DE559146C - Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist - Google Patents
Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert istInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D9/00—Tipping wagons
- B61D9/02—Tipping wagons characterised by operating means for tipping
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)
Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert
ist. Es ist bereits bekannt, die Mulde auf unterhalb des Schwerpunktes gekreuzten,
spielfrei am Untergestell und an der Mulde befestigten Lenkern zu lagern. Eine solche
Mulde schwingt selbsttätig aus der Entladestellung in die Ladestellung zurück.
Gemäß der Erfindung werden die unterhalb des Schwerpunktes an der Mulde angreifenden
Lenker nur in der Ladestellung und beim Beginn der Entladebewegung gekreuzt, und sie gehen im letzten Teil der
Entladebewegung in die ungekreuzte Lage, so daß lediglich durch Schwerpunktsverschiebung
die zunächst beschleunigte Kippgeschwindigkeit plötzlich verzögert wird. Durch diese Anordnung wird der Vorteil erzielt,
daß bei fließendem Ladegut (trockenem Sand, Kies usw.) die Verzögerung bis auf Null stattfindet und ein am Untergestell vorgesehener
Anschlag überhaupt nicht berührt wird. Bei backendem Ladegut (feuchtem Lehm usw.) findet gleichfalls eine erhebliehe
Verzögerung der Mulde statt, und das Auftreffen auf den Anschlag erfolgt mit sehr
geringer Kraft.
Ein weiterer Vorteil ist der, daß nach dem Übergang der Lenker aus der gekreuzten
in die ungekreuzte Lage der untere Gelenkpunkt der Mulde seine Bewegung, die anfangs
nach der einen oder anderen Seite auf einem Kreisbogen erfolgt, in eine rückläufige
Bewegung ändert. Dementsprechend bewegt sich die Muldenwand im entgegengesetzten
Sinne wie das herausfallende Ladegut, und es erfolgt gewissermaßen ein Abscheren und
Abreißen des anhaftenden Ladegutes von der Muldenwandung.
Ein Ausführungsbeispiel ist in den Abb. 1 bis 3 dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. ι die Stirnansicht in der Ladestellung,
Abb. 2 die Entladestellung,
Abb. 3 die ' Anordnung der Lenker in einer Seitenansicht,
Abb. 4 bis 6 die schematische Darstellung des Kippvorganges,
Abb. 7 die Schwerpunktswege des beladenen und unbeladenen Kippgefäßes.
Der Kippbehälter A wird an den Punkten c und d durch dort angreifende Lenker
a, b gehalten. Die unteren Enden der Lenker a,b ruhen auf Bolzen/, die die senkrechten
Schenkel zweier auf den Längsträgern des Untergestells aufgesetzten Winkeleiseng·
durchsetzen. Die Befestigungspunktec
und d sitzen nicht unmittelbar an dem Behälter A, sondern an einer gekröpften Platte ß,
und zwar ist der eine Lenkern vor und der andere Lenker δ hinter der Platte, d.h. zwisehen
Platte e und Kippbehälter A, angeordnet. Dieser wird in der Ladestellung durch
ausklinkbare Riegel gehalten, die der Übersichtlichkeit halber nicht besonders gekennzeichnet
sind.
Die Wirkungsweise der Einrichtung, d. h.
der Kippvorgang, sei an Hand der Abb. 4 bis 6 gekennzeichnet, in denen eine schematische
Darstellung der Einzelhube gewählt ist.
Es sei folgende Einleitung vorausgeschickt, die auch für Abb. 7 gilt und sich auf die
S chwerpunktsb ezeichnungen bezieht.
Die mit einem Apostroph versehenen Buchstaben S0', S1', S2' bezeichnen Schwerpunkte
der symmetrisch beladenen Mulde. Die Schwerpunkte S0, S1, S2, S3 beziehen sich auf
die leere Mulde und liegen ebenso wie S0', S1', S2' symmetrisch zum Kippgefäß.
Die unsymmetrisch liegenden Schwerpunkte S2", S3" (Abb. 5) gehören der zum Teil
entladenen Mulde an. Der überall beigefügte Zahlenindex deutet die Gefaßlage an,
bei der sich der Schwerpunkt an der bezeichneten Stelle befindet.
