DE53482C - Mess- und Numerirwerk für plattenförmige Gegenstände - Google Patents
Mess- und Numerirwerk für plattenförmige GegenständeInfo
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- B41F17/008—Numbering devices for printing on articles other than sheets or webs
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B41K3/00—Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped
- B41K3/26—Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped with stamping surface located below article-supporting surface
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung, welche zum Messen
und Zählen von plattenförmigen Gegenständen dient, z. B. der Sohlen von Schuhwerk, Holzpantoffeln
u. A.
Dieselbe wirkt in der Weise, dafs zwischen zwei von und zu einander beweglichen lothrechten
Platten der zu messende Gegenstand eingeführt wird. Entsprechend der mehr oder weniger grofsen Entfernung dieser beiden beweglichen
Platten von einander, dreht eine mit einer der Platten verbundene Zahnstange ein
Rad, dessen Umfang mit verschiebbaren Typen besetzt ist. Durch ein angeordnetes Hebelwerk
wird eine dieser Typen — nachdem sie vorher angefärbt worden ist — in die Höhe
und gegen den zu messenden Gegenstand gedrückt. Die so abgedruckte Zahl giebt die
Länge des betreffenden Gegenstandes, z. B. in Centimetern, an.
In Verbindung mit dieser Einrichtung steht ein Zählwerk, welches die gemessenen Gegenstände
gleichzeitig mit dem Druck jener Zahl mit einer einzeln oder paarweise fortlaufenden
Zahl bedruckt.
Zu diesem Zweck wird mittelst des Hebelwerkes ein dem ersten ähnliches Typenrad um
ein Bestimmtes gedreht, wobei letzteres seinerseits wieder ein zweites, die Zehner tragendes
Typenrad nach einer vollen Umdrehung um eine Stelle verschiebt. Die Typen sind bei
diesen beiden Typenrädern ebenfalls verschiebbar angeordnet und werden von demselben Hebel
in die Höhe und gegen den zu messenden Gegenstand gedrückt, so dafs dieser also auf seiner
Unterseite zwei Ziffern im Abdruck zeigt, das Mafs und die fortlaufende Nummer.
Auf beiliegender Zeichnung stellen die Fig. ι und 2 Längenschnitte, Fig. 3 eine Oberansicht,
Fig. 4 einen Querschnitt, Fig. 5 und 6 zwei Einzelteile des Mechanismus dar.
Die beiden lothrechten Mefsplatten aa1, welche
sich gegen einander verschieben, sind mittelst waagrechter Stangen b b1 geführt, und zwar
die vordere Platte α durch die Stange b in der Vorderwand des Gehäuses A, die hintere
a1 mittelst Stange b1 in den Führungen c c1.
An der Stange b der Platte α ist eine Verzahnung
d angebracht, welche in ein Zahnrad e auf der Welle f eingreift. Auf letzterer
sitzt mittelst übergeschobener Büchse g und mit dem Zahnrad e fest verbunden das Typenrad
T, dessen Umfang verschiebbare Stangen h mit aufgesetzten Typen t trägt. Bewegt man
nun die mit Handgriff versehene Stange k nach der Platte α zu, so drückt der durch die
bei χ χ gelagerte Welle k1 mit jener starr
verbundene Arm Z auf einen Ansatz i der lothrecht in der Führung m gehaltenen Stange n.
Mit dieser ist drehbar die gegabelte Stange 0 verbunden, um welche eine starke Spiralfeder s
gelegt ist. Ein ungleicharmiger Hebel ρ — bei y drehbar aufgehängt — ist mit seinem
einen Ende an der Stange b der Platte a, mit
seinem anderen an der Stange bl der Platte α1
drehbar befestigt. In der Ruhestellung der Fig. i, wo die gegabelte Stange 0 den Hebel ρ
oberhalb seines Drehpunktes anfafst, hat die Federkraft das Bestreben, den Hebel ρ in der
gezeichneten Stellung der Fig. 1 zu halten, wobei die Platte a1 durch die Stange b1 nach
vor, die Platte α durch die Stange b nach
rückwärts gedrückt werden. Wird nun durch die Stange η die Gabel ο unter den Drehpunkt
des Hebels ρ gezogen, so tritt das umgekehrte Bestreben ein, die Federkraft drückt den Hebel
in die Stellung der Fig. 2, so dafs damit die Platte α vorgeschoben und infolge dessen die
Platte al zurückgezogen wird. Die Bewegung der Gabel 0 auf dem Hebel ρ wird durch die
Ansätze r r an letzterem begrenzt.
