[go: up one dir, main page]

DE559146C - Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist - Google Patents

Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist

Info

Publication number
DE559146C
DE559146C DEK105084D DEK0105084D DE559146C DE 559146 C DE559146 C DE 559146C DE K105084 D DEK105084 D DE K105084D DE K0105084 D DEK0105084 D DE K0105084D DE 559146 C DE559146 C DE 559146C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trough
gravity
handlebars
center
movement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK105084D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RUDOLF KATSCHKER
Original Assignee
RUDOLF KATSCHKER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RUDOLF KATSCHKER filed Critical RUDOLF KATSCHKER
Priority to DEK105084D priority Critical patent/DE559146C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE559146C publication Critical patent/DE559146C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D9/00Tipping wagons
    • B61D9/02Tipping wagons characterised by operating means for tipping

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist. Es ist bereits bekannt, die Mulde auf unterhalb des Schwerpunktes gekreuzten, spielfrei am Untergestell und an der Mulde befestigten Lenkern zu lagern. Eine solche Mulde schwingt selbsttätig aus der Entladestellung in die Ladestellung zurück.
Gemäß der Erfindung werden die unterhalb des Schwerpunktes an der Mulde angreifenden Lenker nur in der Ladestellung und beim Beginn der Entladebewegung gekreuzt, und sie gehen im letzten Teil der Entladebewegung in die ungekreuzte Lage, so daß lediglich durch Schwerpunktsverschiebung die zunächst beschleunigte Kippgeschwindigkeit plötzlich verzögert wird. Durch diese Anordnung wird der Vorteil erzielt, daß bei fließendem Ladegut (trockenem Sand, Kies usw.) die Verzögerung bis auf Null stattfindet und ein am Untergestell vorgesehener Anschlag überhaupt nicht berührt wird. Bei backendem Ladegut (feuchtem Lehm usw.) findet gleichfalls eine erhebliehe Verzögerung der Mulde statt, und das Auftreffen auf den Anschlag erfolgt mit sehr geringer Kraft.
Ein weiterer Vorteil ist der, daß nach dem Übergang der Lenker aus der gekreuzten in die ungekreuzte Lage der untere Gelenkpunkt der Mulde seine Bewegung, die anfangs nach der einen oder anderen Seite auf einem Kreisbogen erfolgt, in eine rückläufige Bewegung ändert. Dementsprechend bewegt sich die Muldenwand im entgegengesetzten Sinne wie das herausfallende Ladegut, und es erfolgt gewissermaßen ein Abscheren und Abreißen des anhaftenden Ladegutes von der Muldenwandung.
Ein Ausführungsbeispiel ist in den Abb. 1 bis 3 dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. ι die Stirnansicht in der Ladestellung, Abb. 2 die Entladestellung,
Abb. 3 die ' Anordnung der Lenker in einer Seitenansicht,
Abb. 4 bis 6 die schematische Darstellung des Kippvorganges,
Abb. 7 die Schwerpunktswege des beladenen und unbeladenen Kippgefäßes.
Der Kippbehälter A wird an den Punkten c und d durch dort angreifende Lenker a, b gehalten. Die unteren Enden der Lenker a,b ruhen auf Bolzen/, die die senkrechten Schenkel zweier auf den Längsträgern des Untergestells aufgesetzten Winkeleiseng· durchsetzen. Die Befestigungspunktec und d sitzen nicht unmittelbar an dem Behälter A, sondern an einer gekröpften Platte ß, und zwar ist der eine Lenkern vor und der andere Lenker δ hinter der Platte, d.h. zwisehen Platte e und Kippbehälter A, angeordnet. Dieser wird in der Ladestellung durch ausklinkbare Riegel gehalten, die der Übersichtlichkeit halber nicht besonders gekennzeichnet sind.
Die Wirkungsweise der Einrichtung, d. h.
der Kippvorgang, sei an Hand der Abb. 4 bis 6 gekennzeichnet, in denen eine schematische Darstellung der Einzelhube gewählt ist.
Es sei folgende Einleitung vorausgeschickt, die auch für Abb. 7 gilt und sich auf die S chwerpunktsb ezeichnungen bezieht.
Die mit einem Apostroph versehenen Buchstaben S0', S1', S2' bezeichnen Schwerpunkte der symmetrisch beladenen Mulde. Die Schwerpunkte S0, S1, S2, S3 beziehen sich auf die leere Mulde und liegen ebenso wie S0', S1', S2' symmetrisch zum Kippgefäß. Die unsymmetrisch liegenden Schwerpunkte S2", S3" (Abb. 5) gehören der zum Teil entladenen Mulde an. Der überall beigefügte Zahlenindex deutet die Gefaßlage an, bei der sich der Schwerpunkt an der bezeichneten Stelle befindet.
Da der "Wagen symmetrisch gebaut ist, braucht man nur den Kippvorgang nach einer Seite zu untersuchen. In Abb. 4 befindet sich die beladene Mulde in der Gefäßlage O; sie ist nach der Entladung in labilem Gleichgewicht, denn beim Übergang in die Lage ι findet eine Schwerpunktsenkung um A1 statt; der hierbei in Betracht kommende Schwerpunkt S0' wird nahezu mit dem Flächenschwerpunkt der Stirnwand zusammenfallen. Im Verlauf dieser Bewegung wird die durch das Senken der Massen frei werdende Energie der Lage in kinetische Energie umgewandelt, und die Mulde erfährt eine Beschleunigung. In der in Abb. 4 bezeichneten Zwischenlage 1 beginnt die Entladung; durch das Abbröckeln der Massen an der Oberkante verläßt der Schwerpunkt S1' seine zum Kippgefäß symmetrische Lage. Kippt die Mulde 1 weiter und gelangt in die Lage 2 in Abb. 5, so findet ein. weiteres Entladen und damit auch eine weitere Verschiebung des Schwerpunktes statt, bis er die Lage S2" erreicht. Da bei der Schnelligkeit der Bewegung das Beharrungsvermögen des Ladegutes einwirkt, lassen sich die Vorgänge nur mit einer gewissen Annäherung verfolgen. Man betrachte daher zwei praktisch mögliche Grenzfälle.
