DE569818C - Mittels Hilfskupplung einrueckbare Hauptreibungskupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Mittels Hilfskupplung einrueckbare Hauptreibungskupplung, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16D—COUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
- F16D13/00—Friction clutches
- F16D13/04—Friction clutches with means for actuating or keeping engaged by a force derived at least partially from one of the shafts to be connected
- F16D13/06—Friction clutches with means for actuating or keeping engaged by a force derived at least partially from one of the shafts to be connected with clutching members movable otherwise than only axially
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
8. FEBRUAR 1933
8. FEBRUAR 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 569818 KLASSE 63 c GRUPPE 16 oi
Austro Daimler-Puchwerke A.-G. in Graz*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Februar 1930 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine mittels Hilfskupplung einrückbare Hauptreibungskupplung,
insbesondere für Kraftfahrzeuge.
Es sind Reibungskupplungen bekannt, die mit Hilfe einer Hilfskupplung eingerückt
werden.
Bei Kupplungen dieser Art, deren Hauptkuppelglieder einer Fliehkraftwirkung unterliegen,
durch welche sie selbsttätig in die Einrückstellung bewegt werden, kann diese Wirkung durch entsprechend starke Rückzugfedern
aufgehoben werden. Die Anwendung starker Rückzugfedern hat jedoch für das willkürliche Einrücken der Kupplung den
Nachteil, daß große Kräfte zu überwinden sind, insbesondere bei niederer Drehzahl der
Kupplung.
Es ist bei Kupplungen ohne Hilfskupplung bekannt, zur gänzlichen oder teilweisen
Aufhebung der Füehkraftwirkung schwenkbarer Kuppelglieder Ausgleichgewichte so anzuordnen,
daß sie mit den Kuppelgliedem doppelarmige Hebel bilden und beim Einrücken der Kupplung einwärts verschwenkt
werden.
Die Erfindung, bei der gleichfalls die bekannten Ausgleichgewichte zur gänzlichen
oder teilweisen Aufhebung der Fliehkraftwirkung der Hauptkuppelglieder angewendet
werden, besteht darin, daß ein radial geführtes Zwischenglied zwischen Hilfs- und
Hauptkupplung zu einem für die schwenkbaren Hauptkuppelglieder gemeinsamen Ausgleichgewicht
ausgebildet und mit den Hauptkuppelgliedern durch je einen Lenker verbunden ist.
Hierdurch kann die Kupplung durch Aufwendung verhältnismäßig geringer Kräfte
eingerückt und auch in ein- oder ausgerücktem Zustand erhalten werden.
In der Zeichnung ist in Abb. 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel einer Kupplung gemäß
der Erfindung dargestellt.
Die Kupplung besteht aus einer Haupt- und einer Hilfskupplung mit gemeinsamer
Kupplungstrommel, wobei die Hauptkupplung als Innenbackenreibungskupplung und die Hilkskupplung als axial verschiebbare
Scheibenreibungskupplung ausgebildet ist ; letztere ist daher von der Fliehkraftwirkung
unabhängig.
Die mit der Hauptwelle bzw. der treibenden Welle ι verbundene Kupplungstrommel
3 wirkt einerseits mit der Hilfskupplungsscheibe 4 nach Art einer Scheibenreibungskupplung
zusammen und andererseits mit
*) Von dem Pat ent sucher ist als der Erfinder angegeben 'Morden:
Giovanni Marcellino in Gras.
Reibungsbacken 12. 12, die durch Anpressen
an die Innenfläche des Mantels 3" der Trommel 3 den Kupplungsschluß für die Hauptkupplung
herstellen.
Die Hilfskupplungsscheibe 4 sitzt mit ihrer Nabe 5 lose auf der Antriebswelle 1 und steht
unter dem Einflüsse einer Einrückfeder 6, die bei ausgelöster Kupplung durch das Einrückgestänge
überwunden wird. Das Einrückge-
to stange ist z. B. gebildet von einem Querbolzen
7, Längsbolzen 8, Querbolzen 9 und einem sich nicht mitdrehenden Ring 10, an
dessen Zapfen 11 der Bügel des Stellhebels
angreift.
Die HauptkuppelgHeder 12 sind um Zapfen 13 -einer mit der getriebenen Welle 2 verbundenen
Scheibe 14 verschwenkbar.
