DE521845C - Wasserrohrkessel mit oberer Brennstoffzufuehrung und einem Trommelpaar - Google Patents
Wasserrohrkessel mit oberer Brennstoffzufuehrung und einem TrommelpaarInfo
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- F22B21/02—Water-tube boilers of vertical or steeply-inclined type, i.e. the water-tube sets being arranged vertically or substantially vertically built-up from substantially-straight water tubes
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Description
- Wasserrohrkessel mit oberer Brennstoffzuführung und einem Trommelpaar Die Erfindung betrifft Wasserrohrkessel mit einem Trommelpaar, das teils unmittelbar durch Steilrohre, teils durch seitliche, weit ausladende, den Feuerraum umschließende Rohrreihen verbunden ist. Die bekannten Kessel dieser Art sind mit einer langen Flamme beheizt worden, die auf U-förmigem Wege durch Gien Feuerraum- geführt wurde. Aus diesem Grunde mußte der Feuerraum sehr breit ausgebildet werden, so daß er fast kubische Gestalt erhielt. Es ist klar, daß bei Strahlungsdampferzeugern großer Leistung mit U-förmiger Flammenführung wegen dieser Flammenform mit fast kubischem Feuerraum das Verhältnis von Strahlungsheizfläche zu Feuerraumvolumen ungünstig wird, da bei einer Vergrößerung des Feuerraumes die Innenfläche quadratisch, das Volumen aber annähernd mit dritter Potenz wächst. Infolgedessen war es bisher bei großen Feuerräumen auch bei vollständiger Auskleidung der Feuerraumwandungen durch Heizflächen nicht möglich, unerwünscht hohe Feuerraumtemperaturen zu vermeiden, und was noch wichtiger ist, die ganze zur Verfügung stehende strahlende Wärme aufzufangen. Insbesondere dieser Nachteil soll durch die Erfindung vermieden werden. Diese besteht darin, daß im Feuerraum lediglich nackte, zugleich zur Kühlung der Wandungen dienende Rohrreihen für den aufsteigenden Wasserstrom liegen, während das die beiden Tromrneln verbindende, den fallenden Wasserstrom führende Steilrohrbündel in einem Zuge außerhalb des Feuerraumes angeordnet und von diesem durch eine Scheidewand getrennt ist, und daß die von der Feuerraumdecke eingeführten Brennstoffströrne den Feuerraum lediglich von oben nach unten durchströmen. Auf diese Weise wird es möglich, von der üblichen kubischen Form des Feuerraumes soweit als angängig abzugehen und diesem eine quaderförmige und quer zu den Kesseltrommeln möglichst schmale Gestalt zu geben, so daß ein großer Teil der strahlenden Wärme der Flamme von den Heizflächen aufgenommen werden kann. Als weiterer Vorteil kommt hinzu, daß der schmale und langgestreckte Feuerraum die gleiche Höhe erhalten kann wie der eigentliche Kessel selbst, wodurch sich eine einfache äußere Gestalt des Dampferzeugungsaggregates ergibt, das außerdem noch eine sehr kleine Grundfläche für sich in Anspruch nimmt.
- In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt, wobei die Abb. r den neuen Kessel im Aufriß und die Abb.2 im Grundriß wiedergibt.
- Der Wasserrahrkessel besteht aus einem Trommelpaar g, h, das teils unmittelbar durch ein Steilrohrbündel f, teils mittelbar durch seitlich weit ausladende, den Feuerraum umschließende Rohrreihen b, c, z', e über Rohrein hinweg verbunden ist. Die die Feuerraumdecke und die Feuerraumvorderwand bildenden Rohre b, c sind zweckmäßig mittels einer Trommel mit den die Feuerraumrückwand bildenden Rohren i verbunden, die mit ihrem unteren Teile quer durch .den Feuerraum sich erstrecken-. Das Steilrohrbündel f wird durch eine Zugscheidewand in vom Feuerraum getrennt. Von der genannten Trommel an der Vorderseite des Feuerraumes gehen auch die Rostrohre in aus, die auf der anderen Seite in die Untertrommel h des Kessels eingewalzt sind und mit :den Rohren e einen Winkel bilden. Der Brennstaub wird von oben, sei es durch die Decke hindurch, sei es durch den oberen Teil der Stirnwand oder durch die oberen Teile der .beiden Seitenwände, eingeführt. Die Flamme durchströmt den von Wasserrohren umgebenen Verbrennungsraum a nach unten, und gelangt durch die Rohre e tretend, längs der Rostrohre m zu dem Steilrohrbündel f. Auf diese Weise wird eine vollkommene Granulation der flüssigen Schlackenteilchen erzielt, da diese durch zwei Wasserrohrreihen hindurchtreten müssen.
