[go: up one dir, main page]

DE552838C - Verfahren zur Herstellung von Gusseisen im Giessereischachtofen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gusseisen im Giessereischachtofen

Info

Publication number
DE552838C
DE552838C DE1930552838D DE552838DD DE552838C DE 552838 C DE552838 C DE 552838C DE 1930552838 D DE1930552838 D DE 1930552838D DE 552838D D DE552838D D DE 552838DD DE 552838 C DE552838 C DE 552838C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coke
carbon content
cast iron
reaction temperature
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930552838D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinrich Lanz AG
Original Assignee
Heinrich Lanz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinrich Lanz AG filed Critical Heinrich Lanz AG
Application granted granted Critical
Publication of DE552838C publication Critical patent/DE552838C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gußeisen im Gießereischachtofen Die Ansichten der Fachleute über die günstigste Beschaffenheit des Kokses für den Betrieb des Gießereischachtofens gehen heute noch weit auseinander. Während von einem Teil der Fachwelt weichem.Koks mit niedriger Reaktionstemperatur zur Erzielung gleichmäßiger Schmelzen der Vorzug gegeben wird, stehen andere Fachleute auf dem Standpunkt, daß harter Koks der bessere sei. Die Schwierigkeiten des Kupolofens in der Beherrschung des Kohlenstoffgehaltes von im Gießereischachtofen erzeugtem Gußeisen sind durch diese allgemeinen und sich widersprechenden Auffassungen in keiner Weise behoben worden, sondern der Kupolofenschmelzer muß sich heute noch damit abfinden, in der Analyse der Schmelze Unterschiede hinsichtlich des C-Gehaltes von 0,5 °4 zu finden.
  • Der Erfinder hat sich zur Aufgabe gestellt, den Kupolofenbetrieb so zu verbessern, daß man mit Sicherheit einen gleichmäßigen Kohlenstoffgehalt der Schmelze erzielt. Bei diesen Forschungen ist man auch auf den Einfluß der Reaktionstemperatur des Kokses gekommen und hat herausgefunden, daß diese Reaktionstemperatur maßgebend für -den Kohlenstoffgehalt des Gußeisens ist. Die Erfindung besteht dementsprechend in einem Verfahren zur Herstellung von Gußeisen unter Verwendung von .Koks mit verschiedener Reaktionstemperatur, das darin besteht, daß der Kohlenstoffgehalt der Schmelze durch Anpassung des Kohlenstoffgehaltes der Gattierung an die Reaktionstemperatur des Kokses oder umgekehrt geregelt wird, wobei bei gleichem Kohlenstoffgehalt in der Gattierung eine höhere Reaktionstemperatur des Kokses einen niederen Kohlenstoffgehalt in der Schmelze ergibt.
  • Die Erfindung wird beispielsweise in der Zeichnung an Hand von Kurven veranschaulicht, die ein Aufkohlungsdiagramm darstellen, bezogen auf verschieden gattierten Kohlenstoff und die verschiedenen Reaktionstemperaturen der angewandten Koksarten.
  • Die stark ausgezogene Linie a bezieht sich auf einen schwer verbrennlichen Koks von 75o° Reaktionstemperatur, die dickgestrichelte Linie b auf einen Koks von 7z5° Reaktionstemperatur, die strichpunktierteLiniec auf einen Koks von 700°, die ausgezogene dünne Linie d auf einen Koks von 675° und die dünngestrichelte Linie e auf einen Koks von 65o° Reaktionstemperatur. Auf der Abszisse sind die gattierten Kohlenstoffgehalte aufgetragen, während die Ordinaten die Kohlenstoffgehalte des erzeugten Gußeisens angeben. Man ersieht aus dem Diagramm, wie bei gleicher Gattierung mit abnehmender Reaktionstemperatur des Kokses der Kohlenstoffgehalt in der Analyse steigt.
  • Man hat es nach diesem Diagramm also in der Hand, entweder von einem Koks bestimmter Reaktionstemperatur durch Anwendung einer geeigneten Gattierung einen gewollten Kohlenstoff im Enderzeugnis zu erzielen bzw. ausgehend von einer bestimmten Gattierung durch Änderung der verwandten Koksart dasselbe zu erreichen.
  • Beispielsweise wurde für zwei hintereinanderfolgende Schmelzen folgende gleiche Gattierung gewählt: 5o 01a Spänebrikett, 17 0/0. Ferrosilicium (io%ig), 6 % Spiegeleisen, 9,7 % Deutsch III und 2o °% Bruch, woraus sich ein gattierter Kohlenstoff von x,65 % ergab. Die erste Schmelze, die mit Koks von Zeche Anna von 675' Reaktionstemperatur durchgeführt wurde, sollte einen Kohlenstoffgehalt von 2,9 bis 2,95 % ergeben, die zweite Schmelze mit Koks von Zeche Emma von 725° Reaktionstemperatur einen Kohlenstoffgehalt des Gußeisens von a,7 bis 2,75 0/0. Der Analysenbefund war folgender: Probe i und 2, die noch einen Übergang aus der vorherigen Schmelze darstellen, hatten einen C-Gehalt von 3,04 bzw. 3,01. Die drei folgenden Schmelzen 3, 4, 5 wiesen Kohlenstoffgehalte auf von 2,97,:2,g5 und 2,92 0/m im Durchschnitt 2,95 0%; lagen also vollständig in den vorher bestimmten Grenzen. Die Proben 6 bis io, die reit dem Kontinentalkoks geschmolzen waren, zeigten Kohlenstoffgehalte von 2,77, 2,70, 2,66 und 2,71 0/0, im Durchschnitt 2,7o 0/0. Der Kohlenstoffgehalt der Schmelze wurde also um o,25 % gesenkt, lediglich durch Verwendung eines Kokses höherer Reaktionstemperatur, und zwar genau in den Grenzen, die vorhergesehen waren.
  • Selbstverständlich spielen im Kupolofenbetrieb auch noch andere Faktoren mit hinein, z. B. die Art und Weise der Zuführung der Verbrennungsluft. Die Kurven beziehen sich auf einen Kupolofen mit doppelten Düsenreihen, deren Abstand voneinander 4oo mm beträgt. Ändert man die Luftzuführung, indem man die obere Düsenreihe abschließt, so erzielt man in jedem Falle ein Sinken des Kohlenstoffgehaltes in der Analyse um o,2 %; d. h. beispielsweise, daß der Kohlenstoff der Analyse, der nach dem Diagramm der Zeichnung 3 % beträgt, bei Verwendung von nur einer Düsenreihe auf 2,8 010 sinkt; im übrigen aber bleibt der Verlauf der Kurven analog dem' Diagramm.
  • Beim Kupolofen spielt auch die Bauart des Ofens auf das Endergebnis eine Rolle. Jedenfalls aber wird man entsprechend der Erfindung in der Lage sein; sich den Zeichnungen analoge Diagramme zu schaffen, nach denen dann immer gearbeitet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gußeisen im Gießereischachtofen unter Verwendung von Koks mit verschiedener Reaktionstemperatur, dadurch gekennzeichnet, daß der Kohlenstoffgehalt der Schmelze durch Anpassung des Kohlenstoffgehaltes der Gattierung an die Reaktionstemperatur des Kokses oder umgekehrt geregelt wird, wobei bei gleichem Kohlenstoffgehalt in der Gattierung eine höhere Reaktionstemperatur des Kokses einen niedrigeren Kohlenstoffgehalt in der Schmelze ergibt.
DE1930552838D 1930-04-24 1930-04-24 Verfahren zur Herstellung von Gusseisen im Giessereischachtofen Expired DE552838C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE552838T 1930-04-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE552838C true DE552838C (de) 1932-06-18

