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DE566783C - Verfahren zur Darstellung von Thelykininen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Thelykininen

Info

Publication number
DE566783C
DE566783C DEH125569D DEH0125569D DE566783C DE 566783 C DE566783 C DE 566783C DE H125569 D DEH125569 D DE H125569D DE H0125569 D DEH0125569 D DE H0125569D DE 566783 C DE566783 C DE 566783C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bile
thelykinins
urine
preparation
female sex
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH125569D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F Hoffmann La Roche AG filed Critical F Hoffmann La Roche AG
Priority to DEH125569D priority Critical patent/DE566783C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE566783C publication Critical patent/DE566783C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides
    • A61K38/16Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • A61K38/17Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Thelykininen Es ist bekannt, Thelykinine dadurch zu gewinnen, daß man Galle mit geeigneten organischen Lösungsmitteln, z. B. Äther, auszieht und den Extrakt zur weiteren Reinigung mit verdünnten Alkalien behandelt (schweizerisches Patent 138,442).
  • Wie gefunden wurde, kann man die Thelykinine auch dadurch der Galle entziehen, daß man diese, zweckmäßig nach vorheriger Ansäuerung und Verdünnung mit Wasser, mit geeigneten Adsorptionsmitteln, z. B. Tierkohle, ausrührt. Durch Behandeln der so gewonnenen Adsorbate mit geeigneten organischen Lösungsmitteln, wie Alkoholen, Chloroform oder Gemischen von solchen Lösungsmitteln, werden die Thelykinine wieder eluiert und können hernach mit verdünnten Alkalien weitergereinigt werden. Man kann die Adsorbate zuerst auch mit Lösungsmitteln behandeln, welche die Thelykinine nicht, aber andere adsorbierte Verbindungen, wie Sterine und Fette, herauslösen und so vorgängig der Eluierung der Thelykinine eine Reinigung derselben vornehmen. Auf diese Weise erhält man die Thelykinine in guter Ausbeute und Reinheit in Form gelblicher, in Wasser unlöslicher Präparate, die stark oestrogen wirken.
  • Gegenüber dem bekannten Verfahren zur Herstellung der Thelykinine bietet das vorliegende Verfahren den Vorteil, daß wesentlich kleinere Mengen organischer Lösungsmittel erforderlich sind und daher auch erlieblich kleinere Verluste an diesen Lösungsmitteln entstehen.
  • Es ist bereits bekannt, Körperflüssigkeiten, wie Harn, zum Zwecke der Wirkstoffgewinnung mit Kohle zu behandeln und darauf den Wirkstoff aus der Kohle mit wasserunlöslichen organischen Lösungsmitteln auszuziehen (britische Patentschrift 310 o56).
  • Harn und Galle sind indessen zu verschiedene Ausgangsstoffe, als daß aus dem Gelingen einer Maßnahme beim Harn auf das gleiche Ergebnis bei der Galle geschlossen werden könnte. Schon die Wasserstoffionenkonzentration, die gerade bei der Adsorption von wesentlicher Bedeutung ist, ist bei der Galle und beim Harn verschieden. Sie beträgt bei der Galle 1o-8. beim Harn 1o-5. Noch größer ist der Unterschied hinsichtlich der chemischenZusammensetzung. Während neben wenig Salzen und Purinderivaten Harnstoff den Hauptbestandteil der Trockensubstanz des Harns ausmacht, finden sich in der Galle in größerer Menge gallensaure Salze, die im Harn fehlen. Bekanntlich sind gallensaure Salze ebenso wie Gallensäuren ausgezeichnete Lösungsmittel. Es war nicht vorauszusehen, daß sich trotz der Anwesenheit von gallensauren Salzen das Hormon der Galle ausziehen lassen würde.