a) Die in der Gefäßlage 2 bis zu einem bestimmten Betrag fortgeschrittene Entladung höre plötzlich auf und die Mulde bewege sich ohne weitere Entleerung in die Endlage 3; dann müßte der Schwerpunkt S2" seine Lage in bezug auf das Gefäß beibehalten und nach S3" um A2 gehoben werden.
b) Bei völliger Entladung während der Gefäßbewegung 2-3 würde der Schwerpunkts/' um A3 nach S3 gehoben werden. Da der Schwerpunkt S3 des leeren Systems ebenso wie S3" höher als S2" liegt, folgt, daß im letzten Teil des Entladevorganges auf jeden Fall ein Heben des Schwerpunktes stattfindet.
In der Praxis spielt die unter b geschilderte Wirkung die weitaus größere Rolle, denn in der Lage 3 ist die Entladung so gut wie beendet. Die wirklich stattfindende_ Schwerpunktshebung wird somit dem großen Betrage von A3 ziemlich nahekommen. Daher wird die Kippgeschwindigkeit, welche etwa in der Lage 1 ihren Höchstwert hat,-während der Muldenbewegung 2-3 stark abnehmen, bis sie schließlich den Wert Null erreicht. In diesem Moment, in der sogenannten Ausschwingstellung, wird die Mulde in der Regel durch eine Fangvorrichtung1 festgehalten werden, um vor der Rückbewegung Ladereste. aus der Mulde entfernen zu können.
Die in der Kipplage 3 festgehaltene Mulde entleert sich nun vollständig (s. Abb. 6), und der Schwerpunkt S3" geht in die neue Lage S3 über. Beim Ausklinken der Fangvorrichtung geht die Mulde selbständig in die Lage O zurück, da während dieser Bewegung der Schwerpunkt S3 eine Senkung um A4 erfährt. Wird nun der verriegelte Wagen von neuem geladen, so kehrt der Schwerpunkt S0 in die Ursprungslage S0' zurück. Da die Lenker frei aüsschwingen," erfolgen die Übergänge von der beschleunigten in die verzögerte Kippgeschwindigkeit zwar plötzlich, aber doch vollständig stoßfrei.
In Abb. 7 sind zur Verdeutlichung der Kippbewegung die Schwerpunktswege für den unbeladenen Kasten S01S11S2 und den beladenen Kasten S0', S1', S2' 'dargestellt.
Wenn der Lenker« mit seinem Angriffspunkt A0 an der Mulde bis in die Stellung 1 gelangt ist, liegt die untere Muldenkante bei Ki, der Schwerpunkt der leeren Mulde bei S1 und der der beladenen Mulde bei S1'. Bei weiterer Kippbewegung in die Stellung 2 bewegt sich jetzt der Lenker α mit dem Angriffspunkt an der Mulde nach A2 zurück und die Muldenunterkante nach K2- Ferner steigt der Schwerpunkt der leeren Mulde von S1 nach S2 und der der beladenen Mulde von S1' nach S2'. Das starke Ansteigen des Schwerpunktes der leeren Mulde um A5 ergibt 'die bereits erwähnte Verzögerung der Kippbewegung. Ferner erleiden sämtliche Teile der Mulde eine Rückwärtsbewegung 'entsprechend dem Abstande ti der Punkte S1 und S2. Durch diesen am Ende der Kippbewegung auftretenden Rückgang, welcher sich infolge des Weiterdrehens der Mulde an der Auslaufkante am stärksten auswirkt (Entfernung 1-UC2)) entledigt sich die Mulde wurfartig ihres Ladegutes, und an den Muldenwandungen klebendes Ladegut wird hierbei abgerissen,
559 Ηβ
Die Höhe der Kippwagen für den wichtigsten Verwendungszweck, nämlich den. des Abraumbetriebes, ist gegeben durch die freie Durchfahrthöhe der Bagger. Die Untergestellhöhe liegt mit Rücksicht auf die Lauffähigkeit der Wagen gleichfalls in gewissen Grenzen fest. Damit ist auch die Länge der Lenker gegeben, wenn ein bestimmter Verlauf der Kippbewegung verlangt ist. Die
»o Länge der Lenker begrenzt stark die Breite der Mulde, da andernfalls ungenügende Neigung und mangelhaftes Entleeren der Mulde die Folge sein würden.
Man kann die Lenker verlängern und demgemäß die Muldenbreite und die Ladefähigkeit vergrößern, wenn man in die Mulde die Längsstege h (Abb. 1, 2 und 3) anbringt. Die Längsstege hemmen die herausfallenden Massen, und infolgedessen wird derselbe Verlauf der Kippbewegung wie bei kürzeren Lenkern erhalten.
Von besonderem Vorteil gegenüber ähnlichen Lenkeranordnungen ist, daß beim Erfindungsgegenstand die Lenker mit dem Untergestell und dem Kippbehälter praktisch spielfrei gekuppelt sind. Infolgedessen können beim Kippen keine nennenswerten Schlagbeanspruchungen auf die angegebenen Teile ausgeübt werden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Kippwagen, dessen Mulde auf unterhalb des Schwerpunktes der Mulde gekreuzten, spielfrei am Untergestell und am Kippbehälter befestigten Lenkern gelagert ist und selbsttätig aus der Entladein die Ladestellung zurückschwingt, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenker (a, b) nur in der Ladestellung und beim Beginn der Entladebewegung gekreuzt sind, so daß lediglich durch Schwerpunktsverschiebung die zunächst beschleunigte Kippbewegung plötzlich verzögert wird.
2. Kippwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenker (a, b) an einer Platte (e) angreifen, die +5 an der Mulde (A) in einem gewissen Abstande von der Stirnwand befestigt ist, so daß der eine Lenker (b) zwischen Platte (e) und Mulde (A), der zweite (a) sich dagegen an der anderen Seite der Platte (e) befindet.
3. Kippwagen nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Auswurföffnung der Mulde (.4) von Stirnseite zu Stirnseite Längsstege (A) aus Holz, Drahtgeflecht oder Eisen eingesetzt sind, die die Bewegung der Auslademassen beim Kippen hemmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEK105084D 1927-07-17 1927-07-17 Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist Expired DE559146C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK105084D DE559146C (de) 1927-07-17 1927-07-17 Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK105084D DE559146C (de) 1927-07-17 1927-07-17 Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE559146C true DE559146C (de) 1932-09-16

