DE559226C - Vorrichtung zum Ausschleifen von hohlen Werkstuecken mittels eines ausdehnbaren Schleif-kolbens, insbesondere zum Ausschleifen von Pumpengehaeusen fuer Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Ausschleifen von hohlen Werkstuecken mittels eines ausdehnbaren Schleif-kolbens, insbesondere zum Ausschleifen von Pumpengehaeusen fuer VerbrennungskraftmaschinenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf
eine Vorrichtung zum Ausschleifen von hohlen Werkstücken, und zwar insbesondere zum
Ausschleifen von Pumpengehäusen für Verbrennungskraftmaschinen.
Es sind bereits Schleifvorrichtungen zum Ausschleifen hohler Werkstücke bekannt, bei
denen ein starrer Schleifkolben von passender Form unter Einfügung eines Schleifmittels
to im Innern des auszuschleifenden Hohlraumes in Drehung versetzt wird. Diese Schleifvorrichtung
ist jedoch nicht sehr wirksam. Man hat zwar auch schon vorgeschlagen, einen Schleifkolben zu verwenden, welcher aus
einem mit Längs schlitzen versehenen Rohrstück besteht, das durch einen mitten in
seinem Innern angeordneten, unter Federdruck stehenden Körper ausgedehnt werden kann. Hierbei entsteht jedoch eine ungünstige,
gewölbte Ausbauchung des Schleifkolbens, und ferner lassen sich mit einer Feder nur verhältnismäßig schwache Drücke
erzielen.
Im Gegensatz dazu besteht die Erfindung darin, daß der mit einer nach innen abgeschlossenen
Bohrung versehene, zweckmäßig dünnwandige Schleifkolben unter der Wirkung eines in sein Inneres eingeführten flüssigen
oder gasförmigen Druckmittels ausgedehnt wird. Dadurch wird erreicht, daß ein völlig gleichmäßiger Druck auf die gesamte
Innenwandung des Schleifkolbens ausgeübt wird, so daß eine gleichmäßige Ausdehnung
des Schleif kolbens erzielt wird. Auch lassen sich mit einem flüssigen oder gasförmigen
Druckmittel sehr viel höhere Drücke erzielen, als mit einem unter Federdruck stehenden
Druckkörper. Ferner kann bei dem Erfindungsgegenstand der Druck in einfacher Weise kontinuierlich während des Schleifvorganges
geregelt werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht, und
zwar zeigt
Fig. ι teils im Längsschnitt, teils in einem schematischen Schnitt eine Schleifvorrichtung
gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, während
Fig. 2 im Längsschnitt einen Teil einer Schleifvorrichtung darstellt, welche gemäß
einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ausgebildet ist.
Im folgenden sind beispielsweise zwei besonders zweckmäßige Ausführungsformen
einer Schleifvorrichtung beschrieben, die zum Ausschleifen der Zylinderwandungen eines
Pumpengehäuses a dienen, welches vorher genau ausgebohrt worden ist.
Das Pumpengehäuse α wird in einem Ständer
b angeordnet, welcher beispielsweise mit einer mittleren zylindrischen Aussparung versehen
ist. In diese zylindrische Aussparung wird das Pumpengehäuse α eingesetzt. Hierbei
legt sich der Kopfteil α1 des Pumpengehäuses vorteilhaft unter Zwischenlage einer Dichtungsplatte
c1 auf die obere Randfläche des Ständers b. Die Grundfläche des Pumpengehäuses
stützt sich unter Einlage einer Dichtung c2 vorzugsweise auf einen Vorsprung b1
der zylindrischen Aussparung des Ständers b. Dieser Vorsprung b1 begrenzt einen unterhalb
des Pumpengehäuses liegenden Raum b".
