DE566836C - Waehler fuer Fernsprechanlagen mit in Gruppen geteilten Leitungskontakten und mit einem in einer Bahnrichtung beweglichen Schaltglied - Google Patents
Waehler fuer Fernsprechanlagen mit in Gruppen geteilten Leitungskontakten und mit einem in einer Bahnrichtung beweglichen SchaltgliedInfo
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- DE566836C DE566836C DEM104976D DEM0104976D DE566836C DE 566836 C DE566836 C DE 566836C DE M104976 D DEM104976 D DE M104976D DE M0104976 D DEM0104976 D DE M0104976D DE 566836 C DE566836 C DE 566836C
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf Wähler mit in Gruppen geteilten Leitungskontakten und
mit einem in einer Bahnrichtung beweglichen Schaltglied, das eine den Kontaktgruppen entsprechende
Anzahl parallel geschalteter Bürstensätze trägt, von welchen jeweils einer durch mechanische Beeinflussung zur Kontaktschließung
mit den Kontakten seiner Leitungsgruppe wirksam gemacht wird. Solche Wähler sind unter dem Namen Vielfachbürstenwähler
mit mechanischer Bürstenwahl teils als Drehwähler, teils als Stangenwähler bekannt. Diese Wähler zeigen gegenüber
anderen eine Mehrzahl Bürstensätze; dafür vereinigen sie folgende ausschlaggebenden
Vorteile. Das Schaltglied vollführt nur eine einfache Drehbewegung bzw. bei Stangenwählern
eine geradlinig hin und her gehende Bewegung. Ferner sind alle Schaltschritte, ao auch diejenigen für die Gruppenwahl auf
gleich lange, durch den Abstand zweier aufeinanderfolgender Leitungskontakte bestimmte
Schaltwege beschränkt. Als Folge vorgenannter beiden Eigenschaften ergibt sich für das Wählergetriebe eine entsprechende
Vereinfachung. Endlich besteht eine günstige Gelegenheit für die Anwendung der wirtschaftlichen
und besonders für große Leitungsgruppen geeigneten Flachbankvielfache. Die Erfindung bezweckt eine Vervollkommnung
der vorgenannten Bürstenwähler durch eine besondere Ausbildung des Antriebs und der Bewegungssteuerung des Schaltgliedes,
die wesentliche Erleichterungen für die Her-SS
stellung und für den Gebrauch sowie für eine erweiterte Verwendungsmöglichkeit der Wähler
erbringt.
Die Vielfachbürstenwähler wurden bisher ähnlich wie andere Wähler mit Maschinenantrieb
oder elektromagnetischem Schrittantrieb ausgerüstet. Die Eignung der beiden Antriebe wird bekanntlich verschieden beurteilt.
Im allgemeinen besteht bisher die Meinung, daß für Wähler mit schwerem Schaltglied,
wie sie für Vielfachbürstenwähler und für große Leitungsgruppen in Betracht kommen,
der Maschinenantrieb sich besonders eignet und daß hierbei auf die unmittelbar durch Nummernstromstöße stattfindende Wählereinstellung
verzichtet werden müsse, wogegen Wähler mit Schrittbetrieb leicht gebaut
sein müssen und sich nur für kleinere Leitungszahlen, z. B. bis 100 Leitungen,
eignen. Folgerichtig wurde aus dieser verschiedenen Eignung der Wähler mit Maschinen-
und Schrittantrieb ein Rückschluß auf die Berechtigung und Notwendigkeit der beiden Antriebe gezogen. Endlich wurden die
bei Wählern mit Schrittbetrieb bisher bestehenden starken Abhängigkeiten bei der
Stromstoßgebung von Fremdapparaten (Wählscheiben, Relais und Stromunterbrechern)
und die hieraus erwachsenden Justierschwierigkeiten als unvermeidlich angesehen.
Durch die Erfindung werden diese bisher s5
maßgeblichen Ansichten überholt. Es wird gezeigt werden, daß bei unmittelbar durch
Nummernstromstöße schrittweise einstellbaren Wählern das Gewicht des Schaltgliedes
in weiten Grenzen belanglos ist, d.h. daß
Schaltglieder auch bei Schrittwählern jetzt ohne Zuhilfenahme von Maschinenantrieb und
Nummernspeichern groß und schwer gebaut werden können. Ferner wird sich erweisen,
daß die bei den Schrittwählern bisher vorhandenen Abhängigkeiten von Fremdapparaten
und die hiermit verknüpften Justierungen auf ein Mindestmaß eingeschränkt werden können.
Durch diese auf Vielfachbürstenwähler ίο gegründeten Verbesserungen wird eine Wählerausführung
erzielt, welche die bisher vom elektromagnetischen Schrittantrieb und Maschinenantrieb
hervorgerufenen Gegensätze nicht mehr kennt und daher einen vollwertigen Ausgleich für die bisher ungleichen
Wählerausführungen schafft.
Erfindungsgemäß wird das durch eine individuell gespeicherte Kraft angetriebene Schaltglied
der Wähler durch eine als Klinkwerk ausgebildete Sperrvorrichtung in der Weise freigegeben, daß das Schaltglied bei einer
durch Nummernstromstöße stattfindenden Einstellung Schrittbewegungen von durchweg
einheitlicher Länge vollführt, während es bei einer der selbsttätigen Sucherwahl dienenden
Einstellung die zurückzulegende Schaltstrecke ununterbrochen gleitend durchläuft.
Die Verwendung einer Speicherkraft zur Schaltgliedbewegung bei seiner Einstellung
ist an sich bekannt und desgleichen auch die Benutzung einer als Klinkwerk ausgebildeten
Sperrvorrichtung zur Freigabe des Schaltgliedes. Die bisherige Verwendung dieser
Mittel bezieht sich jedoch auf Wähler mit nur einem Bürstensatz, wodurch eine der einleitend
vorausgesetzten Eigenschaften, die für das Eintreten des dargelegten Erfindungserfolges
ausschlaggebend ist, fehlt. Um nämlich den störenden Einfluß des Gewichts der
Schaltglieder zu beseitigen, ist es unerläßlich, die bei Wählern vorgeschriebenen Schaltgeschwindigkeiten
mit möglichst kleinen Laufgeschwindigkeiten des Schaltgliedes zu bestreiten. Zu dem Zweck sind erstens bei der
Gruppenwahl große Schaltwege unbedingt zu vermeiden, und zweitens ist bei der Sucherwahl
eine schrittweise abgesetzte Bewegung, für die kein Bedarf besteht und die wegen
der zwischen die einzelnen Schaltschritte entfallenden Bewegungsrasten nur unnötige Zeitverluste
erbringt und zur Aufholung derselben eine übermäßige Geschwindigkeitssteigerung des Schaltgliedes erfordert, ebenfalls zu
vermeiden. Beim angezogenen bekannten Wähler zwingt das Vorhandensein nur eines Bürstensatzes bei gleichzeitig hintereinander
angeordneten Kontaktgruppen zum Gebrauch großer Gruppenwahlschritte und nebenbei zu
einer umständlichen elektrischen Steuerung des Schaltgliedes bei der Einstellung durch
Nummernstromstöße. Um den Mangel der großen Gruppenwahlschritte auszugleichen, müssen die Wähler, wie auch ihre Bezeichnung
als Schnelläuferwähler besagt, bereits bei mäßig großen Leitungsgruppen übermäßig
schnell laufen, und das Schaltglied muß dementsprechend äußerst leicht gebaut sein. Die
hieraus sich ergebende Beschränkung dieser Wähler auf kleine Gruppen einschließlich der
erwähnten Komplikation der Einrichtung für die Nummernwahl entfällt gänzlich bei den
der Erfindung zugrunde gelegten Vielfachbürstenwählern, bei welchen die Gruppen- und
Einzelleitungswahl durchweg kleine Schaltwege aufweist.
Bezüglich der erwähnten Sperrvorrichtung für die Freigabe des Schaltgliedes werden
zwei Ausführungsbeispiele angegeben, die beide die Eigenschaft haben, daß sie für alle
Verwendungsfälle der Wähler, z. B. als Anrufsucher, Gruppen- und Leitungswähler, eine
einheitliche Bauausführung derselben gewährleisten.
Ein besonderes Merkmal der Erfindung ist die pneumatische Einrichtung zur Erneuerung
der zur Schaltgliedeinstellung benötigten Speicherkraft. Gegenüber bekannten ähnlichen
Einrichtungen unterscheidet sich die vorliegende dadurch, daß sie elektrisch gesteuerte
Ventile vermeidet.
Weitere ergänzende Erfindungsmaßnahmen, die aus der Beschreibung hervorgehen, beziehen
sich auf die Ausführung des Schaltgliedes und die mechanische Bürstenbetätigung
bei Zugrundelegung eines Stangenwählers mit Flachbankvielfach als Beispiel.
In den Zeichnungen stellen dar: Abb. I die Vorderansicht eines vollständigen Wählers für 100 Leitungen,
Abb. 2 einen Schnitt des Wählers an der Stelle 2-2 der Abb. i,
Abb. 3 bis 5 das Schaltglied in Vorderansicht und Schnitt sowie im Gesamtaufbau,
Abb. 6 bis 9 das Triebwerk in verschiedenen Ansichten,
Abb. 10 bis 14 Geschwindigkeitsdiagramme
zur Erläuterung der Wirkungsweise des Wählers,
Abb. 15 und 16 eine Schaltungsanordnung
für die verschiedenen Verwendungsarten des Wählers,
Abb. 17 die bauliche Anordnung der vom Wähler gesteuerten Umschaltkontakte,
Abb. 18 eine besondere Ausführung des Triebwerkes. ·
Der Wähler besteht gemäß Abb. 1 und 2 aus einem quer über die zehn Bankstreifen 1
bis 10 des Kontaktfeldes verlaufenden Schaltglied 100, einem Triebwerk 200 und drei Kontaktsätzen
e, f, g.
