DE56639C - Kabelrelais - Google Patents
KabelrelaisInfo
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- DE56639C DE56639C DENDAT56639D DE56639DA DE56639C DE 56639 C DE56639 C DE 56639C DE NDAT56639 D DENDAT56639 D DE NDAT56639D DE 56639D A DE56639D A DE 56639DA DE 56639 C DE56639 C DE 56639C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/22—Polarised relays
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Level Indicators Using A Float (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In Fig. ι und 2 stellt h einen hufeisenförmigen
permanenten Stahlmagneteh vor, auf dessen Pole N und S die kugelschalenförmigen
eisernen Polschuhe k k' aufgesetzt sind, mund
W' sind zwei Eisenmembranen, die mittelst der Messingringe rr'und verschiedener Schrauben.?.?'
fest und luftdicht auf den Rand der Polschuhe aufgedrückt sind. m und m' . werden durch
die magnetische Induction selbst magnetisch, und zwar m nordmagnetisch, m' südmagnetisch.
u und u' sind zwei Drahtspulen aus umsponnenem Kupferdraht, die mittelst des Ringes i
und mehrerer Speichen e e' auf den Polschuhen, speciell auf den Messingringen r r' mittelst
■iniger (nicht angedeuteter) Schrauben befestigt
d und ein für allemal ihre· feste Stellung
haben.
Der Raum zwischen Membranen und Kugelschalen ist einestheils mit einer die Elektricität
nicht leitenden-Flüssigkeit (OeI oder Alkohol),
anderenteils durch eine gegen die genannten Flüssigkeiten indifferente · Masse (z. B. Gyps,
Blei) ausgefüllt (letzteres punktirt gezeichnet). Die beiden Hohlräume der Kugelschalen stehen
durch die Glasröhre α (Fig. 2) mit einander in Verbindung. In die Kugelscheibe k ist noch
die Röhre b eingesetzt, Fig. 1, die mit zwei Kugeln c c' versehen ist. pp' sind zwei von
einander isolirte Platindrähte, q ist ein Quecksilberfaden. Der eine von den Platindrähten (p')
berührt für gewöhnlich den Quecksilberfaden, während der andere ρ bis nahe an den Quecksilberfaden
heranreicht, jedoch ihn nicht berührt. Ein dritter Platindraht ρ" steht immer
mit dem Quecksilberfaden in Verbindung, auch wenn sich der Quecksilberfaden ' seitlich verschiebt.
Zur genauen Einstellung des Quecksilberfadens dient die Correcturschraube g\ Die
Einstellung dieser geschieht durch die Schraube ohne Ende o. Diese greift in das Schraubenrad
\ ein, das in der Mitte mit einer viereckigen Oeffnung versehen ist. Ebenso ist die
Correcturschraube in ihrer unteren Hälfte von viereckigem Querschnitt, so dafs beim Drehen
des Zahnrades dieses in seiner Lage bleibt, jedoch die Correcturschraube g sich auf- und
abwärts bewegen kann. Der ganze Apparat ist, um Temperaturdifferenzen möglichst abzuhalten,
mit einem Glaskasten umgeben, aus dem nur die Schraube ohne Ende 0 heraussieht.
Einen ähnlichen Zweck verfolgt die theilweise Ausfüllung der Kugelschalen mit einer indifferenten Masse, weil hierdurch die
anzuwendende Flüssigkeitsmenge verringert wird. Der ganze Apparat steht auf vier (nicht angedeuteten)
Stellschrauben, so dafs man den Quecksilberfaden in horizontale Lage bringen
kann.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Geht ein Linienstrom durch die Spulen, so verhalten sich dieselben gerade wie ein Elektromagnet.
Die eine Spule (z. B. u) wird ,nordmagnetisch, die andere (u1) südmagnetisch. In
diesem Falle werden beide Membranen von den Spulen abgeslofsen. Beide Membranen
drücken also auf die eingeschlossenen Flüssigkeiten, und da diese keinen anderen Ausweg
haben als den durch die Glasröhre b, so mufs sich der Quecksilberfaden nach links verschieben.
Dadurch tritt derselbe mit dem Platindrahte ρ in Berührung, und der Strom der Ortsbatterie L
ist über den Morse-Apparat M, Platindraht
Quecksilberfaden und Platindrahtp" geschlossen.
Morse-Apparat M wird ansprechen. Geht der Linienstrom in anderer Richtung, so dafs u
südmagnetisch, u' nordmagnetisch wird, so werden die Membranen ,angezogen, und der
Quecksilberfaden verschiebt sich (durch den ä'ufseren Luftdruck) nach rechts. Dadurch wird
die Berührung zwischen Platindraht p' und dem Quecksilberfaden unterbrochen. Der Ruhestromkreis
der Ortsbatterie L' wird ebenfalls unterbrochen, und der eingeschaltete Morse-Apparat
M', der auf Ruhestrom eingestellt ist, wird ansprechen. Durch das Ansprechen der
.Morse-Apparate können also zwei verschiedene
Zeichen gebildet werden, je nachdem der Linienstrom positiv oder negativ ist.
Die beiden Morse-Apparate müssen so eingerichtet
sein, ■ dafs ihre Hebelarme auf demselben Papierstreifen neben einander die Schrift
aufzeichnen. Jedoch bedarf man für gewöhnlich nur eines Morse-Apparates, wenn man nur'
die + oder die —Ströme nothwendig hat.
Die Neuheit der Erfindung erstreckt sich auf die Art und Weise, die sehr kleinen Bewegungen
von Membranen auf hydraulischem Wege so zu vervielfältigen, dafs eine siche.re Stromschliefsung
und Stromöffnung von Ortsbatterien und damit eine genaue Aufzeichnung von Kabeltelegrammen
erzielt wird. Dafs der Apparat von bedeutender Empfindlichkeit ist, erklärt sich
schon vor allem aus der ganz geringen nothwendigen Kraftleistung, die nur in der sehr kleinen
Bewegung zweier Membranen und einer kleinen horizontalen Verschiebung eines Quecksilberfadens
besteht, ferner daraus, dafs die magnetisirende Kraft des Linienstromes hier weit
besser zur Geltung kommt, weil bei diesem Apparate sich grofse Flächen wirksamen Magnetismus
gegenüberstehen, während bei anderen Apparaten gewöhnlich zwar ein grofses Magnetsystem,
jedoch ein möglichst kleiner Anker angewendet wird, weil mit Vergröfserung des
Ankers dessen Trägheitsmoment wächst, was bei Anwendung von Membranen eher umgekehrt
der Fall ist. '
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Relais, welches die Aufzeichnung ankommender schwacher Stromimpulse dadurch ermöglicht, dafs zwei vom Linienstrom in entgegengesetztem Sinne erregte Spulen (u u'J zwei ihnen gegenüber auf den schalenförmigen Pl schuhen (k k') eines permanenten Magneten (h angeordnete und von diesem polarisirte Membranen (mm1) entweder abstofsen oder anziehen, welche bei ihrer Bewegung einen Quecksilberfaden mittelst hydraulischer Uebertragung derart verschieben, dafs durch denselben eine leitende Verbindung zwischen Platindrähten hergestellt oder unterbrochen und dadurch der die Aufzeichnungsvorrichtungen enthaltende Stromkreis einer Ortsbatterie entweder geschlossen oder geöffnet wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56639C true DE56639C (de) |
Family
ID=331065
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56639D Expired - Lifetime DE56639C (de) | Kabelrelais |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56639C (de) |
-
0
- DE DENDAT56639D patent/DE56639C/de not_active Expired - Lifetime
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