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DE5118C - Neuerungen an elastischen Hufeisen aus Stahl - Google Patents

Neuerungen an elastischen Hufeisen aus Stahl

Info

Publication number
DE5118C
DE5118C DENDAT5118D DE5118DA DE5118C DE 5118 C DE5118 C DE 5118C DE NDAT5118 D DENDAT5118 D DE NDAT5118D DE 5118D A DE5118D A DE 5118DA DE 5118 C DE5118 C DE 5118C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
horseshoe
tongues
innovations
hoof
elastic steel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT5118D
Other languages
English (en)
Original Assignee
M. S. KERNAUL in Berlin
Publication of DE5118C publication Critical patent/DE5118C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01LSHOEING OF ANIMALS
    • A01L1/00Shoes for horses or other solipeds fastened with nails
    • A01L1/04Solid horseshoes consisting of multiple parts

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

1878.
Klasse 56.
M. S. KERNAUL in BERLIN. Neuerungen an elastischen Hufeisen aus Stahl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1878 ab.
Das vorliegende Hufeisen ist in sich selbst elastisch, ohne Beigabe von Gummi, Hanfseil u. dergl. Zuthaten, welche anderweit angewendet worden sind. Auch kann es ohne Hufnägel dauerhaft und aufserordentlich rasch befestigt werden, während das Aufnageln des Hufbeschlags stets längere Zeit beansprucht.
Eine andere Eigenthümlichkeit liegt in der besseren, dauerhaften Befestigung der Stollen.
Das Hufeisen ist aus kohlenstoffarmem Stahl gefertigt und kann daher, unbeschadet seiner Haltbarkeit, dünn und leicht gearbeitet sein, worin gleichfalls ein grofser Vortheil liegt.
Fig. ι zeigt das Hufeisen von oben gesehen,
Fig. 2 dasselbe im Durchschnitt der Linien x-x, Fig. 3 dasselbe von der Seite gesehen,
Fig. 4 dasselbe im Durchschnitt der Linien y-y, Fig. 2.
Die Vorderseite des Hufeisens ist durch den Schlitz α durchbrochen, welcher kürzer oder länger sein kann, je nachdem das Eisen schwächer oder stärker federn soll.
Von der inneren Vorderseite des Hufeisens erstrecken sich nach innen zu die Zungen b b, getrennt durch die Spalte c, welche mit dem Schlitze α in Verbindung steht. Die Länge der Zungen b b kann gleichfalls dem Bedürfnisse angepafst sein. Die Enden der Zungen b b verlaufen in dünnere, biegsame Spitzen. Die Klammer d, ein wenig konisch, wird über die Zungenenden gesteckt und letztere werden dann nach auswärts umgebogen, um die Klammer haltbar auf der Zunge zu befestigen. Die beiden Hälften des Hufeisens stehen also nur durch den schmalen, biegsamen Streifen «in Verbindung und federn deshalb seitwärts, so viel als nöthig, um das Aufschlagen des Hufes elastisch zu machen, den Fufs dadurch weniger zu ermüden und die Leistungsfähigkeit des Pferdes zu erhöhen.
Die Befestigung des Hufeisens geschieht wie folgt:
Durch einen Schraubenspanner werden die beiden Hälften des Eisens aus einander gebogen, nachdem die Klammer d zuvor von den Zungen bb abgenommen war, so dafs letztere sich aus einander spreizen können. Das auf diese Weise aus einander gebogene Eisen kann nun um jeden Huf leicht und bequem mit den biegsamen Seitenklammern m m angelegt werden. Sobald diese Klammern mit ihren angeschärften Schneiden den Huf gefafst haben, wird das Hufeisen wieder zusammengebogen, bis die Klammer d über die Zungen b b pafst Dann werden die Spitzen der Zungen wieder umgebogen und die Klammer d bildet einen festen Schlufs. Die Seitenklammern m m werden darauf noch fester in den Huf eingeschlagen, um das Hufeisen haltbar zu befestigen. Die Zahl der Seitenklammern m m und ihre Vertheilung an dem Umfange des Eisens kann nach Bedarf eingerichtet werden; beispielsweise genügen drei Klammern, eine vorn und zwei zur Seite. Dieselben bilden einen genügenden Halt auf dem Huf ohne Nägel. Doch können event, letztere noch benutzt werden, wofür dann natürlich die entsprechenden Nagellöcher noch angebracht sein müfsten.
