DE562242C - Beregnungsvorrichtung - Google Patents
BeregnungsvorrichtungInfo
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- DE562242C DE562242C DE1930562242D DE562242DD DE562242C DE 562242 C DE562242 C DE 562242C DE 1930562242 D DE1930562242 D DE 1930562242D DE 562242D D DE562242D D DE 562242DD DE 562242 C DE562242 C DE 562242C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
- B05B3/00—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements
- B05B3/02—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements
- B05B3/04—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements driven by the liquid or other fluent material discharged, e.g. the liquid actuating a motor before passing to the outlet
- B05B3/06—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements driven by the liquid or other fluent material discharged, e.g. the liquid actuating a motor before passing to the outlet by jet reaction
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. OKTOBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45 f GRUPPE 45 f F185.30
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 6. Oktober
Karl Fingerle in Berlin-Karlshorst Beregnungsvorrichtung
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. August 1930 ab
Gegenstand der Erfindung ist eine Beregnungsvorrichtung zum Aussprengen von
unter Druck stehenden Flüssigkeiten, welche sich dadurch auszeichnet, daß die Sprengwirkung
mit sehr schnell aufeinanderfolgenden Unterbrechungen erfolgt. Hierbei werden die Flüssigkeitstropfen gleichmäßig in
flachen Strahlen fortgeschleudert, so daß ζ. Β. die Anwendung in Obstplantagen ohne Be-Schädigung
der fruchttragenden Zweige möglich ist.
Der Flüssigkeitssprenger besteht aus dem bekannten und vielfach angewandten drehbaren
Düsenkopf mit daran befestigten Winkeldüsen. Zentral um das Zulaufrohr für die Reaktionsdüse dreht sich ein Schaufelkörper
in bekannter Weise derart, daß er durch die Beaufschlagung des Düsenstrahles wie eine
Wasserturbine in schnelle Umdrehung ver-
ao setzt wird. Da der Umdrehungskörper nur lückenweise beschaufelt ist, kann der Wasserstrahl
einmal ungehindert durch die Schaufellücken bis zu seiner größten natürlichen Wurfweite austreten, zum anderen Mal wird
er durch die Beaufschlagung der Schaufeln im Winkel abgelenkt und quer gestellt.
Erfindungsgemäß ist nun der Düsenkopf mit dem Schaufelkörper durch zweifache
Planetenräder, welche mit dem Schaufelkörper umlaufen, derart gekuppelt, daß ein neuartiger, besonders vorteilhafter,
in gleichmäßigen Unterbrechungen wechselnder Strahlenwurf stattfindet. Das System
wird von selbst durch den Wasserstrahl angetrieben und in Bewegung gehalten; das Drehmoment der Reaktionswirkung
wird hierbei ausgeschaltet. Das kombinierte Planetenrädersystem ist derart angeordnet,
daß in einem für die Regenbildung besonders günstigen Übersetzungsverhältnis der Schaufelkranz
mehrere hundert Umdrehungen macht, während der Düsenkörper sich mit geringer Tourenzahl langsam dreht. Die besprengte
volle Kreisfläche wird daher vom Zentrum bis zur Peripherie vollkommen gleichmäßig in feinen Tropfen beregnet.
Die Zeichnungen veranschaulichen den Erfindungsgegenstand an zwei Ausführungsformen: Abb. ι ist ein Längsschnitt I-I,
Abb. 2 ein Querschnitt H-II eines Sprengers mit Planetenreibradgetriebe; Abb. 3 ist ein
Längsschnitt eines solchen mit Zahnradgetriebe; in Abb. 4 ist ein Strahlenschema dargestellt,
das die Wechselwirkung der periodischen Wurfrichtungsänderungen zeigt.
Auf einem mit der Druckleitung in Verbindung stehenden Standrohr 1 (Abb. 1
und 3) ist der stillstehende Körper 2 zur Einführung der Flüssigkeit fest aufgeschraubt.
In diesem Gehäuse ist das Zulaufrohr 3 mit Reaktionsdüse leicht drehbar in Kugeln 10
laufend untergebracht. Um das feststehende Gehäuse 2 ist, ebenfalls auf Kugeln leicht
drehbar, der Schaufelkörper 4 mit den zentral um das Zuführungsrohr 3 für die Düsen angeordneten
Schaufeln 5 gelagert. Die Schaufeln 5 sind in einem bestimmten, zur Düsenachse festgelegten Aufschlagwinkel angeord-
. net. Der auftreffende Flüssigkeitsstrahl wird in seiner Richtung in einem bestimmten Winkel abgelenkt und zerstäubt. Die Schaufeln 5
sind in regelmäßigen Abständen mit entsprechenden Lücken auf dem Schaufelkörper 4
(s. auch Abb. 2) angebracht, so daß der Flüssigkeitsstrahl mit gleichmäßigen Unterbrechungen
ungehindert in voller dem Wasserdruck entsprechender Wurfweite sich aus- «o wirken kann.
Damit einerseits der Schaufelkörper 4 mit seinen Schaufeln 5 infolge der Beaufschlagung
durch clen Wasserstrahl und andererseits das Zulaufrohr 3 mit Düse infolge des
durch die Reaktionswirkung der Düse auftretenden Drehmomentes nicht in vollständig
willkürliche entgegengesetzte schnelle Umdrehung versetzt wird, ist ein besonderer
Zwangslauf angeordnet. Im Schaufelkörper 4 so sind die konischen Doppelreibräder 12
(Abb. 1) bzw. die Doppelzahnräder 12 (Abb. 3) als umlaufende Planetenräder eingebaut.
