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DE536863C - Einrichtung zur Fernablesung der Angaben von Messgeraeten oder der Stellung beweglicher Organe unter Verwendung von piezoelektrischen Kristallen - Google Patents

Einrichtung zur Fernablesung der Angaben von Messgeraeten oder der Stellung beweglicher Organe unter Verwendung von piezoelektrischen Kristallen

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DE536863C
DE536863C DEL65880D DEL0065880D DE536863C DE 536863 C DE536863 C DE 536863C DE L65880 D DEL65880 D DE L65880D DE L0065880 D DEL0065880 D DE L0065880D DE 536863 C DE536863 C DE 536863C
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DE
Germany
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pointer
transmitter
brought
piezoelectric
crystal
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Expired
Application number
DEL65880D
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English (en)
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q9/00Arrangements in telecontrol or telemetry systems for selectively calling a substation from a main station, in which substation desired apparatus is selected for applying a control signal thereto or for obtaining measured values therefrom
    • H04Q9/08Calling by using continuous AC

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Selective Calling Equipment (AREA)

Description

Es ist bekannt, die Stellung von Meßgerätzeigern durch Ströme von der Zeigerstellung entsprechender Frequenz fernzuübertragen. Erfindungsgemäß werden bei einer Einrichtung zur Fernablesung der Angaben von Meßgeräten oder der Stellung beweglicher Organe unter Verwendung von piezoelektrischen Kristallen, deren Eigenfrequenzen in Abhängigkeit von der Zeigerstellung des zu überwachenden Meßgerätes o. dgl. gebracht ist, die auf der zu überwachenden Station angeordneten piezoelektrischen Kristalle mit Hilfe eines auf der Überwachungsstelle angeordneten geeichten, in seiner Frequenz regelbaren Senders (schwingenden Empfängers) in Abhängigkeit von der Zeigerstellung des abzulesenden Meßgerätes in ihrer elastischen Eigenschwingung erregt und die so entstehenden Wellen von der Zeigerstellung entsprechen-
ao der Länge auf der Überwachungsstelle zur Anzeige gebracht.
An Hand eines Ausführungsbeispiels wird nachstehend der Erfindungsgegenstand erläutert.
as Bei Überlandzentralen befinden sich in größerer oder geringerer Entfernung von der Zentrale Unterstationen, an denen z. B. Transformatoren aufgestellt sind. Häufig laufen an solchen Unterstationen von verschiedenen Zentralen gespeiste Netze zusammen, deren Belastung schwankt. Auf der Unterstation sind dann Meßinstrumente angebracht, welche den Belastungszustand' der verschiedenen Zweige anzeigen. Es ist nun notwendig", auf der Zentrale den Stand der Meßinstrumente feststellen zu können, um entsprechend dem Bedarf die Leistung der Zentrale zu steigern oder zu verringern. Hierzu war es bisher nötig, auf der Unterstation Beobachtungspersonal zu haben, welches den jeweiligen Stand der Meßinstrumente telephonisch oder telegraphisch nach der Zentrale meldete. Es ist auf die nachstehend beschriebene Art möglich, den Stand der Meßinstrumente von der Zentrale selbst aus festzustellen, ohne daß es notwendig ist, daß ein Beobachter auf der Unterstation anwesend ist.
In Fig. ι bedeutet Z die Zentrale oder die Überwachungsstelle, welche durch Fernleitungen ι mit einer Unterstation CZ1 und durch weitere Fernleitungen 2 mit einer zweiten Unterstation U2 verbunden ist. Von den Unterstationen U1, U2 gehen, wie durch Leitungen 3, 4 und 5, 6 angedeutet ist, weitere Leitungen zu den Verbrauchsstellen oder Zentralen benachbarter Netze ab. Auf U1 und U2 befinden sich Meßinstrumente, z. B. Spannungsmesser, welche den Belastungszustand anzeigen. Die Aufgabe besteht nun darin, den Stand dieser Meßinstrumente von der Zentrale Z aus feststellen zu können. Die hierzu geeignete Einrichtung ist in der Fig. 2 erläutert.
