DE519737C - Verfahren zur Mehrfachtelegraphie mittels einer mit mehreren signalmodulierten Ton- bzw. UEbertonfrequenzen ueberlagerten Traegerwelle - Google Patents
Verfahren zur Mehrfachtelegraphie mittels einer mit mehreren signalmodulierten Ton- bzw. UEbertonfrequenzen ueberlagerten TraegerwelleInfo
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Mehrfachtelegraphieverfahren, vermittels dessen
man gleichzeitig mehrere Signale senden kann unter Verwendung eines einzigen Senders
und einer einzigen Trägerwelle.
Es sind bereits in der Technik Anordnungen bekannt geworden, bei welchen zu diesem
Zwecke eine Trägerwelle mit mehreren sinusförmigen Zwischenfrequenzen moduliert
wird, welch letztere nach Maßgabe der zu übertragenden Nachrichten getastet sind.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß zweckmäßiger als die Überlagerung mit
mehreren sinusförmigen Zwischenfrequenzen die Überlagerung mit periodisch abgehackten
Stromimpulsen ist.
Vorliegender Erfindung gemäß werden daher als Überlagerungsfrequenzen pulsierende
Ströme von solcher Periode und Kurvenform
ao und in solcher Phasenbeziehung zueinander verwendet, daß die Stromimpulse der Überlagerungsfrequenzen
der verschiedenen Tastkreise zeitlich entweder vollständig koinzidieren oder einander sich überhaupt nicht überlappen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich in schärferer Weise als bei den bisher bekannten die Trennung der Überlagerungsfrequenzen
durch Bandfilter vornehmen.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in vier Abbildungen dargestellt.
Abb. ι und 2 zeigen zwei verschiedene Ausführungsformen des Senders.
Abb. 3 zeigt einen Empfänger.
Abb. 4 zeigt verschiedene Perioden der gesendeten Tonfrequenzen für einen Teil einer
Umdrehung der Kommutatorsegmente A, B, C, D von Abb. 1 oder der Zahnräder 109,
110, in, 112 von Abb. 2; insbesondere
erläutert Abb. 4 die Wellenscheitel, die notwendig sind, um ein Überlappen der einzelnen
Tonfrequenzen zu verhindern, die jedem besonderen Tonkanal gemeinsam sind.
Der Sender gemäß Abb. 1 enthält einen Motor i, der ungefähr synchron von der Leitung
2-2 einer ooperiodigen Wechselstrommaschine angetrieben wird. Die genaue Synchronisierung
des Motors wird durch eine Stimmgabel 3 bewirkt, die durch die Spulen 4 und 5 elektrisch betrieben wird. Die Frequenz
dieser Stimmgabel möge auf 34 Perioden angenommen werden. Diese Annahme ist getroffen, damit, wenn die Frequenz der
Stimmgabel verdoppelt oder auf irgendeine
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andere Harmonische erhöht wird, sie sich noch von den Harmonischen unterscheidet,
die von der öoperiodigen Wechselstrommaschine erzeugt werden.
Von der Motorwelle 6 wird ein Kommutator betrieben, der allgemein mit 7 bezeichnet
ist. Dieser besteht aus vier voneinander getrennten Abschnitten A, B, C, D; die die
verschiedenen Tonfrequenzen a, b, c, d erzeugen.
Durch Änderung der Anzahl dieser Abschnitte ergeben sich entsprechend mehr oder
weniger Kanäle. Die Abschnitte A-D sind voneinander durch Isolierlagen 8 isoliert und
haben jede Unterabteilungen 91, io1, n1, 121,
die alle zu gleicher Zeit unter ihren entsprechenden
Bürsten liegen, so daß' die Signalenergie von diesen Kanälen dem Sender zu
derselben Zeit zugeführt wird. Jedes der getrennten Segmente der Kommutatorabschnitte
ao ist mit der Motorwelle 6 verbunden und irgendwie geerdet.
