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Bogentrennvorrichtung Die Erfindung betrifft eüie Bogentrenuvorrichtung,
bei der die einzelnen Bogen eines Papierstapels vor ihrer Vorwärtsführung mittels
eines unweit der Stapelhinterkante auf und nieder gehenden Saugfußes angehoben werden.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, derartige Maschinen mit Zungen auszustatten,
die vor der Abnahme des emporgehobenen obersten Bogens vom Saugfuß auf den nächstfolgenden
Bogen herabfallen, damit dieser Bogen dem bereits emporgehobenen Bogen nicht mehr
folgen kann. Diese Zungen werden in der Freigabestellung von einem Gleitstück hin
und her geschoben.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Bogentrennvorrichtung der erwähnten
Gattung, bei der die Zunge derart gesteuert ist, daß sie in genau senkrechter Richtung
auf den Bogenstapel niederfällt, d. h. daß ihre Bewegung im Augenblick der Berührung
mit dem Stapel keine in Richtung der Bogenebene verlaufende Komponente besitzt,
die den Bogen verschieben könnte. Eine derartige Verschiebung ist aber sehr unerwünscht,
weil. sie das Einlegen der Bogen in passender Weise auf der Druckpresse zum mindesten
sehr erschwert. Dieses wird dadurch erreicht, daß an der Zunge ein Bügel so angeordnet
ist, daß dieser beim Emporheben der Zunge auf eine Rast des Gleitstückes heraufklappt
und in dieser Stellung mit emporgehobener Zunge so lange verweilt, bis der Bügel
bei der Vorwärtsbewegung des Gleitstückes durch einen im Tragstück der Bogentrennvorrichtung
festsitzenden Anschlagstift von der Rast herabgeschoben wird, wodurch die Zunge
wieder herabfällt.
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Die Vorrichtung nach der Erfindung zeichnet sich ferner noch dadurch.
aus, daß die Bewegungen der Zunge in außerordentlich einfacher Weise gesteuert werden.
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In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung
veranschaulicht, und zwar stellen dar Abb. t die Vorrichtung in Seitenansicht, wobei
der Saugfuß gegen den obersten Papierbogen des Papierstoßes gepreßt ist, Abb. a
dieselbe Seitenansicht, wobei jedoch der Saugfuß in emporgehobener Stellung ist,
Abb. 3 die Vorrichtung von leinten gesehen, Abb. q. einen Teil der Vorrichtung in
Seitenansicht, Abb. 5 eine Gesamtansicht der Vorrichtung in kleinem Maßstabe.
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Der Bogenstapel roo ist auf einem Tisch I I o im Rahmen 7 r
der Schnellpresse angeordnet. Am rückwärtigen Ende des Bogenstapels r oo ist ein
Saugfuß 15 vorgesehen, dem über eine Stange 25 von der Schnellpresse her
eine auf und nieder gehende Bewegung erteilt wird. Dem Saugfuß 15 wird in
einer Pumpe 74 erzeugte Saugluft über die Leitung 73 zugeführt. Des weiteren wird
er noch mit in der Pumpe 76 erzeugter Druckluft über die Leitung 75 gespeist, die
etwa überzählig angehobene Bogen abblasen soll. Die Zufuhr der Saugluft im Saugfuß
erfolgt
über einen Verteiler 26 -und einen Schlauch 29, die Zufuhr
der Druckluft über einen Verteiler 35 und die Schläuche 46 und 47, die in Düsen
44 bzw. 48 endigen.
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Ein Tragstück i, das sämtlichen Teilen der Bogentrennvorrichtung gemeinsam
ist, ist auf einer in der Bewegungsrichtung der Bogen verlegten Stange 2 verschiebbar
gelagert und wird in der gewünschten Stellung mittels einer leicht lösbaren Klemmschraube
3 festgehalten. Die Stange 2 ist mit ihrem vorderen Ende 2o mit dem Rahmen 7 i gelenkig
verbunden und wird an ihrem rückwärtigen Ende Zoo mittels einer lösbaren Klemmschraube
4 von einem Halter 5 getragen. Die Klemmschraube 4 ist durch einen lotrechten Schlitz
6 in dem. Halter 5 geführt, so daß das Stangenende Zoo erforderlichenfalls in senkrechter
Richtung etwas versetzt und durch Anziehen der Klemmschraube 4 verriegelt werden
kann.
