DE526074C - Elektromechanische Bremsvorrichtung, besonders fuer elektrische Fahrzeuge - Google Patents
Elektromechanische Bremsvorrichtung, besonders fuer elektrische FahrzeugeInfo
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- DE526074C DE526074C DES84925D DES0084925D DE526074C DE 526074 C DE526074 C DE 526074C DE S84925 D DES84925 D DE S84925D DE S0084925 D DES0084925 D DE S0084925D DE 526074 C DE526074 C DE 526074C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T13/00—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
- B60T13/74—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with electrical assistance or drive
- B60T13/748—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with electrical assistance or drive acting on electro-magnetic brakes
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Description
Es ist bekannt geworden, die mechanische Bremsung von Fahrzeugen über einen Hilfsmotor
zu bewirken, der durch Drehung in der einen oder anderen Richtung die mechanische
Bremse anzieht oder löst. Um den gewünschten Bremsdruck vom Führerstand aus einstellen
zu können, hat man mit dem Bremsgestänge Schleifkontakte gekuppelt, die die Abschaltung
eines Hilfsmotors je nach der Stellung eines Befehlsschalters am Führerstand
bewirken.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine x\nordnung zur Steuerung mehrerer zur Betätigung
mechanischer Bremsen dienenden Hilfsmotoren, beispielsweise in verschiedenen
Wagen eines Zuges, von einem einzigen Führerstand aus. Die Steuerung der Hilfsmotoren
erfolgt nach der Erfindung selbsttätig durch Schleifkontakte, die mit einem an sich
bekannten elastischen Zwischenglied zwischen Hilfsmotor und mechanischer Bremse gekuppelt
sind und im Stromkreis von Umkehrschützen liegen, welche die Hilfsmotoren der einzelnen Bremsvorrichtungen steuern.
Die Schleifkontakte schließen oder öffnen je nach der Stärke der Zusammendrückung
des elastischen Gliedes entsprechende Stromkreise, durch die dann über die Umkehrschütze
der Hilfsmotor nach Erreichung der gewünschten Stellung des elastischen Gliedes ausgeschaltet wird. Es könnte z. B. die Lage
eines Kontaktgliedes nach Art der bekannten Schiffskommandosteuerungen vom Führerstand
aus geregelt werden; berührt dann der Schleifkontakt des elastischen Gliedes das betreffende
Kontaktglied oder löst er sich von ihm, so wird der Motor abgeschaltet. Das betreffende Kontaktglied müßte also durch
eine besondere Antriebsvorrichtung, z. B. einen Schaltmagneten, in die gewünschte Lage 4"
gebracht werden. Es könnten an Stelle des beweglichen Kontaktgliedes auch in an sich
bekannter Weise mehrere voneinander isolierte feste Kontaktglieder angeordnet sein,
auf denen der Schleifkontakt des elastischen Gliedes je nach der Stärke der Zusammendrückung
schleift. Im Führerstand befindet sich dann eine besondere Steuerhauptwalze, durch die in an sich bekannter Weise das
Kontaktglied bestimmt werden kann, bei dessen Berührung mit dem Schleifkontakt des
elastischen Gliedes der Hilfsmotor sich selbsttätig abschaltet. Mit der Steuerhauptwalze ist
eine Steuerumschaltwalze in bekannter Weise mechanisch gekuppelt, die je nach der
Drehung der Steuerhauptwalze die Drehung des Hilfsmotors in der einen oder anderen
,Richtung festlegt.
Die Umkehrschütze in den einzelnen Wagen, die von der Steuerumschaltwalze des
führenden Wagens aus gesteuert werden, arbeiten zweckmäßig auf eine besondere Umkehrwalze
in jedem Wagen, die die Umsteuerung des Hilfsmotors vornimmt. Zur Speisung der Uinkehrschütze ist in jedem Wagen
eine Speisebatterie vorgesehen. Bei Nicht-
erregung der Umkehrschütze kehrt die Umkehrwalze in bekannter Weise selbsttätig in
die Nullage zurück.
Die beschriebene Anordnung hat den Vorteil, daß es bei ungleichmäßiger Bewegung
der einzelnen Hilfsmotoren vermieden wird, daß die Speisebatterie desjenigen Hilfsmotors,
der am langsamsten gelaufen ist, noch die Speisung der anderen Hilfsmotoren übernimmt.
Durch die vorgeschlagene Anordnung würde in diesem Falle von der betreffenden
Speisebatterie nur noch die Speisung dey anderen Umkehrschütze eintreten, die aber
nur so wenig Energie benötigen, daß ein wesentlicher Nachteil dadurch nicht auftritt.