Die waagerecht verlaufenden Bankstreifen 1
bis 10 liegen in gleichen Abständen überein-
ander und bilden das in bekannter Weise aus Blech- und Isolationsstreifen zusammengesetzte
Flachbankvielfach für eine Mehrzahl gleichartiger Wähler. Jeder Bankstreifen enthält
die Kontakte einer aus je zehn Dreifachleitungen gebildeten Leitungsgruppe. Die Vielfachkontakte der einzelnen Wähler verlaufen
auf drei Reihen ii bis 13 verteilt in der Bewegungsrichtung des Schaltgliedes.
Die Zählung der Bankstreifen bzw. der Leitungsgruppen geht von unten nach oben und
die Zählung der Leitungen innerhalb der Gruppen von oben nach unten. Die Kontakte
der Leitung Nr. 23 liegen beispielsweise im zweiten Bankstreifen von unten an dritter
Stelle von oben.
Oberhalb des Bankvielfachs ist eine Leiste 14 mit drei Stromzuführungsschienen 15 für
die drei Bürsten a, b3 c der Bürstensätze 104
jedes Wählers vorgesehen.
Bei den Anrufsuchern kommt entsprechend der Zeichnung unterhalb des Bankvielfachs
ein besonderer Bankstreifen 16 hinzu. Er enthält die Kontakte für zehn durchlaufende
Dekadenleitungen, die bei Anrufsuchern zur Feststellung der Gruppe, in welcher die anrufende
Teilnehmerleitung liegt, benötigt werden. Die Kontakte 17 dieses Bankstreifens
bilden für jeden Wähler eine einfache Reihe mit einer daneben verlaufenden Stromzuführungsschiene
18.
Die Bankstreifen 1 bis 10 und 16 sowie die
Leiste 14 mit den Stromzuführungen 15 sind in einem Rahmen 19 gelagert, der zugleich
den übrigen Wählerteilen als Befestigungsunterlage dient. Der Rahmen ermöglicht den
paß rechten Zusammenbau aller Wählerteile zu einem geschlossenen Ganzen, unabhängig
von den anderen Apparaten, mit welchen die Wähler nachträglich an Gestellen schaltungsmäßig
verbunden werden.
Das in Abb. 3, 4 und S dargestellte Schaltglied ist aus zwei Teilen zusammengesetzt,
nämlich einem Bürstenträger oder Schlitten
+5 und einem Bürstenauswähler oder Schieber 106.
Der Schlitten ist an vier Bolzen 20 oben
und unten auf dem W7ählerrahmen 19 (Abb. 2)
gelagert. Er besteht gemäß Abb. 3 und 4 aus zwei Winkelschienen 107, zwischen welchen
die Bürstensätze 104 in bestimmten Abständen auswechselbar befestigt sind. Der Schlitten
enthält für jeden Bankstreifen 1 bis 10 einen eigenen Bürstensatz 104 mit je drei
flach nebeneinanderliegenden Bürsten a, b, c, die in Isoliermasse 108 eingebettet sind. Zuoberst
sind am Schlitten (Abb. 2) noch drei Schleiffedern 109 zur Bestreichung der drei
Stromführungsschienen 15 vorgesehen. Sämtliche gleichnamigen Bürsten a, b, c der Bürstensätze
104 sind durch Drähte 110 miteinander und der entsprechenden Schleiffeder
109 verbunden, wodurch die elektrische Verbindung sämtlicher Bürstensätze 104 mit den
Stromiührungsschienen 15 dauernd hergestellt ist. Wird der Wahler als Anrufsucher verwendet,
dann trägt der Schlitten 105 (Abb. 3) an seinem unteren Ende einen weiteren zweiteiligen
Bürstensatz in, dessen Bürsten d und 113 miteinander verbunden sind. Die
Bürste d dieses Bürstensatzes in bestreicht die in der Reihe 17 (Abb. 1) des Bankstreifens
16 angeordneten Kontakte der Dekadenleitungen, während die Bürste 113 immer
mit der Stromzuführungsschiene 18 in Verbindung steht.
Im Gegensatz zu dem Bürstensatz 111 sind
die Bürstensätze 104 gewöhnlich unwirksam, d. h. die Bürsten a, b, c stehen gewöhnlich in
einem gewissen Abstand von dem Kontaktfeld und legen sich gegen ein in ihrem Rücken angeordnetes
dreiseitiges Prisma 114 aus Isolierstoff an.
Die in den Winkelschienen 107 drehbar gelagerten Prismen 114 sind dazu bestimmt, die
Jtsurstensätze 104 einzeln für die Kontaktgabe wirksam zu machen. Dies geschieht durch
Drehung eines Prismas um 60 ^, so daß sich seine Kante gegen die Federn a, b, c stemmt
und diese aus dem Raum der beiden Winkelschienen 107 heraushebt (s. mittlerer Bürstensatz
der Abb. 3 und 4). Die Drehung der Prismen erfolgt durch ein an jedem Prisma seitlich angebrachtes dreizähniges Rädchen _.
115 und durch an dem Bürstenaus wählerschieber 106 befestigte Stifte 116. Die Stifte no
sind gegenüber den Prismen 114 so versetzt, daß die Zahnräder 115 der Prismen bei einer
Verschiebung des Schlittens 105 gegenüber dem Schieber 106 nacheinander an die einzelnen
Stifte 116 herankommen, diese in die Zahnrädchen 115 der Prismen eingreifen und
die Prismen nacheinander einzeln drehen. Bei dem Wähler der Zeichnung ist beispielsweise
angenommen, daß sich der Schlitten 105 als der schwere Teil des ganzen Schaltgliedes 1QS
bei beiden Wahlen abwärts bewegt, der Schieber 106 als der leichte Teil des ganzen
Schaltgliedes hingegen bei der ersten Wahl festgehalten und nur bei der zweiten Wahl
mitbewegt wird. Wenn der Schlitten 105 sich bei feststehendem Schieber 106 abwärts
bewegt, drehen sich die Prismen 114, von dem untersten Bürstensatz 104 angefangen, der
Reihe nach einzeln bei jedem Schaltschritt um 6o° bzw. bei zwei Schaltschritten um
120°. In Abb. 3 und 4 hat der Schlitten 105 sich um zwei Schaltschritte gesenkt, so daß
das Prisma des zweiten Bürstensatzes um 6o° gedreht ist, dieser Bürstensatz sich in
wirksamer Stellung befindet. Das Prisma des ersten Bürstensatzes ist insgesamt um 1200
gedreht worden, der Bürstensatz war also
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beim ersten Schaltschritt umgelegt und beim zweiten Schaltschritt wiederaufgerichtet worden.
Der dritte Bürstensatz würde umgelegt und der zweite wiederaufgerichtet werden,
wenn der Schlitten 105 sich noch um einen weiteren Schaltschritt senkte.
Um dieses fortschreitende Umlegen der Bürstensätze hervorzubringen, sind die Stifte
116 der Schieberstange 106 von den Zahnrädern 115 der Prismen 114 um eine von
Bankstreifen zu Bankstreifen um je einen Schaltschritt wachsende Anzahl Schaltschritte
entfernt. Die Entfernungen sind im Schema der Abb. S rechts mit den Bezugszeichen x1,
x2, ... Ji;10 angegeben, wobei der Ziffernindex
die Schrittzahl bedeutet.
Die Umlegung eines Bürstensatzes 104, der durch die bei der Auswahl der Leitungsgruppe oder des Bankstreifens zurückgelegte
Schrittzahl des Schlittens 105 bestimmt wird, muß stets in einer Stellung erfolgen, von
der aus die betreffende Bürste die Einzelleitungszahl mit dem nächsten Schaltschritt
beginnen kann, d. h. einen Schaltschritt vor dem ersten Kontakt dieses Bankstreifens.
Aus diesem Grunde müssen die Bürstensätze
104 gegenüber den zugehörigen Kontaktgruppen oder Bankstreifen 1 bis 10 ebenfalls
in einer bestimmten Weise versetzt sein.
Auch hier nimmt die Versetzung, von der ersten Bürste an gerechnet, bei jeder folgenden
Gruppe um einen Schaltschritt zu. Die in dem Schema der Abb. 5 links stehenden Bezugszeichen x%, xs, ... x11 bezeichnen mit
ihrem Zahlenindex die Entfernung in Schrittlängen der Bürstensätze von dem jeweils
ersten Kontakt ihres Bankstreifens.
Die vorbeschriebene Einrichtung für die mechanische Bürstenwahl arbeitet auch bei
der Rückstellung des Wählers in seine Anfangslage, da beim Hochgehen des Schlittens
105 am Schluß einer Verbindung die Stifte χ 16 des Schiebers 106 die Prismen 114 in umgekehrter
Reihenfolge und Richtung drehen, wodurch wieder ein von Bürstensatz zu Bürstensatz fortschreitendes Umlegen und
Wiederaufrichten der Bürsten stattfindet. Damit die schräg gegen die Kontakte geneigten
Bürsten a, b, c sich hierbei nicht an den Kontakten der Bankstreifen 1-10 stauchen, erfolgt
ihre Umlegung, wie später ersieh tixcli
wird, wiederum außerhalb ihres Kontaktfeldes, und zwar diesmal unterhalb des letzten
Kontaktes jedes Bankstreifens.
Die gesamte Fallhöhe des Schlittens beträgt 22 Schaltschritte, von denen zehn für
die Auswahl der zehn Leitungsgruppen und weitere zehn für die Auswahl der zehn Einzelleitungen
in den Leitungsgruppen verwendet werden, während die beiden weiteren für die Einleitung der Rückstellung des Wählers
gebraucht werden. Die Fallhöhe des Schiebers beträgt nur halb so viele Schaltschritte,
da der Schieber, wie erwähnt, erst bei der zweiten Wahl sich der Schlittenbewegung anschließt.