Was die besondere Ausbildung des Kommutatorabschnittes
A betrifft, so besteht dieser aus 25 leitenden Segmenten 91, 92, gs . . .
as bis 925j und es soll angenommen werden, daß
dieser Abschnitt eine Tonfrequenz 850 erzeuge. In ähnlicher Weise enthält der Abschnitt
B 35 leitende Segmente io1 bis ίο35
und ergibt eine Tonfrequenz 1190. In ähnlicher Weise enthalten die Abschnitte C und D
45 bzw. 55 Segmente mit den Frequenzen 1530 und 1870.
Aus der Abb. 4 ergibt sich, daß, wenn die verschiedenen Tonfrequenzen alle als Harmonische
derselben Stimmgabelgrundfrequenz gewählt sind, die verschiedenen Impulse einander
nicht überlappen, ausgenommen an Punkten, wo sie alle einander klar überlagert sind (wenn die Kommutatorbürsten zu derselben
Zeit auf den Segmenten 91, io1, 111
und 121 aufruhen) mit keiner richtigen Überlappung,
die die Periode der einzelnen Töne : verlängern könnte.
Mit jedem der Kommutatorabschnitte A, B, C, D ist eine Bürste verbunden, die die verschiedenen
Abschnitte mit Tastvorrichtungen 15, 16, 17, ιS verbindet oder mit einer anderen
Modulationsvorrichtung, etwa einer Vorrichtung, die von dem Licht oder Schatten eines Bildes beeinflußt wird oder einen automatischen
Telegraphiesender oder einer Modulierungseinrichtung für Rundfunk. Im letzteren
Falle ist zu beachten, daß die Tonfrequenzen Überhörfrequenzen sein müssen.
Eines der wesentlichen Merkmale der vorliegenden Erfindung besteht in der Verwendung
der Kommutatorsegmente und der zugehörigen Bürsten zur Erzeugung einer scharf
verzerrten Wellenform,, so daß die Stromkurven sehr stark ausgesprochene Stromspitzen
besitzen, aber sehr schmal und von sehr kurzer Zeitdauer und verhältnismäßig großer
Amplitude, wie man aus Abb. 4 erkennt, wo die Ordinate die Amplitude und die Abszisse
die Zeit darstellen. Den Grund für solche 6g Wellenform erkennt man sofort, wenn man
bedenkt, daß, wenn man nicht für jeden Ton, jeden Strich oder jeden Impuls eine kurze
Zeitdauer wählen würde, verschiedene Töne, Striche oder Impulse sich überlappen würden.
Man erkennt also, daß in bestimmten Zeitabschnitten und entsprechend bestimmten Tonfrequenzen
die getrennten Tastkreise nacheinander mit der Kombinierungseinlieit 13«
verbunden werden, deren Ausgang zu dem Sender 13 geführt wird und von dort, bei
drahtloser Übertragung, von einer Antenne 14 ausgestrahlt wird. Angenommen, das System
werde mit dem Kommutator 7 in der Stellung gemäß Abb. 1 angelassen und in Uhrzeigerrichtung
gedreht, dann sind alle Tasten 15 bis 18 nicht mit dem Sender in Verbindung;
wenn der Kommutator aber in die Stellung gedreht wird, wo die Abschnitte 91 bis 121
unter den Bürsten liegen, die zu den verschiedenen Tasten gehören, dann wird jeder
der Kanäle A bis D durch die Kombinierungseinheit gleichzeitig zum Sender getastet.
Beim weiteren Drehen des Kommutators wird die Verbindung aller Kanäle unterbrochen,
jedoch nach einem bestimmten Zeitraum wird die Taste 18 mit dem Kommutatorsegment 122
verbunden und darauf die den Kontakt unterbrechende Taste 112 unter die Bürste kommen,
die zu der Taste 17 gehört. Die Folge der Operationen erkennt man aus Abb. 4, wo
zuerst in der gezeichneten Stellung die Impulse der Kanäle A, B, C, D· einander auf der
linken Seite der Figur überlagert werden, in
einem späteren Moment in der Reihenfolge d, c, b, a. erscheinen und dann in einer späteren
Periode wieder in einer gleichen Reihenfolge erscheinen.
