DE565148C - Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluss, insbesondere fuer Bandwalzwerke - Google Patents
Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluss, insbesondere fuer BandwalzwerkeInfo
- Publication number
- DE565148C DE565148C DES96109D DES0096109D DE565148C DE 565148 C DE565148 C DE 565148C DE S96109 D DES96109 D DE S96109D DE S0096109 D DES0096109 D DE S0096109D DE 565148 C DE565148 C DE 565148C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sleeve
- coupling
- clutch
- freewheel
- spindle
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 title claims description 9
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 33
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 33
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 33
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 2
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910000906 Bronze Inorganic materials 0.000 description 1
- 241001236644 Lavinia Species 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 1
- 239000010974 bronze Substances 0.000 description 1
- KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N copper tin Chemical compound [Cu].[Sn] KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16D—COUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
- F16D41/00—Freewheels or freewheel clutches
- F16D41/22—Freewheels or freewheel clutches with clutching ring or disc axially shifted as a result of lost motion between actuating members
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Mechanical Operated Clutches (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Freilaufbzw. Schleppkupplungen, insbesondere für
Bandwalzwerke, mit einer innen rund gedrehten Kupplungsmuffe und einem auf den außen
— 5 rund gedrehten Walzenzapfen aufgesetzten Ring. Die bisher bekannten Kupplungen dieser Art
sind als Klinkenkupplungen ausgebildet, bei denen die Mitnahme des einen Kupplungsringes
von dem anderen Kupplungsring mittels einer Klinke bewirkt wird.
Demgegenüber erfolgt bei der Kupplung gemäß der Erfindung die Bewegungsübertragung
von dem einen auf den anderen Kupplungsteil durch Reibung.
An sich sind Schleppkupplungen für Walzwerke mit Reibungsschluß bekannt.
Es sind ferner auch Reibungskupplungen vorgeschlagen worden, bei denen der eine
Kupplungsteil in Gewindegängen läuft und durch Schraubwirkung an den anderen Kupplungsteil
angepreßt wird. Zum Schalten dieser Kupplungen ist jedoch ein Eingriff von außen
her notwendig, so daß sich diese Kupplungen für Freilauf- bzw. Schleppkupplungen für WaIzwerke
nicht· eignen.
Bei Walzwerken ist es vielmehr notwendig, daß das Schalten der Kupplung bei Störungen
im Walzbetrieb selbsttätig bzw. zwangläufig erfolgt, hervorgerufen durch den Unterschied
der Geschwindigkeiten der beiden Kupplungselemente, d. h. also derart, daß bei plötzlicher
Geschwindigkeitsverminderung der Schleppwalze eine Augenblickskupplung mit der Antriebsspindel
erfolgt, die so lange anhält, bis die Schleppwalze ihre normale Geschwindigkeit erreicht hat und wieder frei als Schleppwalze
läuft.
Die Erfindung besteht nun im wesentlichen darin, daß der auf den Walzenzapfen aufgesetzte
Ring in Achsrichtung als zweiteilige Hülse so ausgebildet ist, von denen der eine
Teil auf die Antriebsspindel fest oder gleitbar aufgekeilt ist und der andere lose auf der
Spindel sitzende Teil Außengewinde trägt und mit einem Anschlag der mit der kleineren
von zwei Walzen mit verschiedenem Durchmesser gekuppelten Kupplungsmuffe zusammenarbeitet.
Die beiden Hülsenteile sind mit kegelförmigen, ineinanderpassenden Ansätzen versehen, die
durch Reibung die Bewegung übertragen. Der gleitbar aufgekeilte Hülsenteil wird mittels
einer Feder gegen den anderen Hülsenteil gedrückt. Erfindungsgemäß sind die Hülsenteile
in der Kupplungsmuffe durch einen mit der Muffe an der Spindelseite verschraubten Deckel
in ihrer Lage gesichert.