Die Skala des Meßinstruments in der Unterstation U1 sei beispielsweise in 10 Teile (o bis 100) geteilt. Der Zeiger des Meßinstruments
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stehe auf dem Strich 50. Es genügt, die Zeigerstellung auf 10 Teilstriche genau zu kennen. Um die jeweilige Zeigerstellung auf den Unterstationen U1, U2 von der Zentrale Z aus ermitteln zu können, wird auf ihr eine Sendeeinrichtung für hochfrequente Schwingungen vorgesehen, deren Frequenz in bestimmten Grenzen veränderlich ist. Die auf der Zentrale Z erzeugte Hochfrequenzschwingung wird in der aus der leitungsgerichteten Hochfrequenztelegraphie oder -telephonie bekannten Weise über die Leitungen 1 bzw. 2 zu den Unterstationen U1 oder U2 geschickt. Auf den Unterstationen befinden sich piezoelekirische Quarzresonatoren verschiedener Frequenz, und zwar in solcher Anzahl, als Zeigerstellungen übertragen werden sollen. Entsprechend obiger Annahme wären für 100 Skalenteile 10 Resonatoren erforderlich. Es steht jedoch nichts im Wege, die Zahl beliebig zu vergrößern oder zu verkleinern. Die zu den verschiedenen Zeigerstellungen gehörigen Quarzresonatoren verschiedener Frequenz sind in Fig. 2 durch die Buchstaben a, b, c, d, e, /, g, hj i, k angedeutet. Es wird nun ein Zusammenhang zwischen der Zeigerstellung und dem jeweilig angeschalteten Quarzresonator geschaffen. In Fig. 2 ist dies dadurch angedeutet, daß der Zeiger nach unten verlängert ist und eine Kapazitätsbelegung C1 trägt. Die zweite Belegung dieser Kapazität kann für alle Quarze gemeinsam sein und ist durch C3 angedeutet. Spielt nun der Zeiger über der Skala, so gelangen nacheinander die verschiedenen Quarzresonatoren, α bis k zwischen die Kapazitätsbelegungen C1 und C2. Von den Leitungen i, über welche der in der Zentrale Z erzeugte regelbare Hochfrequenzstrom direkt geleitet werden kann, sind nun unter Anwendung der üblichen Vorsichtsmaßnahmen Leitungen 1' abgezweigt, welche also im wesentlichen den von der Zentrale Z ausgesandten Hochfrequenzstrom zu den Belegungen C1, C2 führen.
Dies ist in Fig. 2 gezeigt. Dort sind I1 1 die Fernleitungen, von welchen in der Zentrale über Hochspannungskondensatoren 7, 8 die Abzweigung in den Sender S erfolgt, während die Fernleitung 1, 1 über Hochfrequenzdrosseln 9, 10 mit der Sekundärwicklung 11 eines Transformators 12 verbunden ist. Die Primärwicklung 13 des Transformators ist nun direkt mit den Sammelschienen der Zentralstation bzw. mit einem Generator 14 verbunden.
In ähnlicher Weise sind auf der Unterstation U1 von den Fernleitungen 1, 1 über Hochspannungskondensatoren 1S, 16 die Leitungen i', i' zu dem überwachenden Instrument abgezweigt. Ferner ist in analoger Weise über Hochfrequenzdrosseln 17, 18 die Primärwicklung 19 des Transformators 20 angeordnet, mit dem einzigen Unterschied, daß nun auf der Sekundärseite die Spannung herabtransformiert wird. Die Sekundärwicklung 21 des Transformators 20 hat also entsprechend weniger Windungen und ist auf irgendein Verbrauchernetz, beispielsweise den Motor 22 und die Glühkörper 23, geschaltet.