Ferner ist ein zylindrischer Schleifkolben ti
vorgesehen, welcher mit sanfter Reibung in den vorgebohrten Zylinder des Pumpengehäuses
α eingeführt werden kann. Der Schleifkolben d wird derart angeordnet, daß er in
sehr rasche Rotation versetzt werden kann. wobei die Drehrichtung des Schleifkolbens
vorzugsweise umkehrbar ist. Der Schleifkolben d besteht aus einem beliebigen
Material, beispielsweise aus Stahl, Bronze o. dgl. In der Achse des Schleifkolbens
d ist eine nach innen abgeschlossene Bohrung d1 vorgesehen. Die Tiefe dieser
Bohrung ist größer als die Länge des auszuschleifenden Zylinders. Der Querschnitt der
Bohrung wird derart gewählt, daß sich der Schleifkolben unter der Wirkung eines in sein
Inneres eingeführten flüssigen oder gasförmigen Druckmittels ausdehnen kann. Die Abmessungen
der Bohrung d1 lassen sich leicht in jedem einzelnen Falle durch Versuche bestimmen,
und zwar richten sie sich im wesentlichen nach der Beschaffenheit und dem Außendurchmesser des Schleifkolbens und
nach dem Druck, welcher zur Anwendung kommen 'soll. Vorzugsweise wird die Bohrung
d1 etwas kegelstumpfförmig ausgebildet,
wobei die kleinere Basis des Kegelstumpfes in der Mündung der Bohrung liegt.
Der auf diese Weise ausgebildete Schleifkolben wird in den Zylinder des Pumpengehäuses
eingeführt und derart angeordnet, daß sich die Bohrung d1 über die gesamte
Länge des Zylinders erstreckt.
Um das Pumpengehäuse in dem Ständer b zu befestigen, wird beispielsweise der obere
Teil des Ständers b mit einem Gewinde a° versehen.
Sodann wird eine Kappe e auf den Ständer b geschraubt. Die Kappe e ist in
ihrer Mittelachse durchbohrt, so daß der Schleifkolben d durch die Kappe hindurchtreten
kann. Ferner ist die Kappe e im Innern mit einem Flansch ex versehen, der sich nach
der Aufschraubung der Kappe e auf die obere Begrenzungsfläche des Pumpengehäuses α legt
und auf diese Weise das Gehäuse α festhält. Zum Halten und zur Führung des Schleifkolbens
d ist- eine beliebige Einrichtung vorgesehen, mit deren Hilfe der Schleifkolben
in eine genau um seine Achse erfolgende Rotationsbewegung versetzt werden kann. Die Drehgeschwindigkeit des Domes beträgt
vorteilhaft 10 000 bis 20 000 Umdrehungen pro Minute.
Die Vorrichtung wird so ausgebildet, daß zwischen die äußere Zylinderfläche des
Schleifkolbens d und die inneren Zylinderwandungen des Pumpengehäuses α ein geeignetes
Schleifmittel eingeführt werden kann, welches vorzugsweise aus einer Flüssigkeit
besteht, die ein sehr fein verteiltes Schleifmittel in Lösung enthält. Ferner werden
Mittel vorgesehen, mit deren Hilfe in die nach innen abgeschlossene Bohrung d1 des
Schleifkolbens d ein flüssiges oder gasförmiges
Druckmittel eingeführt werden kann. Dieses Druckmittel bewirkt bei genügend hohem
Druck eine Erweiterung oder Ausdehnung des Schleifkolbens. Gemäß einer vorteilhaften
Ausbildung der Vorrichtung kann die Schleifmittellösung gleichzeitig die Funktion des zur
Ausdehnung des Schleifkolbens dienenden Druckmittels ausüben.
Für den Fall, daß zwei voneinander ge- go trennte Umlauf systeme für die Schleifmittellösung
einerseits und für das Druckmittel andererseits angewendet werden, kann vorteilhaft
die in Fig. 2 der Zeichnung veranschaulichte Ausführungsform der Vorrichtung benutzt
werden. Gemäß dieser Ausbildungsform ist in dem Ständer b eine Leitung / vorgesehen,
welche in den unter dem Pumpengehäuse befindlichen Hohlraum einmündet und zur Zuleitung der Schleifmittellösung dient.
In der Kappe e ist eine weitere Leitung g vorgesehen, welche zur Ableitung der sich im
Innern der Kappe e sammelnden Schleifmittellösung dient.
Der untere Teil des Schleifkolbens d ist von iner Dichtungsmuffe h umgeben. Die Dichtungsmuffe
h ist durch den Ständer b nach außen geführt und dient zur Einführung des
Druckmittels in das Innere des Schleifkolbens.