- Soll der beschriebene Wasserrohrkessel mit einer Rostfeuerung für feste Brennstoffe versehen werden, so ist es zweckmäßig, die Wasserrohre b in der Decke des Feuerraumes selbst als Roste auszubilden, auf welchen dann der Brennstoff ruht und zwischen welchen die aus demBrennstoff entwickeltenGase in den Feuerraum übertreten.
- Durch die beschriebene Kesselbauart wird es möglich, im eigentlichen, Kessel sehr lange Rohre zu verwenden, wodurch bei gleicher Heizfläche die Anzahl der Einwalzstellen und damit der Kesselpreis erheblich herabgesetzt werden kann. Die Rohre des Bündels f können auch unbesorgt sehr lang ausgeführt werden, weil die Heizgase vor ihrem Eintritt in dieses Bündel bereits stark abgekühlt sind, so daß ein Durchbrennen der Rohre nicht mehr zu befürchten ist.
- Bei einer derartigen Ausbildung .des Kessels wird das Wasser vorzugsweise in dem Steilrohrbündel abwärts strömen, während die den Feuerraum auskleidenden Rohrreihen den steigenden Wasserstrom führen werden. Auch die Rauchgasführung läßt sich in vorteilhafter Weise bewerkstelligen. Im Ausführungsbeispiel verlassen die Rauchgase das Rohrbündel f oben seitlich bei o, und o2, strömen durch die Zügen, und u2 nach unten und entweichen durch den zwischen ihnen liegenden Zug zc, in welchem im Ausführungsbeispiel der Luftvorwärmer t untergebracht ist. Der Rücklauf des Wassers von der Obertrommel g zur Untertrommel h kann noch dadurch verstärkt werden, daß ein Teil der Rohre f gegen die Berührung durch die Rauchgase geschützt wird oder aber, ,daß in den beiden abwärts führenden Zügen ia, und n2 weitere Verbindungsrohre zwischen den Trommeln g und h angeordnet werden, die dann ebenfalls als Fallrohre dienen. Ferner können in den Zügen ial und x, neben den Fallrohren des Kessels auch noch Speisewasservorwärmer angeordnet werden.
- Wenn ein Lufterhitzer für die Verbrennungsluft mit .dem Kessel verbunden ist, lassen sich gegenüber bekannten Bauarten erhebliche Ersparnisse an feuerfesten Baustoffen dadurch erzielen, daß die Warmluft aus dem Luftvorwärmer in einen Raum p übertritt und über die Obertrommel g hinweg durch Kanäle q nach einem Sammelraum r geführt wird, dessen untere Begrenzung die Decke des Feuerraumes bildet. Die Wandungen der Obertrommel g können dabei als ein Teil der Begrenzung des Sammelraumes p oder der Ausströmkanäle q ausgebildet werden.