In Fig. 2 ist links der auf der Zentrale Z angeordnete Hochfrequenzsender S angedeutet. Die Frequenz dieses Senders ist regelbar. Es sei angenommen, daß die Regelung mit Hilfe einer Kurbel K, erfolgt, welche über einer ebenfalls in 100 Teile geteilten Skala spielt. Durch Drehung der Kurbel K. von ο bis 100 wird die Senderfrequenz in bestimmten Grenzen verändert und ein HochfrequenzstiOm entsprechend veränderlicher Frequenz über die Leitungen 1 bzw. 1' gesandt. Die Quarzkristalle α bis k besitzen eine Anzahl Stufen von verschiedener Resonanzfrequenz, beispielsweise möge der Kristall« eine Eigenfrequenz entsprechend 2000 m Wellenlänge besitzen, der Kristall k eine solche von 2090 m. Die zwischenliegenden Kristalle & bis / haben innerhalb dieser Grenzen abgestufte Eigenfrequenzen, beispielsweise entsprechend einer Eigenwellendifferenz von je 10 m. Der Kristall/z wird also immer dann zu Resonanzschwingungen angeregt, wenn der Sender S der Station Z genau auf 2000 m eingestellt ist, der Kristall b bei 2010, der Kristall c bei 2Q20 und so fort. Es ist nicht nötig, daß diese Stufen gleich sind oder etwa auf bestimmten Werten liegen. Zweckmäßig werden jedoch die Kristalle so angeordnet, daß ihre Eigenfrequenz vom einen zum anderen abnimmt oder zunimmt, wenn der Zeiger vom kleinsten auf den größten Ausschlag geht. Die Kristalle könnten also ebensogut in dem Intervall von 2000 bis 2090 m unregelmäßig ansteigende Eigemvellen haben, beispielsweise Kristallb 2005m, Kristalle 2025m, Kristallίί 2028 m und so fort. Bei der in der Fig. 2 angenommenen Zeigerstellung auf dem Skalenteil 50 ist beispielsweise der Quarzkristall e zwischen den Belegungen C1 und C2 angeordnet. Dieser Kristall besitze eine Eigenwelle von 2040 m. Wenn der Sender S bei Drehung der Kurbel K. zwischen o° und ioo° die Wellenlänge von 2000 bis 2090 m überstreicht, so wird bei einer bestimmten Stellung der Kurbel K, beispielsweise der in Fig. 2 gezeichneten, die Welle 2040 m erzeugt werden und der Kristall e in Resonanzschwingungen geraten. Es ist also nötig, einerseits anzuzeigen, daß ein Kristall angesprochen hat, und darüber hinaus weiterhin festzustellen, daß gerade der besondere Kristalle angesprochen hat. Es ist nun verhältnismäßig leicht, auf der SendestationZ festzustellen, wenn irgendeiner der
Kristalle α bis k anspricht. Kommt nämlich ein solcher Kristall in Eigenschwingungen, so wirkt er selbst als kleiner Sender für seine Eigenwelle. Diese wird über die Leitungen i' bzw. ι zur Zentrale Z zurückgeleitet und erzeugt in an sich bekannter Art mit der mit der Drehung der Kurbel K, veränderlichen Senderwelle eine Schwebung. Ist die Senderwelle bei der angenommenen Stellung der Kurbel J\ genau gleich 2040 m, so gerät der Kristall e, der durch die zufällige Zeigerstellung gerade eingeschaltet ist, in Resonanzschwingungen. Bewegt man die Kurbel ^ ein wenig hin und her, so entstehen zwischen dem bei dieser "Wellenveränderung abwechselnd an- und abklingenden Quarzkristall und der Senderwelle Schwebungen, welche in einer empfindlichen Empfangsapparatur auf der Sendestelle Z als ein laut hörbares Klingen wahrnehmbar sind. Ist die Skala, über welche die Kurbel K spielt, in Wellenlängen geeicht, so kann bei der angenommenen Einstellung des Zeigers diese Klingerscheinung auf der Sendestelle Z nur dann gehört werden, wenn die Kurbel K sehr nahe auf der Wellenlänge 2040 steht bzw. um diese Einstellung herum in kleinen Grenzen hin und her bewegt wird. Man weiß nunmehr auf der Sendestelle S, daß derjenige Quarzkristall erregt worden ist, dessen Eigenwelle 2040 m beträgt, entsprechend obiger Annahme also der Kristall e. Da man auf der Sendestelle S überdies weiß, daß der Kristall e der Zeigerstellung 50 zugeordnet ist, so weiß man nunmehr auf ihr, daß der Zeiger des Meßinstruments B auf der Unterstation U1 auf dem Skalenteil 50 'Steht. Geht der Zeiger nunmehr auf den Skalenteil 100, so wird der Kristall« zwischen die Belegungen C1 und C2 gebracht. Das vorher bei 2040 m hörbare Klingen tritt nun nicht mehr auf, da der Kristall eine Eigenwelle