DE526937C - Fernmeldekabel fuer Vierdrahtbetrieb nach Patent 496168, insbesondere Fernmeldeseekabel - Google Patents
Fernmeldekabel fuer Vierdrahtbetrieb nach Patent 496168, insbesondere FernmeldeseekabelInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B7/00—Insulated conductors or cables characterised by their form
- H01B7/14—Submarine cables
Landscapes
- Insulated Conductors (AREA)
Description
Gegenstand des Hauptpatents 496168 ist
ein Fernmeldekabel für Vierdrahtbetrieb, bei welchem die Adern jeder der beiden Sprechrichtungen
für sich zu besonderen Bündeln verseilt und die beiden Adernbündel im Kabel nebeneinander angeordnet sind.
Gegenstand der Erfindung ist eine besonders zweckmäßige Anwendung einer derartigen
Anordnung bei Seekabeln für große Verlegungstiefen. Es ist bereits vorgeschlagen
worden, Seekabel mit einem rohrförmigen, aus Rund- oder Formdrähten gebildeten Mantel
zu umgeben, über dem der Bleimantel angebracht ist. Der rohrförmige Mantel soll dazu dienen, den Wasserdruck aufzunehmen.
Bei höheren Drücken ist jedoch ein solcher Mantel, will man nicht zu übergroßen und
daher schweren und teueren Drähten greifen, nur dann zuverlässig, wenn in seinem Innern
ein Stützorgan angebracht ist, auf dem die den Mantel bildenden Rund- oder Formdrähte
oder Metallbänder aufliegen. Eine besonders wirksame Ausführung des Stützorgans besteht
in einer sogenannten Bandschnecke,,
d. h. einem gegebenenfalls mit Querriffeln versehenen Metallband, dessen Breite gleich
dem inneren Durchmesser des Rohrmantels ist und das mit einem gewissen Drall um seine Längsachse tordiert ist. Ein solches
Stützorgan ist auch beim Abziehen des Kabels von der Kabelmaschine mittels Abzugrades
deshalb von besonderem Vorteil, weil es bei Anwendung eines Rohrmantels aus schraubenfederartig gewickelten Drähten oder
Bändern den im Kabel auftretenden Zug aufnimmt, wodurch die sonst unvermeidliche Rekkung
von Rohrmantel und Adernbündel vermieden wird. Diese Bandschnecke teilt den Raum der Kabelseele in zwei Abteilungen von
etwa halbkreisförmigem Querschnitt, wobei der Drall des Bandes der Schlaglänge der
Adernbündel entspricht. Die Anbringung eines solchen Stützorgans ist bei den in üblicher
Weise in konzentrischen Lagen verseilten Fernsprechkabeln nicht möglich. Dagegen
ist es bei einem Fernsprechkabel gemäß dem Hauptpatent möglich, ein solches Stützorgan anzubringen, wobei die Adembündel
für je eine Sprechrichtung im Kabel je eine der oben genannten Abteilungen ausfüllen.
In solchen Fällen, in denen außer den beiden Adernbündeln noch weitere Stromkreise
für besondere Zwecke vorgesehen sind, wird man das Stützorgan entweder in Form
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Ernst Fischer in Berlin-Tempelhof und Ferdinand Hanjf in Berlin-Charlottenburg.
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eines dreistrahligen Sterns ausbilden und von den so geschaffenen drei Abteilungen zwei für
die beiden Sprechrichtungen der Vierdrahtschaltung gemäß dem Hauptpatent, die dritte
für die besonderen Adern verwenden. Man kann das Stützorgan auch kreuzförmig oder
in Form zweier mit den Sjpitzen aufeinanderstellender V ausbilden, so daß im Innern des
Kabels vier Abteilungen geschaffen sind, von ίο denen zwei für die normalen Vierdrahtadern
beider Sprechrichtungen gemäß dem Hauptpatent und die beiden anderen für besondere
Stromkreise Verwendung finden. Es ist durch eine entsprechende Ausbildung des Stützorgans
auch möglich, mehr als vier Abteilungen zu schaffen. Der über dem Adernbündel vorgesehene Rohrmantel kann entweder aus
aneinanderstoßenden oder mit geringen Zwischenräumen längsverseilten oder gewindeförmig,
nach Art von Schraubenfedern quer zur Längsachse gewickelten Rund-, Flachoder Formdrähten von beliebigem Querschnitt
oder aus ineinandergreifenden Formdrähten oder aus mit geringen Zwischenräumen aufgebrachten
oder aneinanderstoßenden oder sich überlappenden Metallbändern bestehen. Der Rohrmantel kann aus einer oder mehreren
Lagen von Drähten oder Bändern bestehen. Jede dieser Lagen kann aus einem oder mehreren
Drähten oder Bändern bestehen. Besonders vorteilhaft ist es, die an sich zur Herstellung
von Schutzmänteln für Seekabel bekannten Rohrmäntel und die aus der Technik der Freileitungsseile bekannten Stützorgane.
