DE517328C - Umformeranlage zur Erzeugung von Hilfsstroemen niederer Spannung - Google Patents
Umformeranlage zur Erzeugung von Hilfsstroemen niederer SpannungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Eisenbahnsignalsysteme mit Schienenstromkreis und bezweckt,
Anordnungen zu schaffen, durch welche Signalstrom geeigneter Beschaffenheit dem
Schienenstromkreis aus einer Gleichstromquelle von verhältnismäßig hoher Spannung
zugeführt werden kann.
Im Falle von Dampfeisenbahnen ist in gewissen Fällen eine passende Kraftquelle
die Gleichstromzuführung, die für Beleuchtung
oder Kraft mit der gewöhnlichen normalen, verhältnismäßig hohen Spannung benutzt wird.
Indes kann unter diesen Bedingungen die notwendige Verringerung der Gleichstromspannung
auf diejenige, die für Signalzwecke dem Schienenstromkreis aufgedrückt werden muß, nicht durch irgendwelche Anordnungen
bewirkt werden, welche die unmittelbare Verbindung einer Klemme des Zuleitungs-Stromkreises
zu den Schienen bedingen, da dies notwendigerweise die Erdung eines Poles des Zuleitungsstromkreises erfordern würde.
In dem Falle einer elektrischen Eisenbahn
ist es in gewissen Fällen zweckmäßig, eine Zuleitung von Signalstrom aus der dritten
Schiene oder der Oberleitung des Systems, die dem Gleichstrom für Fahrzwecke zugeführt
wird, zu erhalten. Indes ist in solchen Fällen nicht nur die Fahrstromspannung für
Signalzwecke ungeeignet, sondern es müssen auch die Relais und sonstigen benutzten
Schienenstromkreisapparate notwendigerweise gegen eine Betätigung durch den Fahrstrom
immun gemacht werden.
In beiden vorstehend betrachteten Fällen kann die notwendige Verringerung der Spannung
auf die für Signalzwecke erforderliche, offenbar durch die Verwendung von Motorgeneratoren
bewirkt werden. Indes stehen die Anschaffungskosten und die Kosten der Erhaltung solcher Generatoren besonders an
abgelegenen Punkten eines Eisenbahnsystems einer solchen Anordnung entgegen, wie ohne
weiteres verständlich ist.
Gemäß der Erfindung werden diese Schwierigkeiten dadurch überwunden, daß Anordnungen
vorgesehen sind, durch welche Signalstrom von der verhältnismäßig niedrigen Spannung und unter geeigneten Bedingungen
aus einer Gleichstromzuleitung von verhältnismäßig hoher Spannung, wie die vorerwähnte,
erhalten werden kann, ohne daß die Benutzung eines Apparates nötig ist, der bewegte
Teile hat, und zwar in einer verhältnismäßig sparsamen und wirksamen Weise.
Nach dem Hauptmerkmal der Erfindung
' wird eine an sich bekannte, den Gleichstrom periodisch bzw. taktmäßig unterbrechende
Vorrichtung,, z. B. eine Vakuumröhre, und ein mit dieser zusammenwirkender Transforma-
tor in der Weise verwendet, daß die Niederspannungsseite
des Transformators zur Lieferung der Eisenbahnsignalströme dient, die
dem Schienenkreis entweder unmittelbar oder nach Gleichrichtung zugeführt werden. Hierbei
kann die den Gleichstrom unterbrechende Vorrichtung, insbesondere eine Vakuumröhre, in
Reihe mit der Primärwicklung des Transformators an die Klemmen eines Kondensators
ίο angeschlossen sein.
Die Erfindung soll nun in beispielsweisen Ausführungen an der Hand der Zeichnungen
erläutert werden, in welchen entsprechende Elemente der verschiedenen dargestellten
Schaltungen mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Abb. ι ist die schematische Ansicht eines
Systems, bei welchem «in Gleichstromkreis für Beleuchtung oder Kraftzwecke von gewohnlicher
normaler Spannung als Stromquelle dient.
Abb. 2 und 3 sind schematische Ansichten abgeänderter Ausführungsformen des in Abb. 1
dargestellten Systems in solcher Ausgestaltung, daß als Quelle des .Signalstrom.es die
dritte Schiene oder die Oberleitung eines elektrischen Eisenbahnsystems benutzt wird.