Family

ID=6563539

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930552838D Expired DE552838C (de) 1930-04-24 1930-04-24 Verfahren zur Herstellung von Gusseisen im Giessereischachtofen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE552838C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1161034B (de) Pyrometallurgisches Raffinationsverfahren fuer Kupfer
DE552838C (de) Verfahren zur Herstellung von Gusseisen im Giessereischachtofen
DE3543987A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen waerme- und/oder feuerbestaendiger faserstoffe
DE2637271A1 (de) Kontinuierliches verfahren zum verblasen von metallurgischer schlacke
DE483533C (de) Verfahren zum Herstellen von Eisen- und Stahllegierungen unmittelbar aus Erzen im Elektroofen
DE900457C (de) Erschmelzen eines fuer die Herstellung von Kokillen geeigneten Gusseisens im Giessereischachtofen
DE572870C (de) Verfahren zur Behandlung von Eisen, das im geschmolzenen Zustand durch eine Schicht gluehenden Materials hindurchtropft
DE579469C (de) Schmelzverfahren fuer Metallspaene und Metallrueckstaende in feiner Verteilung
DE657665C (de) Verfahren zur Herstellung kohlenstoffarmer Eisen-Chrom-Legierungen mit verhaeltnismaessig hohem Chromgehalt
DE754872C (de) Kontinuierlich arbeitender Ofen, insbesondere Karbidofen
DE557467C (de) Verfahren zur Herstellung von Achslagerauskleidungen
DE701466C (de) Verfahren zum Herstellen von Gusseisen im Giessereischachtofen
DE866726C (de) Verfahren zur Gewinnung von Rohzink aus Zinkstaub durch Ausschmelzen
DE741142C (de) Verfahren zum Herstellen von keramischen Zuendkerzenisolatoren
DE527144C (de) Verfahren zur Herstellung kohlenstoffarmer Metalle oder Legierungen durch silicothermische Reduktion
DE382356C (de) Verfahren zur Herstellung von kohlenstoff- und siliziumarmem Ferrochrom durch oxydierende Behandlung
DE554180C (de) Verfahren zur Herstellung von Achslagerauskleidungen
DE482786C (de) Verfahren zum Herstellen von Presslingen aus heissem Sintergut
DE967066C (de) Verfahren zur Verbesserung teerartiger Bindemittel fuer die Herstellung von Kunstkohlekoerpern
DE648244C (de) Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus Kupfer mit Ausnahme von Sauerstoff
DE875189C (de) Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels fuer die Steinkohlenbrikettierung
CH158301A (de) Verfahren zur Herstellung von Gusseisen bestimmten Kohlenstoffgehaltes in einem Kupolofen.
DE421435C (de) Verfahren zur Herstellung oberflaechenhaertbarer oder oberflaechengehaerteter Massenartikel aus Eisen oder Stahl oder Eisen- oder Stahllegierungen
DE625046C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallegierungen aus schwer reduzierbaren-Oxyden
DE527083C (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Ventilwiderstaenden