Bei einer ferneren Betrachtung der Abb. 4 erkennt man, daß zwischen den verschiedenen
Impulsen der einzelnen Kanäle eine bestimmte Frequenz erscheint, ferner daß die verschiedenen
hörbaren Tonimpulse einander für j ede Tönfrequenz überlagern zu einer Zeit, wo
jeder Ton durch eine Zahl von Schwingungen hindurchgegangen ist', die seiner besonderen
Harmonischen von der Grundfrequenz entspricht, und daß nach der Überlagerung der
Töne der Abstand zwischen den aufeinanderfolgenden Impulsen der einzelnen Töne sich
kontinuierlich ändert, bis sie wieder zusammen erscheinen und einander überlagert sind.
Entsprechend diesem Tastverfahren -kann der Sender mit irgendeiner Kristallsteuerung versehen
werden. .
Abb. 3 zeigt eine Empfangseinrichtung zur Verwendung in Verbindung mit den Sendern
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gemäß Abb. ι bzw. AbIx 2. Die Sigiialeiiergie
wird von der Antenne 19 aufgenommen und den Empfänger 20 zugeführt, dessen Ausgang
dann durch eine Reihe von Filtern Fa, Fb, Fc, Fd geführt wird, die die entsprechenden
Tonfrequenzen durchlassen, die den durch jeden Kommutator erzeugten Frequenzen entsprechen,
aber alle anderen Töne nicht durchlassen. Gemäß den oben gemachten Annahmen läßt FilterFa den Ton 850 durch,
Filter/7,;. 1190 usw.
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 2 dreht die Motorwelle 6 anstatt der Kommutatorsegmente
eine Reihe von Scheiben 109, no, in, 112. Jede dieser Scheiben hat
Zähne, deren Zahl der Zahl der einzelnen Kommutatorabschnitte A-D gemäß Abb. 1 entspricht.
Beim Drehen der Scheiben gehen die Zähne durch magnetische Felder 113 bis
116 hindurch und schließen elektrisch Tastvorrichtungen
ähnlich wie in Abb. 1. Die übrige Anordnung entspricht der gemäß Abb. i.
Claims (2)
- Patentansprüche.ι. Verfahren zur Mehrfachtelegraphie mittels einer mit mehreren signalmodulierten Ton- bzw. Übertonfrequenzen überlagerten Trägerwelle, dadurch gekcnnzeichnet, daß als Überlagerungsfrequenzen pulsierende Ströme von solcher Periode, Kurvenform und solcher Phasenbeziehung zueinander Verwendung finden, daß die Stromimpulse der Übeiiagerungsfrequenzen der verschiedenen Tastkreise zeitlich entweder vollständig koinzidieren oder einander sich überhaupt nicht überlappen.
- 2. Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer gemeinsamen Welle mehrere voneinander isolierte Verteilerscheiben angeordnet sind, welche die verschiedenen Tastkreise auf mechanischem oder elektromagnetischem Wege mit dem Sendekreis verbinden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US320023XA | 1928-09-29 | 1928-09-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE519737C true DE519737C (de) | 1931-03-04 |
Family
ID=21862573
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER79305D Expired DE519737C (de) | 1928-09-29 | 1929-09-22 | Verfahren zur Mehrfachtelegraphie mittels einer mit mehreren signalmodulierten Ton- bzw. UEbertonfrequenzen ueberlagerten Traegerwelle |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE519737C (de) |
| GB (1) | GB320023A (de) |
-
1929
- 1929-09-22 DE DER79305D patent/DE519737C/de not_active Expired
- 1929-09-30 GB GB29627/29A patent/GB320023A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB320023A (en) | 1930-10-02 |
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