Der Konus der neuen Kupplung ergibt eine große Reibung und ermöglicht ein besseres
Fassen der Kupplung, als es bei den bisher bekannten, vorgenannten Reibungskupplungen
der Fall ist. Die neue Kupplung arbeitet durchaus selbsttätig und erfüllt die erwähnten Bedingungen
für Schleppkupplungen. Je größer der Widerstand ist, um so mehr steigert sich der Anpressungsdruck der Kupplung, so daß
entweder der Widerstand, z. B. ein Knoten im Walzenmaterial, überwunden wird oder die
Deckelschrauben reißen müssen. Nach Überwindung des Widerstandes und zunehmender
Geschwindigkeit der Schleppwalze nimmt der Anpressungsdruck auch sofort wieder ab auf
das Maß des Federdruckes.
Sodann hat die neue Kupplung noch den Vorteil, daß die Teile sehr langsam oder fast
gar nicht verschleißen, weil die Kupplung nur in Störungsfällen in Tätigkeit tritt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Kupplung gemäß der Erfindung dargestellt,
ίο und zwar zeigen:
Fig. ι eine schematische Darstellung des Walzwerkes mit der erfindungsgemäßen Kupplung,
Fig. 2 die Kupplung im Längsschnitt, Fig. 3 eine Ansicht der Walzenzapfenseite
der Kupplung,
Fig. 4 eine Ansicht.der Spindelseite der Kupplung.
Die Kupplung nach Fig. 2 besteht aus der Kupplungsmuffe a, die mit der Schleppwalze b
mittels eines sogenannten Kleeblattzapfens gekuppelt ist, der in entsprechende Ausnehmungen
c der Kupplungsmuffe α eingreift. Die Antriebsspindel /' trägt einen Ringteil g, der bei h
gleitbar auf die Antriebsspindel f aufgekeilt ist. Weiter trägt die Antriebsspindel f einen Ringteil
i, der eine konische Ausdrehung d besitzt, die über einen entsprechenden Konus k am
Ringteil g greift. Der Ringteil g hat eine ringförmige Aussparung I, in der eine Spiralfeder m
sitzt, welche den Ringteil g gegen die konische Ausdrehung d des Ringteiles i zu drücken bestrebt
ist. Der Ringteil i hat ferner am Umfang eine ein- oder mehrgängige Schraube mit einer
nicht selbstsperrenden Steigung s, die mit entsprechenden Schraubengängen t am Innenumfang
der Muffe α zusammenarbeitet. An der Spindelseite der Kupplungsmuffe α ist
mit der Muffe α ein Deckel 0 verschraubt, der
die Lage der Ringteile g, i in der Kupplungsmuffe sichert. Zwischen den Deckel 0 und den
Ringteil g ist ein Zwischenring ft, ζ. Β. aus Bronze oder Messingblech, eingeschaltet.
Die Wirkungsweise der Kupplung gemäß der Erfindung beruht darauf, daß die mit ihr gekuppelte
Schleppwalze b einen um mindestens 3% kleineren Durchmesser hat, als die mit der
festen Kupplung q gekuppelte Walze r. Der Drehsinn der Walze b erfolgt in Richtung der
eingezeichneten Pfeile. Da die Walzen h, r fest aufeinander laufen und die obere Walze infolge
des geringeren Durchmessers eine höhere Umlaufzahl hat als die von dem Strang bzw. von
der Kammwalze angetriebene Spindel der Ober- und Unterwalze, wird die Muffe α durch die
feste Verbindung auf der Walzenzapfenseite durch den an der Walze b sitzenden Kleeblattzapfen
mitgenommen und erhält folglich die gleiche, höhere Umläufzahl der Schleppwalze b.