Den Bremsdruck der einzelnen· Bremsstufen
wählt man vorteilhaft immer in einem bestimmten prozentualen Verhältnis zum Gesamtgewicht
des Wagens. Bei geringer Wagenbelastung, also z. B. bei verhältnismäßig leerem Zug, dürfen dann die stärkeren
Bremsstufen nicht verwendet werden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
In Abb. ι ist die Schaltanordnung dargestellt, und Abb. 2 zeigt die zwangläufige Kupplungsanordnung
der Steuerumschaltwalze mit der Steuerhauptwalze.
Nach Abb. 1 arbeitet der Hilfsmotor 1 über
die Bremsspindel 2 auf das elastische Glied 3, das über das Bremsgestänge 4, um das die
Bremsfeder 5 gelegt ist, mit der mechanischen Bremse in Verbindung steht. Der Hilfsmotor
ι wird von der Batterie 6 über die Umkehrwalze 7 gespeist. Die Umkehrwalze 7
wird durch die Umkehrschütze 81 und 82 gesteuert, die über die Steuerumschaltwalze 9,
die Steuerhauptwalze 10, die Kontaktglieder 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 und den Schleifkontakt
18 ebenfalls von der Batterie 6 gespeist
werden.
Nach Abb. 2 ist die Steuerhauptwalze mit einer Kupplungsscheibe 19 versehen, die an
ihrem Rand Löcher 20 besitzt, in die der Kupplungshebel 21 je nach der Drehrichtung
der Kupplungsscheibe 19 eingreift. Der Kupplungshebel 21 steht mit der Steuerumschaltwalze
9 unmittelbar in Verbindung. Der Ausschlag des Kupplungshebels 21 wird
durch die Anschlagfedern 22 und 23 begrenzt. Auf der Steuerhauptwalze befinden sich die
Anschläge 101 und 102, an die der Mitnehmerhebel
171 der Kupplungsscheibe 19 je nach der gewählten Drehrichtung anschlägt.
Die Kupplungsscheibe 19 wird durch die Kurbel 24 betätigt.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende:
Die Zeichnung zeigt die elektromechanische Bremsvorrichtung auf der stärksten Bremsstufe.
Die Schalter und Steuerwalzen befinden sich in der dargestellten Lage. Die Kurbel
24 steht in der Stellung Vß oder ol, d. h.
also auf der fünften Bremsstufe oder der o. Lösstufe. Der Stromkreis des Hilfsmotors 1
ist also durch die Kontakte auf der Umkehrwalze 7 unterbrochen, die sich in der Nullstellung
befindet, da der Erregerstromkreis der Umkehrschütze durch die Kontakte auf der Steuerumschaltwalze 9, die sich noch in
der Bremsstellung B befindet, unterbrochen ist. Soll jetzt die Bremse gelöst werden, so
wird die Kurbel 24 in der Richtung des Pfeiles / gedreht. Die Folge davon ist, daß die
Kupplungsscheibe 19, die sich entsprechend mitdreht, den Kupplungshebel 21 aus der
Bremsstellung in die Lösstellung bringt. Die Steuerhauptwalze nimmt an der Drehbewegung
der Kurbel 24 zunächst nicht teil, bis der Mitnehmerhebel 171 mit dem Anschlag
102 in Berührung gekommen ist. Das ist aber erst der Fall, wenn sich die Kurbel 24 in der
Stellung lL befindet. In dieser Stellung befindet
sich also der Kupplungshebel 21 und damit auch die Steuerumschaltwalze 9 in der
Lösstellung L, wodurch das Umkehrschütz 81 entsprechend Abb. 1 über den Schleifkontakt
18, der auf den Kontaktgliedern 11 und 12
aufliegt, und die Schleifkontakte der Steuerumschaltwalze 9 erregt wird. Dadurch wird
die Umkehrwalze 7 in die Lösstellung gebracht, so daß jetzt von der Batterie 6 aus
der Hilfsmotor 1, bei dem gewählten Ausführungsbeispiel
als Reihenschlußmotor, gespeist wird. Der Hilfsmotor 1 drückt das elastische
Glied 3 entsprechend zusammen, und der Schleifkontakt 18 bewegt sich auf das nächste
Kontaktglied 13. In dem Augenblick, wo der Schleifkontakt 18 das Kontaktglied 12 verläßt,
ist aber der Stromkreis zu dem Umkehrschütz 82 unterbrochen, so daß die L^mkehrwalze
7 wieder in ihre Nullstellung zurückläuft. Erst wenn die Steuerhauptwalze durch entsprechende Kurbeldrehung in die Lösstellung
II1 gebracht worden ist, sind die Kontakte 12 und 13 über die Schleifkontakte der
Steuerhauptwalze 10 miteinander verbunden, so daß das Umkehrschütz 81 wieder erregt
wird und der Motor das elastische Glied 3 weiter so weit zusammendrückt, bis der Schleifkontakt
18 auch das Kontaktglied 13 verlassen hat. In der Stellung VL der Steuerhauptwalze
sind die Kontaktglieder 12 bis 16 miteinander
verbunden, so daß also der Hilfsmotor ι sich so lange dreht, bis der Schleifkontakt
18 das Kontaktglied 16 verlassen hat. Die Umkehrwalze 7 läuft dann wieder in ihre
Nullage zurück. Die Bremse ist jetzt vollkommen gelöst. Soll jetzt die Bremse angezogen
werden, so muß die Kurbel 24 in Rich- J.20 tung des Pfeiles b gedreht werden. Dadurch
wird zunächst wieder nur die Kupplungs-
scheibe 19 in der betreffenden Richtung verdreht, bis der Mitnehmerhebel 171 an den Anschlag
101 gelangt ist. Das ist der Fall, wenn sich die Kurbel 24 in der Stellung IB befindet.
