DE537993C - Verfahren zur Gewinnung von reinen AEtznatronloesungen aus kolloidale Stoffe enthaltenen Natronablaugen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von reinen AEtznatronloesungen aus kolloidale Stoffe enthaltenen NatronablaugenInfo
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- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01D—COMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
- C01D1/00—Oxides or hydroxides of sodium, potassium or alkali metals in general
- C01D1/04—Hydroxides
- C01D1/28—Purification; Separation
- C01D1/38—Purification; Separation by dialysis
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von reinen Ätznatronlösungen aus kolloidale Stoffe enthaltenen Natronablaugen Zur Wiedergewinnung von reinen Natronhydratlösungen aus unreinen Natronablaugen, die von der Verarbeitung der Viskose stammen und kolloidal gelöste organische Verunreinigungen enthalten, hat man bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen, ohne daß es gelungen wäre, das Alkali in technisch und wirtschaftlich befriedigender Weise von den Verunreinigungen zu befreien. So ist z. B. auch vorgeschlagen worden, die Abfallaugen durch Dialyse gegen Wasser derart zu reinigen, daß man die Abfallauge in horizontaler Richtung durch einen von Dialysiermembranen umgebenen Raum leitet und die Membranen von Wasser bespülen läßt, das in der Vorrichtung nach dem Prinzip des Gegenstroms ebenfalls horizontal ein- bzw. abgeführt wird. Dieses Verfahren, bei dem als Dialysiermembranen in erster Linie Pergamentpapier oder an dessen Stelle die anderen bekannten Dialysiermembranen verwendet wurden, hat sich als praktisch unbrauchbar erwiesen, und zwar vor allem deshalb, weil die Membran zu leicht undicht wurde und jede Undichtigkeit den Erfolg der dialytischen Reinigung unsicher macht. Hierzu kommt noch, daß bei der Führung der unreinen Lauge im Innern der dialytischen Zellen die Verunreinigungen sich an den Wänden der Zellen absetzen, was zu einer Verstopfung der Membranen und zu einer baldigen Erschwerung und starken Verlangsamung des Reinigungsprozesses führt.
- Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, Membranen für osmotische Zwecke durch Behandlung von Pergamentpapier mit Kali-oder Natronlauge herzustellen oder als Membran mit Schwefelsäure pergamentierte Gewebe zu verwenden. Schließlich ist auch bereits der Vorschlag gemacht worden, bei der elektro-osmotischen Reinigung von Zuckersäften Diaphragmen aus gewebtem Segeltuch zu verwenden.
- Es ist nun gefunden worden, daß man die Reinigung der Alkaliabfallaugen durch Dialyse gegen Wasser in technisch und wirtschaftlich durchaus zufriedenstellender Weise durchführen kann, wenn man die unreine Lauge in einem geeigneten Behälter an dialytischen Zellen vorbeiführt, in denen nach dem Prinzip des Gegenstroms Wasser bzw. die aus diesem entstehende reine Natronlauge geführt wird, und hierbei zur Ausführung der Dialyse Diaphragmen verwendet, die aus Geweben aus Pflanzenfasern bestehen und mit Alkalien vorbehandelt sind.
- Man verwendet z. B. Membranen, die aus Geweben aus Pflanzenfasern, z. B. Baumwolle, bestehen, und die mit Alkalien vorbehandelt sind. Bei der Dialyse wird dann erfindungsgemäß die Membran von der unreinen Lauge umspült, während im Innern. des von den Membranen umgrenzten Raumes sich das Wasser bzw. die verdünnte reine Lösung befindet. Die aus der unreinen Lauge sich ausscheidenden kollöidalen Verunreinigungen setzen sich am Boden des Behälters ab und können keinerlei Störungen des Reinigungsprozesses herbeiführen. Die verwendeten Membranen übertreffen alle anderen bekannten dialv tischen Membranen an Wirksamkeit und Haltbarkeit. Während z. B. die zu anderen dialytischen Prozessen zumeist verwendeten, aus mit Alkali behandeltem Pergamentpapier bestehenden Membranen bei der dialytischen Reinigung von Ätznatronablaugen in kurzer Zeit undicht werden und die Lösung im unreinen Zustande durchlassen, sind die mit Alkali vorbehandelten Membranen aus Geweben aus Pflanzenfasern außerordentlich haltbar. Sie können lange Zeit hindurch ohne nennenswertes Nachlassen der Wirksamkeit im Betriebe benutzt werden und gestatten die Gewinnung verhältnismäßig konzentrierter Lösungen unter Erreichung einer Ausbeute von etwa go bis 95 °/o.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von reinen Ätznatronlösungen aus kolloidale Stoffe enthaltenden Natronablaugen, insbesondere aus Ablaugen der Viskoseverarbeitung auf dialytischem Wege unter Führung des Wassers und der Natronablauge nach dem Prinzip des Gegenstroms, dadurch gekennzeichnet, daß man die Membranen durch die unreine Lauge von außen bespülen läßt, während das Wasser bzw. die reine Lösung sich innerhalb der dialytischen Zellen befinden, und hierbei zweckmäßig Membranen aus Geweben aus Pflanzenfasern verwendet, die mit Alkalien vorbehandelt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC37817D DE537993C (de) | 1926-02-10 | 1926-02-10 | Verfahren zur Gewinnung von reinen AEtznatronloesungen aus kolloidale Stoffe enthaltenen Natronablaugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC37817D DE537993C (de) | 1926-02-10 | 1926-02-10 | Verfahren zur Gewinnung von reinen AEtznatronloesungen aus kolloidale Stoffe enthaltenen Natronablaugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE537993C true DE537993C (de) | 1931-11-09 |
Family
ID=7023002
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC37817D Expired DE537993C (de) | 1926-02-10 | 1926-02-10 | Verfahren zur Gewinnung von reinen AEtznatronloesungen aus kolloidale Stoffe enthaltenen Natronablaugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE537993C (de) |
-
1926
- 1926-02-10 DE DEC37817D patent/DE537993C/de not_active Expired
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