DE552411C - Steuervorrichtung mit nicht umkehrbarer Bremsung - Google Patents
Steuervorrichtung mit nicht umkehrbarer BremsungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A27/00—Gun mountings permitting traversing or elevating movement, e.g. gun carriages
- F41A27/06—Mechanical systems
- F41A27/08—Bearings, e.g. trunnions; Brakes or blocking arrangements
- F41A27/12—Brakes or locks for blocking traversing or elevating gear in a fixed position
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Description
in Paris
Die Erfindung hat eine Steuervorrichtung zum Gegenstande, die hauptsächlich zum
Richten von Maschinengewehren bestimmt ist und die es ermöglicht, das gesteuerte Organ
zu verschieben, indem man beispielsweise auf einen Handgriff einwirkt, die aber jede Verschiebung
des genannten Organs verhindert, wenn nicht vorher eine Kraftwirkung auf den betreffenden Handgriff ausgeübt worden ist.
Dies wird dadurch erreicht, daß an einer mit dem Steuerorgan versehenen und drehbar um
die das gesteuerte Organ tragende Buchse angeordneten Hülse Anlageflächen vorgesehen
sind, welche bei Verdrehung der Hülse, d. h.
bei Ausübung einer Kraftwirkung auf dieselbe, in dem einen oder anderen Drehsinne
mit den Enden zweier gegenläufig und mit Verspannung auf eine feste Achse gewickelten
Haltefedern für das gesteuerte Organ zur Anlage kommen. Die einen der beiden Federenden
sind dabei vorzugsweise ohne Spiel in • die das gesteuerte Organ tragende Buchse
eingelassen, während die anderen Enden durch Ausschnitte gehen, die einer vor dem
as anderen in der Buchse und in der diese umgebenden
Hülse vorgesehen sind, wobei die Ausschnitte größer als der Federquerschnitt sind.
In den Zeichnungen, die die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulichen,
stellt
Fig. ι eine Gesamtansicht der neuen Einrichtung dar. Die
Fig. 2 und 3 sind quer zur Achse des Apparates gelegte Schnitte.
Fig. 4 veranschaulicht beispielsweise die Anwendung der Einrichtung für die Steuerung
eines Maschinengewehrs von Hand, während
Fig. 5 eine andere Ausführungsform mit nur einer Feder darstellt.
Die neue Einrichtung umfaßt im wesentlichen folgende Teile (Fig. 1, 2 und 3):
1. Eine feste, mit einem Träger 2 verbundene Achse i, auf der ein bewegliches Organ 3
in beliebiger Lage unveränderlich festgestellt werden kann.
2. Zwei Federn 4 und 5 von denselben Eigenschaften, die aber entgegengesetzt gewickelt
sind und deren Enden 6 und 7 bzw. 8 und 9, wie die Figuren zeigen, derart abgebogen
sind, daß sie zu einer Meridianebene parallel liegen. Die Innendurchmesser der Federn 4 und 5 sind kleiner als der Durchmesser
der Achse 1, auf der die Federn sitzen. Daraus ergibt sich, daß durch die Federn
auf die feste Achse 1 ein vorher bekannter Anfangsdruck ausgeübt wird.
3. Eine konzentrisch zur Achse 1 angebrachte Kapsel 10, die die Achse mit Abstand
umgibt. Die Kapsel, die das festzustellende Organ 3 trägt, ist mit der Achse 1 durch Vermittelung
der Federn 4 und 5 verbunden. Die
Enden 6 und 8 dieser Federn stehen mit der Kapsel ohne Spiel in Verbindung, während
die entgegengesetzten Enden 7 und 9 durch eine Öffnung 11 der Kapsel hindurchgehen,
die so groß ist, daß sich die Enden 7 und 9 in dem einen oder anderen Sinne frei bewegen
können.