Family

ID=7240589

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK105084D Expired DE559146C (de) 1927-07-17 1927-07-17 Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE559146C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE975183C (de) * 1945-12-03 1961-09-21 Albert Hames Grubenwagen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE975183C (de) * 1945-12-03 1961-09-21 Albert Hames Grubenwagen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1294728B (de) Selbstverkaeufer fuer zylindrische Gegenstaende
DE559146C (de) Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist
DE937699C (de) Sowohl als Bunker wie zur vertikalen Abwaertsfoerderung von Gut geeignete Fall- und/oder Rieseltreppe
DE1225435B (de) Ladewagen mit kastenfoermigem Aufbau fuer pflanzliche Produkte
DE838758C (de) Behaelterkippwagen
DE152229C (de)
DE483053C (de) Foerdervorrichtung, bestehend aus einem bootsaehnlichen Behaelter
DE523684C (de) Bunker zur Aufnahme von Schuettgut aus Grossraumfoerdergefaessen mit im Bunkernutzraum beweglicher Wand
DE177629C (de)
AT146242B (de) Schalteinrichtung.
AT235075B (de) Sammelwagen mit kastenförmigem Aufbau für pflanzliche Produkte, insbesondere für Gras und Heu
DE533439C (de) Paternoster-Lastenaufzug
DE695505C (de) Grossraumfoerderwagen mit Bodenentleerung
DE439553C (de) Entladeeinrichtung fuer Gefaessfoerderungen mit Kippkuebel
AT202070B (de) An einem Kehrichtwagen angebrachte Stopfvorrichtung
DE402186C (de) Flachboden-Kippwagen
DE281762C (de)
DE936260C (de) Pufferabstuetzung an Waggonkippern
DE372891C (de) Bodenentlader
DE852374C (de) Sammelbehaelter fuer Abfaelle jeder Art, insbesondere fuer Muell
DE358711C (de) Muldenkippwagen
DE427594C (de) Getriebe fuer Seitenwandklappen bei einseitig entladenden Kastenkippern
DE693360C (de) Feststellvorrichtung fuer Kippgefaesse in der Kipplage
DE356179C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Entleeren von Kippwagen
DE1197808B (de) Zugentleerungsanlage fuer Schuettgueter