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Maschine zum Zusammenpressen von Absätzen und zum Beschneiden der
Absatzfront$ächen Es sind Maschinen bekannt, welche in aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen
Absätze zusammenpressen und die Absatzfront durchschneiden. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird der Absatz in dem gleichen Arbeitsgang zuerst zusammengepreßt und
dann beschnitten, ohne daß er dazwischen seine Stellung in der Maschine verändert.
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Der besondere Vorteil einer Maschine zum Zusammenpressen von Absätzen,
in der durch eine besondere Vorrichtung nach dem Preßvorgang die Absatzfront in
demselben Arbeitsgang der Maschine beschnitten wird, besteht hauptsächlich darin,
daß der Absatz beim Preßvorgang mit großer Genauigkeit zwischen den Stanzen eingestellt
und festgehalten wird, wonach unter Beibehaltung und Ausnutzung dieser festen und
genauen Einstellung des Absatzes das Beschneiden der Absatzfront durch eine besondere
Beschneidevorrichtung der Maschine leicht ausgeführt werden kann. Gemäß eines wichtigen
Merkmales der Erfindung wird durch die Preßbewegung der Preßstempel der zu beschneidende
Absatz in der Bewegungsbahn des Messers fest eingestellt.
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Gemäß eines weiteren wichtigen Merkmales der Erfindung ist die Bewegung
der Preßstempel in einer Absatzpreßmaschine mit einem durch einen Knickhebel betätigten
Kreuzkopf unter besonderer Berücksichtigung der Tätigkeit der Beschneidevorrichtung
zeitlich so angeordnet, daß der Preßvorgang beendet ist und die Preßformen vollständig
geschlossen sind, wenn der Knickhebel ausgestreckt oder mit anderen Worten in seiner
Totpunktlage ist. Jedoch wird der Knickhebel über seine Totpunktlage hinausbewegt
und dann erst in seine Ausgangsstellung zurückgeführt. Durch diese Bewegung des
Knickhebels über seine Totpunktlage hinaus wird der hohe Druck auf das Werkstück
etwas aufgehoben, jedoch nicht zu einem solchen Maß, daß der Absatz in der Preßform
nun verschoben werden könnte, und weiterhin wird während dieser letzteren Bewegung
des Knickhebels das Werkstück beschnitten.
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Während des Preßvorganges wirkt ein besonderer Preßblock auf die Absatzfront
ein, der jedoch während des Beschneidens der Absatzfront zurückgezogen ist. Ein
weiteres Merkmal der Erfindung besteht in einer neuartigen Vorrichtung, durch die
die Stellung dieses Preßblockes während des Arbeitsganges der Maschine gesteuert
wird. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus durch Knickhebel betätigte Einstellglieder,
durch die der Block zurückgezogen wird, sobald das Messer seine Ausgangsstellung
verläßt.
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Ein weiteres wichtiges Merkmal besteht darin, daß gewisse den Absatz
festklemmende Preßstempel Führungsflächen für das Messer aufweisen, wodurch in Verbindung
mit einer anderen Vorrichtung, durch welche das Messer in dauernder Berührung mit
den Führungsflächen gehalten wird, ein genaues sorgfältiges Beschneiden der Absatzfront
ermöglicht wird.
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Die auf die Lauffläche des Absatzes einwirkende Preßfläche ist nicht
feststehend. Es ist jedoch von M'ichtigkeit, daß diese Preßfläche
während
des Preßvorganges genau und zwangsläufig eingestellt ist. Dies wird gemäß eines
weiteren Merkmales der Erfindung dadurch erreicht, daß der Träger dieses Preßblockes
durch seine besondere Bauart das Bestreben hat, den Preßblock nach hinten in Berührung
mit dem gekurvten Ende der Seitenpreßform zu schieben.
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Eine neuartige, federgetriebene Abfallausstoßvorrichtung, die in einem
festgesetzten Zeitpunkt ausgelöst wird und in Tätigkeit tritt, bewirkt ein sicheres
Ausstoßen des durch das Beschneiden der Absatzfront entstehenden Abfalles.
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Ein weiteres wichtiges Merkmal der Erfindung besteht in einer verbesserten
Absatzeinfahrvorrichtung, die insbesondere den Arbeiter insofern schützt, als er
nicht mit seinen Händen in die Maschine hineinzureichen braucht und dadurch nicht
unnötigerweise einer Verletzungsgefahr ausgesetzt ist.
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Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht.
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Fig. z ist eine perspektivische Ansicht des oberen Maschinenteiles.
