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Trocken- und Räucherschrank Bei der Herstellung von Dauerkonserven
bzw. Präserven aus Gemüse, Fleisch oder Fisch muß das Gut vielfach getrocknet werden.
Als Ausgangsmaterial für die Trocknung kommen Rohwaren aus Fisch, Fleisch, Gemiise,
Früchten usw. in Frage. Zweck der Erfindung ist es, den Trockenvorgang zu verbessern
und zu beschleunigen, ohne daß das Gut an Aussehen und Geschmack verliert, daß vor
allen Dingen aber dem Trocknungsgut seine Nährwerte und den Gemüsen die Vitamine
erhalten bleiben.
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Das Trocknungsgut wird nach Vorbehandlung durch Waschen, Färben oder
durch Pökeln in Salzlake in üblicher Weise auf Horden zum Abtropfen ausgelegt. Das
Trocknen an der Luft oder in geheizten Räumen ist jedoch ungenügend, schon dadurch,
daß unter Umständen das Trocknen zu lange dauert und dadurch das Gut Bakterien aufnimmt
und infolgedessen durch zu langes und zu langsames Trocknen verdirbt. Daher ist
man bemüht, den Trockenvorgang in geheizten Räumen, Schränken oder Trommeln zu beschleunigen.
Die bekannten Einrichtungen für diesen Zweck genügen den Ansprüchen auf Erhaltung
von Farbe und Vitaminen oder sonstiger wichtiger Bestandteile des Trocknungsgutes
meist nicht.
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Gegenstand der Erfindung ist ein aus mehreren Abteilen bestehender
Schranktrockner, der sich zunächst dadurch kennzeichnet, daß die etagenweise übereinander
angeordneten Horden in den einzelnen Abteilen nach links oder nach rechts geneigt,
also schräg eingestellt werden können, so daß die durch den Trockner ziehende Trockenluft,
je nach der Einstellung der Horden, von oben oder von unten auf die auf den Horden
lagernden Lebensmittel zur Einwirkung kommt. Dieser Trockner ist so eingerichtet,
daß eine beliebige Anzahl einzelner Abteile, je nach der Größe des Betriebes, reihenweise
nebeneinander aufgestellt werden können, wobei die auf der einen Seite der Reihe
eintretende Trockenluft durch an der Seite eines jeden Abteiles befindliche Heizschlangen
immer wieder erwärmt und durch Fächerpropeller aufgewirbelt wird. Weiter ist am
Anfang der Reihe eine Räucherkammer vorgesehen, aus der die Trockenluft angesaugt
und gleichzeitig mit durch Räucherwerk erzeugten Räuchergasen geschwängert wird,
so daß die auf den Horden liegenden Lebensmittel schon während des Trocknens mehr
oder weniger geräuchert werden.
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Der Trockner gemäß der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Darin zeigt Abb. i eine Vorderansicht, bestehend aus drei Abteilen
und einer Räucherkammer, Abb. 2 eine Vorderansicht im Schnitt, Abb. 3 eine Seitenansicht
im Schnitt.
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De,s Trocknergehäuse wird durch ein eisernes Rahmengestell a gebildet.
Die Seitenflächen sind offen, während die hintere Fläche durch eine Blechwand und
die vordere durch eine Tür b verschlossen ist. An den unteren
und
oberen Ouerholmen des Rahmens a ist in den Punkten c ein oberes und ein unteres
Wiegebalkenpaar d, dl angelenkt, deren freischwingende Enden durch senkrechte Streben
e, ei und waagerechte Streben f, f1 untereinander verbunden sind, derart, daß die
Wiegebalken d, dl in beschränktem Maße Pendelbewegungen ausführen. An den senkrechten
Streben e, e1 sind in kurzen Abständen waagerechte Winkeleisenschienen g befestigt,
auf welchen die in die Abteile einzuschiebenden Horden h ruhen. An dem oberen oder
unteren Wiegebalken d, dl ist in dein Punkt c ein nach außen geführter Hebel i vorgesehen,
durch welchen der Wiegebadken betätigt bzw. die Horden in die gewünschte Schrägstellung
gebracht werden.
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Zu beiden Seiten des Trockners oder auch nur an einer Seite sind auf
durchgehenden Wellen k, k1 Fächerpropeller l angeordnet,. welche die
durch die offenen Seiten der Abteile streichende Trockenluft aufwirbeln. Die Anordnung
der Fächerpropeller ist so getroffen, daß sie in der Höhenlage gegeneinander . versetzt
sind. Die Wellen k, k1 sind durch Kettenzug o. dgl. untereinander verbunden. .Ihr
Antrieb erfolgt von außen durch einen Motor in. o. dgl.
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An beiden Seiten des Trockners oder auch nur an einer Seite sind des
weiteren Heizschlangen st vorgesehen, welche die durch die Abteile ziehende Trockenluft
stets auf der gleichen Temperaturhöhe halten. Die Windungen der Heizschlangen n
sind zur besseren Verteilung der Wärme, wie aus Abb. 3 ersichtlich ist, gegeneinander
versetzt.
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Die eigentliche Trockenluft wird erzeugt in der Räucherkammer o, die
sich am Anfang der Reihe befindet. Diese wird aus zwei durchlöcherten Seitenwänden,
einer Rückwand und einer Tür gebildet. An der äußeren Seiten-,,vand, durch deren
Durchlochungen die Luft von außen angesaugt wird, befindet sich eine Heizschlange
p aus besonders engen Windungen. Ferner ist in dieser Kammer ein Behälter q zur
Aufnahme des Räucherwerks aufgestellt.
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Die Ansaugevorrichtung, bestehend aus einem Ventilator r und einem
trichterartigen Verbindungsstück s, befindet sich am anderen Ende der Reihe. Die
aus der Kammer o angesaugte, mit Räucherdampf geschwängerte Trockenluft wird hier,
nachdem sie alle Abteile passiert hat, ausgestoßen und einem Schornstein zugeleitet.
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Die Abteile bleiben während des ganzen Trockenvorganges geschlossen.
Die Schräg-Stellung der Horden, wodurch die Umsteuerung der Trockenluft über die
auf den Horden liegenden Lebensmittel hinweg oder unter ihnen hindurch bewirkt wird,
erfolgt mittels der die Hebel i gemeinsam betätigenden Stellvorrichtung t.