Der obere bzw. untere Kranz dieser Doppelräder 12 haben abweichende Durchmesser
bzw. Zähnezahlen. Der obere Kranz der Reibräder 12 treibt einen entsprechenden
Reib- oder Zahnkranz 11, der am Zulaufrohr 3 befestigt ist, an, während der untere
Reib- oder Zahnkranz des Planetenrades 12 mit einem feststehenden Reib- oder Zahnkranz
13 am Körper 2 in Eingriff steht. Bei der Drehung des Schaufelkörpers 4 wälzt sich
der" untere Kranz des Planetenkörpers 12 auf den feststehenden Kranz 13 ab. Hierbei erhält
das Planetenrad 12 eine besondere Drehbewegung, die durch den oberen Kranz auf
den Reib- bzw. Zahnkranz 11 des Zulaufrohres 3 übertragen wird und denselben in
entgegengesetzter Richtung dreht. Das Über-Setzungsverhältnis ist hierbei so gewählt, daß
der Schaufelkörper 4 sehr schnell und der Düsenkopf sehr langsam umläuft. Hierbei
fällt die Drehrichtung des Düsenkörpers 3 mit der Richtung des Drehmomentes der Reaktionswirkung
zusammen und schaltet sich aus. Es entsteht durch diese wechselseitige Anordnung ein ganz eigenartiges, gleichmäßig
sehr schnell wechselndes (mehrere hundert Wechsel in der Minute) Strahlenschema,
wie es Abb. 4 veranschaulicht. Die frei durch die Schaufellücken momentweise austretenden vollen Wurfstrahlen beregnen
das äußere Strahlenfeld A, während das Zentrum der Beregnungsfläche von diesen Strahlen
nicht beregnet wird. Sobald der Wurfstrahl jedoch die sich schnell drehenden Schaufeln beaufschlagt, erfolgt eine momentane
Ablenkung entsprechend dem Schaufelwinkel. Hierbei wird der Strahl breit zerstäubt
und verkürzt, so daß er die Innen- zone B in den gleichen schnell wechselnden
Intervallen beregnet. Der Ring C stellt schematisch den umlaufenden Schaufelkörper 4
mit den gekrümmten Schaufeln 5 dar. Das Zentrum D deutet das umlaufende Zulaufrohr
3 mit zwei Strahlendüsen an. Die verschiedenen gegenläufigen Drehbewegungen
und Richtungsänderungen sind durch Pfeile gekennzeichnet.
In Abb. 2 ist im Grundriß eine Ausführung von aufgeschraubten verstellbaren Leitschaufeln
dargestellt. Der Drehpunkt wird durch die Befestigungsschraube 6 gebildet, während die Befestigungsschraube 7 mittels
des Schlitzes 8 ein Verstellen des Schaufelwinkeis zuläßt. Ferner zeigt der Grundriß
eine Hilfsdüse 9 am Düsenkopf 3, die beliebig angeordnet werden kann. Diese Einzelheiten
gehören nicht zur Erfindung.
Der Flüssigkeitssprenger gemäß der Erfindung ist nicht nur zum Sprengen von Gartenkulturen
u. dgl. mit Wasser, sondern auch in allen Fällen verwendbar, wo es darauf ankommt,
eine Flüssigkeit auf eine möglichst große Fläche absolut gleichmäßig zu verteilen.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Beregnungsvorrichtung mit Reaktionsdüsen nebst einem das Zulaufrohr der Düsen umgebenden und von dem austretenden Düsenstrahl in Umlauf versetzten Schaufelkranz, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schaufelkörper (4) mindestens ein konisches Reibrad (12) als Planetenrad angeordnet ist, dessen einer Teil einen mit dem Zulaufrohr (3) verbundenen Kranz (11) antreibt, während der andere Teil dieses konischen Planetenrades sich auf einen mit dem feststehenden Regnergehäuse (2) verbundenen Kranz (13) abwälzt.
- 2. Beregnungsvorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß statt des Reibradgetriebes ein Zahnradgetriebe Verwendung findet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE562242T | 1930-08-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE562242C true DE562242C (de) | 1932-10-22 |
Family
ID=6566449
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930562242D Expired DE562242C (de) | 1930-08-29 | 1930-08-29 | Beregnungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE562242C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2673761A (en) * | 1945-06-22 | 1954-03-30 | Electrolux Ab | Dishwashing apparatus |
| DE1008518B (de) * | 1954-01-25 | 1957-05-16 | Heinrich Perrot | Regner mit umlaufendem, gekruemmtem Strahlrohr |
| US3073527A (en) * | 1960-09-07 | 1963-01-15 | Colston Ltd C | Dishwashing machines |
-
1930
- 1930-08-29 DE DE1930562242D patent/DE562242C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2673761A (en) * | 1945-06-22 | 1954-03-30 | Electrolux Ab | Dishwashing apparatus |
| DE1008518B (de) * | 1954-01-25 | 1957-05-16 | Heinrich Perrot | Regner mit umlaufendem, gekruemmtem Strahlrohr |
| US3073527A (en) * | 1960-09-07 | 1963-01-15 | Colston Ltd C | Dishwashing machines |
| US3107859A (en) * | 1960-09-07 | 1963-10-22 | Colston Ltd C | Liquid spray apparatus for dishwashing machines |
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