Da der "Wagen symmetrisch gebaut ist, braucht man nur den Kippvorgang nach
einer Seite zu untersuchen. In Abb. 4 befindet sich die beladene Mulde in der Gefäßlage
O; sie ist nach der Entladung in labilem Gleichgewicht, denn beim Übergang in die
Lage ι findet eine Schwerpunktsenkung um A1 statt; der hierbei in Betracht kommende
Schwerpunkt S0' wird nahezu mit dem Flächenschwerpunkt der Stirnwand zusammenfallen.
Im Verlauf dieser Bewegung wird die durch das Senken der Massen frei werdende Energie der Lage in kinetische
Energie umgewandelt, und die Mulde erfährt eine Beschleunigung. In der in Abb. 4
bezeichneten Zwischenlage 1 beginnt die Entladung;
durch das Abbröckeln der Massen an der Oberkante verläßt der Schwerpunkt S1' seine zum Kippgefäß symmetrische
Lage. Kippt die Mulde 1 weiter und gelangt in die Lage 2 in Abb. 5, so findet ein.
weiteres Entladen und damit auch eine weitere Verschiebung des Schwerpunktes statt,
bis er die Lage S2" erreicht. Da bei der Schnelligkeit der Bewegung das Beharrungsvermögen
des Ladegutes einwirkt, lassen sich die Vorgänge nur mit einer gewissen Annäherung
verfolgen. Man betrachte daher zwei praktisch mögliche Grenzfälle.
a) Die in der Gefäßlage 2 bis zu einem bestimmten Betrag fortgeschrittene Entladung
höre plötzlich auf und die Mulde bewege sich ohne weitere Entleerung in die Endlage 3;
dann müßte der Schwerpunkt S2" seine Lage in bezug auf das Gefäß beibehalten und nach
S3" um A2 gehoben werden.
b) Bei völliger Entladung während der Gefäßbewegung 2-3 würde der Schwerpunkts/'
um A3 nach S3 gehoben werden.
Da der Schwerpunkt S3 des leeren Systems ebenso wie S3" höher als S2" liegt, folgt,
daß im letzten Teil des Entladevorganges auf jeden Fall ein Heben des Schwerpunktes
stattfindet.
In der Praxis spielt die unter b geschilderte Wirkung die weitaus größere Rolle,
denn in der Lage 3 ist die Entladung so gut wie beendet. Die wirklich stattfindende_
Schwerpunktshebung wird somit dem großen Betrage von A3 ziemlich nahekommen.
Daher wird die Kippgeschwindigkeit, welche etwa in der Lage 1 ihren Höchstwert hat,-während
der Muldenbewegung 2-3 stark abnehmen, bis sie schließlich den Wert Null erreicht. In diesem Moment, in der sogenannten
Ausschwingstellung, wird die Mulde in der Regel durch eine Fangvorrichtung1
festgehalten werden, um vor der Rückbewegung Ladereste. aus der Mulde entfernen zu
können.
Die in der Kipplage 3 festgehaltene Mulde
entleert sich nun vollständig (s. Abb. 6), und der Schwerpunkt S3" geht in die neue Lage S3
über. Beim Ausklinken der Fangvorrichtung geht die Mulde selbständig in die Lage O
zurück, da während dieser Bewegung der Schwerpunkt S3 eine Senkung um A4 erfährt.
Wird nun der verriegelte Wagen von neuem geladen, so kehrt der Schwerpunkt S0 in die Ursprungslage S0' zurück. Da
die Lenker frei aüsschwingen," erfolgen die Übergänge von der beschleunigten in die
verzögerte Kippgeschwindigkeit zwar plötzlich, aber doch vollständig stoßfrei.
In Abb. 7 sind zur Verdeutlichung der
Kippbewegung die Schwerpunktswege für den unbeladenen Kasten S01S11S2 und den beladenen
Kasten S0', S1', S2' 'dargestellt.