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Fig. 2 ist eine Vorderansicht desselben Teiles der Maschine.
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Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2.
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Fig. 4 ist eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, auf verschiedene
Maschinenteile.
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Fig. 5 ist eine Draufsicht auf andere Maschinenteile.
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Fig. 6 ist ein Schnitt in vergrößertem Maßstabe durch besondere Maschinenteile.
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Fig. 7 bis 13 sind perspektivische Ansichten verschiedener Maschinenteile.
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Fig. 14 und 15 sind perspektivische Ansichten eines Absatzes vor und
nach der Frontbeschneidung.
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Die vorliegende Erfindung ist in einer Absatzpresse von bekannter
Bauart verwandt, deren besondere Merkmale senkrechte und seitliche Preßstempel und
eine kombinierte Absatzeinfahr- und -ausstoßvorrichtung sind.
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Die Maschine besitzt im wesentlichen ein schweres, senkrechtes Gestell
zo, in dem die Preßvorrichtung angebracht ist. Diese besteht aus einem oberen feststehenden
Preßstempel 12 mit einem abnehmbaren gehärteten Stanzdeckel 14 in der Gestalt des
Fersensitzumrisses, wie er in dem fertigen Schuh erwünscht ist. Dieser Preßstempel
befindet sich in Führungen 16 in dem Gestell der Maschine. Er wird durch einen Dübelstift
13 und durch eine Unterlagsscheibe unter dem Kopf des Bolzens 15 in seiner Stellung
gehalten (Fig. 3 und 6).
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In dem Maschinengestell ist ebenfalls ein auf und ab bewegbarer Kreuzkopf
18 in Führungen angebracht, der durch Knickhebelgelenke 2o, 22 (Fig. 3) getrieben
wird. Das untere Knickhebelgelenk 2a ist um einen feststehenden, nicht dargestellten
Drehzapfen in dem unteren Maschinengestell drehbar. Das Knie des Knickhebels ist
mit einem waagerechten Hebel 24 verbunden, der mit seinem hinteren Ende mit einer
Kurbel 26 einer schweren Treibwelle 28 verbunden ist, an deren äußeren Enden ein
großes Zahnrad 3o sitzt: Durch eine geeignete Zahnradverbindung kann somit auf die
Treibwelle Kraft übertragen werden.
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Der Kreuzkopf trägt Druckstanzen, die bei dem Preßvorgang mit dem
feststehenden Stanzdeckel 14 zusammenwirken (Fig. 6). Diese Stanzen bestehen aus
dem Block 3a, den man auch Lauffleckblock nennen kann, da er mit dem Lauffleck des
zu bearbeitenden Absatzes in Eingriff tritt, und aus den Seitenstempeln 54 und dem
Frontstempel 56. Der Lauffleckblock 32 befindet sich innerhalb der durch
die Seitenstempel gebildeten Aushöhlung und ist an dem oberen Ende eines Stieles
34 befestigt, der senkrecht in dem Kreuzkopf 18 gleiten kann, wobei diese Bewegung
durch eine Schraube 36, die in eine Keilnut in der Vorderseite des Stieles 34 eingeschraubt
ist, begrenzt wird (Fig. 6). Der Lauffleckblock 32 weist eine nach hinten geneigte
Unterfläche auf. In seiner unteren oder Druckstellung ruht der Lauffleckblock auf
dem Trägerblock 38 auf, der eine entsprechend geneigte Oberfläche aufweist. Der
Träger des Lauffleckblockes ist deshalb bestrebt, den Lauffleckblock nach hinten,
und zwar nach dem gekurvten Ende der Seitenstempel hin zu bewegen. Der Lauffleckblock
ist daher, obwohl er an ind für sich lose ist, immer genau und fest eingestellt,
wobei auch jegliche Bewegung dieses Blockes ausgeschlossen ist.
