-
Zapfenschneidmaschine Bei den bisher bekannten Zapfenschneidmaschinen
ist das Zapfenschneiden insofern umständlich, als selbst bei den größten Modellen
in der Praxis häufig vorkommende Zapfenlängen von über Zoo mm nur in einem doppelten
Arbeitsgang hergestellt werden können. Die bisherigen bekannten allgemeinen Konstruktionsprinzipien
bedingten eine sehr umfangreiche Bauart, was sich bezüglich des Gewichts und des
Preises sehr ungünstig auswirkte. Durch die voneinander unabhängige Anordnung der
Arbeitswellen hintereinander sind umfangreiche Antriebselemente erforderlich, außerdem
ist der Arbeitsweg sehr lang.
-
Die vorliegende Erfindung vermeidet nun diese Nachteile und ermöglicht
Zapfen aller vorkommenden Längen in nur einmaligem Arbeitsgang zu schneiden. Auch
können Zapfen von bisher überhaupt nicht erreichbarer Länge geschnitten werden.
Dabei beträgt der Arbeitsweg nur 5o°/, gegen bisher, demnach wesentlich höhere Mengenleistung.
Die erforderlichen Antriebskräfte sind, durch die Konstruktion bedingt, geringer.
Außerdem ist der Gesamtaufbau einfacher. Die vorliegende Erfindung gewährleistet
so eine größere Wirtschaftlichkeit als die bisher bekannten Konstruktionen.
-
Dies wird dadurch erreicht, daß die beiden Arbeitsscheiben jedes Paares,
nämlich die beiden Stirnfräser für die obere und für die untere Zapfenfläche, so
gegenseitig eingestellt werden können, daß die von ihnen gemeinsam bearbeitete Fläche
länger oder kürzer ist, d. h. daß ihre gemeinsame Arbeitsbreite größer oder kleiner
ist. Um nun die beiden Zapfenflächen, d. h. die obere und die untere, verschieden
lang ausführen zu können, sind die oberen und unteren Scheiben je für sich auf die
gewünschte Zapfenbreite einstellbar.
-
Das Einstellen der beiden Stirnfräser jedes Paares auf die gewünschte
Zapfenlänge geschieht dadurch, daß ihnen eine gegenseitige Lage gegeben wird, in
welcher sie sich, senkrecht zur Bewegungsrichtung des Werkstückes beim Anschneiden
der Zapfen, mehr oder weniger weitgehend überschneiden. Die Breite der von ihnen
gemeinsam bearbeiteten Flächen bestimmt dann die Zapfenlänge. Dadurch, daß die oberen
Fräser unabhängig von den unteren auf Arbeitsbreite eingestellt werden können, lassen
sich in ein und demselben Arbeitsgang Zapfen mit verschieden langen Flächen schneiden.
-
Diese Art der Einstellung der Arbeitsscheiben wird dadurch ermöglicht,
daß der eine Fräser jedes Paares, wie an sich bekannt, an einem Ausleger gelagert
sind, welcher um die Achse des anderen Fräsers desselben Paares verschwenkbar ist.
Der verschwenkbare Fräser kommt somit je nach der Größe der Verschwenkung in der
Vorschubrichtung des Werkzeugs mehr oder weniger weit vor die andere zu liegen,
wodurch die gemeinsame Arbeitsbreite bestimmt wird.
-
Um die Zapfen mit verschieden langer Fläche herstellen zu können,
ist jeder Ausleger
für sich einstellbar. Außerdem sind sie auch
je für sich auf und ab, d. h. auf die jeweilige Zapfenstärke und Lage der Zapfenaußenflächen
einstellbar, und zudem ist endlich eine Vorkehrung getroffen, um beide Ausleger
auch gemeinsam und gleichmäßig auf und ab verstellen zu können, was vorteilhaft
ist, wenn ein Zapfen bestimmter Stärke auch außerhalb der Mitte angeschnitten werden
soll.
-
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist auf beiliegender Zeichnung
in beispielsweiser Ausführungsform näher erläutert.
-
Abb. r zeigt in Aufsicht die Werkzeuganordnung und Stellvorrichtung
vorliegender Erfindung.
-
Abb. 2 und 3, ¢ und 5 sowie 6 und 7 erläutern schematisch und an den
fertiggeschnittenen Zapfen die Art der Einstellung der Werkzeuge auf verschiedene
Zapfenlängen.
-
Abb. 8 zeigt einen versetzt angeschnittenen Zapfen.
-
Abb.9 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht der gesamten Vorrichtung.