In der ausgezogenen Stellung der Fig. 2 legt man den zu messenden Gegenstand auf die
den einen Theil des Gehäuses deckende Platte P und bewegt nun den Handhebel k in der von
dem Mechanismus abgekehrten Richtung. Damit wird eine Rückkehr in die Stellung der
Fig. ι angestrebt. Der zwischen die Platten α al eingelegte Gegenstand aber wirkt sperrend
und hält das Hebelwerk in einer bestimmten Stellung fest. Da nun durch die Zahnung an
der Stange b das Typenrad T an jeder Bewegung in Gestalt einer Drehung theilnimmt,
wird es ebenfalls in einer bestimmten Stellung festgehalten. Setzt man nun den Druck auf
den Handhebel k fort, so greift sein Arm I bei \ an einen Hebel u an, dessen Ende
doppelt gegabelt ist und mit einer seiner Zinken eine der am Umfang des Typenrades T lose
aufgehängten Stange nebst Type in die Höhe hebt und entsprechend dem auf den Handhebel
k geäufserten Druck gegen den auf der Platte P liegenden Gegenstand drückt.
Es ist noch zu erwähnen, dafs die Rückkehr des Mechanismus aus der Stellung der Fig. 2
in die der Fig. 1 dadurch bewirkt wird, 'dafs
ein Ansatz Z1 an dem Arm /, welcher beim Niedergang des letzteren an dem Stift i der
Stange η vorbeigeglitten ist, jetzt unter diesen Stift greift und bei Bewegung des Handhebels k
von dem Mechanismus weg, damit die Stange η und mit ihr die Stange 0 hebt, so dafs diese
nun über den Drehpunkt des Hebels ρ zu liegen kommt und damit den letzteren herumdrückt,
um die Platten a a' in entgegengesetzter
Richtung zu bewegen.
In Verbindung mit der Vorrichtung zum Messen plattenförmiger Gegenstände steht eine
ebensolche zum Zählen derselben. Neben dem Typenrad T ist ein senkrecht gestelltes Rad T1
und ein waagrechtes T2 angeordnet. Beide tragen Typen t1 i2, welche an verschiebbaren
Stangen h1 h2 befestigt sind. Letztere sitzen
bei dem mittleren Rad T1 radial auf der lothrechten
Scheibe, während sie bei dem Rad T2 genau wie bei T an dem Umfang aufgehängt
sind.
Bei jeder Bethätigung der Mefsvorrichtung tritt auch die Zählvorrichtung in Wirksamkeit,
wobei das Typenrad T2 jedesmal oder — wie hier angeordnet — jedes zweite Mal um eine
Zahl weiterrückt, während das Typenrad T\ das die Zehner trägt, nur bei jeder ganzen
Umdrehung des Einerrades T2 um eine Stelle weiterrückt. Das Heben der Stangen hl h2
mit den Typen t112 erfolgt ebenfalls wie bei
dem Typenrad T durch den gegabelten Hebel u mittelst je einer Zinke, so dafs, ebenso
wie dort, die Typen auf der Unterseite der gemessenen Gegenstände zum Abdruck gebracht
werden.
Um die Drehung des Typenrades T2 zu
bewirken, ist hinter demselben eine senkrecht gestellte Schraube m>, Fig. 6, angeordnet, deren
Achse ν, nach oben verlängert, zwei oder, wie hier, blos einen Stift vl trägt. An der Verlängerung
des Armes / ist mittelst Scharniers ein Flügel P angesetzt, welcher durch eine
Feder in waagrechter Lage gehalten wird. Geht nun durch Bewegung des Handhebels k der
Arm Z nieder, so streift sein Flügel Z2, Fig. 5, an der Schraube w und dreht diese, infolge
dessen dreht sich auch die Achse ν mit ihrem Stift v\ welcher in die Stangen h2 des Typenrades
T2 eingreift und diese unter Drehung des letzteren ein Stück vorwärts schiebt. Beim
Hochgang des Armes / klappt der Flügel /2
in die punktirte senkrechte Lage der Fig. 5 durch sein Streifen an der Schraube w, ohne
diese drehen zu können. Ist die Achse ν nur mit einem Stift v1 versehen, so erfolgt bei dem
nächsten Niedergang des Armes / und Drehen der Schraube n> kein Vorschub des Rades T2.
