DE543300C - Verfahren zum Reinigen von Aluminium und Aluminiumlegierungen - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von Aluminium und AluminiumlegierungenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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Description
- Verfahren zum Reinigen von Aluminium und Aluminiumlegierungen Das in der deutschen Patentschrift 490 349 beschriebene Verfahren bezweckt die Entfernung von in geschmolzenem Aluminium ()der seinen Legierungen enthaltenen Gasen und anderen Verunreinigungen dadurch, daß das Metall nach vorausgegangener überhitzung einer Vakuumbehandlung unterworfen wird.
- Es wurde nun weiter gefunden, daß eine erhöhte Reinigungswirkung dadurch erzielt wird, daß man das geschmolzene 'Metall vor oder während der Vakuumbehandlung in an sich bekannter Weise mit Stoffen behandelt, die eine Reaktion chemischer oder physikalischer iKatur erzeugen. Die hierbei sich abspielenden Vorgänge bzw. die Wirkung der zusätzlichen Behandlung mit den erwähnten Stoffen seien an einem Beispiel erläutert.
- Behandelt man nach den Vorschlägen englischer Forscher geschmolzene Aluminiumlegierungen zum Zweck der Raffination mit Chlor oder anderen Halogenen bzw. deren Verbindungen, so tritt eine Raffinations-,#virkung ein, die im wesentlichen durch eine Kornverfeinerung, teilweise auch durch Entfernung unerwünschter fester bzw. flüssiger und gasförmiger Verunreinigungen gekennzeichnet ist.
- Wendet man diese Behandlung mit Chlor o. dgl. nun auf das Verfahren der deutschen Patentschrift 490 349 an, so erzielt man eine noch weitergehende Reinigung und Veredelung des geschmolzenen Metalls, indem nicht nur Gase und Oxvde, Schlacken u. dgl., sondern- auch im Metall gelöste Verunreinigungen entfernt werden und außerdem eine Strukturverfeinerung des Metalls nach seiner Erstarrung erzielt wird, die sich bei der späteren Verarbeitung, sei es zu Gußstücken, sei es zu Walz- oder Preßerzeugnissen, in verbesserten mechanischen Eigenschaften und erhöhter chemischer NViderstandsfähigkeit auswirkt.
- Es liegt nun auf der Hand, daß ebenso wie die zusätzliche Behandlung mit Chlor oder ähnlich wirkenden Stoffen eine Verbesserung des Verfahrens des Hauptpatentes darstellt, umgekehrt dieses auch eine vorteilhaftere Anwendung des Chlorierungs- oder sonstigen Reaktionsstoffes ermöglicht.
- Behandelt man nämlich das Metall in der bisher üblichen Weise mit Chlor, Desoxydationsinitteln oder anderen mit dein Metallbad reagierenden Stoffen, so ist es schwierig, wenn nicht unmöglich, das überschüssige Chlor o. dgl. und die bei der Raffinationsreaktion etwa gebildeten Chlorverbindungen aus dem geschmolzenen Metall restlos zu entfernen. Man hat zwar versucht, dies durch -Nachspülen mit Stickstoff oder anderen sogenannten inerten Gasen zu erreichen, aber eine völlige und zuverlässige Entfernung der schädlichen Stoffe ist dabei nicht erreicht worden; außerdem besteht die Gefahr, daß der Stickstoff selbst mit dem Metall unter Nitridbildung reagierat oder sich teilweise ebenfalls im Metallbad auflöst, also das Übel verschlimmert.
- Arbeitet man aber so, daß man nach der Reaktion, falls sie nicht bereits bei genügend hoher Temperatur durchgeführt wurde bzw. zu solcher führte, das Metall überhitzt und dann die Anwendung verminderten Luftdruckes folgen läßt, so gelingt es ohne Schwierigkeit, die schädlichen Bestandteile, im vorerwähnten Beispiel also das Chlor und die chlorhaltigen flüssigen und festen, z. T. in der Schmelze suspendierten Reaktionsprodukte, schnell und restlos zusammen mit etwaigen anderen noch gelösten Gasen, vor allem dem fast stets vorhandenen Wasserstoff, zu entfernen.
- Man kann aber natürlich auch so arbeiten, daß man, insbesondere bei der Verwendung von Chlor oder seinen Verbindungen, zuerst überhitzt und dann die Raffination mit Chlor o. dgl. vornimmt. Die Raffination kann man zugleich mit der Vakuumbehandlung verbinden, etwa so, daß man durch das unter zunächst ganz geringem Vakuum stehende überhitzte Metall Chlor hindurchsaugt, bis die gewünschte Reaktion eingetreten ist, und nun auf hohes Vakuum übergeht. Oder inan führt die Chlorierung vor der Vakuumbehandlung, evtl. zugleich mit bzw. unmittelbar nach der Überhitzung, aus und spült nun das überschüssige Chlor aus dem unter schwachem Vakuum stehenden Metall mit Stickstoff oder Wasserstoff heraus, worauf man jedoch auch ohne Schaden verzichten kann, um dann ebenfalls auf hohes Vakuum überzugehen.
- Die geschilderten Arbeitsweisen sind natürlich nur Beispiele für die verschiedenen möglichen Variationen des Gedankens der Erfindung, denn was hier für Chlor ausgeführt ist, gilt sinngemäß auch z. B. für zu Desoxydationszwecken gemachte Zusätze, wie Metallphosphide, Cer, Titan, Alkalimetalle und sonstige mit dem Metall reagierende Stoffe, die zu ähnlichen Zwecken dein flüssigen Metall zugesetzt zu werden pflegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen von Aluminium und Aluminiumlegierungen gemäß Patent .a.90 349, dadurch gekennzeichnet, daß das geschmolzene Metall in bekannter Weise noch mit Stoffen, z. B. mit Chlor oder mit Chlorverbindungen, behandelt wird, die eine Reaktion chemischer oder physikalischer Natur erzeugen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE543300T | 1930-08-29 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE543300C true DE543300C (de) | 1932-02-03 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930543300D Expired DE543300C (de) | 1930-08-29 | 1930-08-29 | Verfahren zum Reinigen von Aluminium und Aluminiumlegierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE543300C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1031522B (de) * | 1955-03-29 | 1958-06-04 | Metallhuette Mark Ag | Verfahren zur Raffination von Leicht- und Schwermetallen |
-
1930
- 1930-08-29 DE DE1930543300D patent/DE543300C/de not_active Expired
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