Am Schluß einer Verbindung setzen Schlitten und Schieber die Fallbewegung so lange fort, bis der Schieber seine Endstellung
erreicht. Dies ist der Fall, wenn der Schieber insgesamt elf Schritte zurückgelegt hat.
In dieser Stellung beginnt regelmäßig die Rückstellung der Teile in der Weise, daß zunächst
der Schlitten wiederum allein um dieselbe Strecke, die er anfangs bei der Gruppenwahl
allein zurückgelegt hat, gehoben wird, worauf dann der Schieber mitgenommen wird
and beide Teile schließlich zusammen in der Anfangsstellung wieder ankommen.
Bei dieser verschiedenen Bewegung des Schlittens 105 und des Schiebers 106 werden
die in Abb. 1 dargestellten Kontaktfedersätze e, f, g betätigt. Diese Kontaktfedersätze
sind auf einem Gehäuse 21 befestigt, welches das obere Ende des Schaltgliedes 100 umgreift
Ihre Steuerung durch das Schaltglied ist in Abb. 17 dargestellt. Der Kontaktfedersatz
e wird durch einen auf der einen Winkelschiene 107 des Schlittens befestigten Pimpel
117 betätigt, der in der Ruhelage des Schlittens zwischen den beiden Federn 22 steht.
Senkt sich der Schlitten bei der ersten Wahl, dann verläßt der Pimpel 117 die gezeichnete
Lage, und die Kontakte des Federsatzes e werden umgelegt. Der Kontaktfedersatz/
wird in ähnlicher Weise durch einen an dem Schieber 106 befestigten Pimpel 108 betätigt,
der in der Ruhelage des Schiebers zwischen den beiden Federn 23 steht. Die Betätigung
des Kontaktsatzes g erfolgt durch einen Pimpel 24, der an dem rechten Ende eines um die
Achse 25 drehbar gelagerten Hebels 26 befestigt ist. Der Hebel 26 steht gewöhnlich in
der gezeichneten Lage, so daß der Pimpel 24 die Federn 27 auseinanderdrückt. Erst wenn
der Schieber 106 in seine tiefste Stellung gebracht wird, was bei dem Weiterlauf des
Wählers zwecks Rückstellung erfolgt, trifft der an dem Schieber 106 befestigte Stift 112
von oben auf das linke Ende des Hebels 26 und legt diesen in die punktiert gezeichnete
Stellung um, wobei der Pimpel 24 aus den Federn 27 heraustritt. Wird hierauf bei der
Rückstellung des Wählers der Schieber 106 wieder in seine Ruhestellung gebracht, dann
drückt bei der letzten Aufwärtsbewegung der Pimpel 118 von unten gegen das linke Ende
des Hebels 26 und dreht diesen in die Normallage zurück. Alle Kontaktsätze bleiben
also nach ihrer erstmaligen Betätigung unverändert, bis der Schlitten 105 und der
Schieber 106 durch Hochheben die Anfangsstellung wieder erreichen.
Das in Abb. 6 bis 9 dargestellte Triebwerk 200 ist derjenige Teil des Wählers, der die Bewegung
des Schaltgliedes 100, also das Fallen und Wiederhochheben des Schlittens 105 und
des Schiebers 106, steuert. Das Triebwerk ist ein selbständig auswechselbarer Apparatteil,
der unterhalb des Schaltgliedes auf dem Wählerrahmen 19 befestigt wird.
Auf der Vorderseite einer viereckigen längliehen
Grundplatte 201 ist mittels Winkel 202 eine runde Führungsstange 203 befestigt.
Hinter der Führungsstange 203 befindet sich in der oberen Hälfte der Grundplatte 201
eine längliche Öffnung 204. Zwischen der Öffnung 204 und der Führungsstange 203 ist
eine flache Zahnstange 205 verschiebbar angeordnet. Die Zahnstange 205 ist an ihrem
oberen Ende mittels eines Ouerstückes 206 in der Öffnung 204 der Grundplatte 201 und an
ihrem unteren Ende mittels eines abgebogenen Schenkels 207 an der Führungsstange 203 geführt.
Auf dem rückwärtigen Teil des Querstücks 206 der Zahnstange 205 legt sich der zwischen die Winkelschienen 107 des Schlittens
105 eingespannte Bügel 119 (Abb. 3). Die Bewegung des Schlittens 105 wird also
durch die Zahnstange 205 beherrscht.
An der Führungsstange 203 wird ferner ein
U-förmiger Bügel 208 geführt. Die untere Lagerstelle 209 dieses Bügels liegt in der
Ruhelage in einer Entfernung von elf Schaltschritten von dem Schenkel 207 der Zahnstange
205. Die obere Lagerstelle des Bügels trägt nach rückwärts einen Ansatz 210, der
in eine Nut 120 des Schiebers 106 eingreift. Der Bügel 208 beherrscht hierdurch die Bewegung
des Schiebers 106.
Die Zahnstange 205 weist an den beiden Schmalseiten eine verschiedene Zahnung auf.
Die Zähne 211 haben die Form von Triebzähnen und erstrecken sich über eine Länge
von 22 Schaltschritten, also der gesamten Fallhöhe des Wählers; die Zähne 212 sind als
abwärts gerichtete Sperrzähne ausgebildet und erstrecken sich über eine Länge von zehn
Schaltschritten.
Auf dem Bügel 208 ist an der Achse 213 eine als doppelseitiger Hebel 214 ausgebildete
Sperrklinke 215 drehbar gelagert, die von einer Blattfeder 216 gegen die Sperrzähne 212
gedrückt wird. Im Ruhezustand des Triebwerks, den die Zeichnung darstellt, ist die
Sperrklinke 215 von dem untersten Sperrzahn 212 um einen Schaltschritt entfernt und liegt
an der ungezahnten Schmalseite der Zahnstange 205 an. Ein auf der Grundplatte 201
befestigter Elektromagnet Λ" hält beim Anzug mit seinem Anker 217 (Abb. 8) den oberen
Arm des Sperrklinkenhebels 215 fest und damit die Sperrklinke 215 entgegen der Wirkung
der Feder 216 außer Eingriff mit den Sperrzähnen 212. Die Zahnstange 205 kann
in dieser Stellung der Sperrklinke 215 für sich allein eine Abwärtsbewegung machen, während
der Bügel 208 durch eine um die Führungsstange 203 gewundene Schraubenfeder 218 in seiner Anfangsstellung zurückgehalten
wird. Die Feder 218 ist in der Ruhestellung des Triebwerks so stark zusammengedrückt,
daß sie bei der Abwärtsbewegung der Zahnstange 205, ungeachtet des Nachlassens der
Spannung, stets genügend stark gegen die obere Lagerstelle des Bügels 208 drückt.
Sobald bei einer Aberregung des Elektromagneten N der Anker 217 den Hebel 214
freigibt und die Sperrklinke 215 unter Wirkung der Blattfeder 216 in die Sperrzähne 212
einfällt, wird die Wirkung der Feder 218 aufgehoben und der Bügel 208 von der Zahnstange
205 zwangsläufig mitgenommen. Der auf dem Ouerstück 206 der Zahnstange 205
aufliegende Schlitten 105 bewegt sich dann gleichzeitig mit dem durch den Ansatz 210
des Bügels 208 gekuppelten Schieber 106.
Falls infolge eines Versagens des Elektromagneten N der Einfall der Sperrklinke 214
in die Sperrzähne 212 nicht spätestens bei dem zehnten Schaltschritt erfolgt, wird zur Sicherstellung
der Weiterbewegung und der Rückstellung des Schaltgliedes der Bügel 208 durch den Führungsschenkel 207 der Zahnstange
205 ebenfalls mitgenommen, der bei dem elften Schritt auf die untere Lagerstelle 209 des
Bügels auftrifft.
Die Abwärtsbewegung der Zahnstange 205 wird durch eine von einem Auslösemagneten
M gesteuerte Sperrvorrichtung geregelt. Diese Einrichtung ist als ein für sich auswechselbarer
Bestandteil des Triebwerkes auf vier Säulen 219 vor der Führungsstange 203
auf der Grundplatte 201 befestigt. In einer besonderen Grundplatte 220 und einer darüberliegenden
Brücke 221 ist eine Welle 222 mit einem Triebrad 223, einem Sperrad 224
und einem Mitnehmerrad 225 drehbar gelagert. Das Triebrad 223 greift in die Triebzähne
211 der Zahnstange 205 ein und überträgt das auf der Zahnstange ruhende Gewicht
des Schaltgliedes und den Druck der Schraubenfeder 218 auf das Sperrad 224. Dieses
fängt mit einer an dem Anker 226 des Auslösemagneten M befestigten Doppelsperrklinke
(Echappement) den Druck auf und gestattet eine Abwärtsbewegung der Zahnstange 205 nur nach Maßgabe der von dem Auslösemagneten
M bewirkten Pendelungen der Doppelsperrklinke 227. Der Auslösemagnet M
bringt beim Anzug und beim Abfall seines Ankers 226 die beiden Sperrklinken 227 abwechselnd
in eine Auslöse- und eine Sperrstellung, so daß das Sperrad 224 bei jeder Erregung und Aberregung des Elektro-
magneten M im ganzen eine Drehung um eine Zahnteilung macht. Die Zahnteilung des
Sperrades 224 und das Übersetzungsverhältnis des Triebrades 223 zu den Triebzähnen
S 211 der Zahnstange 205 sind so gewählt, daß jede Fortschaltung des Sperrades 224 um
einen Zahn eine Fortschaltung der Zahnstange 205 und des Schlittens 105 um einen
Schaltschritt ergibt. Jeder auf den Auslösemagneten M einwirkende Stromstoß löst daher
eine Fortschaltung des Schlittens um einen Schaltschritt aus.