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Der Lauffleckblock sowie die anderen Druckstempel werden als Ganzes
von dem Kreuzkopf z8 getragen, jedoch kann der Lauffleckblock 32 sich unabhängig
senkrecht bewegen, wenn der fertig zusammengepreßte Absatz aus der Maschine ausgestoßen
werden soll. Zu diesem Zweck ist ein Hebel 40 und ein Stift 42 in dem Kreuzkopf
angelenkt. Dieser Hebel liegt mit seinem inneren Ende in der Bewegungsbahn des Stieles
34. Ein gleitbares Glied 48, das drehbar mit dem Hebel 4o verbunden ist, weist einen
nach unten ragenden Stiel 5o auf, der sich in ein Bohrloch in dem Maschinengestell
erstreckt. In diesem Bohrloch ist ebenfalls ein Reibungsstöpsel angebracht, der
der Gleitbewegung dieses Stieles Widerstand bietet. An dem äußeren Ende des Hebels
4o befindet sich ein Stift 46, der mit einer Klinke 44 in Eingriff steht, auf Grund
dessen der Hebel 40 ein Senken des Stieles 34 verhindern kann, bis die Klinke 44
gelöst ist. Wenn daher der Kreuzkopf sich nach unten bewegt, wird der Hebel 4o durch
die Bremswirkung des Gleitgliedes 48 nach oben geschwungen, bis er seine obere Bewegungsgrenze,
die durch den Stift 36 bestimmt ist,
erreicht. In dieser Stellung
ist der fertig zusammengepreßte Absatz über die Ebene der Druckstempel emporgeschoben
worden, so daß er leicht aus der Maschine herausgestoßen werden kann. Der Hebel
.4o wird in dieser Hochstellung durch die Klinke 4.4. festgehalten. Sobald der Kreuzkopf
sich nach unten bewegt, wird die Schwingung des Hebels .4o in entgegengesetzter
Richtung durch die Klinke 44 verzögert, wodurch erreicht wird, daß ein neuer Absatz
dem Lauffleckblock zugeführt werden kann.. Die Klinke besitzt ebenfalls einen nach
außen ragenden Stiel 45, der mit einer feststehenden Kurvenscheibe 4.7 in Eingriff
steht, sobald der Kreuzkopf sich nach oben zu bewegen beginnt. Die Klinke wird somit
ausgelöst und der Lauffleckblock während -der Aufwärtsbewegung des Kreuzkopfes gesenkt.
Die soeben beschriebene Vorrichtung zur Betätigung des Lauffleckblockes ist mit
Ausnahme der Vorrichtung, durch die ihr Senken verzögert wird, bereits bekannt.
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Eine neue Einrichtung besteht darin, daß die Schraube 36 leicht erreicht
und zurückgedreht werden kann. Die Schraube 36 ist in dem inneren Teil des Kreuzkopfes
eingeschraubt, wobei ihr Kopf sich in dem senkrechten Abfallkanal befindet, durch
den die Lederabfälle aus der Maschine ausgestoßen werden. Ein Federkolben 35 mit
einer Rippe an seinem inneren Ende ist in der äußeren Wand des Kreuzkopfes, wie
in Fig. 3 dargestellt, angebracht. Der Kolben besitzt einen gebogenen Stiel
37, durch den er gedreht werden kann, und wird auf Grund der Druckfeder 39,
die den Stiel umgibt, nach innen gezwungen. Wenn der Lauffleckblock aus der Maschine
herausgenommen werden soll, wird der gebogene Stiel 37 so lange gedreht, bis ein
Ansatz .13 an dem Stiel 37, der gegen den Kreuzkopf anliegt und durch den der Stiel
in zurückgezogener Stellung gehalten wird, mit einem Schlitz 43' in dem Kreuzkopf
in Eingriff tritt. Der Kolben, der nun nicht mehr durch den Ansatz .13 zurückgehalten
wird, wird dann durch die Feder 39 nach innen bewegt und wird daraufhin so lange
durch den Arbeiter gedreht, bis seine Rippe mit dem Schlitz in dem Kopf der Schraube
36 in Eingriff steht, worauf dann die Schraube 36 herausgedreht und sodann der Lauffleckblock
32 aus der Maschine herausgenommen werden kann. Der gebogene Stiel 37 ist
leicht von dem Arbeiter zu erreichen, wohingegen die Schraube 36 sich in einer Stellung
befindet, in der sie nur unter großen Schwierigkeiten erreichbar ist. Die Anbringung
eines derartigen Kolbens 35 erleichtert deshalb zu einem großen Teil die Auswechslung
der Druckstempel, die erforderlich ist, wenn Absätze von verschiedener Form bearbeitet
werden sollen.
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Die Oberfläche des Lauffleckblockes 32 ist nach der Frontkante zu
geneigt, und der Stanzdeckel 14 besitzt eine entsprechende Neigung. Der Absatz 30o
wird deshalb zwischen diesen zwei Maschinenteilen in einer solchen Stellung festgehalten,
daß die Beschneidung der Absatzfront in einem Winkel erfolgt.