von 2000 m hat. Man wird daher die Kurbel K verstellen müssen und dann eine Klingerscheinung hören, wenn der Sender gerade auf die Wellenlänge von 2000 m eingestellt wird bzw. in kleinen Grenzen um diese Wellenlänge herum verändert wird. Beobachtet man auf der Sendestelle S die Klingerscheinung in der Nähe der Welle 2000, so weiß man, daß der Zeiger auf dem Skalenstrich 100 steht, da nur dann der Kristall α angeschaltet ist, dessen Eigenwelle 2000 m beträgt. Zur Vereinfachung wird der Nullpunkt der Skala auf der Sendestation S in Übereinstimmung gebracht mit der Eigenfrequenz des Kristalls k. Besitzt dieser beispielsweise die Wellenlänge von 2090 m, so wird die durch die Kurbel K, veränderliche Senderwelle zweckmäßig so einreguliert, daß gerade dann, wenn die Kurbel K auf dem Nullpunkt steht, der Sender genau eine Welle von 2090 m erzeugt. Ebenso wird zweckmäßig dafür gesorgt, daß bei der Stellung der Kurbel auf ioo° gerade die dem Kristall a entsprechende Wellenlänge erzeugt wird, also 2000 m. Diese Einstellung der Senderskala ist ebenfalls mit Hilfe von Quarzkristallen sehr leicht durchzuführen. Man verwendet hierzu zwei Kristalle, von denen der eine auf 2000 und der andere auf 2090 m abgestimmt ist. Durch die Kurbel/^ wird eines der Abstimmelemente des Senders bedient, z. B. ein Drehkondensator. Man stellt nunmehr den Sender durch eine veränderliche Zusatzkapazität oder Selbstinduktion so ein, daß seine Wellenlänge bei Nullstellung der Kurbel K genau 2090 m beträgt, was mit Hilfe eines Quarzkristalls am Sender leicht zu kontrollieren ist, z. B. in bekannter Weise durch ein Aufleuchten des Quarzkristalls in einem verdünnten Gasraum. Ebenso wird dafür gesorgt, daß bei ϊοο-Stellung der Kurbel K gerade die Welle von 2QQ0 m entsteht. Sind nun etwa die Kristalle λ bis k in gleichmäßigen Stufen in der Frequenz verschieden, so wird die ihm entsprechende Wellenlänge in gleichmäßigen Intervallen über die Skala des Senders S verteilt sein. Eine Wellenmessung ist nunmehr nicht erforderlich. Man kann vielmehr direkt an der Stellung der Kurbel K auf der Senderskala selbst ersehen, wie der Zeiger des Meßinstruments auf der Unterstation, z. B. U1, steht. Steht der Zeiger auf Zwischenstellungen, so werden zwei benachbarte Kristalle zu Schwingungen angeregt. Man wird daher die Klingerscheinung an zwei Stellen der Kurbei K hören und hieraus feststellen, daß der Zeiger zwischen den zugehörigen Gradzahlen steht. In ähnlicher Weise kann man die Zeigerstellung auf der Unterstation U2 feststellen. Man hat hierzu nur die in Fig. 2 für die Station U1 beschriebene Anordnung auf der Station U2 ebenfalls vorzusehen und mittels eines Umschalters K die auf der Zentrale Z erzeugte Senderwelle nicht über die Leitungen r, 1', sondern über die Leitungen 2 zu senden. Je nach der Einstellung des Meßinstruments B an dieser Stelle wird die Klingerscheinung wiederum auf der Skala der Kurbel,/^ bemerkbar sein. Auf diese Weise lassen sich eine beliebige Anzahl von Unterstationen beobachten.
In Fig. 3 ist zur Verdeutlichung der Wirkungsweise der in Fig. 2 schematisch gezeigten Anordnung ein Ausführungsbeispiel für den Sender S gezeigt. Im einzelnen besteht dieser in an sich bekannter Weise aus einer Dreielektrodenröhre mit einer Kathode 24, einem Gitter 25, einer Anode 26, dem zwischen Kathode und Gitter geschalteten Schwingungskreis mit einem Drehkondensator 27 und iao einer Spule 28, ferner einer Rückkopplungsspule 29.
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Das Ausführungsbeispiel ist so gewählt, daß die von dem Sender S über die Kopplungsspule 30 auf die Leitung 1 übertragenen und an einem der piezoelektrischen Kristalle α bis k reflektierten Wellen in dem Sender 5 selbst wahrnehmbar gemacht werden. Zu diesem Zweck wird durch Zwischenschaltung der Gitterableitung 31 und des Gitterblockkondensators 32 eine Audionwirkung erzielt, so daß in dem im Anodenkreis angeordneten Telephon 33 die Schwebung wahrnehmbar ist. Die Einrichtung wird vervollständigt durch die Heizstromquelle 34 und die Anodenstromquelle 35.
