[go: up one dir, main page]

DE556797C - Verfahren zur Herstellung von oelloeslichen Molybdaenverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von oelloeslichen Molybdaenverbindungen

Info

Publication number
DE556797C
DE556797C DE1930556797D DE556797DD DE556797C DE 556797 C DE556797 C DE 556797C DE 1930556797 D DE1930556797 D DE 1930556797D DE 556797D D DE556797D D DE 556797DD DE 556797 C DE556797 C DE 556797C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
molybdenum
oil
soluble
compounds
oils
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930556797D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE556797C publication Critical patent/DE556797C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F11/00Compounds containing elements of Groups 6 or 16 of the Periodic Table
    • C07F11/005Compounds containing elements of Groups 6 or 16 of the Periodic Table compounds without a metal-carbon linkage

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von öllöslichen Molybdänverbindungen Es ist bekannt, Molybdänoxyde als Füllmittel bei der Herstellung von Farben, Lacken u. dgl. zur Erhöhung der Deckkraft zu verwenden. Eine Lösung der Molybdänoxyde in Ölen findet dabei jedoch nicht statt.
  • Es wurde ferner vorgeschlagen, Phosphormolybdänsäure in Leinöl zwecks Herstellung von Anstrichmitteln u. dgl. einzubringen, wobei ein geringer Teil der Phosphormalyb.dänsäure gelöst werden kann. In Teeren, Kohlenwasserstoffen, wie Mineralölen u. dgl., ist diese Verbindung nicht löslich.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich in Ölen, insbesondere Kohlenwas.serstoffen, lösliche Verbindungen des Molybdäns in einfacher Weise dadurch herstellen lassen, daß man Salze des Molybdäns zusammen mit Phenolen oder mit hochmolekularen organischen Säuren erhitzt. Geeignete Molybdänsalze für diese Reaktion sind beispielsweise die Chloride, insbesondere die durch Behandeln von Oxyden des Molybdäns (Molybdäntrioxyd oder niedrige Oxyde) mit Halogenwasserstoff bei erhöhten Temperaturen (z. B. 200 bis 3oo°) erhaltene Molybdänverbindung. Als zweite Komponente für die Herstellung der öllöslichen Molybdänverbindungen eignen sich beispielsweise Naphthensäuren, Oleinsäure, Harzsäuren usw., ferner Phenole, insbesondere Phenol selbst. Beim Erhitzen der beiden Komponenten bilden sich Molybdänverbindungen der verwendeten. Säuren bzw. Phenole und gegebenenfalls ein leicht abtrennbarer Rückstand in geringer Menge. Die so erhaltenen Molybdänverbindungen, die in der Literatur bisher nicht beschrieben, sind, enthalten gegebenenfalls noch geringe Mengen Chlor; sie lösen sich in ölen- wie Teeren, Mineralölen, Produkten der Kohle-und Ölhydrierung sowie deren Destillations-, Umwandlungs- und Raffmationsprodukten, Rückständen u. dgl., ferner- auch- in fetten Ölen, gegebenenfalls unter Erwärmuing, auf. Die Löslichkeit der Naphthensäuremolybdänverbindungen in Ölen ist größer als die der Phenolmolybdänverbindungen. Man kann die Bildung der öllöslichen Molybdänverbindungen aus den Molybdänsalzen und den organischen Säuren bzw. den Phenolen ,auch in den angegebenen Ölen u. dgl. vornehmen und den Zusatz der organischen Säuren bzw. der Phenole weglassen, wenn die Öle u. dgl. organische Säuren, z. B. Naphthensäuren, oder Phenole in nennenswerter Menge enthalten. Gegebenenfalls können letztere auch vor dem Behandeln der Öle mit Molybdänsalzen in geeigneter Menge zugefügt werden.
  • Man kann die öllöslichen Molybdänverbindungen beispielsweise als Katalysatoren oder in der Lackindustrie verwenden. Beispiel i Durch Überleiten von trockenem Chlorwasserstoffgas über Molybdäntrioxyd bei etwa 28o° wird eine Molybdänchlorwasserstoffverbindung als Sublimat erhalten. Von dieser Verbindung werden 48 Teile in fein gepulvertem Zustande in ioo Teile gereinigte Naphthensäure unter Erhitzen auf etwa 12o° und Rühren nach und nach eingebracht. Man erhält in einer Ausbeute von etwa 85% eine Naphthensäuremolybdänverbindüng, die 14.3o% Molybdän enthält; sie ist blau gefärbt, dickflüssig bis gallertartig und, besonders in der Wärme, in Mineral- und Teerölen u. dgl. löslich. Außerdem bildet sich bei der Behandlung der Naphthensäure mit der Molybdänchlorwassersloftverbindung in geringeren Mengen ein fester Rückstand, der sich durch vorsichtiges Veraschen und Erhitzen im Chlorwasserstoffstrom wieder in die Molybdänchlorwasserstoffverbindung überführen läßt. Beispiel e Von der gemäß Beispiel i erhaltenen Molybdänchlorwasserstoffverbindung werden 58 Teile in feingepulvertem, trockenem Zustande in ioo Teile Phenol unter Erhitzen auf i 1o bis i 5o° und Rühren nach und nach ein-, gebracht. Die in einer Ausbeute von etwa 850/0 erhaltene Phenolmolybdänverbindung, die i3% Molybdän enthält, entspricht in ihrem Aussehen und in ihrem Verhalten gegenüber Ölen u. dgl. im allgemeinen der gemäß Beispiel i erhaltenen Naphthensäuremolybdänverbindung. Wurde bei ihrer Bildung ein geringer fester Rückstand erhalten, so läßt sich dieser wie in Beispiel i angegeben aufarbeiten.
  • Beispiel 3 Von der gemäß Beispiel i hergestellten Molybdänchlonvasserstoffverbindung werden Sog in fein zerkleinertem Zustande in ioog Stearinsäure bei 17o° nach und nach eingetragen und i/2 Stunde lang gerührt. Man. erhält etwa 1i8 g einer bei Zimmertemperatur festen, blaugefärbten Verbindung mit einem Molybdängehalt von 13,66%, die in Mineral- und Teerölen, zum Teil schon in der Kälte löslich ist. Beispiel 4 Es wird eine 6%ige Lösung von Thymol in Benzol hergestellt. Nach dem Erwärmen wird in diese Lösung etwas von der feingepulverten, gemäß Beispiel i hergestellten Molybdänchlorwasserstoffverbindung unter Rühren eingebracht, wobei sich die Flüssigkeit durch Auflösen der beschriebenen Verbindung sofort tiefblau färbt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung öllöslicher Mölybdänverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man Salze des Molybdäns, insbesondere Halogenide, mit hochmolekularen organischen Säuren oder mit Phenolen erhitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Einwirkung von Chlorwasserstoff auf Molyb.dänoxyde bei erhöhten Temperaturen, insbesondere bei 200 bis 300°, erhaltenen Molybdänchloride verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Ansruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Bildung der öllöslichen Molybdänverbindungen in den sie lösenden Ölen vornimmt.
DE1930556797D 1930-08-20 1930-08-20 Verfahren zur Herstellung von oelloeslichen Molybdaenverbindungen Expired DE556797C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE556797T 1930-08-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE556797C true DE556797C (de) 1932-08-17