Für den Fall dagegen, daß als Druckmittel die Schleifmittellösung selbst verwendet wird,
was an sich vorteilhafter ist, kann die Vorrichtung beispielsweise gemäß Fig. 1 ausgebildet
sein. Hierbei sind die Leitungen / und g ebenso wie bei der oben beschriebenen Ausführungsform
angeordnet. Die Bohrung d1 des Schleifkolbens mündet jedoch in diesem
Falle unmittelbar in den Hohlraum fe° unterhalb des Pumpengehäuses.
Die Speisungssysteme für die Schleifmittellösung und das Druckmittel sind beispielsweise
folgendermaßen ausgebildet:
In dem erstgenannten Fall ist einerseits ein System von Behältern vorgesehen, von denen
der eine Behälter unter Druck steht und durch die Leitung / den unter dem Pumpengehäuse
befindlichen Hohlraum b° mit der Schleifmittellösung speist. In den anderen Behälter dagegen
strömt durch die Leitung g die Schleifmittellösung, welche sich oberhalb des Pumpengehäuses
α in der Kappe e ansammelt, wieder zurück. Andererseits ist eine Einrichtung
vorgesehen, welche das Druckmittel liefert und welche mit der Dichtungsmuffe h in Verbindung
steht.
In dem zweiten Fall dagegen wird ein System von Behältern vorgesehen, welches
vorzugsweise ähnlich wie das in dem ersten Fall angewendete Behältersystem ausgebildet
ist. Außerdem werden Mittel vorgesehen, um den Druck der umlaufenden Lösung verändern
zu können.
Das Speisungssystem und die Verbindungsmittel werden ohne Anwendung eines Apparates
mit Reibungsflächen ausgebildet, da es sich darum handelt, ein Schleifmittel in Umlauf
zu versetzen. Zu diesem Zweck werden zwei Behälter i1 und i~ vorgesehen, die miteinander
durch Leitungen in Verbindung stehen. Die unteren Teile der Behälter Z1 und r sind
mit der Leitung / verbunden. Der obere Teil der Behälter dagegen ist einerseits mit der
Leitung g und andererseits mit einer Lieferungseinrichtung für Druckgas verbunden.
Diese Lieferungseinrichtung besteht beispielsweise aus einem mit komprimierter Luft gefüllten
Behälter.
In die verschiedenen Leitungen sind in zweckmäßiger Weise eine Anzahl von Hähnen
k eingeschaltet. Mit Hilfe diese Hähne können die Behälter i1 und r nach Belieben
derart an die Leitungen angeschlossen werden, daß jeweils einer der Behälter als Aufnahmebehälter
dient, indem er unmittelbar mit der Leitung g verbunden wird, wobei ein Auslaß
für die verdrängte Luft vorgesehen ist. Der andere Behälter dient in diesem Fall als
Speisebehälter, indem er mit der Druckgaslieferungseinrichtung und mit der Leitung /
verbunden wird. Durch entsprechende Umschaltung der Hähne k können die Rollen der
Behälter il und i~ vertauscht werden.
Durch mehr oder weniger weite Öffnung des Hahnes j1 der Druckgaslieferungseinrichtung
/ kann die in dem Hohlraum b" befindliche
Schleifmittellösung ' unter mehr oder weniger starken Druck gesetzt werden. Der Druck der Lösung kann beispielsweise an
einem Manometer abgelesen werden, welches an die zu der Leitung / führende Leitung angeschlossen
ist.
Schließlich sind vorteilhafterweise Mittel zur Kühlung der aufeinanderreibenden Teile
vorgesehen. Zu diesem Zweck ist beispielsweise der Ständer b mit einem Kühlwassermantel
ür umgeben, der mit einer Kühleinrichtung (Radiator, Ventilator o. dgl.) in Verbindung
steht.
Die Wirkungsweise einer in der vorstehend beschriebenen Weise ausgebildeten Schleifvorrichtung
ist die folgende:
Es sei angenommen, daß der Schleifkolben d mit einer Geschwindigkeit von beispielsweise
20 000 Umdrehungen in der Minute rotiert, wobei der Drehsinn vorzugsweise von Zeit zu Zeit umgekehrt wird. Die Hähne
sind derart geöffnet bzw. geschlossen, daß einer der Behälter sich entleert, wobei die in
ihm enthaltene Schleifmittellösung in den Hohlraum b° gedrückt wird. Der Druck der
Lösung ist zunächst verhältnismäßig schwach. Bespielsweise beträgt der Druck etwa
2 kg/cm2. Der andere Behälter ist derart an die Leitungen angeschlossen, daß er sich füllt,
indem er die sich in der Kappe e sammelnde Lösung aufnimmt.