Das Mitnehmerrad 225 überträgt seine Bewegung auf einen Trieb 228, auf dessen
Welle 229 eine Unterbrecherscheibe 230 befestigt ist. Diese Unterbrecherscheibe 230
tritt bei ihrer Drehung zwischen die Lappen 232 der halbkreisförmigen Kontaktfedern i.
Das Übersetzungsverhältnis des Triebes 228 zu dem Mitnehmerrad 225 ist derart gewählt,
daß die Unterbrecherscheibe 230 bei jeder Drehung der Welle 222 um einen Zahn des
Sperrades 224, also bei jedem Schaltschritt, eine Kontaktöfrhung und eine Kontakt-Schließung
der Federn i bewirkt. Die Unterbrecherscheibe 230 ist auf der Welle 229 so
eingestellt, daß in der Ruhelage des Triebwerkes der Kontakt i geschlossen ist. Der
Kontakt wird jedoch geöffnet, sobald der Auslösemagnet M das Sperrad 224 freigegeben
hat; er ist aber jeweils wieder geschlossen, wenn das Sperrad die nächste Sperrstellung
durchläuft.
Der Zweck des Unterbrecherkontaktes i besteht in einer von der Bewegung des Schaltgliedes
abhängigen Regelung der Stromstoßgabe für den Auslösemagneten M zur Erzielung
einer gleichförmigen Bewegung des Schaltgliedes. Wird nämlich der Magnet M
in später näher erläuterter Weise in einen über den Kontakt i verlaufenden Stromkreis
geschaltet, dann wird der Magnet über den in der Ruhelage geschlossenen Kontakt erregt
und zieht seinen Anker 226 an. Der rechte Arm der Doppelsperrklinke 227 (Abb. 6) gibt
hierbei das Sperrad 224, das sich unter dem Druck des Schaltgliedes in Drehung setzt,
frei, während der linke Arm der Doppelsperrklinke 227 in den Eingriffsbereich der Sperrradzähne
kommt. Noch bevor der nächste Sperrzahn gegen den linken Arm der Doppelsperrklinke
227 stößt, unterbricht die Scheibe 230 durch öffnen des Kontaktes i den Stromkreis,
so daß der Anker 226 unter Wirkung der Feder 250 abfällt, den linken Arm der Sperrklinke 227 aus dem Eingriffsbereich
herausnimmt und den rechten Arm in die Bahn des nächsten Sperrzahns legt. Bevor jedoch dieser auf den rechten Arm der Doppelsperrklinke
auftrifft, wird durch die weitere Drehung der Unterbrecherscheibe 230 der Kontakt ι wieder geschlossen, wodurch
der Magnet M von neuem anspricht und die Vorgänge sich wiederholen. Die durch das
Schaltglied gesteuerte Stromstoßgabe für den Auslösemagneten M bewirkt also ein derartiges
Pendeln der Doppelsperrklinke 227, daß diese der Bewegung mit den Zähnen des
Sperrades 224 ständig ausweicht. Das Sperrrad kann sich fortdauernd ungehindert drehen,
so daß das Schaltglied eine gleichförmige Bewegung vollzieht.
Zur Rückstellung des Schaltgliedes dient eine auf der Rückseite der Grundplatte 201
angeordnete Luftantriebsvorrichtung (Abb. 8 und 9), die aus einem Zylinder 233 mit Kolben
234 und einem Ventil 235 besteht. Der Kolben 234 ist durch eine Stange 236 mit
dem Führungsquerstück 206 der Zahnstange 205 verbunden, auf welchem der Bügel 119
des Schaltgliedes aufliegt. Das Ventil 235 verbindet den unteren Zylinderraum entweder
durch den Kanal 237 mit der Außenluft oder durch den Kanal 238 mit einer Druckluftzuleitung
239. Mittels der Stange 240 wird der Ventilkörper 235 in der Ruhelage durch eine auf der Vorderseite der Grundplatte 201
befestigte Blattfeder 241 nach links gedruckt, wodurch der Zylinderraum mit der Außenluft
verbunden ist. Die Umstellung des Ventilkörpers erfolgt mechanisch durch den Bügel
208 des Triebwerks. Dieser nimmt bei Annäherung an seine tiefste Stellung mit seiner
unteren Lagerstelle 209 einen ebenfalls auf der Vorderseite der Grundplatte 201 angeordneten,
mit einem Ansatz 242 versehenen Schieber 243 nach abwärts mit. Der Schieber lüftet mit einem Ansatz 244 die Blattfeder
241, worauf die Druckluft in der Zuleitung 239 den Ventilkörper 235 nach rechts
schiebt und in den unteren Zylinderraum einströmt. Da die Kolbenstange 236 und die
Zahnstange 205 an ihren oberen Enden miteinander verbunden sind, hebt die einströmende
Druckluft die Zahnstange 205 nebst dem Schlitten 105. Der Bügel 208 und der
mit ihm gekuppelte Schieber 106 des Schaltgliedes bleiben jedoch zunächst in ihrer tiefsten
Stellung, weil der Bügel 208 in dieser Stellung durch eine in seine Nut 245 einfallende
Sperrklinke 246 festgehalten wird. Wenn die Zahnstange 205 so weit gehoben ist, daß sie dieselbe Relativstellung zu dem
Bügel 208 einnimmt wie in der Ruhelage, in der also der Führungsschenkel 207-der Zahnstange
205 gerade 11 Schritte von der unteren Lagerstelle 209 des Bügels entfernt ist,
drückt eine an dem Schenkel 207 angebrachte Nase 247 gegen den Ansatz 248 der Sperrklinke
246. Die Sperrklinke wird hierdurch aus der Nut 245 herausgehoben, der Bügel wird freigegeben und bei der weiteren
Hubbewegung der Zahnstange 205 bis in die Anfangslage mitgenommen. Bei der Annäherung
an die Anfangsstellung stößt die untere Lagerstelle 209 des Bügels an den Ansatz
249 des Ventilschiebers 243 und schiebt diesen nach oben. Hierdurch wird die Blattfeder
241 freigegeben, welche nunmehr das Ventil 235 wieder umstellt. Die in dem
Zylinder 233 eingeschlossene Luft kann jetzt durch den geöffneten Kanal 237 ins Freie
entweichen. Die Rückstellung des Schaltgliedes und der Triebwerksteile ist damit beendet.
Bei der Abwärtsbewegung der Zahnstange 205 bremst der Kolben 234 die Fallbewegung,
da er im oberen Zylinderraum durch die kleine Öffnung 251 Luft ansaugt und gleichzeitig
die im unteren Zylinderraum vorhandene Luft durch den verhältnismäßig kleinen
Ventilkanal 237 verdrängt. Durch Anbringung einer nicht dargestellten Regelvorrichtung
für die Einströmöffnung 251 kann die schrittweise und gleichförmige Fallbewegung
mehr oder weniger stark gedämpft werden.
Die allgemeine Betriebsweise
des Wählers
Zur Auswahl der gewünschten Leitungsgruppe erhält der Elektromagnet M Stromstöße,
die die Doppelsperrklinke 227 veranlassen, das Sperrad 224 und damit die Zahnstange
205 freizugeben, auf welcher der Bürstenschlitten 105 aufliegt. Die Bewegung
des Bürstenschlittens und der Zahnstange erfolgt unter dem Einfluß des Gewichtes des
Schlittens schrittweise oder gleichförmig, je nachdem die Stromstöße durch einen Nummernschalter
oder den Unterbrecherkontakt i und die von der Zahnstange bewegte Unterbrecherscheibe
230 erzeugt werden. Sobald der Bürstenschlitten die Ruhelage verläßt, wird der Kontaktfedersatz e betätigt. Bei
dieser ersten Bewegung des Wählers ist der Magnet N erregt, welcher die Sperrklinke
215 außer Eingriff mit den Sperrzähnen 212 der Zahnstange 205 hält. Der Bügel 208 und
der mit diesem durch den Ansatz 210 gekuppelte Bürstenauswahlschieber 106 bleiben daher
unter dem Einfluß der Schraubenfeder 218 in der Ruhelage stehen. Infolgedessen
bewegt sich der Schlitten 105 mit den an ihm befestigten Bürstensätzen 104 gegenüber dem
Schieber 106. Die Zahnrädchen 115 der Prismen 108 der einzelnen Bürstensätze 104
stoßen nacheinander an Stifte 116 des feststehenden Schiebers 106. Bei jedem Schaltschritt
wird ein Prisma nach dem andern — von dem ersten (untersten) Büfstensatz 104 angefangen — gedreht und der Bürstensatz
in die wirksame Stellung überführt, beim nächsten Schaltschritt jedoch durch die weitere
Drehung des Prismas wieder unwirksam.
Wenn die gewünschte Leitungsgruppe ausgewählt ist, d. h. wenn der entsprechende
Bürstensatz wirksam gemacht ist, dann stehen die Bürsten a, b, c dieses Bürstensatzes einen
Schaltschritt vor dem obersten Kontakt des entsprechenden Bankstreifens. Nunmehr wird
der Magnet N stromlos und gibt die Sperrklinke 215 frei, die in die Zähne 212 einfällt
und den Bügel 208 mit der Zahnstange 205 kuppelt. Bei der weiteren Bewegung des Schlittens 105 wird der Schieber 106 mitgenommen
und betätigt den Kontaktfedersatz f. Der wirksame Bürstensatz schleift über die
Kontakte des Bankstreifens der ausgewählten Gruppe. Sobald die gewünschte Einzelleitung
erreicht ist, wird die Bewegung des Schlittens mittels der Sperrklinke 227 durch den
Magneten M aufgehalten.