-
Zum Schneiden der Zapfen a des Werkstückes b sind zwei Stirnfräser
c und d verwendet, und zwar befindet sich ein solches Paar Werkzeuge d und
c oberhalb und ein anderes unterhalb der Werkstückbahn, so daß die beiden Flächen
des herzustellenden Zapfens ä gleichzeitig geschnitten werden. Im folgenden ist
nur das eine dieser Paare beschrieben. Beide Werkzeuge c und d werden von einem
gemeinsamen Ausleger e getragen.
-
Gemäß vorliegender Erfindung können nun die beiden Werkzeuge c und
d gegenseitig derart eingestellt werden, daß ihre gemeinsame Arbeitsbreite verschieden
groß ist, d. h. der jeweils herzustellenden Zapfenlänge entspricht. Es wird dies
dadurch erreicht, daß die eine Arbeitsscheibe d so vor die andere c verlegt werden
kann, diese also überschneidet, daß die Arbeitsfläche, die durch die beiden Scheiben
c und d gemeinsam hergestellt wird, verschieden breit wird. Dies ist in den Abb.
2, .4, 6 schematisch erläutert. Die entsprechenden Abb. 3, 5, 7 zeigen die Werkstücke
b mit dem betreffenden Zapfen a.
-
Beim Ausführungsbeispiel geschieht diese Einstellung dadurch, daß
die eine Arbeitsscheibe d, wie bereits bekannt, um die andere c verschwenkt wird.
Je größer diese Verschwenkung ist, d. h. je mehr die verschwenkbare Scheibe d vor
die andere c zu liegen kommt und je mehr sie diese also überschneidet, desto kleiner
wird die Zapfenlänge.
-
Die Arbeitsscheibe c ist diejenige, um deren Achse f die andere Scheibe
d verschwenkt wird. Die Achse f wird unmittelbar von dem darübersitzenden Motor
g angetrieben und treibt mittels ihrer Riemenscheibe la und des Riemens
i die Riemenscheibe k der Achse l
der Arbeitsscheibe d unmittelbar
an, wobei durch eine bekannte Spannvorrichtung m die erforderliche Spannung im Riemen
i erzeugt werden kann. Dadurch, daß die angetriebene Achse l um die antreibende
Achse f verschwenkt wird, bleibt sie ständig in demselben Abstand von ihr
und ermöglicht dadurch den einfachen Riemenantrieb.
-
Die Einstellung der Werkzeuge c und d,
d. h. die Verschwenkung
des Auslegers e, wird mittels eines Handrades ia vorgenommen, das durch ein Schneckengetriebe
o den Ausleger c um die Achse f verdreht.
-
Um, wie in Abb. 7 dargestellt, einen Zapfen a zu schneiden, dessen
obere Fläche eine andere Länge x hat wie die untere Fläche xi, sind die beiden Ausleger
e unabhängig voneinander verschwenkbar, so daß die Arbeitsbreite x der beiden oberen
Arbeitsscheiben c und d eine andere ist wie die der unteren Werkzeuge c, d.
-
Jeder Ausleger e kann sowohl für sich auf und ab verstellt werden,
und überdies lassen sich auch beide Ausleger e gemeinsam verstellen, wie dies z.
B. vorteilhaft ist, wenn die oberen und unteren Arbeitsscheiben c, d auf eine bestimmte
Zapfenstärke eingestellt sind und nur der Zapfen a höher oder tiefer angeschnitten
werden soll, wie in Abb. 8 angegeben.
-
Um die beiden Werkzeugpaare c und d auf und ab stellen zu können,
sind ihre Schlitten p an dem senkrechten Gestell q der Maschine auf und ab
verschiebbar, und zwar werden sie in der üblichen Weise mittels der Spindeln r verstellt,
die mittels eines umsteckbaren Handrades s sowie Schnecke und Schneckenrad t j e
für sich verstellt werden können. Das Handrad s kann das eine Mai auf die obere
Vierkantachse zt und das andere Mal auf die untere aufgesteckt werden, je nachdem
die oberen oder die unteren Werkzeuge c, d eingestellt werden.
-
Beide Spindeln r können auch miteinander gekuppelt werden, so daß
sich die beiden Ausleger e gleichmäßig und gleichzeitig unter Beibehaltung desselben
Abstandes ihrer Werkzeuge c, d auf und ab bewegen lassen. Diese Kupplung besteht
z. B. aus zwei mit Kuppelzähnen besetzten Scheiben v, von denen die eine, auf der
Zeichnung die untere, mit ihrer Spindel y in fester Verbindung steht, während die
andere, obere, mit der ihrigen längsverschiebbar, aber drehfest verbunden ist. Mit
Hilfe eines Handhebels w können dann die Kuppelscheiben v miteinander in Eingriff
gebracht werden, so daß die beiden Spindeln r miteinander drehen, sobald die eine
derselben verdreht wird.