Die Kurbel K von Fig. 2 sitzt nun auf der Achse des Rotorpakets des Drehkondensators 27. Bei Drehung der Kurbel wird also die Eigenwelle des Schwingungskreises und damit die Welle des Generators verändert. Erfindungsgemäß handelt es sich insofern um eine besondere Einrichtung zur Fernablesung, als in der Zentrale Z nur ein einziger Sender S vorgesehen ist, während auf den Unterstationen nur . Resonatoren vorgesehen sind. Man könnte, was aber nicht Gegenstand der Erfindung ist, auch umgekehrt vorgehen und die Sender S auf den Unterstationen CZ1, CZ2, dagegen die Resonatoren auf der Zentrale anordnen. Dies würde eine so große Anzahl von Sendern erfordern, als Unterstationen vorhanden sind, und demgemäß die Anordnung wesentlich teurer und komplizierter gestalten.
Bei dem Vorgehen nach der Erfindung ist jedoch nur ein zentraler Sender 5 erforderlich, während die verhältnismäßig billigen und keinerlei Wartung und Bedienung erfordernden Resonatoren in beliebiger Anzahl auf den Unterstationen angeordnet sein können. Physikalisch liegt die Besonderheit der Einrichtung darin, daß von der Unterstation her gewissermaßen eine reflektierte Welle nach der Zentrale zurückgeleitet wird.
Es ist eine Besonderheit der erwähnten Klingerscheinung, daß sie nur dann auftritt, wenn eine kleine Veränderung der Sendewelle erfolgt, dagegen nicht, wenn die ,Sendewelle konstant auf der Resonanzfrequenz eines der Quarzkristalle gehalten wird. Diese Schwierigkeit kann auf folgende Weise überwunden werden: Piezoelektrische Kristalle können durch mechanische Erschütterungen oder durch elektrische Anregung mit Feldern beliebig pulsierender Frequenz, mit Ausnahme rein sinusförmig variierender Felder abweichender Frequenz, zu elektrischenEigenschwingungen angeregt werden. Wird beispielsweise die Belegung C2 kontinuierlich mechanisch erschüttert, so entstehen im gleichen Rhythmus Wellenzüge aller derjenigen Frequenzen, welche den Eigenschwingungen der verschie- | denen Kristalle entsprechen. Auf die Leitungen i, i' wird indessen nur diejenige auf diese Weise mechanisch erzeugte elektrische Welle übertragen, welche von demjenigen Quarzkristall herrührt, der sich gerade zwischen den Belegungen C1 und C2 befindet, im Falle der Fig. 2 nur die Eigenschwingung des Kristalls e. In diesem Falle braucht auf der Zentrale Z nur ein Sender sehr schwacher Energie vorhanden zu sein (es genügt ein gewöhnlicher rückgekoppelter Empfänger), der mit schwacher Energie schwingt und der in ähnlicher Weise geeicht sein muß, wie beim Sender 5 beschrieben. Im Telephon dieses Empfängers oder sogar Lautsprechers hört man nun bei Drehung des Abstimmorgans K. des Empfängers eine dauernde Interferenzerscheinung, wenn man sich in der Nähe des Resonanzpunktes mit der durch den Kristalle ausgesandten Frequenz befindet. Bei genauer Gleichstimmung des schwingenden Empfängers mit dem in diesem Falle Schwingungen aussendenden Kristalle tritt allerdings auch keine hörbare Erscheinung ein, da im Schwebungsminimum unhörbar langsame Interferenztöne entstehen. Jedoch ist der ganze Verlauf der Interferenzerscheinung bei Überschreiten des Resonanzpunktes zu beobachten. Wendet man an Stelle eines Kopfhörers oder TeIephons zur Beobachtung der Interferenzerscheinung ein Meßinstrument an, so zeigt dieses allerdings auch genau im Resonanzpunkt eine Wirkung an, und zwar gerade hier die stärkste. Auf diese Weise läßt sich die Indikation leicht zu einer objektiven Anzeigung im Resonanzpunkte selbst ausbilden.