Soll der Wähler in die Ruhelage zurückgestellt werden, dann erhält der Magnet zunächst
von neuem Stromstöße, so daß der Schlitten 105 und Schieber 106 weiterbewegt 8S
werden, bis der Schieber 106 seine tiefste Stellung erreicht. In dieser Stellung wird
durch Stift 112 und Hebel 26 der Kontaktfedersatz g betätigt und der Stromkreis für
den Magneten M unterbrochen. Die Lager- 9«
stelle 209 des Bügels 208 bewegt den Schieber 243, welcher durch Abheben der Feder
241 das Ventil 235 freigibt. In den Zylinder 233 strömt Druckluft, die den Kolben 234
mitsamt der Zahnstange 205 und dem Schiitten 105 nach oben bewegt. Der Schieber 106
und Bügel 208 werden zunächst durch die Sperrklinke 246 festgehalten. Infolgedessen
stoßen die ■ Zahnrädchen 115 der bei der Gruppenwahl umgelegten Prismen nacheinander
an die Stifte n6 des Schiebers 106. Die bei der Gruppenwahl umgelegten Bürstensätze
werden in umgekehrter Reihenfolge wieder betätigt. Dies geschieht, wenn sich die
Bürstensätze dem letzten (untersten) Kontakt i°5 ihres Bankstreifens nähern. Wenn der erste
Bürstensatz, welcher zuletzt umgelegt wird, in Ruhe ist, nimmt der Schenkel 207 der
Zahnstange 205 die Sperrklinke 246 aus dem Bügel 208, so daß der Schieber 106 und der
Schlitten 105 gemeinsam in die Anfangslage zurückkehren. Hierbei werden die Kontaktsätze
e, f, g in die Ruhelage überführt. Ferner nimmt der Bügel 208 den Schieber 243 mit,
wodurch die Blattfeder 241 das Ventil 235 schließt.
Die 'Abb. 10 bis 14 stellen verschiedene
Diagramme für das Schaltglied dar, welche die bei der Erfindung erstrebte Verringerung
der Eigengeschwindigkeit des Schaltgliedes zeigen, die zur Vergrößerung teils der Schaltleistung,
teils des Gewichts des Schaltgliedes
verwendet wird. Auf der Abszisse ist die Zeit und auf der Ordinate die Eigengeschwindigkeit
des Schaltgliedes aufgetragen, während die schraffierten Flächen die von dem Schaltglied
zurückgelegten Wege darstellen.
Abb. io gilt für einen Wähler mit elektromagnetischem
Schrittantrieb bei der Sucherwahl. Die praktisch erreichbare Schrittzahl beträgt etwa 50 Schritte in der Sekunde, da
für jeden Ankeranzug und jeden Ankerabfall etwa 10 m/Sek. benötigt werden. Hierbei
wird nur die halbe Einstellzeit jedes Schaltschrittes für die Bewegung ausgenutzt, die
andere Hälfte geht durch die zwischen die einzelnen Schaltbewegungen entfallenden
Rasten verloren. Die Bewegungen an sich sind stark beschleunigt, und die Geschwindigkeitskurve
läuft daher nach oben spitz aus. Abb. 11 zeigt die Verhältnisse für den Fall,
daß das Schaltglied dieselbe Schaltstrecke mit gleichförmiger Geschwindigkeit, beispielsweise
in einer gleichförmig abgebremsten Fallbewegung, durchläuft. Der anfängliche Schräganstieg der Kurve entspricht
dem Anlauf. Die unten beigefügten Ziffern geben, wie bei der Abb. 10, die Zeit an, in
welcher die einzelnen Abschnitte der Schaltstrecke durchlaufen werden. Die Gleichheit
der Abschnitte und der ganzen Schaltstrecke geht aus der Gleichheit der entsprechenden
Flächen der Abb.-10 und 11 hervor. Ein Vergleich
zeigt, daß in Abb. 10 die Endgeschwindigkeit des Schaltgliedes bei jedem Schaltschritt
^/,mal so groß ist wie in Abb. 11, obwohl
die Einstellzeit im letzteren Fall noch um einen Zeitabschnitt kürzer ist.
Abb. 12 gilt für einen Wähler mit elektromagnetischem
Schrittantrieb bei der Nummernwahl. Die übliche Schrittzahl beträgt hierbei nur zehn Schritte in der Sekunde.
Der Unterschied gegenüber Abb. 10 drückt sich lediglich durch die zwischen die Schaltbewegungen
fallenden Rasten aus. Diese sind hier amal so lang wie die Bewegungen. Die
Bewegungen des Schaltgliedes dauern genau so lange wie in Abb. 10, weil bei Wählern mit
ausschließlichem elektromagnetischem Schrittantrieb die Eigengeschwindigkeit des Schaltgliedes
der schnellsten Schaltgeschwindigkeit (Abb. 10) angepaßt werden muß und unveränderlich
ist. Die entwickelte Geschwindigkeit ist für die Zwecke der Nummernwahl ersichtlich unnötig groß.
Abb. 13 zeigt im Gegensatz hierzu die Verhältnisse für den Fall, daß der Wähler gemäß
der Erfindung mit Nummernstromstoßempfang arbeitet. Die Endgeschwindigkeit
des Schaltgliedes bei jedem Schaltschritt ist hierbei gegenüber dem vorigen Fall 5- bis
6mal kleiner, weil einmal das Echappement jeden Wahlschritt in zwei Halbschritte aufteilt
und zweitens der Antrieb durch eine stetig wirkende Kraft (Schwerkraft) erfolgt,
die eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung erzeugt. Die schraffierten Flächen je zweier
Halbschritte der Abb. 13 entsprechen je einer schraffierten Fläche der Abb. 12.
Die Bewegungen des Schaltgliedes sind bei einer Auslösung der Schaltschritte mittels
eines Echappements von der Genauigkeit der Nummernwahlstromstöße weit weniger abhängig
als bei dem elektromagnetischen Schrittantrieb. Es genügen kurze Stromstöße, um die Bewegungen gemäß Abb. 13 auszulösen.
Selbst bei ganz kurzen Stromstößen tritt kein Versagen ein, da in diesem Fall die beiden Halbschritte in einen Schritt gemäß
Abb. 14 zusammenfließen. Hierbei bremst der Luftkolben die Geschwindigkeit
gegen Ende der Bewegung und hält sie auf dem gewünschten Höchstmaß konstant. Diese
Bremsung ist bei der Nummernwahl bedenkenlos zulässig, da die Rastzeiten zwischen
den einzelnen Schaltbewegungen für einen sicheren Betrieb noch ausreichend lang sind.
Die Begrenzung der Eigengeschwindigkeit des Schaltgliedes auf einen wesentlich kleineren
Höchstwert als beim elektromagnetischen Schrittantrieb gestattet eine wesentlich
schwerere Ausführung des Schaltgliedes und der sonstigen bewegten Teile, da die Geschwindigkeit
zu der bei der Stillsetzung des Schaltgliedes frei werdenden Stoßenergie in
quadratischem, die Maße des Schaltgliedes ^5
jedoch in direktem Verhältnis steht. Das Schaltglied kann daher kräftig bemessen und
in sich stabil ausgeführt werden, so daß keine besondere Sorgfalt auf die Führung des
Schaltgliedes längs dem Kontaktfeld gelegt werden braucht. Die Führung erfolgt bei der
beispielsweisen Ausführung (Abb. 1) lediglich in den Bolzen 10 am oberen und unteren
Ende des Kontaktfeldes. Etwaige während der Bewegung des Schaltgliedes auftretende
Reibungswiderstände können infolge des hohen Kraftüberschusses bei dem Antrieb des
Schaltgliedes durch seine eigene Schwerkraft vernachlässigt werden. Diese Vereinfachung
der Führung und die Möglichkeit, das Schaltglied ohne die bisher notwendige Beschränkung
des Gewichts schwer auszuführen, verbilligt die Herstellung des Wählers und gestaltet
seine Verwendung äußerst wirtschaftlich. "5
Die Wirkungsweise des beschriebenen Wählers als Anrufsucher, Gruppenwähler
und Leitungswähler sei im folgenden an dem Schaltungsbeispiel der Abb. 15 und 16 für
eine Zentrale von 1000 Teilnehmern erläutert. Je 100 Teilnehmer bilden eine Gruppe mit
ungefähr zehn Anrufstichern, Gruppenwäh-
lern und Leitungswählern. In Abb. 15 stellt S1 eine Anrufsucher, vS"2 einen Gruppenwähler
und in Abb. 16 S3 einen Leitungswähler mit den zur Steuerung notwendigen Relais
dar.
Wünscht ein Teilnehmer, z. B. Nr. 123, eine Verbindung mit einem anderen Teilnehmer,
etwa Nr. 321, so gestaltet sich die Betriebsweise wie folgt.
Der Anruf des Teilnehmers Nr. 123 wird in der Zentrale durch einen Verteiler V in Abb. 15 auf einen freien Anrufsucher der ersten Hundertergruppe übertragen. Der Schlitten dieses Anrufsuchers wird für eine gleichförmige Abwärtsbewegung freigegeben, während der Schieber zunächst festgehalten wird. Hierbei findet in dem Anrufsucher ein Prüfen der Teilnehmerleitungen nach Zehnergruppen statt. Beim Prüfen jeder Zehnergruppe wird zugleich die entsprechende Gruppenbürste des Anrufsuchers vorübergehend umgelegt. Beim Finden der anrufenden Zehnergruppe, d. i. im vorliegenden Fall die zweite Gruppe, wird der Schieber zur Mitbewegung freigegeben. Demzufolge bleibt der gerade umgelegte zweite Bürstensatz bei der ununterbrochen fortgesetzten gleichmäßigen Abwärtsbewegung des Schlittens für die Einzelprüfung der Leitungen der zweiten Zehnergruppe wirksam. Beim Berühren der dritten Leitung in dieser Gruppe, welcher der anrufende Teilnehmer zugehört, wird die Bewegung beendet. Die Teilnehmerleitung wird auf den dem Anrufsucher zugehörigen Gruppenwähler S- durchgeschaltet und der bis dahin mit dem Anrufsucher verbundene Verteiler V freigegeben.
