[go: up one dir, main page]

DE503924C - Verfahren zum Hydrieren von Thebain - Google Patents

Verfahren zum Hydrieren von Thebain

Info

Publication number
DE503924C
DE503924C DEB137984D DEB0137984D DE503924C DE 503924 C DE503924 C DE 503924C DE B137984 D DEB137984 D DE B137984D DE B0137984 D DEB0137984 D DE B0137984D DE 503924 C DE503924 C DE 503924C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thebaine
tetrahydrothebaine
hydrogenation
ether
hydrogenating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB137984D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr C Schoepf
Dr L Winterhalder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Original Assignee
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CH Boehringer Sohn AG and Co KG filed Critical CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Priority to DEB137984D priority Critical patent/DE503924C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE503924C publication Critical patent/DE503924C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D221/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom, not provided for by groups C07D211/00 - C07D219/00
    • C07D221/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom, not provided for by groups C07D211/00 - C07D219/00 condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D221/22Bridged ring systems
    • C07D221/28Morphinans

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Hydrieren von Thebain Nach vorliegender Erfindung gelingt es, kristallisiertes Tetrahydrothebain, und zwar in guter Ausbeute durch Hydrierung von Thebain in Gegenwart von Katalysatoren, wie z. B. Platinoxyd, herzustellen.
  • Wie aus der Patentschrift 26o233 ist bereits früher versucht worden, Tetrahydrothebain auf diesem Wege zu erhalten. Nach dieser Patentschrift 260233 soll Tetrahydrothebain durch Hydrieren von Thebain mit molekularem Wasserstoff in Gegenwart von kolloidalem Palladium als Katalysator gewonnen werden. J. v. B r a u n (Berichte 47 [191:I] S. 231q.) hat jedoch festgestellt, daß nach diesem Verfahren es auf keine Weise gelingt, ein gut kristallisierendes, scharf schmelzendes und ganz richtig zusammengesetztes tetrahydri.ertes Produkt zu erhalten, und weitere Untersuchungen ergaben, daß Tetrahydrotheb-ain höchstens in ganz geringer Menge in dem durch Hydrieren von Thebain erhaltenen Produkt enthalten ist. Das Produkt besteht in Wirklichkeit aus einem Gemisch von mehreren Hydrierungsprodukten, nämlich von Dihydrothebain, Dihydrothebainon, Dihydrothebainol und einer geringen Menge von Tetrahydrothebain. Andere bekannt gewordene Verfahren zur Hydrierung des Thebain haben zur Bildung von Tetrahyclroth -ebain überhaupt nicht geführt.
  • Es wurde nun gefunden, daß es möglich ist, durch Benutzung bestimmter Arbeitsbedingungen, wie z. B. bei Verwendung v an Katalysatoren der Platingruppe, z. B. Platinoxyd, oder beim Arbeiten bei niederen Tempera turen, z. B. Raumtemperatur oder beim Arbeiten mit besonderen Salzen des -Thebains, gegebenenfalls in organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Methylalkohol oder Essigsäureanhydrid, oder beim Arbeiten bei geeigneter Wasserstoff ionenkonzentration oder durch kombinierte Anwendung dieser Maßnahmen wesentlich erhöhte Ausbeuten an Tetrahvdrothebain zu erhalten.
  • In Ausübung der Erfindung verfährt man z. B. derartig, daß man Thebain unter Verwendung vorn Platinoxyd als Katalysator, -zweckmäßig bei gewöhnlicher Temperatur hydriert, wobei Hydrierungsgemische, welche bis zu 6o °/o und mehr an Tetrahydrothebain enthalten, entstehen.
  • Zur Abtrennung des Tetrahydrothebains von dem durch Hydrierung von Thebain entstandenen Hydrierungsgemisch kann man verschiedene Verfahren anwenden. So kann man z. B. das ganze Hydrierungsgemisch mit mildwirkenden Entmethylierungsmitteln, z. B. Salzsäure, versetzen, wodurch z. B. das vorhandene Dihyclrothebain in Dihydrococleinen, überführt wird, worauf das gesamte Dihydrocodeinon z. B. als Oxim abgeschieden wird. Das Tetrahydrothebain bleibt bei dieser Maßnahme unangegriffen.
