DE564361C - Verfahren zur Sicherung der Rostschutzwirkung von Schutzschichten auf Metallen - Google Patents
Verfahren zur Sicherung der Rostschutzwirkung von Schutzschichten auf MetallenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zur Sicherung der Rostschutzwirkung von Schutzschichten auf Metallen Zur Sicherung von Metallen, insbesondere von Eisen und Stahl, gegen das Rosten ist bereits vorgeschlagen, Phosphatüberzüge auf der Oberfläche dieser Metalle zu bilden, welche darauf festhaften und den Angriff von Luft und anderen Chemikalien verhindern. Diese Phosphatüberzüge sind kristalline Überzugsschichten, die eine außerordentlich gute Haftung auf Eisen besitzen. Gerade infolge der kristallinen Ausbildung sind sie jedoch mit Klüftungen und kleinen kapillaren Hohlräumen durchsetzt, die durch die Kristallausbildung bedingt sind. Diese Eigenart hat zur Folge, daß die Rostsicherheit der metallenen Gegenstände noch nicht vollkommen ist. Es bedarf, wie bereits erkannt wurde, um die Rostsicherheit noch weiter zu erhöhen, einer Ausfüllung dieser Klüfte, die im allgemeinen dadurch vorgenommen wird, daß entweder Farbanstriche noch auf den Gegenständen aufgetragen werden oder daß die Phosphatüberzüge mit Öl eingerieben werden.
- Gerade das Einreiben -mit Öl hat sich als recht wirksam erwiesen, leidet jedoch in der Dauerwirkung etwas darunter, daß die Öle mit der Zeit ausgewaschen oder infolge von Seifenbildung bei Berührung mit alkalischen Agenzien, wie z. B. dem Schweiß der Finger, herausgewaschen werden.
- Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, die Rostschutzwirkung derartiger mit Öl behandelter Phosphatüberzüge zu sichern. Zu diesem Zweck werden den Ölen vor dem Aufbringen auf die Phosphatüberzüge Quellkörper beigegeben. Unter Duellkörpern sind hierbei solche Stoffe zu verstehen, die in Verbindung mit einer Flüssigkeit eine Volumenvermehrung erfahren, ohne daß sie mit dem quellenden Mittel irgendwelche Reaktionen eingehen oder etwa darin gelöst werden. Zu dieser Gruppe von Körpern gehören z. B. Gelatine, Leim, Agar-Agar u. dgl. Wird nun ein mit solchem Duellmittel versehenes Öl auf die Phosphatüberzüge aufgetragen, so füllt dieses Öl die in dem Überzug vorhandenen Klüfte und Poren aus. Dabei wirkt die Anwesenheit des 0-üellmittels auf Grund der vor sich gehenden physikalischen Vorgänge noch günstig auf die Kapillareigenschaften des Öles ein, so daß dieses von vornherein in die feinsten Vertiefungen und Poren eindringt. Das Quellmittel verhindert weiterhin die sonst beim Eintrocknen durch die Schrumpfung sich bildenden Haarrisse, durch die hindurch die Feuchtigkeit eindringen kann. Das Öl wird vielmehr auch während und nach dem Trocknen in den Kapillaren festgehalten und kann infolge der Anwesenheit des Duellmittels nicht mehr in der Weise einschrumpfen.
- Das Verfahren kommt dabei sowohl für solche Öle in Frage, die im Laufe der Zeit eintrocknen, als auch für solche,.die einem Eintrocknen nicht unterliegen.
- Man hat zwar schon vorgeschlagen, Leinöl als Rostschutzanstrich zu verwenden, d. h. einen Körper, der. .durch das Eintrocknen selbst zu einer quellfähigen Substanz wird. Um ein derartiges Vierfahren. bändelt es sich aber im vorliegendeu Falle nicht; da hierbei zwei wichtige Voraussetzungen - -nicht erfüllt sind. Einmal fehlt nämlich gerade das Duellmittel für die Zeit, in der das Öl selbst noch flüssig ist. Gerade im Anfang kann daher das Öl infolge der Einwirkung des Duellmittels auf die Kapillareigenschaften nicht in die feinsten Poren eindringen. Dann aber fehlt auf der anderen Seite späterhin auch das Duellmittel; denn der eingetrocknete Leinölfilm bedürfte ja seinerseits erst wieder einer Flüssigkeit, um die Quelleigenschaften auszunutzen.
- Man hat auch vorgeschlagen, Rostschutzüberzüge durch Mischungen von Ölen und Metalloxyden zu bilden. Auch die Metalloxyde haben aber nicht die Eigenschaften der Quellkörper, wie sie gerade zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung notwendig sind. Insbesondere zeigen sich die Metalloxyde nicht als chemisch inert gegenüber den Ölen, da sie mit diesen Verbindungen bilden. Auch bei diesem Verfahren kann' daher die eigenartige und nachhaltige Wirkung eines reinen Duellmittels nicht ausgenutzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Sicherung der Rostschutzwirkung von Schutzschichten auf Metallen, welche durch Behandlung mit Phosphatsalzen und nachträgliches Einölen erzeugt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Imprägnieren der Schutzschichten mit Ölen vorgenommen wird, denen Duellkörper, wie z. B. Leim, beigemischt sind:
Priority Applications (1)
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| DE564361C true DE564361C (de) | 1932-11-18 |
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1929
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