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Unterhalb der Stange 2 ist im Tragstück i noch eine zu dieser Stange
parallele, rückwärts gerichtete Stange 52 vorgesehen. An dieser Stange ist ein verschiebbares
Gleitstuck 53 mit einem emporragenden, gabelähnlichen Gleitfuß 54 angeordnet; dessen
Gabeln liegen an den Seiten der Hauptstange 2 an und werden von dieser gesteuert.
An der Unterseite des Gleitstückes 53 und in einem, von diesem heruntergehenden
Arm 55 ist eine Zunge 56 mit ihrer Nabe 56a auf einem drehbar im Arm 5 5 sitzenden,
rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der Gleitstücke 53 angeordneten Zapfen 57 .so
aufgehängt, daß die Zunge 56 in einer mit der Bewegungsrichtung der Bogen parallelen
senkrechten Ebene auf und ab beweglich ist. Am Zapfen 57 ist auch ein Kurbelarm
58 befestigt, der eine mit der Spannschraube 59 versehene Klemmhülse 6o trägt, die
um eine Stange 61 festgespannt werden kann; diese erhält eine hin und her gehende
Bewegung von einem Arm 77 0. dgl.
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An der Zunge 56 nahe der Nabe 56a ist ein emporragender Bügel62 drehbar
angeordnet, der den Mittelteil des Gleitstückes 53 umfaßt. Der Büge162 paßt gegen
den vorderen Teil 63 des Gleitstückes 53; der Teil 63 des Gleitstückes 53
ist in Höhe und Breite so geformt, daß der Bügel 62, wenn die Zunge 56 hochgehoben
ist, auf den Teil 63 aufschuappen kann. Um diese Bewegung des Bügels selbsttätig
zu bewirken, ist eine Feder 64 um deneinen Drehzapfen 65 des Bügels 62 gewickelt
und an einem etwas höher am Bügel festsitzenden Stift 66 befestigt, so daß die Federspannung
den Bügel 62 zwingt, sich vorwärts zu drehen. Ein Anschlagstift 67 am Gleitstück
53 verhindert, daß der Bügel 62 beim Auflegen auf den Tei163 sich zu weit bewegt.
Am Tragstück i ist ein Anschlagstift 68 vorgesehen, der in einem bestimmten Zeitpunkt
den Bügel 62 vom Teil 63 herabschiebt, wie später näher beschrieben
wird.
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Die Zunge 56 ist an ihrer Oberseite mit einem einstellbaren Schraubenstift
69 versehen, der ihre Schwingbewegung nach oben dadurch begrenzt, daß er in der
Höchstlage der Zunge 56 gegen die Unterseite des Gleitstückes 53 anstößt.- An diesem
ist auch eine Schraubenfeder 70 o. dgl. angebracht, deren anderes Ende an dem Tragstück
i befestigt ist und der Rückwärtsverschiebung des Gleitstückes 53 entgegenwirkt,
um das Heraufklappen der Zunge 56 während des ersten Augenblicks der Rückwärtsbewegung
der Stange 61 sicher zu stellen. .
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Der Bogentrenner arbeitet wie folgt: Nachdem der Papierstapel i oo
auf dem Maschinentisch iio (Abb.5) aufgelegt ist, wird die das Tragstück i tragende
Hauptstange 2 dadurch in die richtige Höhenstellung eingestellt, daß ihr Hinterende
senkrecht in dem Schlitz 6 des Halters 5 verschoben und in der beabsichtigten Lage
mittels der Spannschraube 4 festgestellt wird. Diese Einregelung erfolgt so, daß
der Saugfuß 15 in seiner niedrigsten Stellung leicht gegen die Oberfläche des Papierstapels
i oo drückt. Danach werden die Spannschrauben 3 und 59 gelockert und das ganze Tragstück
i so weit rückwärts gegen die Hinterkante des Papierstapels i oo verschoben, daß
die Hinterkante des Saugfußes 15 ein wenig vor die Stoßkante zu liegen kommt; in
dieser Stellung wird das Tragsück i durch Anziehen der Schrauben 3 und 59 festgespannt.
