DE558159C - Einrichtung zum Festsetzen des bei einer Mittelpufferkupplung im Fahrzeuguntergestell gelenkig gelagerten Kuppelkopfschaftes - Google Patents
Einrichtung zum Festsetzen des bei einer Mittelpufferkupplung im Fahrzeuguntergestell gelenkig gelagerten KuppelkopfschaftesInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
5. SEPTEMBER 1932
5. SEPTEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Oe GRUPPE
K 13022111/20 e
Fried. Krupp Akt.-Ges. in Essen, Ruhr*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Mai 1931 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Mittelpufferkupplungen mit einem im Fahrzeuguntergestell
gelenkig gelagerten Kuppelkopfschaft und bezweckt, bei derartigen Kupplungen das Auftreten von durch die Anordnung
der Kupplungen bedingten, quer zur Gleisrichtung wirkenden Kräften zu verhindern.
Auf der Zeichnung zeigen:
Abb. ι ein Ausführungsbeispiel des Gegen- *° Standes der Erfindung im Längsschnitt,
Abb. 2 eine teilweise im Schnitt gehaltene Oberansicht zu Abb. i,
Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 1, von links gesehen,
Abb. 4 einen Teil der Abb. 1 bei anderer Stellung der Teile,
Abb. 4 einen Teil der Abb. 1 bei anderer Stellung der Teile,
Abb. s und 6 ein zweites und drittes Ausführungsbeispiel
im Längsschnitt,
Abb. 7 eine schematische Darstellung mehrerer durch Mittelpufferkupplungen verbundener
Eisenbahnwagen.
Bei langen Eisenbahnzügen laufen die hinteren Wagen des Zuges insbesondere dann
heftig auf die vorderen Wagen auf, wenn bei *5 plötzlichem Bremsen die Bremsen im vorderen
Teil des Zuges früher zur Wirkung kommen als die im hinteren Teil. Hierbei treten
an den Wagen beispielsweise durch die Massenwirkung in den Wagen ungleichmäßig verstauten Ladegutes quer zur Gleisrichtung
wirkende Trägheitskräfte auf, die den Wagen quer zur Gleisrichtung verschieben und hierbei,
falls die Wagen mit Mittelpufferkupplungen ausgerüstet sind, auch diese quer stellen
(Abb. 7). Bei einem Stoß können dann u. U. die Kupplungen Kraftkomponenten auf die
Fahrzeuge übertragen, die diese zur Entgleisung bringen.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Abb. 1 bis 4 bezeichnet A den
Kuppelkopf schaft, der mit zwei Gabelarmen a1
über ein Gelenkstück B greift und an diesem mittels eines senkrechten Zapfens C schwingbar
befestigt ist. Das Gelenkstück B trägt seitliche Zapfen b1, mit denen es in entsprechende
Bohrungen zweier in Schienen dl der Längsträger D des Fahrzeuges verschiebbarer
Gleitstücke E eingreift. Im Gleitstück E ist auch die Zug- und Stoßstange K der (nicht
besonders dargestellten) Zug- und Stoßvorrichtung schwingbar gelagert. Die Gabelarme a1 des Kuppelkopf schaftes tragen je zwei
Rippen a2 bzw. a3, die an ihren freien Enden
als Lageraugen α4 bzw. ö5 ausgebildet sind.
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Rudolf Lorenz und Heinrich Egen in Essen.
In den Lageraugen α4 ist ein gekrümmter Hebel F drehbar gelagert, der mittels eines
Gelenkzapfens f an einen zweiten in den Augen o5 gelagerten Hebel G angreift. An den
Trägern D sind schließlich noch zwei Rahmen H und/ befestigt.
