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DE565963C - Verfahren zur Verarbeitung von Kalisalzen - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Kalisalzen

Info

Publication number
DE565963C
DE565963C DER75668D DER0075668D DE565963C DE 565963 C DE565963 C DE 565963C DE R75668 D DER75668 D DE R75668D DE R0075668 D DER0075668 D DE R0075668D DE 565963 C DE565963 C DE 565963C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
salts
chlorammon
ammonia
potash salts
crude
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER75668D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kali Chemie AG filed Critical Kali Chemie AG
Priority to DER75668D priority Critical patent/DE565963C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE565963C publication Critical patent/DE565963C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/06Preparation of sulfates by double decomposition
    • C01D5/10Preparation of sulfates by double decomposition with sulfates of magnesium, calcium, strontium, or barium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verarbeitung von Kalisalzen Es ist bekannt, bei der Verarbeitung von Kalirohsalzen, welche Alkalichloride und Magnesiumsulfät enthalten, durch Einleiten von Ammoniak in die Laugen der Kalirohsalze feste Alkalisulfate zu gewinnen. Es ist ferner bekannt, daß die Sulfate hierbei in einem von Magnesia freien Zustand erhalten werden, wenn die Abscheidung in Gegenwart von genügenden Mengen Chlorammon stattfindet.
  • Das vorliegende Verfahren geht ebenfalls bei der Verarbeitung von Kalirohsalzen davon aus, zunächst Alkalisulfate zu gewinnen, wobei dann die nach Abtrennung der Sulfate verbleibenden Laugen- auf wertvolle technische Produkte verarbeitet werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß es bei der Weiterverarbeitung der Laugen vorteilhaft ist, die Magnesiasalze nicht in Form ihrer Carbonate von den übrigen Bestandteilen abzutrennen, sondern als Magnesiuinphosphat bzw. Magnesiumammoniumphosphat. Man gewinnt auf diese Weise nicht nur ein wertvolles Düngemittel, sondern hat auch noch den Vorteil, daß man die Laugen so weitgehend von Magnesiumverbindungen befreien kann, daß diese bei der späteren Ausfällung des Natriumbicarbonats mittels Ammoniak und Kohlensäure nicht mehr stören. las hat sieh nämlich gezeigt, daß das Natriumhicarbonat in schleimiger, schwer filtrierbarer Forin anfällt, wenn die zu carbonisierende Lauge noch nennenswerte '1eiigen von Nlagiiesiuinsalzen enthält. Scheidet man dagegen .die 'Magnesia als Magnesiumammoniumphosphat ab, so erhält man Laugen, die sich vorzüglich für die Bicarbonatfällung eignen.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens kann man in folgender Weise verfahren: Die Lösung der Kalirohsalze wird mit chlorammonhaltiger Mutterlauge von einem vorhergehenden Arbeitsgang versetzt. -Alsdannwird in die Lösung Ammoniak eingeleitet, wobei sich Kaliumsulfat infolge doppelter Umsetzung von Magnesiumsulfat und Chlorkalium in dem Verhältnis quantitativ abzuscheiden vermag, wie Ilagnesiumsulfat vorhanden ist. Aus der von dem Kaliumsulfat abgetrennten Lösung wird mittels Alkaliphosphaten, z. B. Ammoniumphosphat oder Phosphorsäure, die Magnesia praktisch vollständig als Magnesiumammonitimphospliat gefällt, welches von der Mutterlauge abgetrennt wird.