Der Anruf des Teilnehmers Nr. 123 wird in der Zentrale durch einen Verteiler V in Abb. 15 auf einen freien Anrufsucher der ersten Hundertergruppe übertragen. Der Schlitten dieses Anrufsuchers wird für eine gleichförmige Abwärtsbewegung freigegeben, während der Schieber zunächst festgehalten wird. Hierbei findet in dem Anrufsucher ein Prüfen der Teilnehmerleitungen nach Zehnergruppen statt. Beim Prüfen jeder Zehnergruppe wird zugleich die entsprechende Gruppenbürste des Anrufsuchers vorübergehend umgelegt. Beim Finden der anrufenden Zehnergruppe, d. i. im vorliegenden Fall die zweite Gruppe, wird der Schieber zur Mitbewegung freigegeben. Demzufolge bleibt der gerade umgelegte zweite Bürstensatz bei der ununterbrochen fortgesetzten gleichmäßigen Abwärtsbewegung des Schlittens für die Einzelprüfung der Leitungen der zweiten Zehnergruppe wirksam. Beim Berühren der dritten Leitung in dieser Gruppe, welcher der anrufende Teilnehmer zugehört, wird die Bewegung beendet. Die Teilnehmerleitung wird auf den dem Anrufsucher zugehörigen Gruppenwähler S- durchgeschaltet und der bis dahin mit dem Anrufsucher verbundene Verteiler V freigegeben.
Die Betriebsweise des Gruppenwählers gestaltet sich insofern verschieden, als bei der
Gruppenwahl der Schlitten diesmal schrittweise anstatt gleichförmig abwärts bewegt
wird. Entsprechend den vom Teilnehmer ausgesandten drei Stromstößen bewegt sich der
Schlitten, wiederum ohne den Schieber, drei Schaltschritte abwärts. Indem dann der
Schieber für die Mitbewegung freigegeben und zugleich der Auslösemagnet des Gruppenwählers
vom Stromstoßrelais auf einen örtlichen Stromkreis des Selbstunterbrecherkontaktes
umgeschaltet wird, bewegt sich der Schlitten von jetzt ab mit dem Schieber mit gleichförmiger Geschwindigkeit weiter abwärts,
während der dritte Bürstensatz die zu den Leitungswählern der gewählten dritten Hundertergruppe hinführenden Leitungen bestreicht.
Beim Finden einer freien Leitung hört die Bewegung auf, und der Teilnehmer wird auf den betreffenden Leitungswähler
durchgeschaltet.
Die Betriebsweise des Leitungswählers unterscheidet sich von den vorausgegangenen
Fällen dadurch, daß der Schlitten bei der Zehner- und Einerwahl entsprechend den
vom Teilnehmer gesandten 2 bzw. 1 Stromstößen nur schrittweise bewegt wird. Indem
der Schieber wiederum nur die Bewegung von der zweiten Wahl ab mitmacht, nachdem
er vorher festgehalten war, ist bei der Einerwahl der zweite Bürstensatz wirksam.
Die Zurückstellung der Schlitten und Schieber am Schluß der Verbindung erfolgt
übereinstimmend durch eine gleichförmige Weiterbewegung der Teile, bis der Schieber
seine tiefste Stellung erreicht. Der Schieber macht dann die vorgesehene Druckluftvorrichtung
wirksam, wodurch die Rückstellung in der bereits beschriebenen Weise erfolgt.
Die Schaltvorgänge sind im einzelnen folgende:
i. Die Einstellung des Anruf-Suchers
S1. Beim Abnehmen des Hörers an der Teilnehmerstelle Nr. 123 bildet sich
über die Teilnehmerleitungsschleife ein Strom, auf den an der Zentrale das dem Teilnehmer
zugeordnete Anrufrelais R anspricht. Relais R erregt Relais A: +, Relais A, rechter
innerer Kontakt des Relais R, Widerstand W\ —.
Relais A erregt mit seinem inneren Kontakt ein Relais U, welches im Zusammenspiel mit
dem Drehmagneten D eines Verteilers V diesen auf einen freien Anrufsucher fortschältet.
Gleichzeitig schaltet Relais A mit seinem äußeren Kontakt das Prüfrelais P des Verteilers
V an den +-Pol. Sobald der untere Schaltarm des Verteilers auf einen freien Anrufsucher
trifft, kommt folgender Strom zustande: +, rechter äußerer Kontakt des
Relais A, Relais P, Schaltarm des Verteilers V, Kontakt e12 des Anrufsuchers S1,
Relais C1, —.
Auf diesen Strom sprechen die Relais P und C1 an. Relais P setzt durch Öffnen seines
äußeren Kontaktes den Verteiler V still und erregt durch Schließen des inneren Kontaktes
den Magneten iV1 des Anrufsuchers, der den Schieber vom Bürstenschlitten entkuppelt.
Relais C1 schaltet den Magneten M1 ein und
bereitet durch Schließen des linken äußeren und rechten Kontaktes den Prüfstromkreis
für die Gruppenwahlbürste d bzw. für das Prüfrelais P1 vor. Der Magnet M1 spricht an
und löst die Fallbewegung des Schlittens aus. Stromkreis für M1: +, linker mittlerer Kontakt
des Relais C1, Kontakt g1, linker äußerer
Kontakt des Relais P1, Unterbrecherkontakt!1,
Magnet M1, —.
Durch den Kontakt i1 wird der Stromkreis
für den Magneten M1 derart unterbrochen, daß das von ihm bewegte Echappement den
Sperradzähnen ständig ausweicht. Sobald die Bürste d des Anrufsuchers die vom Re-
IO
Iais R an den +-Pol gelegte Dekadenleitung 2 berührt, wird Relais Z erregt: +, Relais
A, rechter innerer Kontakt des Relais R, Leitung 2, Bürste d, linker äußerer Kontakt
des Relais C1, Relais Z, —.
Relais Z unterbricht durch Umlegen seines Kontaktes die Erregung des Magneten N1,
welcher abfällt und die Kupplung des Schiebers mit dem Bürstenschlitten bewirkt. Da
der Bürstenschlitten bis zur Aberregung des Magneten Ari eine Schaltstrecke von zwei
Schrittlängen zurückgelegt hat, ist der Bürstensatz der zweiten Zehnergruppe gerade umgelegt
und für die nun folgende Einzelleitungswahl in der zweiten Zehnergruppe
wirksam gemacht. In dem Augenblick nun, da die Bürste c1 des zweiten Bürstensatzes auf
den Kontakt des anrufenden Teilnehmers trifft, kommt ein Stromkreis für das Prüfrelais
P1 zustande: +, rechter Kontakt des Relais C1, beide Wicklungen von Relais P1,
Bürste c1, Prüfleitung, rechter äußerer Kontakt des Relais R, Relais Γ, —.
In diesem Stromkreis sprechen die Relais T und P1 an. c Relais T schaltet durch Öffnen
der linken Kontakte das Relais R ab und legt sich durch Schließen des rechten Kontaktes
selbst an die Prüfleitung. Relais P1 unterbricht durch Öffnen seines linken äußeren
Kontaktes den Stromkreis für den Magneten M1 und durch Öffnen seines linken inneren
Kontaktes den Stromkreis für die Relais C1 und P, nachdem der Kontakt e12 bereits bei
Beginn der Fallbewegung des Anrufsuchers geöffnet worden ist. Die Ausschaltung des
Magneten M1 hat die sofortige Stillsetzung des Anrufsuchers auf der anrufenden Leitung
zur Folge. Relais P fällt ab und gibt den Verteiler für weitere Anrufe frei. Das Re-Iais
C1 ist verzögert und fällt daher etwas später ab. Inzwischen hat das Relais P1 durch
Schließen seiner rechten Kontakte die Sprechleitung auf das Relais Az des Gruppenwählers
S2 durchgeschaltet. Relais A2 spricht über die Teilnehmerleitung an und erregt mit
seinem äußeren linken Kontakt das Verzögerungsrelais V2. Relais V2 schaltet durch seinen
linken äußeren Kontakt die rechte Wicklung des Prüfrelais P1 kurz, wodurch die Leitung
des Teilnehmers gegen weitere Belegung gesperrt ist.
2. Einstellung des Gruppenwählers
S2. Das vom Stromstoßrelais A2 eingeschaltete Relais V2 erregt durch Schließen
seines inneren Kontaktes ein weiteres Verzögerungsrelais U2: +, innerer Kontakt
des Relais V2, Kontakt e21, Relais U2, —.
Relais U2 erregt durch Schließen des linken Kontaktes den Magneten N2, der die Entkupp-
fia lung des Schiebers vom Schlitten bewirkt und
bereitet durch Umlegen seines rechten Kontaktes den Magneten M2 für den Nummernstromstoßempfang
vor.
Da der Teilnehmer Nr. 321 gewünscht wird, unterbricht der rufende Teilnehmer dreimal
kurz die Leitungsschleife, so daß Relais A2 dreimal abfällt. Bei jedem Abfall des Relais
A2 wird der Magnet M2 einmal erregt: -K rechte innere Kontakte der Relais A2
und U2, Magnet M2, —.
