[go: up one dir, main page]

DE52613C - Selbstthätiger Gefällanzeiger für Lokomotiven - Google Patents

Selbstthätiger Gefällanzeiger für Lokomotiven

Info

Publication number
DE52613C
DE52613C DENDAT52613D DE52613DA DE52613C DE 52613 C DE52613 C DE 52613C DE NDAT52613 D DENDAT52613 D DE NDAT52613D DE 52613D A DE52613D A DE 52613DA DE 52613 C DE52613 C DE 52613C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
gradient
slope
liquid
mercury
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52613D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. CLEMENT, k. k. Regierungs-Rath, Ober-Inspektor der k. k. Oesterr. Staatsbahnen i. P. in Wien, Fünfhaus, Mariahilfer Gürtel Nr. 19
Publication of DE52613C publication Critical patent/DE52613C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C9/00Measuring inclination, e.g. by clinometers, by levels
    • G01C9/18Measuring inclination, e.g. by clinometers, by levels by using liquids
    • G01C9/20Measuring inclination, e.g. by clinometers, by levels by using liquids the indication being based on the inclination of the surface of a liquid relative to its container
    • G01C9/22Measuring inclination, e.g. by clinometers, by levels by using liquids the indication being based on the inclination of the surface of a liquid relative to its container with interconnected containers in fixed relation to each other