Bei der Anordnung nach Abb. 1 ist ein Kondensator ι zweckmäßig von veränderlicher
Kapazität, wie in-der Zeichnung angedeutet, an die Gleichstromleitung 2, 3 in Reihe mit
einem veränderlichen Widerstand 4 angescluossen und eine Neonröhre oder sonstige
Vakuumröhre 5 in Reihe mit der Primärwicklung 6 eines Transformators 7 an die
Klemmen, des Kondensators angeschlossen. Die negative Zuleitung 3 ist mit der Kathode
8 der Neonröhre 5 verbunden, deren Anode 9 durch die Primärwicklung 6 des Transformators mit der anderen bzw. positiven Klemme des Kondensators 1 verbunden
ist. Die Klemmen der Sekundärwicklung 10 des Transformators 7, der ein geeignetes
Übersetzungsverhältnis hat, sind an diagonal gegenüberliegende Punkte eines Gleichrichtersystems
11 angeschlossen, welches vier Gleichrichtereinheiten 12, 13, 14 und 15 besitzt,
die vorzugsweise nach dem Kupferoxydsystem hergestellt und in der bekannten
Wheatstoneschen Brückenschaltung angeordnet sind, während die anderen diagonal gegenüberliegenden Punkte des Gleichrichtersystems
11 mit der Schiene 16 bzw. mit der Schiene
16a durch einen geeigneten einstellbaren Widerstand
17 verbunden sind.
Die Wirkungsweise des Systems ist folgende:
Die Gleichstromspannung des Zuleitungsstromkreises wird dem Kondensator 1 durch
den veränderlichen Widerstand 4 aufgedrückt, und der Kondensator 1 wird dadurch geladen,
j bis seine rückwirkende Spannung einen genügenden Wert erreicht, um eine Entladung
zwischen der Anode 9 und der Kathode 8 der Neonröhre 5 zu verursachen. Sobald dies
eintritt, geht eine Stromwelle durch die Primärwicklung 6 des Transformators 7 und, sobald
die Spannung im Kondensator 1 dadurch auf einen Wert verringert wird, der nicht
mehr hinreicht, die Entladung in der Neonröhre aufrechtzuerhalten, wird der Stromkreis,
der diese Röhre einschließt, unterbrochen. Diese Reihe von Vorgängen wiederholt
sich periodisch. Der die Primärwicklung 6 des Transformators durchlaufende
Strom besteht somit aus aufeinanderfolgenden Wellen von Gleichstrom,
welche durch den Transformator 7 in Wechselstrom von verringerter Spannung umgewandelt
werden, und dieser Wechselstrom wird in dem Gleichiichtersystem 11 gleichgerichtet
und den Schienen 16, i6a eines
Blockabschnittes A-B als pulsierender Gleichstrom zugeführt. Es ist somit ersichtlich,
daß der effektiv die Schienen 16, i6a durchlaufende
Signalstrom ein Strom von einer Richtung ist, und das Relais, wie es bei 18
angedeutet ist, sowie die sonstigen Signalapparate, die an den Schienenstromkreis angeschlossen
sind, werden somit Gleichstromapparate sein können.
Die vorbeschriebene Anordnung ist für solche Fälle geeignet, wo ein verhältnismäßig
geringer Betrag an Energie für die Signale erforderlich ist, und auf Wunsch kann eine
Anzahl von Zuleitungseinheiten, von denen jede in der vorbeschriebenen Weise angeordnet
ist, parallel zwischen die Zuleitungen 2, 3 und den Schienenstromkreis geschaltet
werden. Für Gleichstromkreise von höherer Spannung kann die Neonröhre 5
durch eine Argonröhre ersetzt werden, und eine erhöhte Stromleistung kann durch die
Benutzung einer Quecksilberdampfröhre erhalten werden. Es ist somit zu bemerken,
daß die Erfindung nicht auf ein besonderes System der Vorrichtung zur Bewirkung der
unterbrochenen Wellen in der Primärwicklung 6 des Transformators 7 beschränkt ist.
