DE524847C - Reinigungs- und Entfettungsvorrichtung unter Verwendung unbrennbarer Loesemittel - Google Patents
Reinigungs- und Entfettungsvorrichtung unter Verwendung unbrennbarer LoesemittelInfo
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Description
- Reinigungs- und Entfettungsvorrichtung unter Verwendung unbrennbarer Lösemittel Zum Reinigen von mit 01 oder Fett behafteten Gegenständen werden bekanntlich flüssige Lösemittel, wie Benzin, Benzol, Trichloräthylen und Tetrachlorköhlenstoff, verwendet, die besonders wirksam sind, wenn sie erwärmt oder in Dampfform angewendet werden. Von diesen Stoffen sind einige, wie Benzin und Benzol, feuergefährlich und können daher, namentlich in erwärmtem Zustande, nur in dicht geschlossenen Waschgefäßen Anwendung finden. Unbrennbare Lösemittel, wie Trichloräthylen und Tetrachlorkohlenstoff, benutzte man in erwärmtem Zustande früher ebenfalls nur in dicht geschlossenen Gefäßen, um das Austreten von Dämpfen dieser Lösemittel, die in größeren Mengen eingeatmet narkotische Wirkung haben, zu verhindern. Neuerdings hat man aber gefunden, daß sich diese Lösemitteldämpfe infolge ihrer günstigen physikalischen Eigenschaften dadurch, daß im oberen Teile des Waschgefäßes Kühlkörper angeordnet sind, an denen sich die Dämpfe niederschlagen, vollständig zurückhalten lassen, so daß es möglich ist, die Reinigung in dauernd oder zeitweise offenen Waschgefäßen vorzunehmen, ohne daß Lösemitteldämpfe aus ihnen entweichen. Die Benutzung offener Waschgefäße hat den Vorteil, daß man den Verlauf des Reinigungsvorgangs jederzeit beobachten und erforderlichenfalls durch Eingriffe günstig beeinflussen kann.
- Will man das Waschgut, das sich während der Reinigung in dem mit der Waschflüssigkeit und ihren Dämpfen erfüllten Raum unter den Kühlkörpern befindet, vor der Herausnahme aus dem Waschgefäß trocknen, so muß man es der weiteren Einwirkung der Lösemitteldämpfe entziehen. Zu diesem Zweck ist vorgeschlagen worden, auch unter dem Waschgut Kühlkörper anzuordnen, die erst dann in Tätigkeit gesetzt werden, wenn der eigentliche Waschvorgang beendet ist. Das vorher bis an die Kühlkörper über dein Waschgut reichende Dampfniveau sinkt dann bis an die Kühlkörper unter dem Waschgut hinab, während sich der Raum zwischen den beiden Kühlkörpersystemen mit nachströmender Luft füllt, innerhalb der das heiße Waschgut, namentlich wenn es aus Metallgegenständen besteht, rasch trocknet.
- Gegenstand vorliegender Erfindung ist es, innerhalb des Waschgefäßes über den Kühlkörpern, die beim Reinigungsvorgang die Lösemitteldämpfe zurückhalten, einen besonderen Raum vorzusehen, in den das Waschgut aus dem Raum unter den Kühlkörpern nach erfolgter Reinigung gebracht wird, um dort abzukühlen und zu trocknen. Da dieser Trocknungsrauin keine Dämpfe, sondern Luft enthält, so `erdunstet dort die auf dem heißen Waschgut noch vorhandene Feuchtigkeit rasch; der bei der Verdunstung entstehende Lösemitteldampf sinkt infolge seiner Schwere in den unteren Teil des Waschgefäßes zurück, wo er an den Kühlkörpern niedergeschlagen wird.
- In den beiliegenden Abbildungen sind zwei Ausführungsbeispiele dieser Erfindung dargestellt. Abb. i zeigt ein am Boden heizbares Waschgefäß a, über dem sich ein zweites, den Kühl- und Trockenraum bildendes Gefäß b befindet. Die Innenräume der beiden Gefäße werden durch das in zwei Hälften drehbar angeordnete Kühlschlangensystem c voneinander getrennt. -Der zum Tragen des Waschgutes bestimmte Rahmen d hängt mittels Ketten oder Seilen an den Rollen e, die durch die Kurbel f gedreht werden können, so daß sich der Rahmen d vertikal bewegen läßt. In seiner obersten, punktiert gezeichneten Stellung ist der Rahmen nach Entfernung eines gegebenenfalls verwendeten Dekkels g zugänglich, so daß in ihn ein mit Waschgut gefüllter Korb h eingesetzt werden kann. Aus der im Waschgefäß a befindlichen erhitzten Waschflüssigkeit entwickeln sich Dämpfe, die aber infolge der Sperrwirkung der Kühlschlange c nur bis zu dieser emporsteigen. Nach Einsetzen des mit Waschgut gefüllten Korbes lz in den Rahmen d werden die beiden Kühlschlangenhälften c durch Betätigung des Hebels i in die punktiert gezeichnete Lage nach unten geklappt, worauf der Rahmen mit dem Waschgut unter die Kühlschlange hinabgesenkt und letztere in ihre horizontale Lage zurückgedreht wird.