Bei Verwendung der eben beschriebenen Klingerscheinung ist ebenfalls leicht eine Anzeigung im Resonanzpunkt selbst zu erreichen, Im Resonanzpunkt schwingt der gerade eingeschaltete Quarzkristall dauernd und sendet eine der erregenden Wellen gleich rückwärts über die Leitungen zur Zentrale. Das Empfangstelephon auf der Sendestelle S in der Zentrale Z spricht hierauf nicht an, weil bei Frequenzgleichheit nur eine Summierung der Amplituden erfolgt, die Summierung jedoch eine dauernde Verminderung oder Vermehrung des Empfangsstromes im Telephon ergibt, jedoch keine periodisch ihrer Stärke nach wechselnde, wie dies zum Auftreten von Interferenztönen erforderlich ist. Wenn man jedoch auf irgendeine Weise den Quarzkristall unter Erregung genau mit der Resonanzfrequenz periodisch zum An- und Abklingen bringt, so entsteht im Empfangstelephon ein Ton, welcher dieser Periode entspricht. Wird beispielsweise eine rotierende geerdete Blende B verwendet, deren Umfang abwechselnd metallische Abschirmsegmente und Zwischenräume besitzt, so wirkt das Feld zwi-
sehen den Belegen C1 und C2 auch im Resonanzfalle nicht kontinuierlich auf die Kristalle ein, sondern intermittierend je nach der Zahl der metallischen Segmente und Unterbrechungen der Blende B und ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit. Besitzt die Blende B beispielsweise 50 Segmente und dreht sich mit 10 Umdrehungen pro Sekunde, so wird die Erregung des Kristalls e immer dann stattfinden, wenn ein Schlitz der Blende kommt, jedoch immer dann unterbrochen, wenn ein geerdetes Abschirmsegment vor demselben vorbei rotiert. In diesem Falle hört man auf der Sendestelle S in der Zentrale Z genau im Resonanzpunkte am stärksten den Ton 500. Hiermit ist die Fernablesung in einer praktisch brauchbaren Form durchgeführt.
Die Darstellung in Fig. 2 ist natürlich nur schematisch. So braucht z. B. die Belegung C2 keineswegs alle Quarzresonatoren zu tragen, vielmehr werden beide Belegungen C1 und C2, welche nicht breiter sein sollen, als die Ausdehnung des einzelnen Quarzresonators erfordert, isoliert voneinander an dem Zeiger befestigt, da andernfalls durch die Streufelder leicht mehrere Resonatoren erregt werden können.
Im übrigen sei bemerkt, daß das in Fig. 2 dargestellte Prinzip der intermittierenden Erregung von Quarzkristallen zu dem Zwecke, das Auftreten der piezoelektrischen Resonanz auch im Resonanzpunkt selbst wahrnehmbar zu machen, nicht nur für den besonderen, hier beschriebenen Zweck, sondern ganz allgemein in der drahtlosen Empfangstechnik und Meßtechnik verwendbar ist. Auch "braucht selbstverständlich die intermittierende Erregung nicht in der beschriebenen Weise zu erfolgen, vielmehr können beispielsweise besondere Erregungselektroden bekannter Ausführung an den Quarzkristallen vorgesehen sein, welche periodisch kurzgeschlossen und geöffnet werden.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    i. Einrichtung zur Fernablesung der Angaben von Meßgeräten oder der Stellung beweglicher Organe unter Verwendung von piezoelektrischen Kristallen, deren Eigenfrequenzen in Abhängigkeit von der Zeigerstellung des zu überwachenden Meßgerätes o. dgl. gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe eines auf der Überwacliungsstelle angeordneten geeichten, in seiner Frequenz regelbaren Senders (schwingenden Empfängers) die auf der zu überwachenden Station angeordneten piezoelektrischen Kristalle in Abhängigkeit von der Zeigerstellung des abzulesenden Meßgerätes in ihrer elastisehen Eigenschwingung erregt und die so entstehenden Wellen von der Zeigerstellung entsprechender Länge auf der Überwachungsstelle zur Anzeige gebracht werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Zentrale erzeugte geeichte Wellenlänge und die in Abhängigkeit von der Zeigerstellung des abzulesenden Meßinstruments piezoelektrisch erzeugte Welle über die gleichen Leitungen geführt und auf der Zentrale zur Interferenz gebracht werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Interferenzerscheinung in einem im Sender eingebauten Telephon zur Anzeige gebracht wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen, den jeweiligen Zeigerstellungen zugeordneten piezoelektrischen Wellen intermittierend erregt werden zu dem Zwecke, eine Ablesung im Schweb ungsminimum zu ermöglichen.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den verschiedenen Zeigerstellungen zugehörigen piezoelektrischen Resonatoren (a bis k) oder Schwingungserzeuger mit steigendem Ausschlag des Meßinstruments stufenweise größer oder kleiner werdende Eigenfrequenz besitzen.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Zeiger eine Kapazitätsbelegung (O1) befestigt ist, welche entsprechend den verschiedenen Zeigerstellungen verschiedene piezoelektrische Resonatoren (a bis k) einschaltet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEL65880D 1926-05-16 1926-05-16 Einrichtung zur Fernablesung der Angaben von Messgeraeten oder der Stellung beweglicher Organe unter Verwendung von piezoelektrischen Kristallen Expired DE536863C (de)

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