Die Schleifmittellösung, welche natürlich auch die Bohrung d1 ausfüllt, dringt wegen
der Unebenheiten der Zylinderbohrung zwischen die Auijenwandungen des Schleiikolbens
und die inneren Zylinderwandungen des Pumpengehäuses und übt hierbei eine Schleif wirkung
aus. Die verschiedenen Teilchen der Schleifmittellösung sind einerseits einer kreisförmig
verlaufenden Antriebskraft unterworfen, welche durch die Rotation des Schleifkolbens hervorgerufen wird. Andererseits
wirkt auf diese Teilchen eine längsgerichtete Kraft, welche durch den auf die Lösung ausgeübten
Druck hervorgerufen wird. Infolgedessen beschreiben die Teilchen der Lösung im wesentlichen schraubenförmige Trajectorien,
deren Steigung je nach den Relativwerten der beiden Kräfte stärker oder gerin ·
ger ist. Auf diese Weise wird bereits eine Schleifwirkung erzielt, welche eine Art Grobschleifen
darstellt. Dieses Grobschleifen ist jedoch sehr wirksam, da die Teilchen der Schleifmittellösung sich ständig erneuern und
stets verschiedene Teile der Zylinderwandun- · gen berühren.
Wenn man nach Verlauf einer gewissen no
Zeit, die insbesondere von der Beschaffenheit der aufeinanderreibenden Flächen abhängt,
annehmen kann, daß diese erste Schleifperiode beendet ist, so wird der Druck der Schleifmittellösung
in dem Hohlraum b" erhöht. Der Druck der Lösung kann nunmehr eine Höhe
von etwa 80 kg/cm2 erreichen.
Die Schleifmittellösung dringt auch nach Erhöhung des Druckes weiterhin zwischen
den Schleifkolben und den Zylinder, wird jedoch hierbei um so stärker behindert, je besser
die Schleifarbeit ausgeführt worden ist,
weil nunmehr unter der Wirkung des Drukkes der in der Bohrung d1 befindlichen Flüssigkeit
eine Ausdehnung der Schleifkolbenwandungen eintritt.
Natürlich wird der Zylinder an derjenigen Stelle, an der die frische Schleifmittellösung eintritt, besonders kräftig ausgeschliffen. Dies hat seinen Grund vor allem darin, daß an dieser Stelle noch ein wesentlicher Druck zwisehen dem Schleifkolben und dem Zylinder herrscht, und daß die Schleifmittelteilchen an dieser Stelle anfangen, stumpf zu werden, in der Folge aber weniger wirksam sind. Wenn sich also der Schleifkolben ganz regelmäßig ausdehnen würde, so würde die Einmündungszone des Zylinders stärker ausgeschliffen werden und infolgedessen etwas zu weit ausfallen. Um diesen Übelstand zu vermeiden, wird die Wandung des Schleifkolbens um so schwächer ausgebildet, je weiter entfernt sie von der Mündung der Bohrung rf1 ist. Die Wandung deformiert sich alsdann um so stärker, je geringer die Wandungsdicke ist. Infolgedessen wird schließlich bei richtiger Wahl der Bohrungskonizität, die sich durch Versuche bestimmen läßt, eine im wesentlichen gleichmäßige Schleifwirkung auf der ganzen Länge des Pumpengehäuses erzielt. Während des Schleif Vorganges werden die Funktionen der Behälter i1 und i2 ein oder mehrere Male vertauscht, wenn dies die Abmessungen der verschiedenen Organe, die Art der Schleifmittellösung und der Grad des zu erreichenden Schliffes erfordern. Selbstverständlich beschränkt sich dfe Erfindung keineswegs auf die beschriebenen Ausführungsformen und Anwendungsarten, sondern sie umfaßt alle Varianten. Insbesondere ist zu bemerken, daß das Werkstück selbst in bezug auf den Schleif kolben in Rotation versetzt werden kann. Auch kann die Relativbewegung dieser Teile eine Längskomponente aufweisen (Translationsbewegung).