Während der gewöhnlichen Fahrt nehmen die Teile die aus Abb. ι bis 3 ersichtliche
Stellung ein, in der der Hebel G auf dem
Quersteg des Rahmens H aufliegt und der
Kuppelkopfschaft A ungehindert um den Zapfen C schwingen kann. Erhält der Schaft ^a
einen starken Stoß, so gleitet er entgegen der Wirkung- der Federn der Zug- und Stoßvor-
richtung in der Ebene der Abb. 1 nach rechts, bis der Hebel G gegen den Quersteg des
Rahmens / trifft und durch diesen in der Richtung des Uhrzeigers gedreht wird. Hierbei
werden durch die Hebel F und G die Gabelarme a1 des Kuppelkopf schaftes A gegen
das Gelenkstück B gepreßt und das Gelenk a1, C
ausgeschaltet,. so daß der Schaft A nicht mehr seitlich ausschwingen kann. Die Anordnung
ist hierbei so getroffen, daß nach
Zurücklegung des vollen Hubes der Zug- und Stoßvorrichtung die drei Gelenkzapfen
der Hebel F und G gerade ihre Totpunktlage erreicht haben. Es wird hierdurch also in
einfacher Weise vermieden, daß die Kupplungen in die aus Abb. 7 ersichtliche Lage
geraten können. Nach dem Aufhören des Stoßes bringen die Federn der Zug- und Stoßvorrichtung den Schaft A und der
Quersteg des Rahmens H den Hebel G in ihre Anfangslagen zurück.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 5
steht der dem Hebel G des ersten Ausführungsbeispieles entsprechende Hebel L durch
einen Lenker M mit dem Kolben N1 eines Zylinders N in Verbindung, der mit dem
Gleitstück P starr verbunden und durch einen Schlauch Q an die Bremsleitung _ des
Zuges angeschlossen ist. Eine, im Zylinder N untergebrachte Feder «8 ist bestrebt, den
Kolben JV*1 in seiner Lage nach Abb. S zu
halten. Wie die Vorrichtung wirkt, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Die Anordnung
kann hierbei auch so getroffen werden, daß bei Schnellbremsungen zuerst die ZylinderiV
und dann erst die Bremszylinder der Fahrzeuge Druckluft erhalten. In diesem Falle kann das Klemmgesperre durch eine
einfache Verriegelungsvorrichtung, z. B. eine in Aussparungen des Kuppelkopfschaftes
einspringende Falle oder einen Riegelbolzen, ersetzt werden. Der Kolben N1 nimmt in
der Stellung nach Abb. 5 noch nicht eine Grenzlage ein, so daß er bei Schwingungen
des Kuppelkopfschaftes in der Ebene der
Abb. 5 kleine Bewegungen ausführen l«nn,
ohne das Klemmgesperre zu beeinflussen.
Derartige Bewegungen des Kolbens treten natürlich nicht auf, wenn der Zylinder an
dem Kuppelkopfschaft selbst befestigt wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 6 ist der das Klemmgesperre steuernde Zylinder
R von dem. Gelenkzapfen 6" des Kuppeikopfschaftes
aus nach der Zug- und Stoßstange Γ zu angeordnet, so daß eine besondere
Stopfbüchse für seine Kolbenstange entbehrlich wird. Wenn der Kuppelkopfschaft ohne Verwendung einer Zug- und
Stoßvorrichtung unmittelbar am Wagenuntergestell mittels eines Universalgelenkes
befestigt ist, so kann der Zylinder auch an einem starr mit dem Untergestell verbundenen
Teil befestigt werden.
Claims (10)
1. Einrichtung zum Festsetzen des bei . einer Mittelpufferkupplung im Fahrzeuguntergestell
gelenkig gelagerten Kuppelkopfschaftes, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk (a1, C) des Kuppelkopfschaftes
(A) mit einem Getriebe (z. B. <z\ F,
G1 H1 J) in Verbindung steht, das bei
starken Stößen der Wägen gegeneinander das Gelenk (a1, C) ausschaltet. go
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe
als Klemmgesperre (a1, F1 G) ausgebildet
ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Teile (F, G)
des Klemmgesperres so zueinander angeordnet sind, daß sie sich in der Klemmstellung
mindestens in der Nähe einer Totpunktlage befinden.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Fahrzeuguntergestell
zwei Anschläge (H und J) befestigt sind, die in der Bahn eines Teiles (G) des Klemmgesperres liegen.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmgesperre
aus einem an Gabelarmen (ra1) des Kuppelkopf schaftes befestigten Hebelgestänge
(F, G) besteht. "0
6. Einrichtung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (L)
des Klemmgesperres mit einem Druckluftzylinder (z. B. N1 R) in Verbindung
steht. "5
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftzylinder
(N1 R) an die Bremsleitung des Zuges angeschlossen ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 6, da- la°
durch gekennzeichnet, daß der Druckluftzylinder (N, R) an dem den Kuppel-
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kopfschaft tragenden Gleitstück (P) befestigt ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftzylinder
am Kuppelkopfschaft befestigt ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckluftzylinder (R) von dem Gelenk (S) des Kuppelkopfschaftes (A) aus nach
der Zug- und Stoßstange (T) zu an dem Gleitstück (P) angeordnet ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK120221D DE558159C (de) | 1931-05-02 | 1931-05-02 | Einrichtung zum Festsetzen des bei einer Mittelpufferkupplung im Fahrzeuguntergestell gelenkig gelagerten Kuppelkopfschaftes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK120221D DE558159C (de) | 1931-05-02 | 1931-05-02 | Einrichtung zum Festsetzen des bei einer Mittelpufferkupplung im Fahrzeuguntergestell gelenkig gelagerten Kuppelkopfschaftes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558159C true DE558159C (de) | 1932-09-05 |
Family
ID=7244532
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK120221D Expired DE558159C (de) | 1931-05-02 | 1931-05-02 | Einrichtung zum Festsetzen des bei einer Mittelpufferkupplung im Fahrzeuguntergestell gelenkig gelagerten Kuppelkopfschaftes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558159C (de) |
-
1931
- 1931-05-02 DE DEK120221D patent/DE558159C/de not_active Expired
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