-
Wasserablauf für Dächer Die Erfindung betrifft einen Wasserablauf
für Dächer aus einem schüsselartigen Auffangbehälter und einer gitterartigen Schutzhaube.
-
Die bekannten Wasserabläufe haben den Nachteil, daß sich an den Rändern
des Dachdeckungsbelages, dort wo der obere Rand des Auffangbehälters mit dem Dachdeckungsbelag
verbunden ist, sehr leicht Wasser anstauen kann, wodurch der Dachdeckungsbelag an
dieser Stelle angefressen und schnell zerstört wird. Nach der Erfindung soll dieser
Nachteil einerseits durch Vermeidung einer Wasseranstauung, anderseits dadurch beseitigt
werden, daß der an den Wasserablauf anschließende Rand des Dachdeckungsbelages in
einer zementartigen Dichtungsmasse eingebettet ist, die gleichzeitig den Auffangbehälter
mit der gitterartigen Schutzhaube verbindet. Zu diesem Zweck wird die Schutzhaube
an ihrem ringförmigen Fußflansch mit einer Randrippe und einer nebenliegenden kürzeren
Rippe versehen, die in entsprechend tiefe, mit einer zementartigen Dichtungsmasse
ausgefüllten Falze des ringförmigen Auflageflansches des Auffangbehälters eingelagert
sind. In diese Dichtungsmasse ist zwischen der kürzeren Rippe und dem der Rippe
zugeordneten Falz der Anschlußrand des Dachdeckungsbelages verdeckt eingebettet,
und zwar vorzugsweise derart, daß der Zwischenraum zwischen dem Dachdeckungsbelag
und dem spitzwinklig auslaufenden Rande des Fußflansches der Schutzhaube mit der
zementartigen Dichtungsmasse ausgefüllt ist.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Abb. i ist eine Draufsicht des Wasserablaufes, teilweise im Schnitt, und Abb. 2
ist ein senkrechter Schnitt des Wasserablaufes, der zeigt, wie derselbe in einer
Dachfläche befestigt ist.
-
Der Wasserablauf besteht aus einem schüsselartigen Auffangbehälter
i und einer gitterartigen Schutzhaube 2, 3. Der Auffangbehälter i ist an seinem
Boden mit einer Ablauföffnung q. versehen. An der Innenwand sitzen mehrere Rippen,
welche vorzugsweise gewunden sind, um die ablaufende Flüssigkeit in Wirbelbe"vegung
von links nach rechts zu versetzen, denn dieses ist das natürliche Bestreben des
Wassers auf der nördlichen Hälfte der Erdkugel. Der obere Rand des Auffangbehälters
endigt in einem nach aufwärts ragenden Flansch 6 und in einem nach auswärts ragenden
Auflageflansch 7, der mit einem Ringfalz 8 und einem weniger tiefen Ringfalz 9 versehen
ist, wie die Abb. 2 zeigt. Der Auflageflansch 7 ist ferner mit einem nach abwärts
ragenden Flansch i o versehen, welcher in einer Aussparung 13 des Dachaufbaues
i i oder einer sonstigen Unterlage ruht. Der Dachdeckungsbelag 12 greift hierbei
vollständig über den Auflageflansch vom schüsselartigen Auffangbehälter i. Nachdem
der Dachdeckungsbelag verlegt ist, wird an der Stelle des Wasserablaufes ein Loch
hineingeschnitten. Dies geschieht entlang einer Kreislinie i¢, die vorzugsweise
durch de scharfkantige Rippe 15
zwischen den Ringfalzen 8 und 9 vorgezeichnet
wird.