  • Weiter ist bekannt, daß weibliches Sexualhormon in der Galle enthalten ist (Berichte über die gesamte Physiologie und Experimentelle Pharmakologie Band 52, 193o, Seite 8oo, Abs. 5 und 6, sowie Seite 8oi, Abs. i) und daß das einmal adsorbierte weibliche Sexualhormon durch bestimmte Extraktionsmittel von demAdsorbens geschieden werden kann (Klinische Wochenschrift 1927, Seite 390 ff., besonders Seite 392, linke Spalte, Abs. 7). Damit stand aber noch keineswegs fest, daß sich das weibliche Sexualhormon nach dem beanspruchten Verfahren gewinnen lassen werde. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, daß die aus verschiedenen Ausgangsstoffen dargestellten weiblichen Sexualhormone chemisch sich verschieden verhalten. Je nach dem chemischen Verhalten wechselt auch die Art ihrer Gewinnung. Ob tatsächlich chemisch voneinander verschiedene weibliche Sexualhormone bestehen oder ob das verschiedene chemische Verhalten auf die Verschiedenheit der Begleitstoffe zurückzuführen ist, kann hier unentschieden bleiben, da diese Sonderfrage für die Patentfähigkeit des vorliegenden Verfahrens nicht ausschlaggebend ist.
  • Z o n d e k (Klinische Wochenschrift 1925, Seite 2445, rechte Spalte; 1926, Seite 122o, rechte Spalte, 2. Absatz) beschreibt ein Verfahren zur Gewinnung des weiblichen Sexualhormons aus Plazenten und Follikelsäften, bei dem im Verlaufe der Aufarbeitung die alkoholische Lösung eingedunstet und der Rückstand mit n/io-Essigsäure mehrfach heiß ausgezogen wird, wodurch man nach Filtration und Neutralisation eine injektionsfähige wässerige Hormonlösung erhält.
  • Behandelt man Galle bzw. Gallenlipoide auf diese Weise, so sind die gewonnenen Lösungen hormonfrei.
  • Selbst aus Ausgangsstoffen, die in ihrer chemischen Zusammensetzung weitgehende Ähnlichkeit aufweisen, wie der Urin trächtiger Tiere und der Harn schwangerer Frauen, lassen sich die weiblichen Sexualhormone nicht in gleicher Weise gewinnen. Es war deshalb nicht zu erwarten, daß aus chemisch ganz verschiedenen Ausgangsstoffen, wie Harn und Galle, mit dem gleichen Adsorptionsmittel weibliche Sexualhormone gewonnen, werden können. Was aber für die Adsorption gilt, ist auch für die Elution zutreffend, also für die Art und Weise, wie das einmal adsorbierte weibliche Sexualhormon wieder von dem Adsorbens abgetrennt werden kann. Beispiel 2,51 Rindergalle werden mit der gleichen Menge Wasser und 70 ccm Eisessig versetzt und in diese Mischung unter gutem Rühren allmählich im Verlaufe von 2 Stunden in kleinen Mengen Tierkohle, im ganzen ungefähr 5o g, eingetragen. Nachdem das Rühren noch einige Stunden fortgesetzt worden ist, wird die Kohle abgetrennt, mit Wasser gut gewaschen, getrocknet und mit einer Mischung von Petroläther und Äther ausgezogen. Der nach dem Verdampfen des Lösungsmittels zurückbleibende Rückstand stellt ein gelbes, stark cholesterinhaltiges Fett dar, das höchstens Spuren von Thelykininen. enthält. Nunmehr extrahiert man die Kohle mit Alkohol, dampft diesen Auszug zur Trockne, löst den Rückstand in Äther und schüttelt die ätherische Lösung mit Sodalösung und Wasser aus. Dann destilliert man nach dem Trocknen der Lösung den Äther ab und erhält etwa 0,5 g eines in verdünntem Alkohol und wässerigen Cholatlösungen löslichen Produktes, das stark oestrogen wirkt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von Thelykininen, dadurch gekennzeichnet, daß man Galle zweckmäßig nach Ansäuern und Verdünnen mit Wasser mit adsorbierenden Stoffen ausrührt, das Adsorbat mit geeigneten organischen Lösungsmitteln auszieht und die erhaltenen Extrakte in bekannter Weise weiterreinigt.
  2. 2. Verfahren zur Darstellung von Thelykininen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Adsorbat vor der Extraktion der Thelykinine mit Lösungsmitteln behandelt wird, welche diese nicht lösen.
DEH125569D 1931-02-17 1931-02-17 Verfahren zur Darstellung von Thelykininen Expired DE566783C (de)

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