aus unmagnetischem oder auch ganz oder teilweise magnetischem Material herzustellen
und außer zur Stützung des Bleimantels gleichzeitig zur elektromagnetischen und elektrostatischen Abschirmung der Adernbündel
der beiden Sprechrichtungen zu verwenden. Durch Ausnutzung dieser an sich für andere Zwecke bekannten Mittel zur elektromagnetischen
und elektrostatischen Abschirmung bei Fernmeldekabeln ist demnach eine besonders günstige Anwendungsform des im
Hauptpatent enthaltenen Gedankens geschaffen. Über dem Rohrmantel ist dann eine
Bandbewicklung, beispielsweise aus Metallband oder Faserstoff, und darüber in bekannter
Weise noch ein Bleimantel zur Abdichtung vorgesehen.
In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele eines Fernsprechkabels gemäß der Erfindung
dargestellt.
In Abb. 1 ist 1 das Stützorgan, das aus
einem um seine Längsachse tordierten Metallband besteht, dessen beide Kanten Verbreiterungen
tragen, um den auf dem Metallband als Stützorgan aufgebrachten, den öo Rohrmantel bildenden Formdrähten eine bessere
Auflage zu geben. Die Formdrähte 2 haben in dem Ausführungsbeispiel einen trapezartigen
Querschnitt. In jeder der beiden durch das Stützorgan und durch den Rohrmantel gebildeten Abteilungen liegt ein Adernbündel
3 und 4, von denen das eine, 3, aus den Adern der einen Vierdrahtsprechrichtung und das andere, 4, aus denen der anderen
Vierdrahtsprechrichtung gebildet ist. Über dem aus den Formdrähten 2 bestehenden
Mantel ist eine Bandbewicklung 5 und darüber ein Bleimantel 6 angeordnet. Darüber
kann das Kabel eine in üblicher Weise zwischen zwei Jute-Asphalt-Lagen eingelegte
Drahtbewehrung erhalten. In Abb. 2 ist ein Stützorgan 7 von der Gestalt eines dreistrahligen
Sterns vorgesehen, über dem ein aus ineinandergreifenden Profilbändern bestehender
Rohrmantel 8 liegt. In jeder der beiden Abteilungen 9 und 10 liegt ein aus den Adern
je einer Vierdrahtsprechrichtung gebildetes Bündel. In der dritten Abteilung 11 sind
Stromkreise für besondere Zwecke untergebracht. Über dem Rohrmantel Hegen das Band 12 und der Bleimantel 13. In Abb. 3 ist 8g
die Anordnung gemäß Abb. 2 im Längsschnitt dargestellt.
Ein derartiges Fernmeldekabel wird zweckmäßig in der Weise hergestellt, daß die
Verwindung des ate Stützorgan dienenden Metallbandes, das Einlegen der vorgeformten
Adernbündel und das Aufbringen des Rohrmantels sowie gegebenenfalls einer Bandbewicklung
in einem Arbeitsgange erfolgt. Man kann das Verfahren noch weiter ausbilden in der Weise, daß auch die Formgebung
der einzelnen Adernbündel im gleichen Arbeitsgange mit den anderen genannten Operationen
erfolgt.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Fernmeldekabel für Vier drahtbetrieb nach Patent 496168, insbesondere Fernmeldeseekabel, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Adern und dem Bleimantel ein in seinem Innern mit einem Stützorgan versehener Rohrmantel aus Rund- oder Formdrähten oder Metallbändern angebracht ist und daß je ein die Adern einer Sprechrichtung enthaltendes Bündel in einer der beiden durch das Stützorgan und den Rohrmantel gebildeten Abteilungen untergebracht ist.
- 2. Fernmeldekabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stützorgan ein um seine Längsachse gewundenes Metallband dient.
- 3. Stützorgan nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das um seine Längsachse gewundene Metallband mit Querriffeln versehen ist.
- 4. Stützorgan nach Anspruch 2, da-durch gekennzeichnet, daß seine beiden Kanten Verbreiterungen tragen.
- 5. Fernmeldekabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützorgan einen Querschnitt in Form eines drei- oder mehrstrahligen Sternes hat, so daß mehr als zwei Abteilungen vorhanden sind, von denen zwei die beiden Vierdraht-Adernbündel und die weiteren Abteilungen noch gesonderte Stromkreise für besondere Zwecke aufnehmen.
- 6. Fernmeldekabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützorgan und gegebenenfalls der Rohrmantel ganz oder teilweise aus magnetischem Material bestehen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1927
- 1927-11-20 DE DES82740D patent/DE526937C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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