Natürlich wird der Zylinder an derjenigen Stelle, an der die frische Schleifmittellösung eintritt, besonders kräftig ausgeschliffen. Dies hat seinen Grund vor allem darin, daß an dieser Stelle noch ein wesentlicher Druck zwisehen dem Schleifkolben und dem Zylinder herrscht, und daß die Schleifmittelteilchen an dieser Stelle anfangen, stumpf zu werden, in der Folge aber weniger wirksam sind. Wenn sich also der Schleifkolben ganz regelmäßig ausdehnen würde, so würde die Einmündungszone des Zylinders stärker ausgeschliffen werden und infolgedessen etwas zu weit ausfallen. Um diesen Übelstand zu vermeiden, wird die Wandung des Schleifkolbens um so schwächer ausgebildet, je weiter entfernt sie von der Mündung der Bohrung rf1 ist. Die Wandung deformiert sich alsdann um so stärker, je geringer die Wandungsdicke ist. Infolgedessen wird schließlich bei richtiger Wahl der Bohrungskonizität, die sich durch Versuche bestimmen läßt, eine im wesentlichen gleichmäßige Schleifwirkung auf der ganzen Länge des Pumpengehäuses erzielt. Während des Schleif Vorganges werden die Funktionen der Behälter i1 und i2 ein oder mehrere Male vertauscht, wenn dies die Abmessungen der verschiedenen Organe, die Art der Schleifmittellösung und der Grad des zu erreichenden Schliffes erfordern. Selbstverständlich beschränkt sich dfe Erfindung keineswegs auf die beschriebenen Ausführungsformen und Anwendungsarten, sondern sie umfaßt alle Varianten. Insbesondere ist zu bemerken, daß das Werkstück selbst in bezug auf den Schleif kolben in Rotation versetzt werden kann. Auch kann die Relativbewegung dieser Teile eine Längskomponente aufweisen (Translationsbewegung).
Claims (4)
- Patentansprüche:ι. Vorrichtung zum Ausschleifen von hohlen Werkstücken mittels eines ausdehnbaren Schleifkolbens, insbesondere zum Ausschleifen von Pumpengehäusen für Verbrennungskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einer nach innen abgeschlossenen Bohrung (dl) versehene, zweckmäßig dünnwandige Schleifkolben (d) unter der Wirkung eines in sein Inneres eingeführten flüssigen oder gasförmigen Druckmittels ausgedehnt wird.
- 2. Schleifvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die über den Hubbereich des Werkzeuges hinaus durchgeführte Bohrung (d1) des Kolbens (d) die Form eines Kegelstumpfes hat, dessen kleinere Basis in der Mündung der Bohrung liegt zum Ausgleich der auf dem Wege durch die Arbeitsstelle nachlassenden Schleifwirfaung durch den infolge der kegelförmigen Ausdehnung zunehmenden Schleif druck des Werkzeuges.
- 3. Schleifvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer Fließbewegung der Druckflüssigkeit durch die Arbeitsstelle bei wie bekannt zugesetztem Schleifmittel zwei Behälter vorgesehen sind, die abwechselnd als Druckbehälter und druckloser Aufnahmebehälter für die zurückfließende Schleifmittelflüssigkeit benutzt werden, indem je einer der Behälter abwechselnd mit der atmosphärischen Luft durch die Leitung (g) und der andere mit der Druckleitung (/, j1) durch Umschalten eingebauter Ventile in Verbindung gesetzt wird.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (d) mit einer Geschwindigkeit von 10 000 bis 20 000 Umdrehungen pro Minute, zweckmäßig in umkehrbarem Drehsinn, umläuft.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE559226X | 1931-07-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE559226C true DE559226C (de) | 1932-09-16 |
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|---|---|---|---|
| DEF71536D Expired DE559226C (de) | 1931-07-10 | 1931-07-29 | Vorrichtung zum Ausschleifen von hohlen Werkstuecken mittels eines ausdehnbaren Schleif-kolbens, insbesondere zum Ausschleifen von Pumpengehaeusen fuer Verbrennungskraftmaschinen |
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| Country | Link |
|---|---|
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- 1931-07-29 DE DEF71536D patent/DE559226C/de not_active Expired
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