4. Ein konzentrisch zu der Kapsel 10 angeordneter und sich frei auf ihr drehender
Reifen 12. Dieser Reifen stützt sich mit Ansätzen 14 und 15 auf den Innenflächen der
Enden 7 und ,9 der Federn ab, während er mit ihren äußeren Flächen in keiner Verbindung
steht. An dem Reifen 12 ist ein Handhabungsgriff 13 oder irgendein anderes
Steuerorgan befestigt. Es ist zu bemerken, daß der Reifen 12 keinerlei dauernde Verbindung
mit den Federn 4 und 5 hat und daß infolgedessen das gesteuerte Organ 3 und ebenso der Handgriff 130. dgl. keiner anderen
Kraft unterworfen ist als derjenigen, die willkürlich auf ihn ausgeübt wird; mit
anderen Worten, der Reifen wird durch die Reaktionen des gesteuerten Organs in keiner
Weise beeinflußt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Es sei angenommen, daß das Organ 3 im Sinne des Pfeils f der Fig. 2 mitgenommen
werden solle, übt man im Sinne der hervorzubringenden Bewegung auf den fest am
Reifen 12 sitzenden Handgriff 13 eine Kraft aus, so überträgt der Ansatz 14 des Reifens
12 auf das Ende 7 der Fig. 4 die auf den Handgriff ausgeübte Kraft. Die so bestimmte
Bewegung hat die Wirkung, die Feder 4 leicht aufzurollen, indem sie den Druck, den sie auf
die feste Achse 1 ausübt, aufhören läßt sowie das Ende 7 der Fig. 4 in Berührung mit der
Fläche 16 des in der Kapsel 10 angebrachten Ausschnitts 11 zu bringen. Die Bewegung des
Handgriffs verursacht dann die gleichzeitige Drehung der Feder 4 der Kapsel 10 und des
von dieser getragenen Organs 3 zusammen mit der Drehung der Feder 5, die von der sie
mit Hilfe des Endes 8 mitnehmenden Kapsel in dem Sinne gedreht wird, daß sie das Bestreben
hat, sich aufzurollen, was die Aufhebung des Druckes zur Folge hat, den sie auf die Trägerachse 1 ausübt.
Sobald die auf den Handgriff ausgeübte Kraft nachläßt, pressen sich die Federn 4
und 5 infolge ihrer Vorspannung um die feste Achse und stellen sich wieder fest, indem sie
mit ihnen die Kapsel 10 und das mit dieser fest zusammenhängende Organ 3 festhalten.
Für die Bewegung im umgekehrten Sinne
gilt Entsprechendes. Es ist ersichtlich, daß während der im vorstehenden beschriebenen
Bewegung die Fläche 17 des Ausschnitts 11
keine Wirkung auf die Enden 7 und 9 der Federn 4 bzw. 5 ausgeübt hat. Diese Fläche
tritt für die entgegengesetzte Bewegung in Wirksamkeit.
Die beschriebene Einrichtung hat den Vorteil, daß sie nicht umkehrbar ist, d. h. man
kann durch Einwirkung auf das Organ 3 keinerlei Bewegung auf den Handgriff 13
übertragen. Die Federn 4 und 5 üben nämlich im Ruhezustande auf die feste Achse 1 einen
Druck aus, der von ihrer Anfangsspannung abhängt und der deshalb von vornherein bestimmt
werden kann. Will man, ohne eine vorherige Entspannung herbeizuführen, die Federn 4 und 5 auf ihre Achse 1 drehen, so
muß man eine erhebliche Kraft aufwenden, die durch die Funktion t = i0 · efa ausgedrückt
werden kann, wobei / den Reibungskoeffizienten bedeutet und α den gesamten
Winkel, um den die Feder auf die Achse aufgewickelt ist.
Wie weiter oben auseinandergesetzt, wird durch Einwirkung auf den Handgriff in erster
Stelle die Entspannung der Federn hervorgerufen, wodurch die Mitnahme der Kapsel
10 möglich wird. Wirkt man aber unmittelbar auf den Teil 3 oder auf die Kapsel 10
ein, so wird, da der Handgriff keinerlei Kraftwirkung unterworfen ist, wohl eine der
Federn, beispielsweise 4, entspannt, andererseits wird aber die Spannung der Feder 5 erhöht
und infolgedessen die Gesamtbremsung verringert.
Es ist also ersichtlich, daß, wenn das Organ 3 Erschütterungen ausgesetzt ist, d. h.
Kräften, die die Tendenz haben, es abwechselnd in dem einen oder anderen Sinne mitzunehmen, diese Kräfte das Organ nicht
verschieben können, da es nur durch Vermittlung des Handgriffs 13, d.h. ausschließlich too
nach dem Willen des den Handgriff Bedienenden, bewegt werden kann.