Der Kupplungshebel 21 und damit auch die Steuerumschaltwalze 9 ist dann in die Bremsstellung
B gelangt. Von der Batterie 6 aus wird jetzt über den Schleifkontakt 18, der auf
den Kontaktgliedern 11 und 17 aufliegt, und
die Schleifkontakte der Steuerumschaltwalze9 das Umkehrschütz 82 gespeist, wodurch die
Umkehrwalze 7 in ihre Bremsstellung gebracht wird. Dadurch wird jetzt der Hilfsmotor
ι in umgekehrter Richtung in Drehung gesetzt, und zwar so lange, bis der Schleifkontakt
18 den Kontakt 17 verlassen hat. Erst wenn die Steuerhauptwalze durch entsprechende
Kurbeldrehung in die Stellung IIB gebracht wird, sind die Kontakte 16 und 17
ao über die Schleifkontakte der Steuerhauptwalze 10 miteinander verbunden, so daß das
Umkehrschütz 82 wieder erregt wird und der Motor weiter das elastische Glied 3 so weit
streckt, bis der Schleifkontakt 18 auch das
as Kontaktglied 16 verlassen hat. In der Stellung
Vs der Steuerhauptwalze sind die Kontaktglieder
13 bis 17 miteinander verbunden, so daß also der Hilfsmotor 1 sich so lange
dreht, bis der Schleifkontakt iS das Kontaktglied 13 verlassen hat. Die Umkehrwalze 7
läuft dann wieder in ihre Nullage zurück. Die Bremse ist jetzt wieder vollkommen angezogen.
Claims (2)
- Patentansprüche:
ι . Elektromechanische Bremsvorrich-tung für mehrere von einer Führerstelle aus gesteuerte, z. B. in verschiedenen Wagen befindliche elektromechanische Bremsvorrichtungen unter Benutzung eines Hilfsmotors zur Betätigung der mechanischen Bremse, der sich mittels Hilfskontakten in Abhängigkeit vom Bremsvorgang selbsttätig ausschaltet, gekennzeichnet durch in den einzelnen Wagen befindliehe Umkehrschütze (81, 82) sowie in deren Stromkreis liegende Schleifkontakte (11, 12 bis 17, 18), die mit einem zwischen Hilfsmotor (1) und Bremsgestänge (4) liegenden elastischen Glied (3) gekuppelt sind. - 2. Elektromechanische Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Wagen eine besondere Umkehrwalze (7) vorgesehen ist, die durch die Umkehrschütze (81, 82) gesteuert wird und bei deren Nichterregung selbsttätig in die Nullage zurückkehrt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES84926D DE533578C (de) | 1928-03-31 | 1928-03-31 | Elektromechanische Bremsvorrichtung, besonders fuer elektrische Fahrzeuge |
| DES84925D DE526074C (de) | 1928-03-31 | 1928-03-31 | Elektromechanische Bremsvorrichtung, besonders fuer elektrische Fahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES84925D DE526074C (de) | 1928-03-31 | 1928-03-31 | Elektromechanische Bremsvorrichtung, besonders fuer elektrische Fahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE526074C true DE526074C (de) | 1931-06-01 |
Family
ID=7512038
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES84925D Expired DE526074C (de) | 1928-03-31 | 1928-03-31 | Elektromechanische Bremsvorrichtung, besonders fuer elektrische Fahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE526074C (de) |
-
1928
- 1928-03-31 DE DES84925D patent/DE526074C/de not_active Expired
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