- Unter Einwirkung des Dampfes und des von der Kühlschlange herabfließenden, niedergeschlagenen Lösemittels erfolgt nun die Reinigung des Waschgutes. Nach Erfordernis kann auch eine Vorreinigung durch Eintauchen des Waschgutes in die erhitzte Waschflüssigkeit vorausgehen. Ist die Reinigung beendet, so wird der Rahmen d wieder in das obere Gefäß b emporgehoben, wo unter Einwirkung der jetzt unter ihm befindlichen Kühlschlange c das Waschgut abkühlt und trocknet; es kann dann in völlig gereinigtem Zustand dem Apparat entnommen und durch frisches Waschgut ersetzt werden.
- Eine andere Ausführungsform zeigt Abb. 2. Hier hängt der Rahmen k, der den Korb mit dem Waschgut trägt, pendelnd an zwei horizontal gespannten Ketten, die durch gekuppelte Kettenräder i mittels der Kurbel m bewegt werden können, so daß der Korb auf diese Weise aus der gezeichneten Lage unter den Kühlkörpern n in die punktiert gezeichneten Lagen neben und über den Kühlkörpern bewegt werden kann. In seiner Lage über den Kühlkörpern ist er wieder durch eine gegebenenfalls mit einem Deckel o verschließbare öffnung des oberen Gefäßes p behufs Ein- und Ausfüllen des Waschgutes zugänglich. In seiner untersten Lage ist das Waschgut der von den Kühlkörpern n abtropfenden niedergeschlagenen Waschflüssigkeit sowie den Lösemitteldämpfen ausgesetzt, die aus der im unteren Gefäß q befindlichen erhitzten Waschflüssigkeit aufsteigen. Die Wirkung ist im übrigen die gleiche wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
- Selbstverständlich sind hiermit die möglichen Ausführungsformen des Erfindungsgedankens und die dazu geeigneten technischen Mittel nicht erschöpft, sondern lassen sich nach Erfordernis abwandeln.
- Die in den Abbildungen dargestellten Dekkel der Waschgefäße dienen vor allem dazu, die obere Öffnung bei Außerbetriebsetzung der Reinigungsvorrichtungen zu verschließen; sie können während des Wasch- und Trocknungsvorganges geöffnet bleiben, da, wie erwähnt, die in dem Gefäß entwickelten Lösemitteldämpfe durch die Kühlkörper vollständig niedergeschlagen und damit am Austreten verhindert werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Reinigungs- und Entfettungsvorrichtung, bei der das Waschgut mit einer erwärmten unbrennbaren Waschflüssigkeit, wie Trichloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff u. dgl., oder mit deren Dämpfen in einem Waschgefäß behandelt wird, wobei über dem Waschgut Kühlkörper angebracht sind, an denen sich die heißen Lösemitteldämpfe niederschlagen, gekennzeichnet durch einen oberhalb der Kühlkörper angeordneten Raum, in den das Waschgut nach erfolgter Reinigung zwecks Abkühlung und Trocknung gebracht wird.
- 2. Ausführung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine von außen angetriebene Bewegungsvorrichtung, mittels der das Waschgut aus dem Raum oberhalb der Kühlkörper in den Raum unterhalb der Kühlkörper und zurück bewegt werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW75255D DE524847C (de) | 1927-03-05 | 1927-03-05 | Reinigungs- und Entfettungsvorrichtung unter Verwendung unbrennbarer Loesemittel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW75255D DE524847C (de) | 1927-03-05 | 1927-03-05 | Reinigungs- und Entfettungsvorrichtung unter Verwendung unbrennbarer Loesemittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE524847C true DE524847C (de) | 1931-05-15 |
Family
ID=7609844
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW75255D Expired DE524847C (de) | 1927-03-05 | 1927-03-05 | Reinigungs- und Entfettungsvorrichtung unter Verwendung unbrennbarer Loesemittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE524847C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1163635B (de) * | 1952-03-27 | 1964-02-20 | Technochemie A G | Verfahren zum Entfetten von Metallgegenstaenden und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
-
1927
- 1927-03-05 DE DEW75255D patent/DE524847C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1163635B (de) * | 1952-03-27 | 1964-02-20 | Technochemie A G | Verfahren zum Entfetten von Metallgegenstaenden und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
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