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Level Indicators Using A Float (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Im aufserordentlichen Betriebe, namentlich bei massenhaftem Verkehr werden manche Maschinenführer zur Dienstleistung auf ihnen unbekannten Strecken befohlen.
Der Mangel an Ortskenntnifs von Seiten des Maschinenführers kann von betriebsgefährlichen Folgen begleitet sein.
Obgleich zur möglichsten Verhütung von Unglücksfällen des Nachts beleuchtete Gefällsbruchanzeiger angewendet werden können, so sind solche nicht geeignet, volle Gewähr zu bieten, da sie bei Nebel und starken Niederschlägen leicht übersehen werden könnten.
Nach der vorliegenden Erfindung soll nun durch einen einfachen Apparat, welcher neben dem Führerstand auf der Maschine angebracht wird und beim Einfahren auf ein Gefalle dasselbe selbstthätig anzeigt, den erwähnten Uebelständen abgeholfen werden.
Der Apparat besteht im wesentlichen in einer beim Führerstand angebrachten, mit Scala versehenen Röhre, welche durch ein die Lokomotive entlang führendes Rohr mit einem am Vorderende der Maschine, etwa beim Kamin einstellbar angebrachten Behältnisse in Verbindung steht und durch Steigen oder Fallen des Spiegels einer in dieser Röhre befindlichen Flüssigkeit eine Steigung oder ein Gefalle der Bahn anzeigt. Der Grad dieser Steigung oder des Gefälles wird auf der Scala abgelesen. Schwimmer, Siebe oder Ventile verhindern das Schwanken der Flüssigkeit beim Fahren und bewirken ein langsames und ruhiges Ab- und Zufliefsen derselben bei Betreten eines Gefällsbruches.
Mit dem erwähnten Anzeiger könnte noch eine zweite Vorrichtung in Verbindung gebracht werden, welche beim Uebergang auf ein bestimmtes Gefalle, an welchem ein Bremsen des Zuges nothwendig' wird, einen elektrischen Contact herstellt und so ein Läutewerk bethätigt. .
Fig. ι zeigt eine schematische Längenansicht einer Lokomotive mit dem Gefällsbruchanzeiger: Fig. 2 ist die Endansicht der Lokomotive mit dem beim Führerstand angebrachten, mi't Scala versehenen Anzeiger. Die Fig. 3 bis 8 sind verschiedene Einzelheiten in vergröfsertem Mafsstabe.
Die Grundlage der Erfindung wird durch Fig. 3 veranschaulicht. Eine horizontal gestellte, mit aufgebogenen Enden a1 a2 versehene Röhre α wird mit einer Flüssigkeit so weit gefüllt, dafs diese zum Theil, etwa bis zur Horizontalen xx, die beiden aufgebogenen Enden al d1 ausfüllt. Ist α das entlang der Lokomotive angebrachte Rohr, α1 das rückwärts beim Maschinisten und a2 das vorn beim Kamin angebrachte Ende, so bleibt der Spiegel in den beiden Enden, so lange die Lokomotive eine horizontale Strecke befährt, gleich hoch; gelangt aber die Lokomotive auf ein Gefälle, so neigt sich das Rohr entsprechend der durch das Bahngefälle der Lokomotive ertheilten Neigung und nimmt etwa die in Fig. 4 gezeigte geneigte Stellung ein, dadurch steigt (anscheinend) die Flüssigkeit bei <z2 und fällt bei α1. Aus dem Grade des Fallens des Niveaus in a1 wird der Maschinenführer das Bahngefälle erkennen, welches er auf einer
bei a1 angebrachten Scala ablesen kann. Umgekehrt beim Befahren einer Steigung wird die Flüssigkeit in a1 steigen. Selbstverständlich ist es nicht nothwendig, dafs das Rohr α gerade und horizontal ist, sondern es kann beliebige Form und Lage erhalten, da es blofs zur Herstellung der Communication zwischen den Rohrtheilen a2 und a1 dient.
Da das gröfste Bahngefälle der Lokomotive eine verhältnifsmä'fsig geringe Steigung ertheilt und infolge dessen auch der Flüssigkeitsstand bei a1 nur geringe Unterschiede zeigen würde, welche an der Scala nur unvollständig abgelesen werden könnten, empfiehlt es sich, dieses Ende a1 schief zu stellen oder demselben die in Fig. 5 gezeigte wellen- oder buckeiförmige Gestalt zu geben, in welch letzterem Falle der Symmetrie wegen noch ein zweites gleichgeformtes Rohr a1 beigefügt werden könnte. Durch diese schiefe Lage der Rohrenden mufs die Flüssigkeit einen längeren Weg durchlaufen, um ein bestimmtes Gefälle anzuzeigen, infolge dessen fallen die Theilstriche an der Scala gröfser aus. Die Theilstriche können horizontal, wie in Fig. 5 rechts, oder normal zum Rohr, wie in derselben Figur links gezeigt, angebracht werden.
Eine längere Säule, ohne das neben dem Führerstand befindliche Rohrende schief zu stellen oder zu krümmen, erreicht man auch, indem man, wie in Fig. 6, das Rohr α und zum Theil auch die aufwärts gerichteten Enden a' α2 etwa bis zur Linie 11 mit Quecksilber füllt und das rückwärtige Ende αλ, welches oben in ein engeres Rohr u ausläuft, über dem Quecksilber mit einer specifisch leichteren Flüssigkeit versieht, welche bei der Horizontalstellung der Lokomotive den Nullstrich ο erreicht. Ist der Querschnitt des Rohres u rc-mal kleiner, als der von al (bezw. a2), so wird die Flüssigkeit im Rohr u η-mal mehr steigen und fallen, als die Quecksilbersäule in den erweiterten Rohrenden αΛ α 2.
Das vordere, beim Kamin befindliche Rohrende α2 dient blofs als Behälter und wird, um eine gröfsere Flüssigkeitsmenge aufnehmen zu können, breiter als die Röhre α ausgeführt.
Die beiden Rohrenden sind verschlossen und je mit einer kleinen Oeffnung a3 ai versehen. Die Oeffnungen α3 α4 gestatten nur ein langsames Ein- und Ausströmen der Luft.
Durch diese Einrichtung wird erreicht, dafs beim Uebergang auf ein Gefälle die in dem einen Ende aufsteigende Flüssigkeit nur langsam die Luft austreiben und infolge dessen nur langsam und ruhig ohne Stöfse emporsteigen kann.