-
Die Schutzhaube 2 besteht aus einem Gußstück mit einem Fußflansch
16, dessen im wesentlichen waagerechte Oberfläche infolge
des schräg
nach einwärts verlaufenden Auflageflansches 7 vom Auffangbehälter i unterhalb der
Ebene des Dachbelages zu liegen kommt. Die Unterseite dieses Fußflansches 16 ist
mit einer nach abwärts ragenden Randrippe 17 versehen, welche in den Ringfalz 8
des Auflageflansches 7 hineinragt. Ferner ist an der Unterseite des Fußflansches
16 eine im Querschnitt V-förmige Rippe 18 vorgesehen, welche über dem Ringfalz g
zu liegen kommt, und zwar ungefähr in der Nähe der Rippe 15. Bevor die Schutzhaube
aufgesetzt wird, wird eine elastische zementartige Dichtungsmasse in die Ringfalze
8 und 9 und über den Anschlußrand des Dachbelages 12 eingebracht. Ferner wird zwischen
dem Fußflansch 16 und dem Auflageflansch 7 das Innere des Falzes 8 mit genügend
Zement ausgefüllt. I-Iierauf wird die Schutzhaube aufgesetzt, durch deren Schwere
der Zement in alle Hohlräume hineingedrückt wird. Der Anschlußrand des Dachbelages
12 ist somit vollständig eingebettet und wird durch den Druck der Rippe 18 vom Fußflansch
der Schutzhaube zusammen mit der zementartigen Dichtungsmasse fest in seiner Lage
gehalten. Die Schutzhaube ist mit einer Anzahl senkrechter Rippen 19 versehen, die
radial nach auswärts ragen und von beträchtlicher Breite sind, wie aus der Abb.
i deutlich hervorgeht. Zwischen diesen Rippen 19 befinden sich mehrere schmälere
Rippen 20, und zwischen den einzelnen Rippen 19 und 2o befinden sich schmale Schlitze
21, durch welche das Wasser in die Schutzhaube und in den schüsselartigen Auffangbehälter
i hineinfließen kann. Aus der Abb. 2 geht hervor, daß die schmäleren Rippen 20 oben
in einem Ring 22 endigen, während die breiteren Rippen 19 noch über diesen Ring
22 hinausragen und oben den Grundring 23 des Gitterdeckels 3 aufnehmen.
-
Der Gitterdeckel 3 besteht aus dem Grundring 23 und einer Anzahl radialer
Rippen 24, welche mit ihren äußeren Enden 26 über die senkrechten Rippen 19 hinausragen
und Spitzen aufweisen, welche das gegen sie gewehte Papier zu zerkleinern vermögen.
Der Gitterdeckel 3 ist ferner mit -einem Mittelteil 25 und kreisförmigen Rippen
27 versehen, welche sich zwischen den radialen Rippen 24 erstrecken. Die breiten
senkrechten Rippen 19 halten die angespülten festen und blattartigen Schmutzkörper
von den schmäleren Rippen 2o zurück, so daß durch die Schlitze 21 in der Schutzhaube
2 das Wasser ungehindert abfließen kann. Derselbe Zweck wird durch die radialen
hohen Rippen 24 des Dekkels erreicht. Papier und ähnliche sich an dem Deckel der
Kappe ablagernde Stoffe werden äadurch in einem genügenden Abstand von den Einlauföffnungen
28 gehalten, so daß dieselben nicht verstopft werden können. Sollte der schüsselartige
Auffangbehälter oder die Ablauföffnung sich etwa verstopfen, so kann die gitterartige
Schutzhaube 2, 3 leicht hochgenommen und aus dem Auffangbehälter die hineingespülten
festen Schmutzstoffe entfernt werden. Nach der Reinigung wird die Schutzhaube wieder
eingesetzt, wobei vorzugsweise eine neue elastische Zementfüllung verwendet wird,
um stets an der Stelle des Dachbelages einen dichten Abschluß zu erhalten.
-
Die verschiedenen Teile können an den Stellen ihrer Vereinigung lose
ineinanderpassen und leicht zusammengestellt werden ohne Verwendung von Schraubenbolzen
oder sonstigen Befestigungsmitteln. Der Wasserablauf ist insofern einfach einzubauen,
als nach dem Einsetzen des schüsselartigen Auffangbehälters i der Dachbelag über
die ganze Dachfläche hinweg verlegt werden kann, ganz unabhängig davon, wie viel
Wasserabläufe in der Dachfläche angeordnet sind. Nach dem Verlegen des Dachbelages
wird lediglich an den Stellen, an welchen sich die Wasserabläufe befinden, der Dachbelag
kreisförmig ausgeschnitten, wobei durch die aufwärts ragenden Rippen 15 der schüsselartigeil
Auffangbehälter i die Ausschnitte vorgezeichnet werden.