Wenn der Lenker« mit seinem Angriffspunkt A0 an der Mulde bis in die Stellung 1
gelangt ist, liegt die untere Muldenkante bei Ki, der Schwerpunkt der leeren Mulde bei S1
und der der beladenen Mulde bei S1'. Bei weiterer Kippbewegung in die Stellung 2 bewegt
sich jetzt der Lenker α mit dem Angriffspunkt an der Mulde nach A2 zurück und
die Muldenunterkante nach K2- Ferner steigt
der Schwerpunkt der leeren Mulde von S1 nach S2 und der der beladenen Mulde von S1'
nach S2'. Das starke Ansteigen des Schwerpunktes der leeren Mulde um A5 ergibt 'die
bereits erwähnte Verzögerung der Kippbewegung. Ferner erleiden sämtliche Teile der
Mulde eine Rückwärtsbewegung 'entsprechend dem Abstande ti der Punkte S1 und S2. Durch
diesen am Ende der Kippbewegung auftretenden Rückgang, welcher sich infolge des Weiterdrehens der Mulde an der Auslaufkante
am stärksten auswirkt (Entfernung 1-UC2)) entledigt sich die Mulde wurfartig
ihres Ladegutes, und an den Muldenwandungen klebendes Ladegut wird hierbei abgerissen,
559 Ηβ
Die Höhe der Kippwagen für den wichtigsten Verwendungszweck, nämlich den. des Abraumbetriebes,
ist gegeben durch die freie Durchfahrthöhe der Bagger. Die Untergestellhöhe
liegt mit Rücksicht auf die Lauffähigkeit der Wagen gleichfalls in gewissen Grenzen fest. Damit ist auch die Länge
der Lenker gegeben, wenn ein bestimmter Verlauf der Kippbewegung verlangt ist. Die
»o Länge der Lenker begrenzt stark die Breite
der Mulde, da andernfalls ungenügende Neigung und mangelhaftes Entleeren der Mulde
die Folge sein würden.
Man kann die Lenker verlängern und demgemäß die Muldenbreite und die Ladefähigkeit
vergrößern, wenn man in die Mulde die Längsstege h (Abb. 1, 2 und 3) anbringt.
Die Längsstege hemmen die herausfallenden Massen, und infolgedessen wird derselbe Verlauf
der Kippbewegung wie bei kürzeren Lenkern erhalten.
Von besonderem Vorteil gegenüber ähnlichen Lenkeranordnungen ist, daß beim Erfindungsgegenstand
die Lenker mit dem Untergestell und dem Kippbehälter praktisch spielfrei gekuppelt sind. Infolgedessen können
beim Kippen keine nennenswerten Schlagbeanspruchungen auf die angegebenen Teile ausgeübt werden.
Claims (3)
1. Kippwagen, dessen Mulde auf unterhalb des Schwerpunktes der Mulde gekreuzten,
spielfrei am Untergestell und am Kippbehälter befestigten Lenkern gelagert ist und selbsttätig aus der Entladein
die Ladestellung zurückschwingt, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenker (a, b) nur in der Ladestellung und beim
Beginn der Entladebewegung gekreuzt sind, so daß lediglich durch Schwerpunktsverschiebung
die zunächst beschleunigte Kippbewegung plötzlich verzögert wird.
2. Kippwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenker
(a, b) an einer Platte (e) angreifen, die +5
an der Mulde (A) in einem gewissen Abstande von der Stirnwand befestigt ist,
so daß der eine Lenker (b) zwischen Platte (e) und Mulde (A), der zweite (a)
sich dagegen an der anderen Seite der Platte (e) befindet.
3. Kippwagen nach Anspruch. 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Auswurföffnung der Mulde (.4) von Stirnseite
zu Stirnseite Längsstege (A) aus Holz, Drahtgeflecht oder Eisen eingesetzt sind, die die Bewegung der Auslademassen
beim Kippen hemmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK105084D DE559146C (de) | 1927-07-17 | 1927-07-17 | Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK105084D DE559146C (de) | 1927-07-17 | 1927-07-17 | Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE559146C true DE559146C (de) | 1932-09-16 |
Family
ID=7240589
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK105084D Expired DE559146C (de) | 1927-07-17 | 1927-07-17 | Kippwagen, dessen Mulde auf Lenkern gelagert ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE559146C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE975183C (de) * | 1945-12-03 | 1961-09-21 | Albert Hames | Grubenwagen |
-
1927
- 1927-07-17 DE DEK105084D patent/DE559146C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE975183C (de) * | 1945-12-03 | 1961-09-21 | Albert Hames | Grubenwagen |
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