Man hat auf die Weise eine Art Luftpolster geschaffen, welche ein starkes Aufwallen der Flüssigkeit verhindert.
Das ruhige Ab- und Zufliefsen der Flüssigkeit könnte auch in der Weise erreicht werden, dafs man an einer beliebigen Stelle, am besten in dem vorderen Behälter a2, eine gelochte (siebartige) Scheidewand a9, Fig. 6, einsetzt oder aber an dieser Stelle ein Ventil α10, Fig. 7, einsetzt, welch letzteres beim plötzlichen Andrang der Flüssigkeit gegen den Ventilsitz a" gedrückt wird und den Zuflufs abschliefst, und erst, wenn der durch diesen plötzlichen Andrang hervorgebrachte Stofs aufhört, wieder in seine ursprüngliche Lage (da es specifisch schwerer ist als die Flüssigkeit) zurückfällt und die Flüssigkeit durchläfst.
Um den Flüssigkeitsstand während der Fahrt in Ruhe zu erhalten, sind Schwimmkugeln as oder sonstige Schwimmer angebracht, welche in bekannter Weise das Spritzen verhindern.
Die Rohrenden sind, um das Eindringen von Unreinigkeiten in dieselben zu verhindern, mit Schutzkappen α 6 versehen, welche jedoch von dem Rohrende ein wenig abstehen, um Luft durchlassen zu können.
Gegen Frost und Bereifung wird der Behälter α2 geschützt, indem man es mit einem Mantel überdeckt. Die ausstrahlende Wärme des Kessels schützt sodann ausreichend vor dem Gefrieren der Flüssigkeit.
Um den Anzeiger auf Null einstellen zu können, wenn die Lokomotive auf einer horizontalen Strecke sich befindet, ist das eine Ende, vorzugsweise das vordere a2, bei a1 mit dem übrigen Rohrtheil gelenkig verbunden und durch ein Stellschräubchen as stellbar, und zwar wird, wenn das Flüssigkeitsniveau bei a1 bei horizontaler Stellung der Lokomotive unter dem Nullstrich der Scala sich befindet, der Behälter α2 durch das Stellschräubchen as etwas gehoben, im entgegengesetzten Falle dagegen gesenkt. Bemerkt wird, dafs diese Berichtigung vor der Fahrt, also noch im Heizhause vorzunehmen ist.
Um die Flüssigkeit im Rohr sichtbar zu machen, empfiehlt es sich, dieselbe zu färben. Aufserdem soll dieselbe noch die Beschaffenheit besitzen, dafs sie bei unseren Kältegraden nicht gefriert.
Eine die beiden Eigenschaften besitzende Flüssigkeit erhält man, wenn man Wasser mit Glycerin (welches den Gefrierpunkt herabsetzt) und Anilin (welches diese Mischung färbt) mengt.
Eine weitere Vervollständigung des Anzeigers wäre zu erzielen, wenn man denselben mit einem zweiten, ebenfalls mit aufgebogenen Enden versehenen Rohr b, Fig. 1 und 8, verbände, welches, ähnlich dem beschriebenen construirt und einstellbar, jedoch mit Quecksilber gefüllt, bei einem gewissen Gefälle durch die Quecksilbersäule den Stromkreis eines elektrischen Läutewerkes schliefsen würde, durch
welches der Maschinenführer aufmerksam gemacht wird, dafs der Zug eine Strecke von dem Gefälle betreten hat, für das irgend welche Vorsichtsmafsregeln, namentlich das Bremsen nothwendig und vorgeschrieben sind.
In Fig. 6 und 8 ist die Einrichtung zur Herstellung des Contactes durch das Quecksilber angedeutet. Das rückwärtige Ende des Rohres, etwa bei s, ist mit der einen Drahtleitung in Verbindung, während das vordere aufwärts gerichtete Ende oberhalb der Quecksilbersäule in einem seitlichen Ansatz s1 mit einem Contactplättchen oder Stiftchen s2, Fig. 6, versehen ist, welcher mit der anderen Drahtleitung in Verbindung steht.
Erreicht nun bei einem bestimmten Gefälle die aufsteigende Quecksilbersäule den Contact s2, so wird der elektrische Stromkreis geschlossen, welcher die Quecksilbermasse, eine Batterie und ein Läutewerk enthält.
Selbstverständlich können die Einzelheiten der Construction mannigfach abgeändert werden, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen.
Selbstverständlich entfällt bei der Einrichtung Fig. 6 das in Fig. 8 gezeigte kürzere Rohr b, indem das Quecksilber mit der specifisch leichteren Flüssigkeit in ein und demselben Rohr verbunden sind. .Das Rohr u kann in beliebiger Weise weiter geleitet werden, so dafs das Rohr α in Fig. 6 beliebig kurz ausgeführt werden kann.
Zum Zwecke eines bequemen Füllens und Entleerens des Rohres α wird dasselbe mit Füll- und Auslafshähnen versehen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine zum Gebrauch auf Lokomotiven bestimmte, das Bahngefälle selbsttätig anzeigende Vorrichtung, bei welcher an einer am Führerstande befindlichen Röhre al, welche mit einer das Gefälle anzeigenden Scala versehen ist und durch ein längs der Lokomotive angeordnetes Rohr a mit einem einstellbaren Behältnifs a1 in Verbindung steht, durch Steigen oder Fallen des Spiegels einer in der Rohrleitung befindlichen Flüssigkeit das Gefälle oder die' Steigung der Bahn angezeigt wird, während Luftpolster und Schwimmer α5, nötigenfalls auch Siebe α2 oder ein Ventil a10, eine übermäfsig rasche Bewegung der Flüssigkeit verhindern und an den Enden angebrachte Schutzkäppen das Eindringen von Schmutz in die Rohre und das Behältnifs hintanhalten.
2. In Verbindung mit dem in Anspruch i. gekennzeichneten Gefällanzeiger eine mit aufwärts gerichteten Enden versehene, mit Quecksilber gefüllte Röhre b, um bei einem bestimmten Gefälle der Bahn durch die Quecksilbersäule einen elektrischen Contact herzustellen und dadurch ein elektrisches Läutwerk in Thätigkeit zu setzen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT52613D Selbstthätiger Gefällanzeiger für Lokomotiven Expired - Lifetime DE52613C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE52613C true DE52613C (de)