Die Verbindung zwischen dem beweglichen Hilfskuppelglied 4 und den beweglichen
Hauptkuppelgliedern 12, 12 ist durch ein auf der Nabe 5 der Hilfskuppelscheibe 4 sitzendes,
in radialer Richtung bewegliches Zwischenglied 21 hergestellt, das an Bolzen 22, 22'
radial geführt und zugleich zu einem für beide Hauptkuppelglieder 12, 12 gemeinsamen
Ausgleichgewicht 23 ausgebildet ist. Das Zwischenglied ist mit den Hauptkuppelgliedern
12 derart in zwangläufige Verbindung gesetzt, z. B. mittels der Lenker 24, daß die
Fliehkraftwirkung des Ausgleichgewichtes 23 der Fliehkraftwirkung der Hauptkupp elglieder
12., 12 entgegenwirkt. Die Größe des Ausgleichgewichtes 23 ist so bestimmt, daß
dessen Fiiehkraftwirkung jene der Hauptkuppelglieder ganz oder wenigstens zum Teil
aufzuheben vermag.
Die Verbindung zwischen dem Zwischenglied 21 und der Hilfskuppelscheibe 4 ist
durch einen in beiden Drehrichtungen der Scheibenkupplung 3, 4 wirksamen Zahntrieb
hergestellt, der von Zahnstangen 25, 25' an beiden Seiten einer Ausnehmung des Zwischengliedes
21 gebildet ist, in die ein Zahnradausschnitt 15 der Hilfskuppelscheibe 4 zum
Eingriff kommen kann. Schwache Rückholfedern 26 verbinden die HauptkuppelgHeder
12, 12 mit dem Zwischenglied 21.
Bei der zwangläufigen Verbindung 24,24 zwischen den Hauptkuppelgliedem 12, 12 und
dem zu einem gemeinsamen Ausgleichgewicht 23 ausgebildeten oder dieses beeinflussenden
Zwischenglied 21 ist zur radialen Einwärtsbewegung des Zwischengliedes 21 samt
Ausgleichgewicht 23 nur eine geringe Kraft erforderlich. Zum Anpressen der Hauptkuppelglieder
12, 12 an den Mantel 3" der Trommel 3 ist daher nur der gewöhnliche,
von jeder Fliehkraft unabhängige Anpreßdruck erforderlich, der beim Ausführungsbeispiel der Zeichnung von den knickhebel-
artig wirkenden Lenkern 24, 24 erzeugt wird.
Die beschriebene Kupplung ermöglicht, bei geringer Raumbeanspruchung fast den ganzen
inneren Umfang 3" der Kupplungstrommel 3 für die Hauptkuppelglieder 12, 12 wirksam
auszunutzen.
Claims (2)
1. Mittels einer Hilfskupplung einrückbare
Hauptreibungskupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit Ausgleichgewichten zur gänzlichen oder teilweisen Aufhebung
der Fiiehkraftwirkung der HauptkuppelgHeder, dadurch gekennzeichnet, daß ein radial geführtes Zwischenglied
(21) zwischen Hilfs- und Hauptkupplung
zu einem für die schwenkbaren Hauptkuppelgiieder (12) gemeinsamen Ausgleichgewicht
(23,) ausgebildet und mit den Hauptkupplungsgliedern (12) durch je
einen Lenker (24) verbunden ist.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied
(21) mit zwei Zahnstangen (25, 25'j versehen ist, mit denen der mit der Hilfskupplung"
(4) verbundene Zahnradausschnitt (15) in der einen oder anderen Drehrichtung in Eingriff kommt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT569818X | 1930-01-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE569818C true DE569818C (de) | 1933-02-08 |
Family
ID=3676739
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930569818D Expired DE569818C (de) | 1930-01-13 | 1930-02-01 | Mittels Hilfskupplung einrueckbare Hauptreibungskupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE569818C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1052185B (de) * | 1951-10-17 | 1959-03-05 | Bendix Aviat Corp | Innenbackenbremse |
-
1930
- 1930-02-01 DE DE1930569818D patent/DE569818C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1052185B (de) * | 1951-10-17 | 1959-03-05 | Bendix Aviat Corp | Innenbackenbremse |
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