Der Schlitz c braucht nicht durch die Zungen b b in ganzer Länge hindurchzugehen; letztere sind dann vorn vereinigt und die Klammer d fällt weg. Das Hufeisen läfst sich dann nicht aus einander biegen, dies ist aber deshalb nicht nöthig, weil die Klammern m m seitwärts ausgebogen werden können.
Die Fläche des Hufeisens, auf welcher der Huf ruht, ist nach innen ein wenig abgeschrägt und mit Riefen versehen, wie in Fig. 4 sichtbar. Das Horn des Hufes hat auf diesen Riefen festen Halt und wächst in dieselben hinein, so dafs der Huf mit dem Eisen dann förmlich verwachsen scheint.
Der wesentliche Vortheil des Hufeisens ist die durch den Schlitz α und die Zungen bb hervorgerufene Elasticität.
Das Bestreben des Hufes und Beschlages, sich beim Aufschlagen des Fufses seitlich auszudehnen, findet in dem Spalt c der beiden Zungen b b genügenden Spielraum, während bei den aufgenagelten, starren Hufeisen der ganze Stofs von den Hufnägeln ausgehalten werden mufs, welche infolge dessen sich im Hufe Spielraum verschaffen, sich lockern und loslösen. Wenn daher das vorliegende Eisen aufgenagelt, anstatt mit Klammern befestigt wird, so werden die Nägel einen viel solideren Halt gewähren, als bei allen anderen Eisen, weil hier das Hufeisen selbst genügende Nachgiebigkeit besitzt.
Der Spalt c ist nach unten hin weiter als oben, um zu verhüten, dafs sich feste Substanzen, Steinchen etc. darin festklemmen. Durch '.das fortwährende Vibriren der Zungen bb bei jedem Tritt ist ein solches Zustopfen des Spaltes nicht zu befürchten; alle Unreinigkeiten fallen nach unten wieder heraus.
Die andere Eigenthümlichkeit dieses Hufeisens ist die verbesserte Befestigung des eingeschraubten'Stollens g. Diese Stollen pflegen sich sonst häufig herauszuschrauben, oder die Schrauben brechen ab. Dies wird nun dadurch verhindert, dafs der in den Fig. 5 und 8 gezeichnete Stollen mit Lappen oder Platten f, welche mit dem Stollen zusammengeprefst sind, versehen ist. Diese Lappen oder Platten / werden, wie in Fig. 8 dargestellt, um die Seiten' des Hufeisens bezw.in die dafür angebrachten Einschnitte herumgeschlagen und gewähren dadurch absoluten Schutz vor dem selbsrthätigen Losschrauben der Stollen, zugleich verhüten sie eine seitliche Verbiegung des letzteren, welche das Abbrechen der Schraube zur Folge hat.
Es ist einleuchtend, dafs diese verbesserte Befestigung der Stollen an Hufeisen jeder Art nicht blos an den vorliegenden, elastischen angebracht werden kann, ebenso wie letztere auch ohne Stollen benutzt werden können. Ferner soll auch für das Einschrauben dieser Stollen am Vordertheil des Hufeisens, wo es gewünscht wird, volle Freiheit bestehen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. In einem in sich selbst elastischen, d. h. seitwärts federnden Hufeisen aus Stahl und aus einem Stück, der Schlitz a, die Zungen b b, mit oder ohne die Klammer d.
2. Die Befestigung der eingeschraubten Stollen g durch die biegsamen Lappen oder Platten/, welche um den Rand des Hufeisens bezw. in einen dafür ausgesparten Einschnitt umgeschlagen werden und sich an das Eisen anklammern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT5118D Neuerungen an elastischen Hufeisen aus Stahl Active DE5118C (de)

Publications (1)

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DE5118C true DE5118C (de)

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DENDAT5118D Active DE5118C (de) Neuerungen an elastischen Hufeisen aus Stahl

Country Status (1)

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DE (1) DE5118C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4216589A (en) * 1978-11-20 1980-08-12 American Electronics, Inc. Sighting device for surveillance camera

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4216589A (en) * 1978-11-20 1980-08-12 American Electronics, Inc. Sighting device for surveillance camera

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