DE539322C - Ausbrennschutz in Druckminderventilen - Google Patents
Ausbrennschutz in DruckminderventilenInfo
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- DE539322C DE539322C DEF66585D DEF0066585D DE539322C DE 539322 C DE539322 C DE 539322C DE F66585 D DEF66585 D DE F66585D DE F0066585 D DEF0066585 D DE F0066585D DE 539322 C DE539322 C DE 539322C
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- F17C13/00—Details of vessels or of the filling or discharging of vessels
- F17C13/12—Arrangements or mounting of devices for preventing or minimising the effect of explosion ; Other safety measures
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ausbrennschutz für Druckminderventile für
Sauerstoff und ähnliche hochgespannte Gase. Die Druckleitung des Ventils ist mittels
eines Hartgummikegels abgeschlossen, so daß er nach dem Öffnen der Stahlgasflasche den
vollen Druck der darin eingeschlossenen hochkomprimierten Gase aufnimmt. Der in der
Druckzuleitung befindliche Flaschendruck wird nun durch entsprechendes Öffnen des
Hartgummikegels auf den Arbeitsdruck herabgemindert.
Es ist vorgekommen, daß beim plötzlichen öffnen der Stahlgasflasche durch die ausströmenden
Druckgase die in der Leitung befindliche Luft so stark verdichtet und erhitzt wurde, daß der Hartgummiventilkegel
entflammte, wodurch dann schwere Explosionen herbeigeführt werden können.
Es sind nun allerdings bereits Vorrichtungen bekannt, die das Ausbrennen des
Ventils in Druckminderventilen verhüten sollen, und zwar wird einmal durch ein in
die Druckleitung eingeordnetes Einsatzröhrchen die erhitzte Luft durch das überströmende
Gas in eine durch das Einsatzröhrchen gebildete geschlossene Kammer gedrängt, andermal die Luft durch Umlaufkanäle in die
Druckzuleitung zurückgesogen. Erstere hat den Nachteil, daß, wenn die in der Druckkammer
erhitzte Luft mit einem Gasgemisch (Knallgas) in Berührung kommt, die Gefahr
einer Explosion besteht, letztere, daß durch die verhältnismäßig engen Umlaufkanäle und
geringe Strahlwirkung an deren Basis die Luft nicht schnell genug oder restlos angesogen
wird, so daß doch noch Erhitzung und Explosionsgefahr besteht.
Die Erfindung bezieht sich nun auf einen Ausbrennschutz in Druckminderventilen für
Sauerstoff und ähnliche hochgespannte Gase, bei welchen ein Stutzen für das Hochdruckmanometer
von der Druckleitung abzweigt, bestehend aus einem in die Druckleitung zwischen der Gasflasche und der Ausströmdüse
eingesetzten, am Ende geschlossenen, seitlich durchbohrten Einsatzröhrchen, und das Neue besteht darin, daß die seitliche
Bohrung des Einsatzröhrchens düsenartig in den Stutzen für das Hochdruckmanometer
einmündet, so daß die Hochdruckgase strahlartig unter Mitreißen der vor dem Hartgummiventil
stehenden Luft unmittelbar in das Gehäuse des Hochdruckmanometers einströmen.
Es ist nun, um ein Ausbrennen des Ventilkegels zu verhüten, allerdings auch bereits
bekannt, die Druckgase in das Hochdruckmanometer einströmen zu lassen, doch fehlt
bei -dieser Einrichtung ein Einsatzröhrchen, um auch die Luft unmittelbar vor dem Ventilkegel
wegzuschaffen.
Beim Gegenstand der Erfindung treibt beim Öffnen des Flaschenventils das ausströmende
Druckgas die in der Druckzuleitung befindliche Luft vor sich her und stürzt durch die seitliche Bohrung des Einsatzröhrchens
in das Gehäuse des Hochdruck-
manometers. Beim Durchströmen der Luft und der Druckgase durch die engere Bohrung
des Röhrchens in die weitere Bohrung des Hochdruckmanometerstutzens tritt unmittelbar
hinter der Drosselstelle, wo sich der Kanal zum Hartgummikegel befindet, eine Strahlwirkung auf, wodurch die Luft aus
diesem Kanal angesogen wird. Die Expansion des Strahls in dem Stutzen und dem ίο Gehäuse des Hochdruckmanometers bewirkt
Abkühlung der Luft und Vermischung mit den Druckgasen. Man kann die Längsbohrung
des Röhrchens auch entsprechend verlängern, so daß in dem vorderen Teil des Röhrchens ein Fangsack für einen Luftrest
entsteht.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigen:
so Abb. ι die Druckleitung eines Druckminderers
mit einer Stahlflasche verschraubt in Seitenansicht,
Abb. 2 eine Druckleitung mit eingesetztem Ausbrennschutz in senkrechtem Längsschnitt,
Abb. 3 ein Ausbrennschutzröhrchen in Seitenansicht.
