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Vorrichtung zum Überwachen elektrischer Energieverteilungsnetze mit
Hilfe eines Schaltbildes In dem Patent 507 =g2 ist eine Vorrichtung zum Überwachen
elektrischer Energieverteilungsnetze mit Hilfe eines Schaltbildes, dessen Linienzüge
den Leitungsstrecken des Netzes entsprechen, beschrieben. Um im Leuchtschaltbild
schnell beurteilen zu können, welche Strecke durch Einlegen oder Öffnen irgendeines
Schalters unter Spannung gesetzt oder spannungslos werden würde, wird hierbei derjenige
Teil einer Leitungsstrecke, der einem geschlossenen Schalter benachbart ist, auf
dem Schaltbilde anders markiert als derjenige Teil, der einem geöffneten Schalter
benachbart ist.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausbildung einer derartigen
Vorrichtung. Erfindungsgemäß sind die« Lampenkästen, aus welchen die Linienzüge
des Leuchtschaltbildes zusammengesetzt sind, durch Wände in zwei ähnliche Räume
unterteilt, welche in Abhängigkeit von der Schalterstellung beleuchtet werden, so
daß die Schalterstellung der benachbarten Schalter erkennbar ist. Die Wände zur
Unterteilung der Lampenkästen werden vorzugsweise so angeordnet, daß zwei Räume
entstehen, die pfeilartig nach der einen bzw. der anderen Richtung weisen. Das erreicht
man beispielsweise dadurch, daß die Lampenkästen durch eine Diagonalwand unterteilt
werden. Jeder der Teilräume eines Lampenkastens enthält mindestens eine Lichtquelle.
Ein aus solchen Lampenkästen zusammengesetztes Leuchtschaltbild wird zweckmäßig
in spannungsabhängiger Schaltung derart betrieben, daß die Lichtquellen in dem einen
Raum jedes Lampenkastens leuchten, wenn der der Leitungsstrecke auf der einen Seite
benachbarte Schalter geschlossen ist, und daß die Lichtquellen in dem anderen Raum
des Lampenkastens leuchten, wenn der der Leitungsstrecke auf der anderen Seite benachbarte
Schalter geschlossen ist. Dementsprechend leuchten alle Lichtquellen jedes Lampenkastens,
wenn beide der Leitungsstrecke benachbarten Schalter geschlossen sind und die Leitungsstrecke
unter Spannung steht.
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Bei Anwendung der Erfindung kann man im Leuchtschaltbild in sehr sinnfälliger
Weise erkennen, von welcher Seite her die Speisung einer bisher beiderseitig mit
Spannungsquellen verbundenen Leitungsstrecke erfolgt, wenn einer der benachbarten
Schalter, z. B. infolge eines
Fehlers, gefallen ist. Man kann in
solchem Falle nun leicht untersuchen, ob nach dem Fallen des Schalters die noch
bestehende Verbindung ausreicht, um die Speisung der Leitungsstrecke ordnungsgemäß
durchzuführen, oder ob etwa die noch im Betrieb befindlichen Kabel überlastet werden.
Der Überwachungsbeamte kann auf Grund der Leuchtschaltbildanzeige sofort im Gefahrfalle
die notwendigen Gegenmaßnahmen ergreifen.
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Man kann die neue Vorrichtung mit Vorteil auch derart betreiben, daß
bei einer Leitungsstrecke, die spannungslos ist, die unmittelbar neben den Schaltersymbolen
liegenden Lampenkästen entsprechend der Schalterstellung beleuchtet werden, während
die übrigen Lampenkästen der spannungslosen Leitungsstrecke dunkel sind. Das ist
besonders dann von großem Wert, wenn die im Leuchtschaltbild angeordneten Schaltersymbole
verhältnismäßig klein sind, so daß ihre Stellung auf größere Entfernung nur schwer
erkennbar ist. Die Beleuchtung der Lampenkästen, welche den Symbolen unmittelbar
benachbart sind, gibt dann auch bei größerer Entfernung ein sehr sinnfälliges Bild
von der jeweiligen Stellung der Schalter.
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Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar
ist in Fig. i schematisch ein aus mehreren Lampenkästen zusammengesetzter, den Teil
eines Leuchtschaltbildes bildender Leuchtstreifen dargestellt, der einer Anlage
zugeordnet ist, welche beiderseits gespeist werden kann. Mit.i sind die Lampenkästen
bezeichnet. Sie sind durch eine Diagonalwand 2 in zwei gleiche Räume unterteilt,
von denen jeweils der obere pfeilartig nach rechts, der untere pfeilartig nach links
weist. In den oberen Räumen befinden sich Lampen 3 und in den unteren Lampen q..
