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DE519913C - Einrichtung fuer die Dampfverwendung bei intermittierend arbeitenden Wassergasanlagen - Google Patents

Einrichtung fuer die Dampfverwendung bei intermittierend arbeitenden Wassergasanlagen

Info

Publication number
DE519913C
DE519913C DEP61221D DEP0061221D DE519913C DE 519913 C DE519913 C DE 519913C DE P61221 D DEP61221 D DE P61221D DE P0061221 D DEP0061221 D DE P0061221D DE 519913 C DE519913 C DE 519913C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
water gas
stage
turbine
working water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP61221D
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Noack
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Julius Pintsch AG
Original Assignee
Julius Pintsch AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Julius Pintsch AG filed Critical Julius Pintsch AG
Priority to DEP61221D priority Critical patent/DE519913C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE519913C publication Critical patent/DE519913C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. September 1929 ab Es ist bekannt, bei ZVassergasanlagen einen Mhhitzekessel aufzustellen und den in ihm erzeugten Dampf zum Betrieb einer Dampfinaschine oder Dampfturbine zu benutzen. Bei Verwendung einer Turbine wird diese als Gegendruckturbine ausgebildet und gibt den Niederdruckdampf in eine Speicheranlage ab, der er während der Gasezeit zum Betrieb der Wassergasanlage entnommen wird.
  • Es ist ferner bekannt, Wassergasgeneratoren mit einem Dampfmantel zur Erzeul;ung von Dampf von höherem oder niederem Druck zu versehen. Auch dieser Dampf wird meistens unter Zwischenschaltung einer Speicheranlage zum Betrieb der Wassergasanlage verwendet.
  • Nach der Erfindung wird ein solcher Abhitzekessel mit höherem Druck und ein Dampfmantel mit geringerem Druck so miteinander vereinigt, daß die zur Vergasung notwendige Dampfmenge immer vorhanden ist und dabei gleichzeitig eine Arbeitsmaschine angetrieben werden kann.
  • Um dies zu erreichen, wird z. B. eine Dampfturbine zweckmäßig zweistufig ausgebildet, wobei die erste Stufe am Eingang Frischdampf von. höherem Druck erhält, am Ausgang .Niederdruck abgibt, während die zweite Stufe abwechselnd einmal mit dem Niederdruckdampf der ersten Stufe und gegebenenfalls noch mit fremdem Niederdruckdampf arbeitet, das andere Mal leer läuft.
  • Die Vorteile einer solchen Arbeitsweise sind mannigfach und zeigen sich besonders dann, wenn die Wassergasanlage möglichst mit dem selbsterzeugten Dampf, ohne Heranziehung von fremdem Dampf, betrieben werden soll.
  • Wenn beispielsweise in einer Wassergasanlage der Abhitzekessel Frischdampf von 1 ; at durch die Ausnutzung der fühlbaren Wärme des Wassergases und die eventuelle Verbrennung der Blasegase erzeugt und wenn in dem Dampfmantel Niederdruckdampf von 3 at erzeugt wird, so treten die in den Abb. i und 2 dargestellten Verhältnisse auf.
  • Der Vorteil der neuen Anordnung liegt in der Möglichkeit des Fortfalls eines Dampfspeichers nebst zugehörigen Dampfleitungen und Fundamenten und in der Ermäßigung des Gesamtdampfverbrauches um etwa ein Viertel und mehr gegenüber den bisher bekannten Arbeitsweisen.
  • Während der Blaseperiode, dargestellt in Abb. i, strömt Frischdampf von 13 at aus dem Abhitzekessel c zur ersten Stufe der Dampfturbine b und weiter durch die zweite Stufe. Gleichzeitig strömt Niederdruckdampf aus dem Dampfmantel d über den Dampf- Sammler e mit 3 at in die zweite Stufe der Dampfturbine b, so daß hier eine möglichst große Leistung erzielt werden kann.
  • \Vährend der Gaseperiode, dargestellt in Abb. 2, strömt ebenfalls Frischdampf von 13 at aus dem Abhitzekessel c zur ersten Stufe der Dampfturbine b, verläßt aber die Dampfturbine nach der ersten Stufe unter einem Gegendruck von 3 at und tritt unter diesem Druck gemeinsam mit dem vom Dampfmantel d kommenden, aus dem Dampfsammler e austretenden Niederdruckdampf gleicher Überspannung,' sei es von oben oder von unten, in das Brennstoffbett des Generators ein.
  • Ein Vergleich der Temperaturen und Drucke des Dampfes sowie der verschiedenen Wirkungsgrade einer Gegendruck- und einer Auspuffturbine bzw. Kondensationsturbine ergibt eine große Dampfersparnis für dieses Verfahren im Gegensatz zu der bisherigen Arbeitsweise.
  • Zum Beweise diene folgendes Betriebsbeispiel: Für eineWassergaserzeugung von 6oooocbm in 22 Betriebsstunden bei einem Verhältnis der Blasezeit zur Gasezeit von 1 : 3, bei einer Dampferzeugung im Dampfmantelvon i5ookg Dampf/Stunde von 3 at und bei einem Dampfverbrauch im Generator von 0,7 kg für jedes Kubikmeter Wassergas sind pro Minute zur Wassergaserzeugung q.2, 5 kg Dampf erforderlich. Im Dampfmantel werden während der Blasezeit 3o kg Dampf pro Minute, während der Gasezeit 23,75 kg pro Minute erzeugt. Es sind also während der Gasezeit noch erforderlich: g2,5-23,75=18,75 kg Dampf pro Minute von 3 at.
  • Bei der bisherigen Betriebsweise arbeitete die Turbine während der Volleistung von i 8o PS mit einem Wirkungsgrade von etwa o,5 und einem Dampfverbrauch von 19,7 kg/PSh, dagegen bei 50 PS mit einem Wirkungsgrade von 0,4 und einem Dampfverbrauch von =4,6 kg/PSh.
  • Bei dem neuen Verfahren werden während der Blaseperiode in ersterem Falle nur 12,3 kg Dampf pro PSh, im zweiten Falle, wie bisher, 24,6 kg/PSh benötigt.
  • Aus obigen Werten ergibt sich eine Dampfersparnis von fast 26%.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung für die Dampfverwendung bei intermittierend arbeitenden Wassergasanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Verfügung stehende Druckdampf während der Blaseperiode vollständig in der Gebläseantriebsmaschine ausgenutzt wird, dagegen in letzterer während der Gaseperiode nicht ganz entspannt wird zwecks weiterer Verwendung zur Gaserzeugung.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Verwendung einer zweistufigen Dampfturbine, welche beim Blasen in der ersten Stufe durch Hochdruckdampf, in der zweiten Stufe durch Niederdruckdampf gespeist wird und auf Auspuff oder Kondensation arbeitet, während bei dem Gasen die erste Stufe ebenfalls durch Frischdampf betrieben wird, die zweite Stufe leer läuft.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der- Frischdampf einem Abbitzekessel der Wassergasanlage entnommen wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederdruckdampf einem Dampfmantel des Wassergasgenerators entnommen wird.
DEP61221D 1929-09-12 1929-09-12 Einrichtung fuer die Dampfverwendung bei intermittierend arbeitenden Wassergasanlagen Expired DE519913C (de)

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