Dies ist hier angeordnet, weil die Vorrichtung in erster Linie zum Messen und Zählen von
paarweisen Gegenständen, z. B. Holzsohlen, benutzt werden soll. Das Typenrad T2 ist
an . einer Stelle, welche sich zwischen den Typen 9 und ο befindet, mit einem Ansatz
versehen, welcher an die Stangen hl des Typenrades
T1 angreift und bewirkt, dafs letzteres bei einer ganzen Drehung des Rades T2 um
eine Stelle vorgeschoben wird.
Man kann selbstverständlich Stahltypen benutzen, welche sich in den Gegenstand eindrücken,
wenn letzterer weich genug hierzu ist, z. B. bei Ledersohlen. Für Holz aber empfiehlt es sich, Gummitypen zu verwenden,
welche angefärbt werden und einen farbigen Abdruck hinterlassen.
Zu diesem Zweck ist in einem Kasten 1 eine Büchse 2 angebracht, welche die Typen
kurz vor dem Abdruck gleichzeitig mit Farbe versieht. Der Kasten ist an zwei Stangen 3
und 4 aufgehängt, welche in der Querleiste 5 geführt werden. Eine hin- und hergehende
Bewegung wird der Bürste dadurch verliehen, dafs die Stangen 3 und 4 mit einem um
Punkt 6 drehbaren Hebelwerk 7 verbunden sind, auf welch letzteres der Arm / ebenfalls
bei seinem Auf- und Niedergang so einwirkt, dafs beim Heben der zum Abdruck gelangen-
den Typen die Bürste über diese hinstreicht und sie anfärbt, nach dem Abdruck aber wieder
in ihre Ruhelage zurückgezogen wird.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zum Messen von plattenförmigen Gegenständen und Aufdrucken der Mafszahlen, bei welcher zwei lothrecht angeordnete Platten α α1 mittelst ihrer Führerstangen b bl und einem mit diesen verbundenen Hebel ρ dadurch von oder zu einander bewegt werden, dafs eine mit einer Spiralfeder s umlegte gegabelte Stange ο entweder ober- oder unterhalb des Drehpunktes y des Hebels ρ auf diesen drückt, wobei eine an der einen Führungsstange b angebrachte Verzahnung d ein Typenrad T der Verschiebung der Platten aa1 entsprechend dreht.
- 2. In Verbindung mit der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung zum Messen die Anordnung zum Abdrucken der entsprechenden Type auf dem gemessenen Gegenstand, welche dadurch bethätigt wird, dafs der das Hebelwerk ρ ο bewegende Arm / eines Handhebels k einen Hebel u anhebt, der eine der auf verschiebbaren Stangen h befestigten Typen t hebt und auf der Unterseite des gemessenen Gegenstandes zum Abdruck bringt.In Verbindung mit den unter i. und 2. gekennzeichneten Einrichtungen die Anord1 nung eines Zählwerkes, bestehend aus Typenrädern T1 T2, welche ebenfalls mit auf verschiebbaren Stangen befestigten Typen t1 f2 besetzt sind und von denen je eine durch den Hebel u gehoben wird, wobei das Vorrücken des Typenrades T2 mittelst des die Mefsvorrichtungbethätigenden Armes Z durch Drehen einer Schraube w und des an deren Achse ν angebrachten Stiftes v1 bewirkt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53482C true DE53482C (de) |
Family
ID=328136
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53482D Expired - Lifetime DE53482C (de) | Mess- und Numerirwerk für plattenförmige Gegenstände |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53482C (de) |
-
0
- DE DENDAT53482D patent/DE53482C/de not_active Expired - Lifetime
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