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Die Seitenstempel 5.4 werden von einem zweiteiligen Gestell 52 auf
der Oberfläche des Kreuzkopfes 18 getragen. Dieses Gestell_ wird durch doppelte
Verbindungsglieder 84. geöffnet oder geschlossen, je nachdem wie der Kreuzkopf bewegt
wird. Wie in Fig. q. dargestellt, sind diese Verbindungsglieder 84 mit ihren inneren
Enden an Querstifte 82 in dem Gestell 52 angelenkt und mit ihren äußeren Enden um
feststehende Drehzapfen 86 in dem Gestell der Maschine drehbar. Bei dem Schließen
des Gestelles wirken die Verbindungsglieder 84 als Knickhebel und werden im wesentlichen
in ihre waagerechte Mittelstellung gebracht, wenn der Kreuzkopf die obere Grenze
seines Hubes erreicht. Die Seitenstempel 5¢ sowohl wie der Frontstempel
56
können aus dem Gestell 52 herausgehoben werden.
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Der Frontstempel 56 besteht aus einer Platte, die abnehmbar
an einem Block 58 durch eine Schraube 6o befestigt ist. Die Enden des Frontblockes
58 sind abgeschrägt und besitzen schräge schwalbenschwanzförmige Führungen 68 (Fig.
io, ii). Der Frontblock wird durch ein Paar Stellglieder 62 getragen und eingestellt,
deren Führungsflächen mit den abgeschrägten Enden des Frontblockes in Eingriff stehen
und die ebenfalls T-förmige Rippen besitzen, die in die schwalbenschwanzförmigen
Führungsnuten 68 einpassen (Fig. ii). Ein jedes dieser Stellglieder 62 besitzt einen
nach außen ragenden Stiel 64, der in dem Gestell 52 gleitbar ist, und besitzt ferner
eine Öse 7o (Fig. ii).
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Jedes dieser Stellglieder 62 wird durch einen besonderen Knickhebel
betätigt, der aus einem an der Öse 7o des Stellgliedes angelenkten Glied 72 und
einem Gelenk 74. besteht (Fig. 2), das an dem Gestell 54 angelenkt ist und mit dem
Glied 72 durch einen Drehzapfen 83 verbunden ist. Der Drehzapfen 83 bildet das Knie
des Knickhebels. Eine senkrechte Stange 78 mit einem Kopf 76 ist mit dem Drehzapfen
83 jedes Knickhebels verbunden. Jede der Stangen 78 ragt von dem Drehzapfen 83 nach
oben und trägt an ihrem oberen Ende ein Paar Stellmuttern 85, die einen verstellbaren
Anschlag bilden. Unterhalb der Stellmuttern befindet sich eine Unterlagsscheibe.
Eine Druckfeder 8o, die die Stange umgibt, liegt gegen diese Unterlagsscheibe und
ist bestrebt, die Stange 78 dauernd in ihrer obersten Stellung und die Knickhebelgelenke
72, 7:a. in ausgestreckter Stellung zu halten. Die Stellglieder 62 werden somit
nach dem inneren Ende ihrer Bewegungsbahn bewegt, und der Frontblock 58 wird infolgedessen
gegen die Seitenstempel, d. h. in seine Preßstellung, bewegt. In dieser Stellung
ist der
Absatzfrontstempel ein wenig von den Vorderkanten der Seitenstempel
entfernt, so daß während des Preßvorganges ein kleiner Teil des Frontendes des Absatzes
aus der Preßform heraustritt und durch das Beschneidemesser erreicht werden kann.
Es ist klar, daß, wenn die Stangen 78 herabgedrückt werden, um die Knickhebel 72,
74 nach unten zu knicken, die Stellglieder 62 nach außen gezogen werden und der
Frontstempel 56 von den Seitenstempeln wegbewegt wird, so daß das Beschneidemesser
sich herabbewegen kann.
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Das Beschneidemesser ioo besitzt eine schräge Schneide (Fig. 2) und
beschneidet deshalb die Absatzfront scherenartig. Weiterhin ist das Beschneidemesser
in Anpassung an die gekurvte Absatzfront gebogen. Das Messer ist in dem unteren
Teil eines winkelförmigen Schlittens 104 (Fig. 2 und 3) angebracht. Klemmflanschen
io2 (Fig. 6) des Schlittens 104 stehen mit den Seiten des Beschneidemessers in Eingriff
und werden durch eine Klemmschraube 103 zusammengezogen. An dem oberen Ende des
Messers befindet sich eine Zunge ioi, die in eine entsprechende Aussparung in dem
Schlitten 104 einpaßt.