Der Schlitten fällt drei Schaltschritte. Beim ersten Schritt werden die Kontakte e21
und e22 umgelegt, e21 unterbricht den Erregungsstromkreis
für das Verzögerungsrelais U2, welches jedoch bei dem dreimaligen
Abfall des Relais A2 über dessen linken inneren Kontakt und seinen eigenen linken Kontakt
erregt bleibt. Nach der Stromstoßgabe fällt Relais U2 langsam ab.
Relais U2 aberregt durch Öffnen seines Hnken Kontaktes den Magneten N2, wodurch der
Schieber nach Wirksammachung des dritten Bürstensatzes mit dem Schlitten gekuppelt
wird.
Der rechte Kontakt des Relais U2 schließt für die Weiterwahl folgenden örtlichen
Stromkreis des Magneten M2: +, rechter Kontakt des Relais TJ2, Kontakte g2 und e22,
rechter Kontakt des Relais P2, Unterbrecherkontakt i2, Magnet M2, —.
Der Magnet M2 spricht an, löst den Schlitten mit Schieber aus und wird jetzt durch
den Kontakt i2 derart erregt, daß das Echappement dem Sperrad ständig ausweicht
und der Schlitten nebst Schieber die Abwärtsbewegung
jetzt mit gleichförmiger Bewegung fortsetzt. Sobald die Bürste c2 des Gruppenwählers
einen freien Leitungswähler findet, sprechen die Relais P2 (Abb. 15) und C3
(Abb. 16) an: +, innerer Kontakt des Re-Iais V2, beide Wicklungen des Relais P2,
Bürste c2, Prüfleitung, Kontakt e34 des Leitungswählers
S3, Relais C3, —.
Relais P2 unterbricht durch öffnen seines
rechten Kontaktes den Stromkreis des MagnetenM2.
Der Gruppenwähler wird hierdurch stillgesetzt. Relais P2 schließt ferner
mit dem linken inneren Kontakt seine linke Wicklung kurz, so daß der Leitungswähler
gesperrt wird. Gleichzeitig schaltet Relais P2 durch Schließen der linken äußeren Kontakte
die Sprechleitung auf den Leitungswähler S3 durch.
3. Die Einstellung des Leitungswählers S3. Beim Durchschalten
des Gruppenwählers auf den Leitungswähler spricht Relais A3 an: +, rechte Wicklung des
Relais As, &-Zweig der Verbindungsleitung,
Bürste b2 im Gruppenwähler, mittlerer linker Kontakt des Relais P2, äußerer rechter Kontakt
des Relais A2, Drosselspule Dr, äußerer linker Kontakt des Relais P2, Bürste a2,
α-Zweig der Verbindungsleitung, linke Wicklung des Relais A3, —.
Relais A3 und das bereits erwähnte Relais C3 schließen zusammen folgenden Stromkreis
für das Verzögerungsrelais Vs: +, äußerer Kontakt des Relais C3, Kontakt esl,
rechter Kontakt des Relais A3, Relais Vs, —.
Relais Vs spricht an und erregt den Kupplungsmagneten
N3 und ein weiteres Verzögerungsrelais
U3. Stromkreis für den Magneten N3: +, äußerer Kontakt des Relais Vs,
Kontakt eS2, Magnet N3, —. Stromkreis für
das Relais U3: +. äußerer Kontakt des Relais C3, innerer Kontakt des Relais V3, Relais
U3, —.
Relais U3 bereitet durch Schließen seines äußeren linken Kontaktes den Auslösemagneten
N3 für den Nummernstromstoßempfang vor.
Entsprechend der zu wählenden Nummer unterbricht der rufende Teilnehmer seine Leitungsschleife
zweimal kurz hintereinander. Bei jeder dieser Unterbrechungen fällt im Gruppen wähl er das Relais A" und im Leitungswähler
das Relais A3 kurz ab. Relais A3 schließt zwei Stromkreise für den Auslösemagneten
M3: -j-, linker Kontakt des Relais A3, äußerer linker Kontakt des Relais U3,
Magnet M3, —.
Magnet M3 läßt den Schlitten zwei Schritte fallen. Nach dem zweiten Schritt ist der
zweite Bürstensatz umgelegt.
Beim ersten Schaltschritt werden die Kontakte e31 bis e3i umgelegt. Kontakt e31 unterbricht
den Erregungsstromkreis des Relais Vs; jedoch wird das Relais bei der Stromstoßgabe
über den rechten Kontakt des Relais A3, den linken inneren Kontakt des Relais
U3 und den äußeren Kontakt des Relais C3 erregt gehalten, bis nach der Stromstoßgabe
Relais A3 den rechten Kontakt längere Zeit unterbricht. Relais Vs unterbricht
bei seiner Aberregung den Strom des Kupplungsmagneten N3, der sich nach Öffnung des
Kontaktes e32 über einen eigenen Kontakt und den äußeren Kontakt des Relais F3 gehalten
hat. Magnet N3 gibt bei seiner Aberregung den Schieber für die folgende Bewegung frei.
Wenn jetzt der rufende Teilnehmer zwecks Weiterwahl seine Leitungsschleife nochmals
kurz unterbricht, fallen die Relais As und A3
wiederum ab und übertragen wie vorhin nochmals einen Stromstoß auf den Auslösemagneten
M3. Der Bürstenschlitten macht jetzt zusammen mit dem Schieber einen weiteren
Schaltschritt. Hierbei gelangt der wirksame zweite Bürstensatz auf die gewünschte Teilnehmerleitung.
Relais A3 schaltet bei seiner letzten Aberregung
auch das Relais V3 wieder kurz ein: -f-, äußerer Kontakt des Relais C, linker innerer
Kontakt des Relais U, rechter Kontakt des Relais A3, Relais V3, —.
Relais V3 spricht daher beim letzten Schaltschritt
nochmals vorübergehend an und hält mit seinem inneren Kontakt das Relais U3 erregt,
nachdem dessen Erregungsstromkreis durch den aus der Ruhestellung gebrachten Schieber bei Kontakt f3 unterbrochen worden
ist. Die Relais V3 und U3 fallen nach dem letzten Schaltschritt nacheinander verzögert
ab.
Relais V3 schließt beim Abfall, während U3
noch erregt ist, folgenden Prüfstromkreis über die ausgewählte Leitung: +, äußerer
Kontakt des Relais C3, rechter Kontakt des Relais U3, mittlerer Kontakt des Relais Vs,
beide Wicklungen des Prüf relais P3, Kontakt des Relais Y1 Bürste c3, Prüf leitung, Relais T1
des angerufenen Teilnehmers, —.
Ist der Teilnehmer frei, dann sprechen die Relais P5 und T1 an. Relais T1 schaltet das
Anrufrelais Z?1 des Teilnehmers ab. Relais P3
schaltet durch seinen linken Kontakt seine rechte Wicklung kurz und sperrt dadurch die
gewählte Teilnehmerleitung. Relais P3 schaltet außerdem mit den beiden inneren rechten
Kontakten den selbsttätigen Weckruf an die Teilnehmerleitung an: +, Kontakt 0 einer
nicht dargestellten, periodisch wirkenden Umschaltevorrichtung, Rufstromquelle, rechter
innerer Kontakt des Relais P3, Bürste as,
Leitungsschleife des Teilnehmers Nr. 321, Bürste bs, mittlerer rechter Kontakt des Relais
P3, linke Wicklung des Relais Q, —.
Über diesen Stromkreis wird selbsttätig in bestimmten Zeitabständen Wechselstrom zu
dem Wecker der Teilnehmerstelle gesandt. Relais Q spricht auf den Wechselstrom nicht
an, da seine rechte Wicklung kurzgeschlossen ist. Erst wenn der Teilnehmer sich meldet,
fließt Gleichstrom in diesem Stromkreis, auf den Relais Q anspricht und mit seinen linken
Kontakten die Teilnehmerleitung zu dem Relais Y durchschaltet. Relais Y hebt mit seinem
Kontakt den Kurzschluß der rechten Wicklung des Relais Q auf, so daß diese
Wicklung ebenfalls wirksam wird. Relais Q schließt mit seinem rechten inneren Kontakt
die bis dahin wirksame linke Wicklung des Relais P3 kurz und übernimmt hierdurch die
weitere Sperrung der Teilnehmerleitung an Stelle des Relais P3, welches infolge der Kurzschließung
abfällt und den Weckstromkreis unterbricht.
Die Herstellung der gewünschten Verbindung ist damit beendet.
4. DieRückstellungderWähler erfolgt durch Einschaltung ihrer Auslösemagnete
M in den Stromkreis des Unterbrechers, wenn der anrufende Teilnehmer den Hörer anhängt und den Strom des Relais A-
unterbricht, so daß dieses abfällt. Relais A2 unterbricht mit seinem linken äußeren Kontakt
den Stromkreis des Relais V2, welches abfällt und den Stromkreis der Relais P1
und T einerseits mit seinem äußeren Kontakt und den Stromkreis der Relais P2 und C3
andererseits mit seinem inneren Kontakt unterbricht. Die genannten Relais fallen ab.
Relais P1 des Anrufsuchers schließt für den
ίο Auslösemagneten M1 den Stromkreis: +,
Kontakte e11 und g1, linker "äußerer Kontakt
des Relais P1, Unterbrecherkontakt i1, Magnet
M1, —.
Der Magnet M1 wird durch Stromstöße erregt, so daß der Anrufsucher fällt, bis der
Schieber beim Erreichen seiner Endstellung den Kontakt g1 öffnet und hierdurch den
Stromkreis für den Magneten M1 unterbricht.
Es folgt jetzt das bekannte Hochheben des Schlittens nebst Schieber, indem der letztere
die Druckluftvorrichtung auf mechanischem Wege wirksam macht.