  • Zwecks Abtrennung des Tetrahydrothebains aus dem vom, Katalysator befreiten Hydrierungsgemisch kann man z. B. auch derart verfahren, daß man das Gemisch unter Zugabe von Natronlauge in wenig Äther aufnimmt und auf Eis stehen läßt, wobei eire großer Teil des Dihydrothebains auskristallisiert. Durch Ausschütteln der alkalischen Lösung mit Äther, Durchschütteln der vereinigten Ätherauszüge mit Natronlauge, Abdampfen des Äthers und Zusatz von festem Ammoniumchlorid zu der wässrigen alkalischen Schicht wird das Dihydrothebainon ausgefällt. Der Rückstand vom Äther wird oximiert, worauf der größte Teil des gebildeten Dihydrothebainoximhydrochlorids bereits in der Hitze auskristallisiert. Durch Alkalischmachen des Filtrats, Ausschütteln mit Äther, Durchschütteln der ätherischen Lösung mit Natronlauge und Zusatz von Ammoniumclilorid zu der alkalischen Lösung wird der Rest des Dihydrothebainonoxims ausgefällt. Die von Ketonen freie Ätherlösung wird eingedampft und der Rückstand mit konzentrierter Salzsäure kurze Zeit zum Kochen erhitzt, wodurch noch vorhandenes Dihydrothebain zu Dihydrocod,einon verseift wird. Hierauf macht man alkalisch, äthert die Basen aus und oximiert. Unter Zugabe von Ammoniak wird alsdann mit Äther ausgeschüttelt, aus welchem sich das darin schwer lösliche Dihydrocodeinonoxim rasch abscheidet. Falls noch letzte Reste von Dihydrocodeinonoxim. vorhanden: sind, können diese durch mehrmaliges Ausschütteln mit Alkali ausgeschieden werden. Die Ätherlösung enthält dann das gereinigte Tetrahydrothebain, welches direkt umkristallisiert oder z. B. über das Pikrat noch weiter gereinigt werden kann. (Schmelzpunkt des Pikrats 222°). Aus Äther oder Petroläther kristallisiert das reine Tetrahydrothebain in großen derben Prismen vom Schmelzpunkt 83 bis 84°.
  • Die letzte Reinigung kann auch z. B. über das salzsaure Salz vorgenommen werden, indem man die das Tetrahydrothebain enthaltende Ätherlösung nach dem Trocknen mit ätherischer Salzsäure behandelt und das Hydrochlorid z. B. aus Spuren Wasser enthaltendem Aceton umkristallisiert. Das so erhaltene Hydrochlorid gibt, mit Alkali zersetzt, Tetrahydrothebain vom Schmelzpunkt 83 bis 84°. Beispiel i. io,7 g Thebainhydrochlorid werden in 50 ccm Methanol mit 0,3 g Platinoxyd unter Zusatz von o,5 ccm konzentrierter Salzsäure unter Wasserstoff geschüttelt. In 5 Stunden werden i4oo ccm Hz (korr.) aufgenommen. Man filtriert vom Katalysator ab, macht mit Natronlauge alkalisch und äthert aus.
  • Die Natronlauge ergibt nach dem Versetzen mitAmmoniumchlorid 2, i g Dihydrothebainoii: Die Ätherlösung bleibt in Eis stehen, wobei o,9 g Dihydrothebain auskristallisieren, die durch Absaugen gewonnen werden. Der Ätherrückstand wird zur Verseifung des noch vorhandenen Dihydrothebains kurz mit konzentrierter Salzsäure (oder verdünnter Schwefelsäure oder Salzsäure oder mit einer verdünnten wässerigen Lösung von Weinsäure) gekocht. Man isoliert die Base und erwärmt bis 11., Stunde mit überschüssigem Hydroxylaminhydrochlorid in wenig Wasser auf dem Wasserbad. Man macht wieder alkalisch, äthert aus und entzieht dem Äther die letzten Reste Dilivdrothebainonoxiin und Dilivdrocodeinonoxim, mit Natronlauge. Der y@ther wird getrocknet, verdampft und hinterläßt 5,2 g = 55 '/o der Theorie eines Öles, das langsam kristallisiert und sich durch das Pikrat vom Schmelzpunkt 222° als praktisch reines Tetrahydrothebain erweist.
  • a. 10,7 g Tliebainhydrocliloriel werden in ioo ccm Essigsäureanhydrid oder Eisessig gelöst und mit Palladium-Bariumsulfat Katalysator, enthaltend o,25 g Palladium, bei Raumtemperatur in Wasserstoffatmosphäre geschüttelt. In 314 Stunden kommt nach Aufnahme von 1450 ccm Wasserstoff die Hydrierung praktisch zum Stillstand. Man de.-stilliert nach Abfiltrieren des Katalysators das Lösungsmittel im Vakuum bei möglichst niederer Temperatur ab, versetzt mit Wasser und arbeitet wie bei Beispiel i auf. Es werden erhalten 2,6 g Dihydrothebainon und 5,,9 g eines Öles, das kristallisiert und in quantitativer Ausbeute wie bei Beispiel i ein Pikrat vom Schmelzpunkt 222° gibt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Hydrieren von Thebain, dadurch gekennzeichnet, daß Thebain unter Bedingungen hydriert wird, welche bevorzugte Bildung von Tetrahydrothebain veranlassen, z. B. derart, daß hierfür geeignete Katalysatoren, z. B. Platinoxyd, verwendet werden, wobei die Hydrierung zweckmäßig bei niederen Temperaturen, z. B. Raumtemperatur, und bei geeigneter Wasserstoffionenkonzentration in Gegenwart organischer Lösungsmittel, wie z. B. Methylalkohol, Eisessig, Essigsäureanhydrid, durchgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das durch Hydrieren von Thebain entstandene Reaktionsgemisch zwecks Abtrennung des Tetrahydrothebains mit mild wirkenden entalkylierenden Mitteln, z. B. Salzsäure, behandelt wird.
DEB137984D 1927-02-16 1927-02-16 Verfahren zum Hydrieren von Thebain Expired DE503924C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB137984D DE503924C (de) 1927-02-16 1927-02-16 Verfahren zum Hydrieren von Thebain