- Natürlich ist es auch möglich, den Luftvorwärmer t in zwei oder mehr Teile zu unterteilen und diese in den abwärts führenden Zügen m1 und n, unterzubringen oder die Rauchgase nach Durchströmen des Rohrbündels f durch einen einzigen, einseitig angeordneten Zug nach unten und durch einen zweiten einseitig angeordneten Zug wieder nach oben zu führen.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Wasserrohrkessel mit oberer Brennstoffzuführung und einem Trommelpaar, das teils unmittelbar .durch Steilrohre. teils durch seitliche, weit ausladende; den Feuerraum umschließendeRohrreihen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Feuerraum (a) lediglich nackte, zugleich zur Kühlung der Wandungen dienende Rohrreihen (b, c, i) für den aufsteigenden Wasserstrom liegen, während das die beiden Trommeln (g und h) verbindende, den fallenden Wasserstrom führende Steilrohrbündel (f) in einem Zuge außerhalb des Feuerraumes angeordnet und von diesem durch eineScheidewand (w) getrennt ist, und daB die von der Feuerraumdecke eingeführten Brennstoffströme den Feuerraum lediglich von oben nach unten durchströmen.
- 2. Wasserrohrkessel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung einer Rostfeuerung für feste Brennstoffe die Wasserrohre (b) in der Decke des Feuerraumes selbst als Roste ausgebildet sind, auf welchen der Brennstoff ruht und durch welche die aus dem Brennstoff entwickelten Gase in den Feuerraum übertreten.
- 3. Wasserrohrkessel nach Anspruch i, :dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserrohre (c) der Vorderseite mit den Deckenrohren (b) einerseits und die Wasserrohre (i) der Rückseite mit den Bodenrohren (e) andererseits zu je für sich ununterbrochenen Rohrsträngen vereinigt sind, wobei beide Rohrreihen das aufsteigende Wasser der Untertrommel (h) mittels einer besonderen sich oberhalb des Aschentrichters erstreckenden Rohrreihe (m) entnehmen.
- 4. Wasserrohrkessel nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden am Boden des Feuerraumes vorgesehenen Rohrreihen (e, m) miteinander einen Winkel bilden und so angeordnet sind, daß die abgeschiedenen Aschenteilchen durch beide Reihen nacheinander hindurchfallen, während die Heizgase nur durch .die obere elastische Rohrreihe (e) hindurchtreten und über die untere (m) hinweg in den steigenden Zug strömen.
- 5. Wasserrohrkessel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der freien Rückseite des die Trommeln (g, h) außerhalb des Feuerraumes verbindenden Rohrbündels (f) ab- und aufwärts führende Züge für die Heizgase (n" n2, u) so nebeneinander angeordnet sind, daß in diesen erforderlichenfalls weitere Fallrohre zur Verstärkung des Wasserumlaufes untergebracht werden können und der im letzten steigenden Zuge liegende Luftvorwärmer (t) nur durch den schmalen Zug des Steilrohrbündels (f) von den Brennstoffzuführungen an der Feuerraumdecke getrennt ist.
- 6. Wasserrohrkessel nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Warmluft aus dem Luftvorwärmer durch Kanäle (q) über die Obertrommel (g) hinweg zu einem Sammelraum (r) geführt wird, dessen untere Begrenzung die Feuerraumdecke bildet.
- 7. Wasserrohrkessel nach Anspruch und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Obertrommel (g) einen Teil .der Wan-@dung der Warmluftkanäle (p, q) oder .des Sammelraumes (y) für die Warmluft bildet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA47620D DE521845C (de) | 1926-04-27 | 1926-04-27 | Wasserrohrkessel mit oberer Brennstoffzufuehrung und einem Trommelpaar |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA47620D DE521845C (de) | 1926-04-27 | 1926-04-27 | Wasserrohrkessel mit oberer Brennstoffzufuehrung und einem Trommelpaar |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE521845C true DE521845C (de) | 1931-04-17 |
Family
ID=6935881
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA47620D Expired DE521845C (de) | 1926-04-27 | 1926-04-27 | Wasserrohrkessel mit oberer Brennstoffzufuehrung und einem Trommelpaar |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE521845C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760124C (de) * | 1940-09-22 | 1953-01-19 | Babcock & Wilcox Dampfkessel W | Wasserrohr-Strahlungskessel |
-
1926
- 1926-04-27 DE DEA47620D patent/DE521845C/de not_active Expired
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