Relais P2 des Gruppenwählers schließt für den Auslösemagneten M2 den Strom: -4-,
rechter Kontakt des Relais U2, Kontakte g2
und e22, rechter Kontakt des Relais P2, Unterbrecherkontakt
i2, Magnet M2, —.
Der Magnet M2 wirkt wie M1, bis der
Schieber beim Erreichen seiner Endstellung durch Öffnen des Kontaktes g2 den Stromkreis
unterbricht und die Druckluftvorrichtung wirksam macht.
Relais C3 des Leitungswählers unterbricht mit seinem äußeren Kontakt den Stromkreis
der Relais V3, U3 und P3, so daß diese abfallen,
sofern sie noch erregt sind, und für den Auslösemagneten M3 folgenden Stromkreis
schließen bzw. vorbereiten: +, äußerer linker Kontakt des Relais U3, Kontakte gs
und e33, äußerer rechter Kontakt des Relais P3 und O1 Unterbrecherkontakt 13, Magnet
Ms, —.
Dieser Stromkreis wird nur wirksam, wenn Relais Q nicht erregt ist. Relais Q ist, wie
angegeben, erregt, wenn der gerufene Teilnehmer am Apparat ist. Demzufolge wird nach einem Gespräch die Rückstellung des
Leitungswählers gegebenenfalls verzögert, bis der Gerufene den Hörer ebenfalls auflegt
und hierbei die Relais Y und Q aberregt. Der Stromkreis für den Magneten M3 wirkt
wie bei M2 und M1. Wenn der Schieber seine Endstellung erreicht, unterbricht er den
Stromkreis bei g3 und macht die· Druckluftvorrichtung
wirksam.
Zum Schlüsse sei darauf hingewiesen, daß die Erzeugung einer beliebigen, schrittweisen
oder zusammenhängenden Einstellbewegung des Schaltgliedes an den Gebrauch eines doppelt
wirkenden Sperrgliedes (Echappement) nicht gebunden ist. Abb. 18 zeigt eine andere
Ausführung mit nur einer einfachen Sperrklinke am Magneten M1 in Verbindung mit
einer Schaltung, die sich als Änderung gegenüber der Schaltung für den Gruppenwähler der
Abb. 15 ergibt. Für die Gruppenwahl, die durch Nummernstromstöße erfolgt, ist ein besonderes
Relais X vorgesehen, welches während des Erregtseins der Relais U2 und A2
ebenfalls erregt ist und bei der Stromstoßgäbe über Relais ^i2 jeweils mit einer kleinen
Verzögerung nach diesem abfällt. Hierdurch empfängt Magnet Λί1 zeitlich derart begrenzte
Stromstöße, daß die Sperrklinke vor dem Erreichen der nächsten Schaltstellung bereits in
die Sperrstellung wieder zurückkehrt. Wenn bei der Umschaltung auf die Einzelleitungswahl dann Relais U2 abfällt, wird der Magnet
M1 über den Ruhekontakt von Relais U2, den bereits beim ersten Schaltschritt geschlossenen
Kontakt e22, den Kontakt g2 und den Ruhekontakt des Relais P2 dauernd erregt
und gibt das Schaltglied vollständig so lange frei, bis beim Finden einer freien Leitung
Relais P2 den Stromkreis unterbricht. Das Schaltglied bleibt dann in dieser Stellung,
bis am Schluß der Verbindung Relais P2 abfällt und den Magneten M1 von neuem erregt.
Der Wähler läuft dann weiter, bis in der Endstellung Kontakt g2 geöffnet wird. go
Claims (16)
- Patentansprüche:i. Wähler für Fernsprechanlagen mit in Gruppen geteilten Leitungskontakten und mit einem in einer Bahnrichtung beweglichen Schaltglied, das eine den Kontaktgruppen entsprechende Anzahl parallel geschalteter Bürstensätze trägt, von denen jeweils einer zur Kontaktschließung mit den Kontakten seiner Leitungsgruppe wirksam gemacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Einstellung von einer Speicherkraft angetriebene Schaltglied durch eine als Klinkwerk ausgebildete Sperrvorrichtung in der Weise freigegeben wird, daß das Schaltglied bei einer durch Nummernstromstöße erfolgenden Einstellung des Wählers Schrittbewegungen von durchweg einheitlicher Weglänge vollführt, während es bei einer der selbsttätigen Sucherwahl dienenden Einstellung die zurückzulegende Schaltstrecke ununterbrochen gleitend durchläuft.
- 2. Wähler nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine bei der Schritt- und Gleitbewegung pulsierend wirkende Sperrvorrichtung, deren Pulsationen der Bewegung des Schaltgliedes beim Schrittbetrieb derart nacheilen und beim Gleitbetrieb derart vorauseilen, daß die Sperrvorrichtung das Schaltglied abwechselndfängt und freigibt bzw. der Bewegung mit dem Schaltglied ständig ausweicht.
- 3. Wähler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Gleitbewegung das ablaufende Schaltglied die Pulsationen der Sperrvorrichtung zwangsläufig steuert.
- 4. Wähler nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine nur bei der Schrittbewegung pulsierend wirkende Sperrvorrichtung, deren Pulsationen durch ein zeitlich wirkendes Schaltmittel (Relais X) so begrenzt ist, daß die Sperrvorrichtung jeweils in die Sperrlage zurückfällt, bevor das Schaltglied die nächste Wahlstellung erreicht.
- 5. Wähler nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung elektromagnetisch gesteuert wird.
- ü. Wähler nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltglied eine Kontaktvorrichtung bewegt, die bei der Gleitbewegung den Stromkreis des auf die Sperrvorrichtung einwirkenden Elektromagneten in den erforderlichen Zeitpunkten schließt bzw. unterbricht.
- 7. Wähler nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Erneuerung der zur Wählereinstellung dienenden Speicherkraft (Gewicht, Feder) vorbereitend jeweils am Schluß einer hergestellten Leitungsverbindung mit Hilfe einer pneumatischen Antriebsvorrichtung (ζ. Β. Luftkolben) erfolgt, die vom Schaltglied nach seiner Weiterschaltung in die Endlage mechanisch wirksam gemacht wird.
- 8. Wähler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltglied aus zwei in der Schaltrichtung gegeneinander beweglichen Teilen besteht, von denen zur Auswahl des der gewünschten Leitungsgruppe entsprechenden Bürstensatzes nur der eine, der als Bürstenträger ausgebildet ist, bewegt wird.
- 9. Wähler nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Bürstensatz auf dem Bürstenträger ein mittels Zahnantrieb in Drehung versetztes Zwischenglied zugeordnet ist, welches die Einflußnahme des anderen Schaltgliedteiles auf den Bürstenträger bei seiner Vorbeibewegung an diesem Schaltgliedteil vermittelt.
- 10. Wähler nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltgliedteil, welcher auf die mittels Zahnradantriebs in Drehung versetzten Zwischenglieder Einfluß nimmt, als Schieberstange mit entsprechenden Antriebsstiften ausgebildet ist.
- 11. Wähler nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Zahnradantrieb versehene Zwischenglied quer zu den in einer Ebene liegenden Federn eines Bürstensatzes angeordnet ist.
- 12. Wähler nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei Drehung der Zwischenglieder um einen bestimmten Winkel die zugehörigen Bürstenfedern aus ihrer Ruhelage heraus gegen das Kontaktfeld gedrückt werden, während bei weiterer Drehung des Zwischengliedes die Bürsten in ihre Ruhelage zurückkehren.
- 13. Wähler nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Vorbeibewegung des Bürstenträgers an dem als Schieber ausgebildeten Schaltgliedteil die Bürstensätze einzeln der Reihe nach in ihre wirksame Stellung gebracht werden und der jeweils zuletzt wirksam gewordene Bürstensatz durch gemeinsame Weiterbewegung beider Schaltgliedteile eine Berührung mit den Kontakten seiner Gruppe vermittelt.
- 14. Wähler nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung der bei der ersten Schaltbewegung.ruhenden Schieberstange mit dem Bürstenträger durch einen Elektromagneten bewirkt wird, dessen Anker eine Klinke in Zahneingriff mit dem Bürstenträger bringt.
- 15. Wähler nach Anspruch 1 bis 14, gekennzeichnet durch eine zwischen den beiden Schaltgliedteilen angeordneteFeder, die die Schieberstange in der Anfangslage zurückhält, bis Schieberstange und Bürstenträger miteinander gekuppelt sind und die Feder mitnehmen.
- 16. Wähler nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Auslösung des Wählers beide Schaltgliedteile gemeinsam weiterbewegt werden, bis die Schieberstange eine bestimmte Endlage erreicht hat, daß danach der Bürstenträger in seine anfängliche Relativlage zur Stange zurückgeführt wird, wonach beide Teile gemeinsam in die Anfangsstellung zurückkehren.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM104976D DE566836C (de) | 1928-05-27 | 1928-05-27 | Waehler fuer Fernsprechanlagen mit in Gruppen geteilten Leitungskontakten und mit einem in einer Bahnrichtung beweglichen Schaltglied |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM104976D DE566836C (de) | 1928-05-27 | 1928-05-27 | Waehler fuer Fernsprechanlagen mit in Gruppen geteilten Leitungskontakten und mit einem in einer Bahnrichtung beweglichen Schaltglied |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE566836C true DE566836C (de) | 1932-12-22 |
Family
ID=7325539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM104976D Expired DE566836C (de) | 1928-05-27 | 1928-05-27 | Waehler fuer Fernsprechanlagen mit in Gruppen geteilten Leitungskontakten und mit einem in einer Bahnrichtung beweglichen Schaltglied |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE566836C (de) |
-
1928
- 1928-05-27 DE DEM104976D patent/DE566836C/de not_active Expired
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