  • Man kann aber auch in der Weise vorgehen, daß man einen Teil der l-lagnesia als Magnesiumcarbonattriliydrat oder Magnesiuinammoniuincarbonat abscheidet und den Rest alsdann als Magnesiuniatnnioniumpliosphat fallt. _ Schließlich kann man auf die Ausfällung des Kalitunsulfats überhaupt verzichten und die Lösung des Kalirohsalzes direkt mittels Alkaliphospliat oder Phosphorsäure fällen, nachdem inan für die Anwesenheit genügender Mengen Annioniak und Chlorammon Sorge getragen hat. Zur Fällung des Magnesiuinainnioniumphosphats verwendet man zweckmäßig Ammoniumphosphat oder auch Phosphorsäure, wie sie bei dem synthetischen Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure anfällt oder wie man sie bei der Zersetzung von Kalkphosphaten mit Schwefelsäure erhält.
  • Die von dem Magnesiumammoniumphosphat abgetrennte Lösung wird dann nach Befreiung derselben von einem Teil ihres Ammoniakgehaltes nach einem der bekannten Verfahren auf Natriumbicarbonat und festes Chlorammon bzw. Mischungen von Chlorammon und Kaliumchlorid verarbeitet, wobei die nach ihrer teilweisen Eindampfung zum Schluß anfallenden Endlaugen wieder bei der Lösung der Kalirohsalze verwendet werden. Ausführungsbeispiel 300 kg- Hartsalz wurden in 0,7 cbm chlor= ammon.haltiger Mutterlauge von einem vorhergehenden Arbeitsgang unter Zusatz von o,2 cbm Wasser bei erhöhter Temperatur gelöst. In die abgekühlte Lösung wurde Ammoniak bis zur Sättigung bei gewöhnlicher Temperatur eingeleitet; wobei sich 9o kg eines in der Hauptsache aus Kaliumsulfat bestehenden Salzes abschieden, die von der Mutterlauge getrennt wurden. Der Mutterlauge wurden ioo kg Diämmonphosphat in kleinen Anteilen zugesetzt, bis alle Magnesia aus der Lösung ausgefällt war. Das erhaltene Magnesiumammoniumphosphat wurde von der Mutterlauge getrennt. Die Mutterlauge, deren Menge jetzt 0,72 cbm betrug und die 25o g \T&Cl pro Liter enthielt, wurde so weit von Ammoniak befreit, daß sie noch 75 g NTH, Pro Liter enthielt. Alsdann wurde Kohlensäure eingeleitet, bis die Monocarbonätstufe erreicht war, und auf o° C -abgekühlt. Dabei schieden sich 40 kg Chlorammon ab. Die von Chlorammon befreite Lösung wurde mit Kohlensäure zwecks Altscheidung von Natriumbicarbonat weiterbehandelt. Es wurden 195 kg feuchtes Na-'triumbicarbonat mit einem Gehalt von 85 °/o \TaHC09 erhalten. Die zum Teil eingedämpfte Mutterlauge des Natriumbicarbonates wurde für den nächsten Ansatz zum Lösen des Hartsalzes verwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von technisch wertvollen Produkten aus Kalirohsalzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Lösungen von -Kalirohsalzen in Gegenwart von Chlorammon oder anderen Ammoniumsalzen mit Ammoniak behandelt, wobei sich Kaliumsulfat in einer dem vorhandenen Magnesiumsulfat entsprechenden Menge abscheidet, hierauf nach Trennung: der Sulfate von der Lauge derselben Alkaliphosphäte, z. B.- Amtnoniumphosphat oder Phosphorsäure, zusetzt, so daß die Magnesia praktisch vollständig als Magnesiumammoniiimphosphat abgeschieden wird, sodann die Laugen von einen Teil ihres Ammoniakgehaltes befreit und durch Einleiten von Kohlensäure nach einem der bekannten Verfahren auf Natriumbicarbönat einerseits und Chlorammon bzw. Chlorammon und Kaliumchlorid enthaltende Mischsalze andererseits verarbeitet und- schließlich die nach ihrer teilweisen Eindampfung anfallenden Endlaugen wieder bei der Lösung der Kalirohsalze verwendet.
DER75668D 1928-09-08 1928-09-08 Verfahren zur Verarbeitung von Kalisalzen Expired DE565963C (de)

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