DE55961C - An Wagendeichseln angebrachte Vorrichtung zum Verhindern des Durchgehens von Pferden - Google Patents
An Wagendeichseln angebrachte Vorrichtung zum Verhindern des Durchgehens von PferdenInfo
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- DE55961C DE55961C DENDAT55961D DE55961DA DE55961C DE 55961 C DE55961 C DE 55961C DE NDAT55961 D DENDAT55961 D DE NDAT55961D DE 55961D A DE55961D A DE 55961DA DE 55961 C DE55961 C DE 55961C
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62C—VEHICLES DRAWN BY ANIMALS
- B62C11/00—Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung, durch welche durchgehende
Pferde mit Sicherheit und Schnelligkeit zum Stillstehen gebracht werden können. Dies wird
dadurch erreicht, dafs man den Pferden gabelförmige Theile an die Oberschenkel der Hinterbeine
drückt, wodurch das Ausschreiten der Thiere verhindert und somit ein Weiterbewegen
unmöglich gemacht wird.
In der Fig. 1 der Zeichnung ist ein Grundrifs der Vorrichtung für Zweispänner dargestellt;
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht derselben Vorrichtung; Fig. 3 stellt eine solche
Vorrichtung für Einspänner dar und Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht dieser Anordnung.
Die Bremsscheere ist folgendermafsen construirt:
Auf der Deichsel k ist. eine Zahnstange b in der Längsrichtung verschiebbar; diese Zahnstange
wird durch geeignete Führungen gegen Seitenbewegung oder überhaupt gegen ein Verlassen
der Deichsel gesichert. An ihrem den Wagenachsen zugekehrten Ende ist eine waagrechte
Querstange η rechtwinklig an ihr befestigt. Mit den beiden Enden der Stange η
sind waagrechte Stangen 0, welche der Zahnstange .bezw. der Deichsel'parallel laufen, fest
verbunden. Die Stangen ο sind auch durch geeignete Führungen, welche der Deutlichkeit
halber in der Zeichnung fortgelassen sind, gegen Seitenbewegung gesichert, derart, dafs
sie sich nur in der Bewegungsrichtung des Wagens oder in der entgegengesetzten Richtung
bewegen können. An den den Pferden zugekehrten Enden der Stangen 0 sind gabelförmige
Winkelstücke c befestigt; diese sind mit einem Polster versehen, damit die Pferde
beim Andrücken der Gabeln nicht beschädigt ,werden können.
Die Bremsscheere kann auch so eingerichtet werden, dafs für Ein- und Zweispänner ein
Hauptgestell verwendet werden kann; in diesem Falle werden die gabelförmigen Winkelstücke c c
durch eine Querstange q verbunden, welch letztere in der Mitte mit geeigneter Vorrichtung
zum Befestigen an der Zahnstange b versehen ist.
Durch Anbringung einer oder zweier Gabeln c ist man nun im Stande, die Bremsscheere für
Ein- und Zweispänner einzurichten. Das Gestell ο on ist in diesem Falle überflüssig (in
Fig. ι angedeutet). Das Andrücken bezw. das Bewegen des ganzen Mechanismus geschieht in
folgender Weise:
An der Stelle /2, an welcher die Zahnstange b
mit der Querstange η verbunden ist, ist auch ein Hebel α drehbar befestigt. Der Hebel ist
aufserdem mit der Deichsel k durch zwei Verbindungsstangen d, welche einestheils an der
Deichsel k bei i drehbar befestigt sind, anderentheils durch einen Bolzen m in einem
Ausschnitt / der Stange α geführt werden, verbunden. Die beiden Verbindungsstangen, d
sind ungefähr in der Mitte durch einen Bolzen ρ verbunden, und dieser Bolzen dient als
Lager für eine Klinke e, deren freies Ende auf den Zähnen der Zahnstange b liegt.
Es ist aus der Zeichnung ersichtlich, dafs der Kutscher durch Anfassen des Griffes g
und Heranziehen des Hebels α zu sich die Zahnstange b und mit ihr die beiden Gabeln
vorwärts bewegen mufs, wodurch er, wie schon
oben gesagt, die Gabeln an die Hinterbeine der Pferde anpreist und ihnen ein Weiterschreiten
unmöglich macht. Der Hebel a kann, je nach der Construction des betreffenden
Wagens, an welchem die Bremsscheere angebracht werden soll, beliebig geformt sein
(Fig. 2 und 4, punktirt gezeichnet).
Wenn die Gabeln wieder aufser Wirkung treten sollen, so hat der Kutscher nur nöthig,
eine Lederschnur f, welche einestheils in der Nähe des Griffes g am Hebel α und anderentheils
an der Klinke e befestigt ist, mit der einen Hand zu ziehen, wodurch die Klinke e
gehoben und die Zahnstange b ausgelöst wird, und ferner mit der anderen Hand den Griff g
in die Normalstellung zurückzudrücken, wodurch eine Rückwärtsbewegung der Zahnstange
b und damit die Rückwärtsbewegung der Gabeln c herbeigeführt wird.
Diese Vorrichtung soll nicht nur dazu dienen, durchgehende Pferde aufzuhalten, sondern auch
stillstehende Pferde am eigenmächtigen Davonlaufen zu verhindern, wie es aus der vorbeschriebenen
Wirkungsweise der Vorrichtung unmittelbar hervorgeht.
Bei der durch die Fig. 3 und 4 dargestellten Anordnung für Einspänner ist nur der Unterschied
vorhanden, dafs hier nur eine Gabel nothwendig ist, die Stangen η und 0 fortfallen
und die Gabel direct an der Zahnstange befestigt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Verhindern des Durchgehens von Pferden, dadurch gekennzeichnet, dafs mit waagrechten Zahnstangen (b) verbundene Gabeln (c) durch Drehung eines Hebels (a) gegen die Hinterbeine der Pferde geprefst werden, wobei das freiwillige Zurückbewegen der Gabeln durch die Zahnstangen selbsttätig feststellende Klinken (e) verhindert wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55961C true DE55961C (de) |
Family
ID=330449
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55961D Expired - Lifetime DE55961C (de) | An Wagendeichseln angebrachte Vorrichtung zum Verhindern des Durchgehens von Pferden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55961C (de) |
-
0
- DE DENDAT55961D patent/DE55961C/de not_active Expired - Lifetime
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