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Der Schlitten 104 befindet sich in einer senkrechten Führung, die
teilweise in dem oberen Teil des feststehenden Gestelles io und teilweise in der
Tür io5 (Fig. 2) angeordnet ist. An dem oberen Ende des Schlittens 104 befindet
sich ein Paar Ösen io6, zwischen denen das obere Ende eines mit dem Schlitten 104
drehbar verbundenen Hebels iio liegt. Der Hebel iio ist mit einer senkrecht beweglichen
Stange i26 (Fig. i) verbunden, die in einer senkrechten Bohrung in der Konsole 125
an der Hinterseite des Gestelles io gleiten kann. Das verbindende Glied zwischen
der Stange i26 und dem Hebel iio besteht aus einem Bügelkopf 114, der an dem Hinterende
des Hebels iio drehbar ist. Durch einen Kopf 124, der an dem oberen Ende der Stange
126 drehbar ist, und eine eingeschraubte Stange i2o zusammen mit einer Mutter i22
kann die Länge der Verbindung zwischen der Stange 126 und dem Hebel iio und dementsprechend
die Schwingungsbahn des Hebels iio verstellt werden. Die Stange 126 trägt an ihrem
unteren Ende eine Kurvenscheibenrolle 128, die zu einer gewissen Zeit in dem Kreislauf
der Maschine mit einer Kurvenscheibe 13o der Welle 28 in Eingriff tritt. Eine Feder
118, die mit ihrem oberen Ende mit einem rückwärts von dem Kopf 114 sich erstreckenden
Stift verbunden ist, ist bestrebt, die Stange 126 nach unten zu zwingen. Das andere
Ende dieser Feder 118 ist mit einem festen Stift der feststehenden Konsole 125 verbunden.
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Das Beschneidemesser ioo befindet sich in seiner Ausgangsstellung
in ziemlicher Nähe des Fersensitzstempels und gleitet während seines Arbeitshubes
über die senkrechte Frontfläche des Stanzdeckels 14 und des Lauffleckblockes 3 (Fig.
6). Diese Flächen bilden deshalb eine Führung für das Messer während des Beschneidevorganges,
und da ebenfalls das Messer an seiner Außenseite abgeschrägt ist, ist es infolge
der Reaktion gegen den abgeschnittenen Absatzbestandteil bestrebt, sich gegen diese
Führungsflächen anzulegen. Die Bedeutung des Stanzdeckels als Führung für das Beschneidemesser
erfordert deshalb eine genaue Einstellung des Stanzdeckels bezüglich des Stempels
12. Da ebenfalls der Lauffleckblock das Beschneidemesser führt, ist seine zwangsläufige
und genaue Einstellung gegen die Hinterseite der Seitenstempel von großer Wichtigkeit.
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Damit das Beschneidemesser zu jeder Zeit während des Beschneidens
mit den senkrechten Führungsflächen der Platte 14 und des Blockes 32 in Eingriff
steht, ist eine Druckrolle 140 vorgesehen, die auf die Außenfläche des Schlittens
104 einwirkt und diesen nachgibig während seiner Bewegung nach innen drückt. Die
Rolle 140 ist zwischen dem gabelförmigen Ende eines Stieles 142 drehbar (Fig. 3
und 13) und ist in einer Aussparung an der Innenseite der Tür io5 angebracht. Der
Stiel 142 ist von einer Druckfeder 141 umgeben, die gegen einen Bund an dem Stiel
i42 anliegt und die Rolle dauernd nach innen drückt. An dem Außenende des Stieles
i42 befindet sich ein Anschlagbund, dessen Bewegung nach innen zu begrenzt ist und
der, wenn die Türe geöffnet ist, die Rolle in ihrer Aussparung festhält.
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Damit der abgeschnittene Absatzteil 302 vollständig von den
Druckstempeln entfernt wird, ist eine Ausstoßvorrichtung 132 vorgesehen, die, sobald
der Beschneidevorgang beendet ist, in Tätigkeit tritt. Die Ausstoßvorrichtung 132
befindet sich an dem unteren Ende eines Schlittens 134 (Fig. 3), der senkrecht in
Führungen des Schlittens 104 gleitbar ist. Eine Stange 136 (Fig. 3), die sich von
dem Schlitten 134 nach oben erstreckt, ist von einer Feder 138 umgeben und hat das
Bestreben, sich andauernd nach unten zu bewegen. Eine derartige Bewegung jedoch
wird durch einen Anschlag 146 (Fig. 7) verhindert, der einen Teil eines Kopfes darstellt,
der durch einen Stiel 144 in der Tür 105 unterhalb der Druckrolle 140 getragen wird.