Infolgedessen gleitet die Kupplungsmuffe α relativ
zu dem Ringteil g, der die Umlaufzahl der Antriebsspindel f hat, über diesen hinweg, und
zwar geschieht dieser Vorgang folgendermaßen: Bei normalem Arbeitsgang hat die Muffe a
durch den Einfluß der dünneren Walze 6 eine größere Drehzahl als der Ringteil g und die
Scheibe ft, weil diese auf der Antriebsspindel f durch einen Keil h befestigt sind. Durch den
Federdruck m wird der Ringteil g jedoch im Konus d, k gegen den Ringteil i gedrückt, so
daß der letztere infolge der Relativbewegung an den Schraubengängen t sich fest gegen u anlegt.
In diesem Augenblick nimmt der Ringteil i dieselbe Geschwindigkeit wie die Kupplungsmuffe
α άτι und gleitet leicht über den Konus k
des Ringteiles g. Im Augenblick einer Störung bzw. Geschwindigkeitsverminderung der Schleppwalze
schraubt sich die Muffe α im entgegengesetzten Sinne über dem Körper * hinweg,
und zwar so lange, bis der Ringteil g von der Scheibe ft bzw. dem Deckel 0 in seiner Axialverschiebung
aufgehalten wird. Dadurch wird ein derartig großer Reibungsdruck im Konus d, k
ausgeübt, daß der Ringteil i einerseits mitgenommen wird und seine Geschwindigkeit
durch die Schraubengänge t auf die Muffe a überträgt, die andererseits die Schleppwalze b
wieder mitnimmt und das Stehenbleiben der Walzen somit verhindert. In dem Augenblick,
wo die Schleppwalze δ wieder ihre Ursprungliehe
höhere Umlaufzahl erreicht hat, löst sich die Muffe α wieder im umgekehrten Sinne, und
der Druck auf die Schrauben P verschwindet. Die Walze b läuft mithin wieder frei als Schleppwalze,
was für das Bandwalzen unbedingt erforderlich ist.
Die beschriebene und dargestellte Freilaufoder Schleppkupplung gemäß der Erfindung
kann natürlich in Einzelheiten abweichend ausgeführt werden, ohne aus dem Rahmen der
Erfindung herauszufallen. So könnte beispielsweise die Bauart den Zweck des Freilaufes bei
gleichbleibendem Prinzip auf andere Weise, z. B. durch Innenbackenbremsen oder Reibungsbandfedern
lösen.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluß, insbesondere für Bandwalzwerke, mit einer innen rund gedrehten Kupplungsmuffe und einem auf den außen rund gedrehten Walzenzapfen aufgesetzten Ring, wobei der eine Teil der Reibungskupplung in Gewindegängen läuft und durch Schraubwirkung an den anderen Kupplungsteil angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Walzenzapfen aufgesetzte Ring in Achsrichtung als zweiteilige Hülse ausgebildet ist, von denen der eine Teil auf der Antriebsspindel fest oder gleitbar aufgekeilt ist und der andere, lose auf der Spindel sitzende Teil Gewinde trägt, miteinem Anschlag (it) versehen ist und mit der die kleinere von zwei Walzen verschiedenen Durchmessers kuppelnden Kupplungsmuffe zusammenarbeitet.
- 2. Kupplung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hülsenteile mit kegelförmigen, ineinanderpassenden Ansätzen versehen sind, die durch Reibung die Bewegung übertragen.
- 3. Kupplung nach Anspruch 1 und 2, da- Jο durch gekennzeichnet, daß der gleitbar aufgekeilte Hülsenteil mittels einer Feder gegen den anderen Hülsenteil gedruckt wird.
