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DE527055C - Verfahren zur Behandlung hartschaliger Pflanzensamen zwecks Erzielung einer gleich schnellen und gleichmaessigen Keimung nach der Aussaat - Google Patents

Verfahren zur Behandlung hartschaliger Pflanzensamen zwecks Erzielung einer gleich schnellen und gleichmaessigen Keimung nach der Aussaat

Info

Publication number
DE527055C
DE527055C DEW84144D DEW0084144D DE527055C DE 527055 C DE527055 C DE 527055C DE W84144 D DEW84144 D DE W84144D DE W0084144 D DEW0084144 D DE W0084144D DE 527055 C DE527055 C DE 527055C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
seeds
hard
sowing
shelled
swollen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW84144D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WARREN TEED SEED Co
Original Assignee
WARREN TEED SEED Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WARREN TEED SEED Co filed Critical WARREN TEED SEED Co
Application granted granted Critical
Publication of DE527055C publication Critical patent/DE527055C/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)

Description

Bestimmte Arten von Samen, besonders von Klee, Luzernen, Zwiebeln, Bohnen u. dgl., sind wegen ihrer harten Schale für Wasser in hohem Grade undurchdringlich, so daß sie nach dem Pflanzen zum Teil die für den Keimprozeß nötige Feuchtigkeit vielfach erst nach Monaten, manchmal erst nach einem Jahr oder noch längere Zeit aufnehmen. Ein Teil der Pflanzen keimt sofort, ein anderer Teil nach einer Frist von Monaten und ein weiterer Teil nach einer Frist von einem oder noch mehr Jahren. Diese ungleichmäßige Keimung bedingt verschiedene schwere Nachteile. Eine Ernte entwickelt sich nämlich im allgemeinen nur aus den Pflanzen, die sofort keimen. Für den Ernteertrag sind die anderen Samen verloren. Sie sind aber nicht allein verloren, sondern ihre spätere Entwicklung verunreinigt die auf das gleiche Feld später eingebrachte Saat, für die
ao sie als schädliches Unkraut wirken. Die Landwirte sind so gezwungen, die Kosten für die Bearbeitung des Bodens für Saatmengen aufzuwenden, von denen ein erheblicher Teil nicht nur nicht aufgeht und demnach keine
ag Ernte liefert, sondern auch zu einer späteren Zeit sich sozusagen als Unkraut entwickelt, für dessen Entfernung wiederum Zeit und Arbeit aufgewandt werden muß. Für eine möglichst wirtschaftliche Ausnutzung der Samen ist es deshalb von besonderer Bedeutung, daß sie alle gleichmäßig und rasch keimen. Um dies zu erreichen, wurde bisher die Gesamtmenge des Samens in Maschinen behandelt, die die harten Schalen der Samen, die der Feuchtigkeitseindringung hinderlich sind, verdünnen, ritzen oder teilweise entfernen, um das Eindringen der Feuchtigkeit nach der Aussaat und damit die Keimung zu beschleunigen.
Diese Methode gibt aber zu erheblichen Beanstandungen Veranlassung. Wenn das Abschleifen der Schale für die Samen, die dem Eindringen der Feuchtigkeit den größten Widerstand entgegensetzen, weit genug getrieben wird, um sie für die Feuchtigkeit aufnahmefähig zu machen, sind die übrigen Samen schon zu stark behandelt und unter Umständen schon ihre Keime verletzt. Wenn die Behandlung der Schalen aber nur so weit getrieben ist, daß die Samen mit mittlerer Wasseraufnahmefähigkeit die richtige Beschaffenheit besitzen, dann sind einerseits die rasch keimenden Pflanzen schon zu stark bearbeitet und
entsprechend verletzt und die langsam keimenden noch nicht genügend, beeinflußt, um rasch zu keimen.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, durch das eine sofortige und einheitliche Keimung der ganzen Samenmasse nach der Aussaat bewirkt wird.
Nach diesem Verfahren wird die Gesamtmasse der Samen in drei Klassen getrennt, ίο und zwar in eine Klasse, die rasch keimt, eine zweite, die nach einer mäßigen Frist keimt und eine dritte, die erst nach sehr langer Zeit keimt. Diese verschiedenen Klassen werden im nachfolgenden als weiche, mittelharte und harte Samen bezeichnet, da man annimmt, daß sie weiche, mittelharte bzw. harte Schalen haben.
Nachdem die weichen Samen aus der Masse der Samen abgesondert sind, werden die mittelao harten und harten Samen so behandelt, daß sie Wasser leichter aufnehmen, damit schließlich beim Aussäen die drei vereinigten Klassen annähernd gleiche Mengen Feuchtigkeit in gleicher Zeit aufnehmen und dementsprechend gleichmäßig keimen.
Zu diesem Zwecke wird die gesamte Masse der Samen für eine Zeitdauer von 20 Minuten bis zu einer Stunde in einer geeigneten Flüssigkeit, wie die bekannte Zuckerlösung, eingeweicht. Es kann auch reines Wasser verwendet werden. Zweckmäßig benutzt man eine Glukose von 22 ° Baume. Diese hat zwei Vorteile. Sie zieht keine Farbe aus dem Samen und hinterläßt nach dem Trocknen auf den Samen eine Schutzschicht, die durch Feuchtigkeit leicht gelöst wird und die jungen Pflänzchen mit Nährstoffen versieht. Die Einweichungsdauer richtet sich nach der Menge der Samen und der Temperatur des Wassers. Bei höherer Temperatur ist eine kürzere Einweichungsdauer als bei niedriger Temperatur erforderlich. Die Temperatur darf aber nie so weit steigen, daß die Keimung geschädigt werden könnte. Zweckmäßig wird die Wassertemperatur nicht über 520C gesteigert, regelmäßig hält man sie zwischen 210C und 46 ° C. Eine niedrigere Temperatur erhöht die Einweichzeit, ist aber vorzuziehen, weil eine Schwächung der Keimkraft bestimmt vermieden wird.