Eine in Fig. 3 dargestellte Druckfeder ist andauernd bestrebt, den Anschlag 146
in die Bewegungsbahn der Ausstoßvorrichtung 134 vorzuschieben. Der Stiel 144 befindet
sich in einer U-förmigen Konsole i5o (Fig. 2), die an der Außenseite der Tür io5
angebracht ist. Der Kopf, in dem der Anschlag angebracht ist, besitzt auf beiden
Seiten abgeschrägte Schultern 148 (Fig. 7), auf die keilförmige Flächen 147 an der
Außenseite des Messerschlittens 104 einwirken. Es ist klar, daß, wenn sich der Schlitten
104 nach unten bewegt, der Schlitten 134 durch den Anschlag
146
gegen jegliche Bewegung festgehalten wird und die Feder 138 dabei zusammengedrückt
wird. Sobald das Messer genügend weit nach unten bewegt worden ist und der Beschneidevorgang
beendigt ist, wird der Anschlag 146 durch die keilförmigen Flächen 147 zurückgestoßen,
wobei der Schlitten 134 freigegeben wird und dann unter der Einwirkung der zusammengedrückten
Feder 138 nach unten schnellt. Die Ausstoßvorrichtung schlägt auf den abgeschnittenen
Absatzteil 3o2 auf und stößt ihn durch eine Öffnung in dem Kreuzkopf unten aus der
Maschine heraus.
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Die Stangen 78, die die Anschläge 85 tragen (Fig. 2) und die Knickhebel
72, 74 betätigen, werden gegen die Wirkung der Federn 8o durch Stangen 152 herabgedrückt,
die auf beiden Seiten der Tür 105 angeordnet sind (Fig. 2). Eine jede dieser Stangen
152 ist durch ein kurzes Verbindungsstück 154 mit einem Konsolenteil 156 an dem
oberen Teil des Gestelles 1o verbunden und weist an ihrem unteren Ende eine Stift-
und Schlitzverbindung mit dem Konsolenteil 158 des Gestelles 1o auf. Das obere Ende
jeder Stange befindet sich unterhalb eines gehärteten Blockes 1o8, der an von dem
Messerschlitten 104 hervorstehenden Schultern befestigt ist. Das untere Ende jeder
Stange 152 tritt bei Abwärtsbewegung der Stangen mit der entsprechenden Anschlagschraube
85 an dem oberen Ende jeder Stange 78 in Eingriff. Sobald sich deshalb der Messerschieber
nach unten bewegt, bewegen sich auch die Stangen 152 auf Grund der Einwirkung des
Blockes 1o8 nach unten und drücken infolge ihrer Einwirkung auf die Anschlagschrauben
85 die Stangen 78 herab und knicken die Knickhebel 72, 74. Die Außenkanten der gehärteten
Blöcke 1o8 und die Innenkanten der oberen Enden der Stangen 152 sind abgeschrägt,
so daß, wenn der Messerschlitten sich weiter herabbewegt, die Verbindungsstücke
154 die Außenenden der Stangen weiter nach außen und außer Eingriff mit den Blöcken
1o8 bewegen, so daß die Blöcke an den Stangen bei der fortgesetzten Bewegung des
Messerschlittens vorbeigleiten können. Mit anderen Worten, die Stangen werden zuerst
durch den Messerschlitten herabgepreßt, um die Knickhebel zu knicken, und bewegen
sich dann in eine nichttätige Stellung, in der sie nicht durch die fortgesetzte
Bewegung des Messerschlittens beeinflußt werden.
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Die Knickhebel 72, 74 befinden sich am Ende des Beschneidevorganges
auf Grund der Tätigkeit der Federn 8o in ausgestreckter Stellung; jedoch um die
Einnahme dieser Stellung am Ende des Beschneidevorganges auf alle Fälle zu gewährleisten,
ist ein besonderer Arm 16o angebracht (Fig.4), durch dessen Vorderende jede der
Stangen 8o lose hindurchläuft und der mit seinem Hinterende an einer von der Hinter-Seite
des Gestelles 52 sich erstreckenden Öse 16z angelenkt ist. Die Arme 16o ragen über
das innere Ende feststehender Stangen 164 hinaus (Fig. 4). Die Stangen 164 sind
so eingestellt, daß, wenn der Kreuzkopf sich in seine unterste Stellung bewegt,
sie mit den Enden der Arme 16o zusammentreffen und diese nach oben schwingen, wobei
die Stangen 78 zwangsläufig emporgehoben werden, da die Arme 16o bei ihrer Aufwärtsbewegung
mit den Anschlagschrauben 85 dieser Stangen in Eingriff stehen. Es wird damit erreicht,
daß der Frontpreßstempel auf alle Fälle in seine Ausgangsstellung zurückkehrt.