In Fig. 4 ist beispielsweise die Anwendung der vorbeschriebenen Einrichtung auf das
Richten eines Maschinengewehrs veranschaulicht.
Die beim Feuern auftretenden Rückschläge des letzteren bedingen tatsächlich ganz erhebliche
Erschütterungen, die im allgemeinen der Schütze unmittelbar mit der Schulter auffängt.
Abgesehen davon, daß der Schütze dadurch erheblich in seiner Bewegungsfreiheit gestört wird, haben die Erschütterungen eine
recht erhebliche Streuung zur Folge. Demgegenüber wird durch die den Gegenstand der
Erfindung bildende Einrichtung eine vollkommene Stabilität beim Zielen gesichert; außerdem
behält der Schütze seine vollkommene Handhabungsfreiheit.
Dieselbe Einrichtung kann natürlich zur Höhensteuerung von selbsttätigen Waffen Anwendung
finden. In diesem Falle kann man
die Bewegungen des Handgriffs 13 für die Seitenrichtung und des Handgriffs für die
Höhensteuerung zu einem einzigen Handgriff kombinieren, der sich nach Art des Kolbens
des Maschinengewehrs verschiebt, um dem Schützen seine Reflexe zu erhalten.
Wie Fig. 5 erkennen läßt, kann die Einrichtung in der Weise vereinfacht werden, daß
man nur eine die Achse 1 umschließende Feder anwendet, deren Enden 18 und 19 mit
gewissem Spiel durch das in der Kapsel 10 vorgesehene Fenster 11 geführt sind und dann
gleichfalls mit Spiel in zwei Ausschnitte 20 und 21 eingreifen, die in dem den Handgriff
13 tragenden Reifen 12 vorgesehen sind. Die
Wirkungsweise ist leicht verständlich. Dreht man den Handgriff 13 im Sinne des Pfeils f,
so legt sich der linke Rand des Ausschnitts 20 gegen das Ende 18 der Feder, wodurch die
Entspannungen zustande kommen. Die Feder wird dann bei der Bewegung mitgenommen und nimmt ihrerseits, sobald sie mit dem
rechten Rande des Fensters 11 in Berührung kommt, die Kapsel 10 mit. Würde man dagegen
die Kapsel 10 in dem einen oder anderen Sinne verschieben, so würde, da die
Ränder des Fensters 11 mit der Kapsel in Berührung gekommen waren, die Spannung
und Bremswirkung der Feder verstärkt.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Steuervorrichtung mit nicht umkehrbarer Bremsung, dadurch gekennzeichnet, daß an der mit dem Steuerorgan (13) versehenen und drehbar um die das gesteuerte Organ (3) tragende Buchse (10) angeordneten Hülse (12) Anlageflächen (14, 15) vorgesehen sind, welche bei Verdrehung der Hülse, d. h. bei Ausübung einer Kraftwirkung auf dieselbe, in dem einen oder anderen Drehsinne mit den Enden (7, 9) zweier gegenläufig und mit Verspannung auf eine feste Achse gewickelten Haltefedern (4, 5) für das gesteuerte Organ zur Anlage kommen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Enden (6 bzw. 8) jeder Feder ohne Spiel in die Buchse (10) eingelassen ist, während die anderen Enden (7 bzw. 9) durch Ausschnitte gehen, die einer vor dem anderen in der Buchse und in der Hülse vorgesehen sind, wobei die Ausschnitte größer als der Federquerschnitt sind und je nach der zu erzielenden Bewegungsrichtung dem einen oder anderen freien Federende (7 bzw. 9) als Stütze dienen können.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine den Fuß des Apparates umspannende Feder vorgesehen ist, deren Enden mit Spiel durch ein genügend großes, in der Kapsel vorgesehenes Fenster ragen und mit geringerem Spiel in zwei Ausschnitte sich erstrecken, die in dem mit dem Steuerhandgriff verbundenen Reifen vorgesehen sind.
- 4. Anwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 bzw. 3, dadurch gekennzeichnet, daß das gesteuerte Organ ein Maschinengewehr ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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