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DE51917C - Tiegeldruckpresse mit Schaukelbewegung - Google Patents

Tiegeldruckpresse mit Schaukelbewegung

Info

Publication number
DE51917C
DE51917C DENDAT51917D DE51917DA DE51917C DE 51917 C DE51917 C DE 51917C DE NDAT51917 D DENDAT51917 D DE NDAT51917D DE 51917D A DE51917D A DE 51917DA DE 51917 C DE51917 C DE 51917C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spring
roller
crucible
thumb
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT51917D
Other languages
English (en)
Original Assignee
ROCKSTROH & SCHNEIDER in Dresden A., Adlergasse 1 c
Publication of DE51917C publication Critical patent/DE51917C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Labeling Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE IS: Druckerei.
RQCKSTROH & SCHNEIDER in DRESDEN. Tiegeldruckpresse mit Schaukelbewegung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1889 ab.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Neuerungen an Tiegeldruckpressen betreffen:
ι. die Sicherung der Tiegelstellung während des Drückens,
2. die Verschlufsvorrichtung für die Form auf dem Fundament,
3. die Vorrichtung zum Abstellen des Hebers,
4. den Greiferantrieb und
5. den beweglichen Fufstritt.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt:
Fig. ι die Gesammtanordnung der Neuerungen dar;
Fig. 2 zeigt im Längsschnitt die Hebwalze mit Absteller, sowie die Vorrichtung zum Festhalten der Form,
Fig. 3 die Seitenansicht der genannten Einrichtungen;
Fig. 4 veranschaulicht die Sicherung des Tiegels durch die einstellbaren Knaggen;
Fig. 5 zeigt die Greiferstange mit Antrieb im Längsschnitt und
. Fig. 6 im Querschnitt;
Fig. 7 zeigt die Oberansicht und
Fig. 8 den Querschnitt des Fufstrittes.
Eine der Hauptbedingurigen zur Erzielung eines guten sauberen Druckes, besonders bei mehrfarbigen Accidenzen, besteht in einem ganz genauen Register, dadurch bewirkt, dafs man dem Tiegel jede Möglichkeit benimmt, sich seitlich zu bewegen oder zurückzufedern.
Zu diesem Zwecke ist aufser den bekannten, an den Innenseiten der Seitenlappen des Schaukelstückes befindlichen, dasselbe zwanglä'ufig führenden, mit dem Schaukelstück sich bewegenden Knaggen am vorderen Ende der Gleitbahnen noch ein feststehender Knaggeno angebracht, unter welchem sich der vorderste gerade Theil m der verlängerten Schaukelcurve während des letzten parallelen Vorgehens zum Druck passend einschiebt, so dafs das Schaukelstück und damit auch der auf demselben ruhende Tiegel nunmehr von allen Seiten fest geführt und seine Bewegung genau begrenzt wird, auch eine Aenderung dieser Stellung während des Druckes absolut nicht erfolgen kann.
Der Knaggen ο .ist vertical einstellbar angeordnet , damit der Zwischenraum zwischen Gleitbahn und Knaggen stets genau dem Theil m entspricht, die Bewegung desselben begrenzt und einen sicheren Halt während des Druckes bietet.
Die Vorrichtung zum Schliefsen des Rahmens hat den Zweck, diese Arbeit im Moment und durch einen einzigen Handgriff so ausführen zu können, dafs der Rahmen unverrückbar fest auf dem Fundament sitzt und eine selbjtthätige Lockerung des Verschlusses nicht eintreten kann.
Die Vorrichtung besteht aus dem stählernen Schliefshaken c, der in einem auf der oberen Rückenrippe des Fundaments angeschraubten Böckchen d lagert und durch den auf der Welle f befestigten Daumen h bewegt werden kann. Die Welle /, die durch die Fundamentrippen und das Seitengestell geht, trägt an ihrem äufseren Ende den abgebogenen Griff g und ist von einer starken Schraubenfeder i umgeben, welche den Griff g und den Daumen h gegen den Druck der gebogenen Feder k in Verschlufsstellung hält. Die gekennzeichnete