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An dem Kreuzkopf 18 ist eine Konsole 166 befestigt, die waagerechte
Führungen 167 für einen Trägerschlitten 168 an ihrer Oberfläche aufweist (Fig. 1).
Diese Konsole besitzt einen nach oben gebogenen Arm 170, an dem sich eine
feststehende Platte 172 befindet, die über den äußeren Teil des Schlittens 168 hinausragt
und derart angeordnet ist, daß sie das der Maschine dargebotene Werkstück aufnehmen
kann. Zwei längliche Führungsbänder 174 sind verstellbar in dem Arm 17o angebracht
und erstrecken sich über die Oberfläche der Platten 172 und über den Teil des Schlittens
168, der sich hinter der feststehenden Platte 172 befindet. Diese Führungsbänder
sind an ihren Enden derartig geformt, daß sie das hintere, gekurvte Ende eines Absatzes
umfassen können. Sie sind ebenfalls elastisch und haben die Aufgabe, das Werkstück,
das zwischen ihnen vorwärts bewegt wird, zu führen. Der Schlitten 168 trägt eine
Stange 176, die sich über die Oberfläche der feststehenden Platte 172 zwischen den
Führungsbändern 174 bewegt und einen Absatz über die Platte 172 und in die gebogenen
Enden der Führungsbänder bei jedem Arbeitsgang der Maschine schiebt.
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An der Innenseite des Schlittens 168 und unterhalb eines hervorstehenden
flachen Teiles 169 ist ein Paar von Tragfingern drehbar befestigt, die je einen
inneren Teil 18o aufweisen (Fig. 3), der um eine senkrechte Achse beweglich ist,
und j e einen äußeren Teil 182, der um eine waagerechte Achse beweglich ist. Die
äußeren Teile 18z tragen Drehschuhe 184, die sich selbst gemäß der Form des Absatzes
einstellen. Diese Drehschuhe weisen Schieber 186 auf, die den fertiggepreßten und
beschnittenen Absatz von dem Lauffleckblock aus der Maschine herausstoßen (Fig.
3). Die inneren Teile 18o der Finger besitzen eine Zahnverbindung miteinander (Fig.
4) und werden geöffnet oder geschlossen, je nachdem der Schlitten 168 durch eine
Kurvenscheibe 188 und einen Kurvenscheibenblock 189 betätigt wird (Fig. 4). Der
Schlitten 168 wird nach innen und nach außen bewegt, je nachdem wie der Kreuzkopf
durch ein Verbindungsglied 19o (Fig. i) und einen nichtdargestellten Hebel innerhalb
der Konsole 166 auf und ab bewegt wird.
Die Bauart dieser Schlittenvorrichtung
ist nicht in allen Einzelheiten beschrieben, da sie bereits bekannt ist. Die vorliegende
Erfindung jedoch besitzt Finger, die den Absatz -tragen, die sich im Gegensatz zu
den bekannten Maschinen um eine waagerechte Achse bewegen können. Dieses Merkmal
ist in der vorliegenden Erfindung neu und von besonderer Wichtigkeit,. da der Lauffleckblock
eine geneigte Fläche aufweist und es den Fingern damit ermöglicht ist, sich auf
den Lauffleckblock mit dem Absatz heraufzubewegen und den Absatz genau auf den Lauffleckblock
einzustellen. Die Finger i82 sind in Fig. 3 in ihrer Absatzzuführungsstellung dargestellt.
Die Schieber i86 haben einen fertiggepreßten Absatz aus den Preßformen herausgestoßen,
und die Finger 182 sind gerade im Begriff, einen neuen Absatz auf der Lauffleckplatte
in gewünschter Stellung einzustellen.
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Es sei auch erwähnt, daß die Absatzeinfahrvorrichtung einen Absatz
in zwei Arbeitsstufen dem Lauffleckblock zuführt. Der Absatz wird von dem Arbeiter,
wenn sich der- Schlitten 178 in seiner Außenstellung befindet, auf die feststehende
Platte 172 zwischen den Führungsbändern 174 und in der Nähe des Armes i7o aufgelegt.
Bei dem ersten Arbeitshub des Schlittens rückt der Schieber 176 den eingesetzten
Absatz über die Platte i72 vor und schiebt ihn zwischen die gebogenen Enden der
Führungsbänder 174, in welcher Stellung der Absatz auf dem Teil 169 des Schlittens
168 ruht. Bei dem nächsten Arb; itshub des Schlittens 168 werden die Finger 182
zurückbewegt, wobei der Absatz durch die Innenkante der Platte 172 auf dem Teil
=6g festgehalten wird. Der Absatz kommt dann zwischen den Fingern 182 zu liegen,
die sich um ihn festschließen und ihn vorwärts auf den Lauffleckblock 32 schieben.