Nachdem der Saugfuß 15 so eingestellt worden ist, daß seine Saugfläche parallel
zur Oberfläche des Papierstapels verläuft und satt gegen diese anliegt, wird die
Vorrichtung nebst den Pumpen 74 und 76 in Bewegung gesetzt, und die Stangen 25 und
61 treiben nunmehr die mit ihnen verbundenen Teile an.
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Der oberste Papierbogen wird nun vom Saugfuß 15 angesaugt. Während
dieses Arbeitsvorganges ist, wie Abb. i veranschaulicht, das Gleitstück 53 in der
zurückgeschobenen Stellung mit emporgehobener Zunge 56, weil der Bügel
62 jetzt auf dem Teil 63
des Gleitstückes 53 gegen den Anschlagstift
67 liegt. Der Arm 58 hat dabei eine zurückgeschobene Stellung,- und der Schraubstift
69 liegt gegen die Unterseite des Gleitstückes 53 an.
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Die beiden Triebstangen 25 und 61 sind also an ihren hinteren Wendepunkten
und erhalten jetzt eine Vorwärtsbewegung. Die .Stange 25 bewirkt dann eine Aufwärtsbewegung
des Saugfußes 15.
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Die damit gleichzeitig stattfindende Bewegung der Stange 61 mit der
Klemmhülse 6o
führt das Gleitstück 53 mit der Zunge 56 vorwärts.
Während dieser Bewegung bleibt die Zunge 56 durch den am Teil 63 des Gleitstücks
53 hängenden Bügel 62 in emporgehobener Stellung.
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Sobald der Saugfuß 15 in die Nähe seiner höchsten Stellung
gelangt, tritt das Gleitstück 53 in seine innere Endlage ein, wobei der Anschlagstift
68 den Bügel 62 anstößt und aus dem Teil 63 löst. Das Gleitsück 53 bleibt nun von
der Schraubenfeder 70 unbeweglich gegen das Tragstück i gepreßt, während
die Zunge 56 auf den Papierstapel ioo 'herabfällt. Die Zunge 56 drückt nunmehr den
jetzigen obersten Bogen fest, so daß er nicht verschoben werden kann, wenn der vom
Saugfuß emporgehobene Bogen von der nicht dargestellten Arbeitsmaschine gefaßt wird.
Durch die eigenartige Aufhängung der Zunge 56 wird ihr vorderes Ende fast lotrecht
auf den Papierstapel herabfallen, wodurch eine Verschiebung der verbleibenden Bogen
des Stoßes infolge der Berührung mit der herabfallenden Zunge 56 weder vorwärts
noch rückwärts möglich wird.
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Während der nun folgenden Abwärtsbewegung des Saugfußes 15 hat auch
die Stange 61 ihren vorderen Wendepunkt erreicht und eine rückwärtsgehende Bewegung
erhalten. Dabei dreht sich zunächst der Arm 58 rückwärts und nimmt den Zapfen 57
mit, so daß die Zunge 56 ausschwingt, ohne daß das Gleitstück 53 aus seiner Stellung
verschoben wird, weil es durch die Feder 70 gegen das Tragstück i gedrückt
wird. Erst wenn der Schraubenstift 69 gegen die Unterseite des Gleitstückes 53 anschlägt
- in dieser Lage ist die Zunge 56 außer Berührung mit dem Papierstapel - wird das
Gleitstück 53 gezwungen, der Rückwärtsbewegung der Stange 61 zu folgen, weil ein
weiteres Aufwärtsdrehen der Stange 56 nicht möglich wird. Der Anschlagstift 68,
der im Tragstück i unbeweglich befestigt ist, erlaubt nun wieder dem Bügel 62, unter
dem Einfluß der Feder 64 auf den Teil63 des Gleitstückes 53 aufzuschnappen, wodurch
die Zunge 56 verhindert wird, herabzufallen.