- 4. Kupplung nach Anspruch 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsenteile in der Kupplungsmuffe durch einen mit der Muffe an der Spindelseite befestigten Deckel in ihrer Lage gesichert sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES96109D DE565148C (de) | 1931-01-15 | 1931-01-15 | Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluss, insbesondere fuer Bandwalzwerke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES96109D DE565148C (de) | 1931-01-15 | 1931-01-15 | Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluss, insbesondere fuer Bandwalzwerke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE565148C true DE565148C (de) | 1932-11-26 |
Family
ID=7519825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES96109D Expired DE565148C (de) | 1931-01-15 | 1931-01-15 | Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluss, insbesondere fuer Bandwalzwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565148C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE762423C (de) * | 1940-12-24 | 1953-08-24 | Schloemann Ag | Hilfsantrieb fuer die als Schleppwalze arbeitende Oberwalze eines Walzwerkes |
| DE973841C (de) * | 1953-08-25 | 1960-06-23 | Licentia Gmbh | Waschmaschine, insbesondere elektrische Haushaltwaschmaschine, mit einem Fluessigkeits- bzw. Waeschebeweger und einer getrennt hiervon angeordneten Pumpe zum Entleeren des Waschbehaelters |
| WO1991001826A1 (en) * | 1989-08-09 | 1991-02-21 | Keith Sylvester Barraclough | Rolling mills |
-
1931
- 1931-01-15 DE DES96109D patent/DE565148C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE762423C (de) * | 1940-12-24 | 1953-08-24 | Schloemann Ag | Hilfsantrieb fuer die als Schleppwalze arbeitende Oberwalze eines Walzwerkes |
| DE973841C (de) * | 1953-08-25 | 1960-06-23 | Licentia Gmbh | Waschmaschine, insbesondere elektrische Haushaltwaschmaschine, mit einem Fluessigkeits- bzw. Waeschebeweger und einer getrennt hiervon angeordneten Pumpe zum Entleeren des Waschbehaelters |
| WO1991001826A1 (en) * | 1989-08-09 | 1991-02-21 | Keith Sylvester Barraclough | Rolling mills |
| US5299440A (en) * | 1989-08-09 | 1994-04-05 | Barraclough Keith S | Rolling mills |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102014101341A1 (de) | Fahrzeugbremse, insbesondere Fahrzeug-Scheibenbremse | |
| DE1927814A1 (de) | Schaltkupplung fuer feinmechanische Antriebe | |
| DE2848048A1 (de) | Schlingfederkupplung | |
| DE565148C (de) | Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluss, insbesondere fuer Bandwalzwerke | |
| DE2346828A1 (de) | Nachstellvorrichtung fuer bremsen | |
| DE2153574A1 (de) | Drehmomentkupplung für luftgetriebene Schlüssel, insbesondere Schraubenoder Mutternschlüssel | |
| DE2739489C3 (de) | Ausrückkupplung | |
| DE1630337A1 (de) | Scheibenbremse | |
| DE2426167C3 (de) | Fahrrad-Freilaufbremsnabe | |
| DE656995C (de) | Bewegungsvorrichtung fuer Absperrorgane | |
| DE592389C (de) | Fliehkraft-Reibungskupplung | |
| DE476034C (de) | Reibungskupplung | |
| DE659944C (de) | Kupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge, mit Hilfsantrieb zum Loesen der Kupplung | |
| DE698374C (de) | Druckfluessigkeitshandbremse | |
| DE1600235A1 (de) | Klemmrollen-Freilaufkupplung | |
| AT233797B (de) | Selbsthemmende Einrichtung zur Betätigung von Rolladen | |
| DE544649C (de) | Ein- und Ausrueckvorrichtung fuer Reibungskupplungen | |
| DE930816C (de) | Selbsttaetige Bremsnachstellvorrichtung fuer Fahrzeugbremsen, insbesondere Eisenbahnbremsen | |
| DE635335C (de) | Freilaufbremsnabe mit Ruecktrittentlastung durch eine Sperrkupplung | |
| DE1506473B1 (de) | Fangvorrichtung fuer Bau- und aehnliche Aufzuege | |
| DE601136C (de) | Umsteuerbares, selbsttaetiges Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE2427357A1 (de) | Fliehkraftkupplung | |
| AT131650B (de) | Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. | |
| AT53161B (de) | Bremsbandreibungskupplung. | |
| DE621919C (de) | Selbsttaetige Vorrichtung zum Nachstellen der Abstaende von Bremskloetzen bei Schienenfahrzeugen |