher die Belastung steigt. Bei Vollast durchschneidet ungefähr die gesamte
sich drehende Luftladung den Brennstoffstrahl. Die Zündung wird so eingestellt, daß sie stattfindet, wenn der zuletzt eingespritzte,
der Leerlaufleistung entsprechende Teil der Brennstoffladung an der Zündkerze vorbeistreicht. '
Die Abb. 5 und 6 veranschaulichen eine Maschine, bei der es zweckmäßig ist, die
Einspritzung des Brennstoffs für alle Belastungen in derselben Kurbelstellung zu beginnen
und um so später zu beenden, je höher die Belastung steigt. Die Zündkerze nimmt in bezug auf die Einspritzdüse eine andere
Lage im Brennraum ein als in den Abb. 1 bis 4, sie ist neben der Einspritzdüse 4 angeordnet
und ragt durch eine Aussparung in dem ringförmigen Kragen 8 des Kolbens in den Brennraum hinein. Dieser Kragen ist an
Stelle des Schildes 8 in den vorhergehenden Abbildungen vorgesehen und verhindert, daß
Brennstofftropfen an die gekühlte Zylinderwand gelangen. Die Einspritzdüse 4, das
Lufteinlaßventil 5 mit dem Schirm 7 und das Auspuffventil 6 sind im Zylinderdeckel angebracht.
Der Brennstoff wird durch die Düse 4 in einem oder mehreren Strahlen in die sich
drehende Luftladung so eingespritzt, daß die anze oder annähernd die ganze Brennstoffladung
in die vom Kragen 8 gebildete Schale am Kolben gelangt.
Der erste Teil der Brennstoffladung entspricht der Leerlaufleistung. Die Zündkerze
zündet, wenn die mit diesem Teil der Brennstoffmenge beladene Luft an der Zündvorrichtung
vorbeistreicht.
Wenn der Brennstoff nur in einem Strahl eingespritzt wird, so muß die Umlaufgeschwindigkeit
der Luftladung verhältnis-
mäßig hoch sein, damit die Mischung rechtzeitig vor Eintritt der Verpuffung durchgeführt
ist und, falls nötig, verhindert wird, daß Brennstofftropfen mit der gekühlten Zylinderwand in Berührung kommen.
Wenn man die Einspritzung auch bei mäßiger Luftumlaufgeschwindigkeit vornehmen
will, so vermehrt man die Zahl der Einspritzstellen oder läßt, wie in Abb. 7, mehrere
Strahlen aus der Düse 4 austreten. Die Einspritzung findet dann unter Umständen während, einer kleineren Anzahl von Kurbelgraden
als die Einstrahleinspritzung statt. In Abb. 7 wird nur eine der so entstehenden
Gemischwolken unmittelbar durch die Zündkerze 9 entzündet, es lassen sich jedoch auch
mehrere Zündkerzen anordnen.
Die Durchführung der neuen Vorschriften ist nicht an Maschinen der beschriebenen
Ausführungsformen gebunden. Z. B. kann die Zündvorrichtung in einer Lage zwischen
den in den Abb. 2 und 6 dargestellten angeordnet sein. Die Brennstoffeinspritzung wird
dann so geregelt, daß die Einspritzung der Leerlaufbrennstoffmenge in einer Kurbelstellung
zwischen Beginn und Ende der Vollastbrennstoffladung geschieht. Weitere Abänderungen
können sich auf das Kolbenschild oder den ringförmigen Kragen 8 und auf die Zündvorrichtung
beziehen. Der Kolbenkragen kann z. B. durch einen an der Zylinderwand befestigten Ring ersetzt werden, der in der
inneren Kolbenlage die Wand des Brennraums bildet.
Claims (7)
- Patentansprüche:ι . Einspritzbrennkraftmaschine mit Verdichtung einer Luftladung auf eine unter dem Zündpunkt des Gemische liegende Höhe und mit Zeitpunktfremdzündung, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftladung in an sich bekannter Weise während des Verdichtungshubes eine geordnete Drehbewegung ausführt, daß der Brennstoff einer zusammenhängenden Teilmenge der Luftladung gegen Ende des Verdichtungshubes allmählich beigemischt wird, und daß die Zündvorrichtung derart angeordnet und der Zündzeitpunkt so eingestellt sind, daß die Zündung beim Vorbeistreichen der mit Brennstoff beladeiien Teilmenge der Luftladung an der Zündvorrichtung erfolgt.
- 2. Einspritzbrennkraftmaschine nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündzeitpunkt mit Rücksicht auf die Brennstoffeinspritzrichtung und die Umlaufgeschwindigkeit der sich drehenden Luft derart abgestimmt ist, daß die Zündung erfolgt, wenn eine der Leerlaufleistung entsprechende Brennstoffmenge nach dem Vermischen mit Luft an der Zündvorrichtung vorbeistreicht.
- 3. Einspritzbrennkraftmaschinen nach dem Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für Vollast die Brennstoffeinspritzdauer so geregelt ist, daß jeder Teil der sich drehenden Luftladung nur einmal durch einen Brennstoff strahl hindurchgeht und gleichmäßig Brennstoff erhalten hat, bevor die Verpuffung des Gemischs stattfindet.
- 4. Einspritzbrennkraftmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennraum kreisscheibenförmig ausgebildet ist, und daß der Brennstoffstrahl in Richtung einer Sehne eingespritzt wird.
- 5. Einspritzbrennkraftmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündvorrichtung gegen unmittelbare Berührung mit schlecht zerstäubten Brennstofftropfen geschützt ist.
- 6. Einspritzbrennkraftmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündvorrichtung in oder nahe der Wand des Brennraums liegt und durch einen am Kolben, an der Zylinderwand oder am Zylinderdeckel vorgesehenen Vorsprung oder einen Ring, der nahe der Kolbentotpunktlage den Brennraum umschließt, geschützt ist.
- 7. Einspritzbrennkraftmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Einspritzvorrichtungen und Zündvorrichtungen vorgesehen sind. 1QoHierzu 1 Blatt ZeichnungenGr.ntM'CKT IN' Γ.ΓΤι II ϊ' γ <
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| SE562724X | 1926-12-31 |
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| DEH114575D Expired DE562724C (de) | 1926-12-31 | 1927-12-31 | Einspritzbrennkraftmaschine mit Verdichtung einer Luftladung und mit Fremdzuendung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE562724C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019125B (de) * | 1955-06-10 | 1957-11-07 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Brennkraftmaschine mit Fremdzuendung |
| DE1037756B (de) * | 1956-02-16 | 1958-08-28 | Erich Baentsch | Einspritzbrennkraftmaschine mit einer im Zylinderkopf angeordneten Wirbelkammer |
| DE971928C (de) * | 1937-05-23 | 1959-04-16 | Max Georg Fiedler | Arbeitsverfahren und Einspritzvorrichtung fuer mit UEberladung betriebene Dieselmaschinen |
-
1927
- 1927-12-31 DE DEH114575D patent/DE562724C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971928C (de) * | 1937-05-23 | 1959-04-16 | Max Georg Fiedler | Arbeitsverfahren und Einspritzvorrichtung fuer mit UEberladung betriebene Dieselmaschinen |
| DE1019125B (de) * | 1955-06-10 | 1957-11-07 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Brennkraftmaschine mit Fremdzuendung |
| DE1037756B (de) * | 1956-02-16 | 1958-08-28 | Erich Baentsch | Einspritzbrennkraftmaschine mit einer im Zylinderkopf angeordneten Wirbelkammer |
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