Einrichtung hat den Vortheil, dafs man statt des bisherigen, mittelst beider Hände zu handhabenden Kopfschlüssels nunmehr den Griff g zur Drehung des Schliefshakens und Lösung des Rahmens vom Fundament mit einer Hand erfassen und drehen kann, während man die andere Hand für den Rahmen etc. frei hat, wobei der Schliefshaken c durch die gebogene Feder k in geöffneter Stellung gehalten bleibt. Die Schraubenfeder i führt den Griff g und Daumen h wieder in die Verschlufsstellung zurück , und wird durch endgültigen Druck gegen g der Schliefshaken c durch Daumen h wieder eingestellt.
Die obengenannte Feder k ist mit ihrem anderen Ende an den Arm der Hebewalze b angeschlossen, die den Farbstoff an den grofsen Cylinder heranführt. Die Feder k bewirkt ein geeignetes Anliegen der Walze b an diesen Cylinder. Will man bei zeitweilig reichlicher Farbenzufuhr und auch beim Stillstehen der Maschine die Hebewalze vom Cylinder abstellen, letzteres namentlich, um die Streifenbildung auf demselben zu vermeiden, so wird der Druck der Feder k durch einen auf einer kleinen Welle mit Griff sitzenden, in zwei Augenlagern ruhenden Daumen α überwunden.
Wird derselbe durch eine Achteldrehung mit seinem hohen Punkt gegen den Heber gestellt, so kann der Heber infolge dessen den Cylinder nicht mehr erreichen und die Einfärbung wird unterbrochen.
Um das namentlich bei vollen Formen oft recht störende zu frühzeitige Loslassen der Greifer bezw. das lockere Halten des Papiers durch dieselben zu vermeiden, ist die excentrisch gelagerte Greiferstange q auf der unteren linken Seite mit einem curvenartigen Hebel ρ versehen, der durch die am äufseren Ende der Spiralfeder s in einem kleinen Böckchen lagernde Führungsrolle t gegen den mit Rolle versehenen Bolzen r angedrückt wird.
Die beim Auf- und Zugehen des Tiegels durch den Curvenhebel ρ verursachte Vierteldrehung der Greiferstange q bewirkt ein ruhiges, dabei äufserst kräftiges Arbeiten der Greifer u, derart, dafs dieselben den bedruckten Bogen beim Oeffnen des Tiegels möglichst lange auf demselben anpressen, so dafs ein Hängenbleiben des Bogens bei voller Form infolge der Klebkraft der Farbe nicht stattfinden kann, um sich dann schnell und weit zu öffnen und ein bequemes Einlegen des neuen Bogens zu gestatten.
Bei der bisher gebräuchlich gewesenen starren Form des Fufstrittes ist es öfter vorgekommen, dafs besonders Neulinge durch Unvorsichtigkeit während des Ganges mit dem Fufs unter die Trittfläche desselben kamen und sich dadurch ernste Quetschungen zuzogen.
Um dem vorzubeugen, sind die Trittfläche a1, Fig. 7 und 8, und der Schaft b1 getrennnt und durch ein Scharnier mit durch den Anschlag dl begrenzter Bewegung mit einander verbunden. Die auf bl verschraubte, auf α1 drückende Schleppfeder c1 verhindert ein Bewegen und Klappern von al bei raschem Gang.
Trifft nun die Trittfläche α1 beim Niedergehen des Trittes infolge eines darunter befindlichen Körpers auf Widerstand, so hebt sie sich in die Höhe und kann infolge dessen eine Beschädigung sowohl des eventuell darunter befindlichen Fufses wie der Presse nicht eintreten.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    Eine Tiegelpresse, gekennzeichnet durch:
    ι. feststehende einstellbare Knaggen ο am Ende der Gleitbahn, zur Bildung eines Einschnittes für den Eintritt der geraden Enden m der Curventheile η ■ behufs sicheren Haltes des Tiegels beim Drucken;
  2. 2. den einstellbaren Daumen α zum Abstellen des Lagerarmes der Hebewalze b von dem Cylinder gegen den Druck der Feder k;
  3. 3. den Schliefshaken c in Verbindung mit der mit Daumen h, Griff g und umliegender Schraubenfeder i versehenen Welle f zum
    . Befestigen des Rahmens auf dem Fundament und in Verbindung mit der unter Anspruch 2. genannten Feder k zum Halten des Schliefshakens in geöffneter Stellung;
  4. 4. den an der Greiferstange u sitzenden gebogenen Hebel p, welcher durch die unter Federdruck stehende Rolle t gegen die Rolle r angedrückt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT51917D Tiegeldruckpresse mit Schaukelbewegung Expired - Lifetime DE51917C (de)

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