Es ist augenscheinlich, daß der Arbeiter keine Gelegenheit hat, seine Hände irgendwie
in die Nähe des Triebwerkes, insbesondere des Beschneidemessers, zu bringen, sondern
daß der zu bearbeitende Absatz selbsttätig von einer Stellung in die Maschine eingeführt
wird, die von dem Arbeiter mit vollkommener Sicherheit erreicht werden kann.
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Die Arbeitsweise der Maschine ist wie folgt. Der Arbeiter setzt einen
zu bearbeitenden Absatz auf der feststehenden Platte 172 vor den Schieber 176 und
zwischen die Führungsbänder 174 ein. Es ist natürlich selbstverständlich, daß der
Schieber und der Schlitten sich in zurückgezogener Stellung befinden (Fig. i und
3). Bei dem ersten Hub des Schlittens wird der Absatz zwischen den gebogenen Enden
der Führungsbänder über die feststehende Platte 172 bewegt. Bei dem darauffolgenden
Hub des Schlittens wird der Absatz von den Fingern i82 erfaßt und nach innen auf
den Lauffleckblock 32 bewegt, wobei die Finger 182 aufwärts schwingen und sich der
Neigung der Oberfläche des Lauffleckblockes anpassen. Der Schlitten wird dann zurückgezogen
und der Kreuzkopf gehoben, wobei das Werkstück, wie in Fig. 6 dargestellt, gegen
den Stanzdeckel gedrückt wird. Zu gleicher Zeit werden die Seitenstempel zusammengezogen
und die Preßtätigkeit somit ausgeführt. Bei dieser Tätigkeit werden die Knickhebelgelenke
20, 22 in ihre Totpunktstellung bewegt. Bei der fortgesetzten Tätigkeit der Maschine
werden diese Gelenke über ihre Totpunktstellung hinausbewegt, wie in Fig. 3 dargestellt
ist. Wenn sie dann diese Stellung wieder verlassen, beginnt die Kurvenscheibe 13o
den Hebel iio zu schwingen und dabei das Beschneidemesser herabzudrücken. Die Stangen
i52,- die die Knickhebel 70, 72 betätigen, werden mit dem Messerschlitten nach unten
bewegt'und treffen auf die Anschläge 85 der Stange 78 während der Anfangsbewegung
des Messerschlittens auf. Der Absatzfrontstempe156 wird dadurch zurückgezogen, und
das Beschneidemesser bewegt sich nach unten in Berührung mit den Endflächen des
Stanzdeckels 14 und des Lauffleckblockes 32 und beschneidet die Absatzfront. Wenn
dieser Beschneidevorgang beendigt ist, lösen die Keilflächen 147 die Ausstoßvorrichtung
132 aus, die dann nach unten schnellt und den abgeschnittenen Absatzteil 3o2 aus
dem Kreuzkopf herausstößt. Die Maschinenteile sind in dieser Stellung in Fig.6 abgebildet.
Inzwischen haben sich die Knickhebelgelenke 2o, 22 aus ihrer Totpunktlage herausbewegt,
jedoch nicht weit genug, um dem Kreuzkopf eine wesentliche Bewegung zu verleihen,
so daß der Absatz immer noch festgehalten wird. Sobald sich die Knickhebelgelenke
in umgekehrter Richtung zu bewegen beginnen, wird der Messerschlitten 104 durch
die Wirkung der Feder 118 emporgehoben und das Beschneidemesser und die Ausstoßvorrichtung
in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt. Der volle Druck der Druckstempel wird für
eine kurze Zeit wiederhergestellt, wenn die Knickhebelgelenke sich durch ihre Totpunktlinie
zum zweitenmal hindurchbewegen; jedoch wird der Absatzfrontstempel nicht in seine
Ausgangsstellung zurückbewegt, bis der Kreuzkopf seine unterste Bewegungsgrenze
erreicht, wo dann die Stangen 164 durch die Arme 16o die Knickhebel 72, 74
ausstecken. Zur gleichen Zeit wird der Lauffleckblock 32 emporgehoben, und bei dem
nächsten Hub des Absatzzuführungsschlittens stoßen die Schieber 186 den fertiggepreßten
und beschnittenen Absatz von dem Absatzfrontblock herunter und aus der Maschine
heraus.