Family

ID=327317

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT52613D Expired - Lifetime DE52613C (de) Selbstthätiger Gefällanzeiger für Lokomotiven

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE52613C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4466197A (en) * 1980-10-17 1984-08-21 Valinor, S.A Device for measuring or detecting the degree of inclination of an object

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4466197A (en) * 1980-10-17 1984-08-21 Valinor, S.A Device for measuring or detecting the degree of inclination of an object

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE52613C (de) Selbstthätiger Gefällanzeiger für Lokomotiven
DE3110104A1 (de) Einrichtung zur fluessigkeits-abflussmengen-regelung
DE672392C (de) Neigungsmesser fuer Fahrzeuge
DE2642469A1 (de) Messvorrichtung (manometer) fuer brennstoffe beispielsweise bei kraftraedern
DE596682C (de) UEberlaufvorrichtung fuer Druckmesser
DE2005424A1 (de) Langsbelufteter Verkehrstunnel mit in der Blasrichtung umkehrbaren Ventilatoren
DE396127C (de) Vorrichtung zum Beregnen von Gaerten usw
DE496674C (de) Tropfenzeiger fuer OElschmiereinrichtungen mit Tropfenfuehrung unter Wasser
AT119903B (de) Vorrichtung zur Messung der Flüssigkeitsmenge in einem von einem Fahrzeug getragenen Behälter.
DE612121C (de) Fluessigkeitsanlasser mit festen Elektroden
DE360521C (de) Selbsttaetiges Klappenwehr
DE508204C (de) Temperaturausgleichsvorrichtung fuer Beschleunigungsanzeiger mit Fluessigkeitsgefaessund kommunizierenden Steigrohren, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE2641095A1 (de) Messeinrichtung zur niveauanzeige in einem kraftstoffbehaelter eines kraftfahrzeuges
DE545258C (de) Einrichtung zur UEberwachung der Kuehlwasserstroemung in Rueckkuehlern fuer die Kuehlluft elektrischer Maschinen
DE911943C (de) Vorrichtung zum Messen der Wasserverdraengung und der Trimmlage eines Schiffes
DE440981C (de) Lokomotive
DE573977C (de) Belueftungseinrichtung fuer Wasser
DE446307C (de) Vorrichtung zum Abfuehren der Abwaesser an Bord von Schiffen unter der Wasserlinie nach aussenbord
AT147207B (de) Beschleunigungs- und Verzögerungsanzeiger für Fahrzeuge.
DE511364C (de) Selbsttaetiges Stauwehr
DE442910C (de) Fahrtrichtungsanzeiger
AT158623B (de) Vorrichtung zur Anzeige eines bestimmten Flüssigkeitsstandes in Behältern.
DE260249C (de)
DE552534C (de) Saugheber
DE418846C (de) Vorrichtung zum Betaetigen von Absperr- oder Drosselorganen fuer Gasleitungen