Family

ID=6564888

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930556797D Expired DE556797C (de) 1930-08-20 1930-08-20 Verfahren zur Herstellung von oelloeslichen Molybdaenverbindungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE556797C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3047500A (en) * 1958-04-04 1962-07-31 Sinclair Research Inc Lubricant including a molybdenum-containing organic material
US3202688A (en) * 1958-04-04 1965-08-24 Sinclair Research Inc Molybdenum chloride alkylphenolates
USRE30642E (en) 1980-01-23 1981-06-09 Halcon Research & Development Corp. Process for preparing molybdenum acid salts

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3047500A (en) * 1958-04-04 1962-07-31 Sinclair Research Inc Lubricant including a molybdenum-containing organic material
US3202688A (en) * 1958-04-04 1965-08-24 Sinclair Research Inc Molybdenum chloride alkylphenolates
USRE30642E (en) 1980-01-23 1981-06-09 Halcon Research & Development Corp. Process for preparing molybdenum acid salts

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1543535B2 (de) Verfahren zur Herstellung von basischen Schmiermittelzusätzen
DE696109C (de) Verfahren zur Herstellung von Reaktionsprodukten des Divinylbenzols
DE556797C (de) Verfahren zur Herstellung von oelloeslichen Molybdaenverbindungen
DE1188752B (de) Schmiermittel auf der Basis von Mineraloelen mit einem Gehalt an Komplexverbindungen von Molybdaenblau mit Phosphorverbindungen
DE804986C (de) Sparbeize
DE875384C (de) Hochdruckschmieroele
DE898065C (de) Verfahren zum Stabilisieren von Erdoelprodukten, insbesondere viskosen Mineraloelen
DE659879C (de) Verfahren zur Herstellung von Glykoldialkylaethern
DE436522C (de) Verfahren zur Gewinnung von Phenolen aus Ammoniakwasser oder technischen Abwassern
DE884045C (de) Verfahren zum Zerlegen organischer Fluessigkeitsgemische
DE843852C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefel und Phosphor enthaltenden Schmieroelverbesserungsmitteln
DE410012C (de) erfahren zur Herstellung von hochschmelzenden, harten, pechartigen Massen aus Saeureharz
DE750148C (de) Verfahren zur Herstellung von Stockpunktserniedrigern
DE690525C (de) Verfahren zur Herstellung von Schmieroelen
DE831541C (de) Verfahren zum Herstellen zinkarmer Pechkokse
DE1931768C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer phosphorsäurehaltigen Pastengrundlage und deren Verwendung
DE524559C (de) Herstellung von Chromylchlorid
DE668476C (de) Verfahren zur Darstellung von stabilem Chlorkautschuk
DE909458C (de) Verfahren zur Gewinnung von Phenolen aus OElen
DE905612C (de) Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen Alkylphenolen
DE583764C (de) Verfahren zur Darstellung von Ameisensaeure aus Erdalkaliformiaten
DE670762C (de) Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigem p-Kresol aus den aus einem technischen Kresolgemisch durch wasserfreie Oxalsaeure abgeschiedenen Additionsverbindungen
DE1962893C3 (de) Verfahren zur Herstellung von geblasenem Bitumen
DE694292C (de) Verfahren zur Herstellung von Schmieroelen
DE858242C (de) Verfahren zur Durchfuehrung von Friedel-Crafts-Reaktionen