Die dargestellte Leitungsstrecke enthält zwei Stellungszeiger 9 und io, welche entsprechenden
Netzschaltern zugeordnet sind. Diese Stellungszeiger können in bekannter Weise als
Quittungsschalter ausgebildet und mit dem zugehörigen Steuerschalter zusammengebaut
sein. Die Lampen 3 sind mit einer zweiten Netznachbildung verbunden, welche aus
einer der einer Stromquelle des zu überwachenden Netzes entsprechenden Batterie
ii, den Schaltern'5 und 6 und den zugehörigen Verbindungsleitungen besteht. Die
mit q. bezeichneten Lampen sind in einer dritten Netznachbildung angeordnet, die
aus einer Batterie 12, welche der zweiten Energiequelle des Netzes entspricht, Schaltern
7 und 8 und den zugehörigen Verbindungsleitungen besteht. Die Schalter 5 und 7 werden
gleichzeitig mit dem Stellungszeiger oder Steuerquittungsschalter 9 betätigt, und
entsprechend sind die Schalter 6 und 8 dem Stellungszeiger io zugeordnet. Man erkennt
ohne weiteres, daß die zwischen den Stellungszeigern 9 und io befindliche Leuchtstrecke
vollkommen beleuchtet ist, wenn die beiden zugehörigen Netzschalter geschlossen
sind, wenn also die entsprechende überwachte Leitungsstrecke. an beiden Seiten mit
einer Spannungsquelle verbunden ist. Wenn jedoch die überwachte Leitungsstrecke
nur auf der linken Seite mit einer Spannungsquelle verbunden ist, leuchten nur die
in dem oberen Teil der Lampenkästen befindlichen Lampen 3 auf. Umgekehrt leuchten
für den Fall, daß die überwachte Leitungsstrecke nur auf der rechten Seite mit einer
Spannungsquelle verbunden ist, die im unteren Teil der Lampenkästen befindlichen
Lampen q. auf.
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Es sei zunächst angenommen, daß die Leitungsstrecke beiderseits mit
Spannungsquellen verbunden ist. Wenn nun z. B. der dem Schalter 9 entsprechende
Schalter des Netzes geöffnet wird, so daß der Streckenabschnitt nur noch von der
rechten Seite her gespeist wird, so leuchtet der nach links weisende untere Teil
der Lampenkästen weiter, während die nach rechts weisenden Teile der Leuchtstrecke
beispielsweise durch Flackerlicht kenntlich gemacht werden können, welches durch
Betätigung des Quittungsschalters abgestellt werden kann. Man sieht dann, daß die
Leitung zwar noch unter Spannung steht, daß jedoch der linke Spannungsanschluß abgetrennt
worden ist. Auf diese Weise wird die Bedienung zwangsläufig veranlaßt, zu prüfen,
ob der neue Schaltzustand nicht etwa eine Überlastung der restlichen Speiseleitungen
oder andere Fehler im Gefolge haben könnte.
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Fig. 2 zeigt eine konstruktive Ausführungsform der in Fig. i verwendeten
Lampenkästen. Man kann mit einem Leuchtschaltbild gemäß der Erfindung auch beabsichtigte
Schaltungen vorbereiten bzw. vorzeichnen, und hat auch in diesem Falle einen guten
Überblick über die Energieverteilung, was besonders für vielfach vermaschte Netze
von großer Bedeutung ist.
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Das Prinzip, in den Symbolen des Leuchtschaltbildes anzuzeigen, von
welcher Seite her eine Speisung des betreffenden Anlageteiles erfolgen kann, kann
man mit Vorteil auch bei den Schaltersymbolen selbst anwenden. Man verwendet , dann
als Schaltersymbole ebenfalls unterteilte Lampenkästen, deren Beleuchtungseinrichtungen
abhängig von der Stellung des zugehörigen Schalters selbst und abhängig davon, auf
welcher Seite des Schalters eine Spannungsquelle angeschlossen ist, geschaltet werden.
Ist das ganze Schaltersymbol dunkel, so bedeutet dies, daß der zugehörige Netzschalter
geöffnet ist. Wenn im Schaltersymbol ein Raum oder beide beleuchtet sind, so wird
dadurch angezeigt, daß der Schalter eingeschaltet
ist. Aus der
Art der Beleuchtung kann man in diesem Falle nun auch noch erkennen, von welcher
Seite her die Speisung erfolgt. Um die Schaltersymbole von den Leitungsstrecken
unterscheiden zu können, kann man, wie in Fig. 3 dargestellt ist, als Schaltersymbole
größere Lampenkästen 13 verwenden. Man kann aber auch zur Darstellung der Leitungsstrecken
und der Schalter gleich große Lampenkästen verwenden, wobei Schaltersymbole durch
Zusammenbau von mindestens zwei Lampenkästen hergestellt werden.
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Hierfür zeigt Fig. q. ein Ausführungsbeispiel, in welchem 1.4 ein
aus zwei Lampenkästen zusammengesetztes Schaltersymbol ist. Diese Ausführungsform
ist besonders vorteilhaft, weil nun das Leuchtschaltbild aus genormten Teilen zusammengesetzt
werden kann.