Durch das Einweichen schwellen die weichen Samen zunächst an, während die mittelharten und harten Samen keine beträchtliche Schwellung erfahren. Die weichen Samen können dann von den mittelharten und harten Samen durch Absieben oder durch Verwendung einer Lösung entsprechenden spezifischen Gewichts abgesondert werden, Methoden, die zur Trennung von gequollenen und ungequollenen Samen bekannt sind. Nachdem die weichen Samen von der Masse getrennt sind, werden sie getrocknet. Dann werden die mittelharten und harten Samen in eine Schleifmaschine gebracht, ihre Schale mäßig abgeschliffen und wieder in Wasser eingeweicht. Dabei nehmen zunächst die mittelharten Samen Wasser auf und schwellen in kurzer Zeit an (Zeitdauer 20 bis 60 Minuten), während die harten Samen noch nicht anschwellen. Dadurch ist die Trennung dieser beiden Sorten durch Absieben oder durch die Schwergewichtsmethode möglieh. Die so abgeschiedenen mittelharten Samen werden dann getrocknet, und die harten Samen nochmals in Gegenwart von Wasser in den Schleifer gebracht, damit sie für die rasche Wasseraufnahme geeignet gemacht werden.
Durch die beschriebene Behandlung werden die Samen in drei Klassen, weiche, mittelharte und harte getrennt, die nach der Behandlung alle mit annähernd gleicher Schnelligkeit Wasser, aufnehmen. Diese drei Klassen können wieder vermischt und zusammen ausgesät werden, und es besteht dann Sicherheit, daß sie annähernd gleich schnell keimen und aufgehen. Selbstverständlich kann jede der getrennten drei Klassen auch für sich ausgesät werden.
Nach dem Einweichen haben die nassen oder feuchten Samen die Neigung, sich zu Klumpen zusammenzuballen, welche das Absieben erschweren. Um dies zu vermeiden, kann man in bekannter Weise Wasser über das Sieb laufen lassen.
Besteht die Samenmasse aus verschieden großen Samen und ist Unkrautsamen beigemengt, so ist es erforderlich, die Samen erst nach der Größe zu sortieren, ohne Rücksicht, ob sie weich, hart oder mittelhart sind. Jede so gewonnene Menge von Samen gleicher Größe enthält weiche, mittelharte und harte Samen, die mit mehr oder weniger Unkraut verunreinigt sind, und jede Klasse wird dann in der oben beschriebenen Weise behandelt, um die weichen, mittelharten und harten Samen zu trennen und gleichzeitig durch das Quellen in bekannter Weise die Unkrautsamen zu entfernen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    ■ i. Verfahren zur Behandlung hartschaliger Pflanzensamen zwecks Erzielung einer gleich schnellen und gleichmäßigen Keimung nach der Aussaat, dadurch gekennzeichnet, daß von den in einer Flüssigkeit eingeweichten Samen die zunächst gequollenen abgeschieden werden, der Rest einer an sich bekannten, die Schalen schwächenden Behandlung unterworfen wird, wiederum eingeweicht und die dabei quellenden Samen abgeschieden und schließlich der nicht gequollene Rest einer nochmaligen, die Schalenstärke vermindernden Behandlung unterworfen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einweichen der Samen in sonst bekannter Weise Zuckerlösungen verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter · Weise die Trennung der gequollenen Samen von den nichtgequollenen durch Absieben erfolgt und dabei Flüssigkeit über das Sieb geleitet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung der gequollenen und nichtgequollenen Samen in an sich bekannter Weise durch Aufschwemmen in Flüssigkeiten entsprechenden spezifischen Gewichts erfolgt.
DEW84144D 1928-11-15 1929-11-08 Verfahren zur Behandlung hartschaliger Pflanzensamen zwecks Erzielung einer gleich schnellen und gleichmaessigen Keimung nach der Aussaat Expired DE527055C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US527055XA 1928-11-15 1928-11-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE527055C true DE527055C (de) 1931-06-13

Family

ID=21979361

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW84144D Expired DE527055C (de) 1928-11-15 1929-11-08 Verfahren zur Behandlung hartschaliger Pflanzensamen zwecks Erzielung einer gleich schnellen und gleichmaessigen Keimung nach der Aussaat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE527055C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2521979A1 (de) * 1974-05-17 1975-12-04 Hagner Verfahren und apparat zum aussortieren von samen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2521979A1 (de) * 1974-05-17 1975-12-04 Hagner Verfahren und apparat zum aussortieren von samen

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