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB137984D DE503924C (de) 1927-02-16 1927-02-16 Verfahren zum Hydrieren von Thebain

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE503924C true DE503924C (de) 1930-07-30

Family

ID=6999308

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB137984D Expired DE503924C (de) 1927-02-16 1927-02-16 Verfahren zum Hydrieren von Thebain

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE503924C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE503924C (de) Verfahren zum Hydrieren von Thebain
DE1131665B (de) Verfahren zur Herstellung von Aminosteroidverbindungen
DE479016C (de) Verfahren zur Herstellung von Cholinmonoborat
DE815346C (de) Verfahren zur Herstellung von (Diaethylamino-2'-propyl-1')-10-thioxanthen
DE568675C (de) Verfahren zur Herstellung von O-Alkyl-, Oxyalkyl- oder Alkylaminoalkylaethern des Harmols oder Harmalols
DE883154C (de) Verfahren zur Umlagerung von Chinaalkaloiden
DE365367C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Oxy-1-arylaminonaphthalinen
DE897103C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Diphenylacetyl-1, 3-indandion und seinen ungiftigen Metallsalzen
DE670098C (de) Verfahren zur Anreicherung von Biotin
DE943946C (de) Verfahren zur Trennung von DL-threo-1-p-Nitrophenyl-2-amino-1, 3-propandiol in seineoptisch aktiven Antipoden
DE671841C (de) Verfahren zur Herstellung von N-Alkyl- und N-Aralkylabkoemmlingen des Aminoaethylephedrins
DE533692C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 4,5-Oxidophenanthrens
DE414598C (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydrodesoxymorphin und Dihydrodesoxycodein
DE860068C (de) Herstellung von Aminodiolen
DE904288C (de) Verfahren zur Herstellung von 6, 7-Dihydro-5H-dibenz-[c, e]-azepin und seinen Derivaten
DE588353C (de) Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Derivaten des Anthracens
DE883899C (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten 1-Phenyl-1-cyclohexyl-propanolen
DE861839C (de) Verfahren zur Herstellung von threo-1-(4'-Nitrophenyl)-2-dichloracetylamino-1, 3-dichlorpropanen
DE879098C (de) Verfahren zur Herstellung von ringsubstituierten gesaettigten oder ungesaettigten Androstanol-(17)-onen-(3) bzw. deren 17-Derivaten
DE532535C (de) Verfahren zur Darstellung von Lobelia-Alkaloiden
DE630393C (de) Verfahren zur Darstellung von Acylderivaten der Octahydrofollikelhormone
CH134220A (de) Verfahren zur Herstellung von Cholinmonoborat aus Cholin und Borsäure.
DE1003211B (de) Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls im Benzylrest substituierten 1-Benzyl-2-methyl-1,2,3,4,5,6,7,8-octahydro-isochinolinen und deren Salzen
AT221087B (de) Verfahren zur Herstellung neuer, basischer Indol-Derivate
DE720160C (de) Verfahren zur Darstellung von 6-Aminodihydrocinchonin und -dihydrocinchonidin