In die Durchbohrung der Druckleitung α des Druckminderers, der mittels Überwurfmutter
c mit dem Anschlußstutzen b der Stahlflasche d verbunden ist, ist ein mit einem
flanschartigen Rand e versehenes Röhrchen f undrehbar eingesetzt, und zwar so, daß der
hintere Teil des Röhrchens fest an die Innenwand der Durchbohrung anschließt, während
der vordere Teil des Röhrchens mit Abstand in der Durchbohrung liegt. Die Länge des
Röhrchens / ist beliebig, es kann bis dicht an den die Druckzuleitung abschließenden Hartgummikegel
m herangeführt sein. Der Schaft des Röhrchens / ist vorteilhaft unmittelbar
vor dem Dickende/1 durchbohrt, und diese Durchbohrung g mündet, wenn das Röhrchen
in die Druckzuleitung eingesetzt ist, unmittelbar in die durch den Stutzen h geführte
Durchbohrung i, welche den Druckzuleitungskanal a1 mit dem eingeschraubten Gehäuse k
des Hochdruckmanometers verbindet.
Beim Öffnen des Ventils I der Stahlflasche d
strömt das Gas in die Druckzuleitung a des Druckminderers ein. Der Gasstrahl, der die
in der Druckzuleitung stehende Luft vor sich her schiebt, nimmt den durch Pfeile χ
angedeuteten Weg: er dringt in die Längsbohrung f2 des Röhrchens / ©in, stürzt durch
die öffnung g und schießt in die Durchbohrung i hinein, wodurch die in dem Kanal a1
der Druckzuleitung α befindliche Luft angesogen wird, und ergießt sich in das Gehäuse
des Hochdruckmanometers k. Hier im Manometergehäuse ist jede schädliche Wirkung der
Luft durch Expansion und dadurch Abkühlung sowie durch die wärmeleitenden Metallteile
aufgehoben. An der Gradeinteilung der Manometerscheibe ist der Flaschendruck feststellbar.
Sobald der Hartgummikegelm entsprechend
dem Arbeitsdruck geöffnet wird, strömt das Gas in Richtung der Pfeile χ aus der Stahlflasche
d durch die Öffnung g und den Kanal a1
in das Gehäuse des Druckminderers zur Weiterleitung an die Arbeitsstelle.
Claims (1)
- Patentanspruch :Ausbrennschutz in Druckminderventilen für Sauerstoff und ähnliche hochgespannte Gase, bei welchen ein Stutzen für das Hochdruckmanometer von der Druckleitung abzweigt, bestehend aus einem in die Druckleitung zwischen der Gasflasche und der Ausströmdüse eingesetzten, am Ende geschlossenen, seitlich durchbohrten Einsatzröhrchen, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Bohrung des Einsatzröhrchens (/) düsenartig in den Stutzen für das Hochdruckmanometer einmündet, so daß die Hochdruckgase strahlartig unter Mitreißen der vor dem Hartgummiventil stehenden Luft unmittelbar in das Gehäuse des Hochdruckmanometers einströmen, goHierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF66585D DE539322C (de) | 1928-08-07 | 1928-08-07 | Ausbrennschutz in Druckminderventilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF66585D DE539322C (de) | 1928-08-07 | 1928-08-07 | Ausbrennschutz in Druckminderventilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE539322C true DE539322C (de) | 1931-11-24 |
Family
ID=7110463
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF66585D Expired DE539322C (de) | 1928-08-07 | 1928-08-07 | Ausbrennschutz in Druckminderventilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE539322C (de) |
-
1928
- 1928-08-07 DE DEF66585D patent/DE539322C/de not_active Expired
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