Eine Anwendung der Erfindung auf den no
Fall, wo die Signalstromquelle die dritte Schiene oder die Oberleitung einer elektrischen
Eisenbahn ist, zeigt Abb. 2. Hierbei ist dieselbe allgemeine Anordnung gewählt
unter Weglassung des Gleichrichtersystems der Abb. 1, indem die Sekundärwicklung
ι ο des Transformators 7 unmittelbar an die
Schienen 16, 16" durch einen geeigneten veränderlichen
Widerstand 17 angeschlossen ist. In diesem Fall ist der wirklich den Schienenstromkreis
durchlaufende Signalstrom ein Wechselstrom und das Relais, wie es bei 19
angedeutet ist., sowie die sonstigen Signalapparate,
sind Wechselstromapparate. Das Relais 19 in Abb. 2 ist ein Relais mit zwei
Elementen 20 und 21, und zwar wird der dem Element bzw. der Wicklung 20 des Relais ig
zugeführte Strom vorzugsweise, wie in der Zeichnung dargestellt, aus einer zweiten Sekundärwicklung
22 des Transformators 7 gelief ert, während die andere Wicklung 21 an
die Schienen 16, i6e in gewöhnlicher Weise
angeschlossen ist.
Abb. 3 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform des in Abb. 2 dargestellten Systems. In
Abb. 3 ist ein Gleichstromrelais 23 verwendet, indem ein Gleichrichtersystem 24 in die
Verbindung des Relais 23 mit dem Schienenstromkreis eingeschaltet ist, und zwar schließt diese Verbindung vorzugsweise einen
Transformator 25 ein, dessen Primärwicklung 26 durch einen Kondensator 27 an die Schienen
16, 16« angeschlossen ist, während die
Sekundärwicklung 28 des Transformators 25
mit diagonal gegenüberliegenden Punkten des Gleichrichtersystems 24 verbunden ist, welches
vier Gleichrichtereinheiten 29, 30, 31 und 31
enthält, die vorzugsweise Trockengleichrichter und in Brückenschaltung angeordnet sind,
während die beiden andern diagonal gegenüberliegenden Punkte des Gleichrichtersystems
24 an die Klemmen des Relais 23 angeschlossen sind. Am Zuleitungsende des Blockabschnittes
ist ein Kondensator 33 vorzugsweise von veränderlicher Kapazität, wie in der Zeichnung angedeutet, in die Verbindung von
Sekundärwicklung 10 des Transformators 7 und Schienenstromkreis eingeschlossen.
Die Wirkungsweise der Systeme nach Abb. 2 und 3 ist dieselbe wie die nach Abb. 1 und
ohne weitere Beschreibung leicht verständlich.
Die Erfindung ist offenbar nicht auf die besonderen Anordnungen und Schaltungen,
wie sie vorstehend beispielsweise beschrieben sind, beschränkt; vielmehr können diese in
vieler Hinsicht innerhalb des Rahmens der Erfindung verändert werden, um besonderen
Betriebsbedingungen zu entsprechen.
Claims (2)
1. Umformeranlage zur Erzeugung von Hilfsströmen niederer Spannung aus einem
vorhandenen Gleichstromnetz hoher Spannung unter Verwendung einer den Gleichstrom
taktmäßig unterbrechenden Vorrich-' tung, z. B. einer Vakuumröhre, und eines mit dieser zusammenwirkenden Transformators,
dadurch gekennzeichnet, daß die Niederspannungsseite des Transformators
zur Lieferung von Eisenbahnsignalströmen dient, die dem Schienenkreis entweder unmittelbar
oder nach Gleichrichtung zügeführt werden.
2. Umformeranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den
Gleichstrom unterbrechende Vorrichtung (Vakuumröhre 5) in Reihe mit der Primärwicklung
(6) des Transformators (7) an die Klemmen eines Kondensators (1) angeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB517328X | 1927-01-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE517328C true DE517328C (de) | 1931-02-06 |
Family
ID=10461159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW78244D Expired DE517328C (de) | 1927-01-28 | 1928-01-20 | Umformeranlage zur Erzeugung von Hilfsstroemen niederer Spannung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE517328C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2022238615A1 (en) * | 2021-05-12 | 2022-11-17 | Rautatieto Certica Oy | Electrical system, arrangement and method applicable to railroad tracks |
-
1928
- 1928-01-20 DE DEW78244D patent/DE517328C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2022238615A1 (en) * | 2021-05-12 | 2022-11-17 | Rautatieto Certica Oy | Electrical system, arrangement and method applicable to railroad tracks |
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