DE503805C - Verfahren und Einrichtung zur Beheizung von Leichenverbrennungsoefen mit Leuchtgas und anderen gasfoermigen Brennstoffen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Beheizung von Leichenverbrennungsoefen mit Leuchtgas und anderen gasfoermigen BrennstoffenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
- F23G1/00—Furnaces for cremation of human or animal carcasses
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Beheizung von Leichenverbrennungsöfen mit Leuchtgas und anderen gasförmigen Brennstoffen Es macht sich neuerdings das Bestreben geltend, die Leichenverbrennungsöfen durch Leuchtgas zu beheizen. Nun ist aber die Beheizung mit Leuchtgas gegenüber der bisher üblichen Koksbeheizung entsprechend teurer, wenn der Wärmeverbrauch bei Leuchtgas derselbe sein würde wie bei Beheizung mit Koks.
- Die bisher gebauten Krematorien mit Leuchtgasbeheizung zeigen tatsächlich einen hohen Gasverbrauch, weil die Bauart des Kremationsofens im wesentlichen so beibehalten wurde, wie sie bisher für Koksbeheizung in Anwendung war.
- Die Beheizung mit Leuchtgas verlangt jedoch eine andere Ofenbauart und ein anderes Betriebsverfahren.
- Es ist zu beachten, daß bei Leuchtgasbeheizung eine nur schwach oder gar nicht leuchtende Flamme entsteht, welche sehr wenig durch Strahlung wirken kann und deshalb auch die Wandungen des Verbrennungsraumes nur sehr langsam aufheizt. Vor allen Dingen ergibt sich ein sehr starkes Temperaturgefälle, so daß kaum der unmittelbar unter dem Einäscherungsraum liegende Nachglühraum rotwarm wurde.
- Die bisher bei Koksfeuerung angewandten großen, aus feuerfestem Material bestehenden Unterbauten unter dem eigentlichen Einäscherungsraum konnten also gar nicht aufgeheizt werden, so daß dieselben nicht nur nichts nutzten, sondern sogar schädlich wirkten, weil die Aufheizzeit zu lang und der Gasverbrauch zu hoch wurde. In dem großen Unterbau bzw. Rekuperator wurde bei Koksfeuerung früher die sogenannte Oxydationsluft angewärmt; bei Gasfeuerung ist, wie oben bemerkt, dieser Zweck in einem Rekuperator nicht zu erreichen, weil infolge des ,großen Te;nperaturgefälles dieser Rekuperator bei Leuchtgasbeheizung nicht schnell genug aufgeheizt werden kann.
- Nach der Erfindung erfolgt die Aufheizang des Einäscherungsraumes durch das in diesen hineinblasende, mit Gas betriebene Brennersystem und die Erwärmung der Ein.äscherungsluft durch Verbrennung einer gewissen Gasmenge in dieser vermittels eines zweiten Brennersystems während der ganzen Einäscherungszeit, wobei die Oxydationsluft zunächst in einem Mischraum mit den Heizgasen des zweiten Brennersystems zusammentrifft und alsdann in einem darüberliegenden Gitterwerk vor dem Übertritt in den Ein-Üscherungsraum gleichmäßig gemischt wird.
- Ein Einäscherungsofen zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist auf der Zeichnung in Abb. t im Längsschnitt, in den Abb. z und 3 in je einem Querschnitt, und zwar einmal durch den Brenner, das andere Mal durch den Verbrennungsraum dargestellt.
- Die Beheizung des Ofens geschieht durch zwei Brennersysteme a und b, und zwar dient das Brennersystem n nur für die Aufheizung des Verbrennungsraumes i und des Unterbaues mit Nachglühraum auf die Kremationstemperatur von etwa 95o°. Sobald der Sarg eingeschoben ist, wird das Brennersystem n ausgeschaltet und nur das Brennersystem.b weiter in Betrieb gehalten.
- Dieses Brennersystem b hat den Zweck, an Stelle des bisherigen großen und gemauerten Luftrekuperators die Oxydationsluft aufzuheizen. Die Verbrennung dieses Gases erfolgt dabei in dem Mischraum c.
- Die Oxydationsluft tritt durch verschiedene Kanäle, z. B. an der Stelle d, die durch Schieber regulierbar ist, ein, gelangt in der Richtung der punktierten Pfeile durch einen Rekuperator e in den Mischraum c. Hier wird nun diese Luft durch die Verbrennung des eingeführten Gases. weiter sehr gut angewärmt; es erfolgt alsdann beim weiteren Aufsteigen der Luft in dem Steingitter f eine Mischung und eine weitere Vorwärmung, so daß die Luft beim Austritt durch die Öffnung g in den Einäscherungsraum eine sehr hohe und gleichbleibende Zündtemperatur von etwa 85o bis goo" besitzt, die zur schnellen Au.-lösung der Leiche und Verbrennung der gebildeten Gase vollkommen genügt.
- In dem Rekuperator e erhält die Luft bereits eine kleine Vorwärmung, da die Abgase in parallel danebenliegenden Kanälen, und zwar in der Richtung der ausgezogenen Pfeile durch diesen Rekuperator abziehen. Durch den hanallt gelangen alsdann die Abgase zum Kamin. -Der ganze Ofen besteht demnach nur noch aus dem eigentlichen Einäscherungsraum ,i, dem Nachglühraum k und dem kleinen Rekuperator e.
- Auch sind wegen der Eigenart der Leuchtgasflamme die Wandungen der Heizräume in bekannter Weise nur mit einer dünnen Schamotteverkleidung von 1/. bis 1/1 Stein hergestellt.
- Hinter dieser feuerfesten Ausmauerung wird ein hochwertiges Sterchamolisoliermaterial vermauert, so daß ein Wärmeabfluß nach außen sogut wie unterbunden ist und für die Aufheizung nur ein geringes Schamottegewicht vorhanden ist.
- Die wesentlich dünnere Schamotteauskleidung kann nun trotz des geringen Wärmestrahlungsvermögens der Leuchtgasflamme verhältnismäßig schnell aufgeheizt werden.
- Tatsächlich ist es möglich, durch diese Anordnung die Menge der feuerfesten Steine und des roten Ziegelmaterials um ungefähr gegenüber dem Ofen mit Koksbeheizung zu verringern.
- Die Leuchtgasmenge, welche zur Aufheizung der Luft nötig ist, ist verhältnismäßig gering, da die Gesamtmenge des Leuchtgases für die Aufheizung des kalten Ofens und der ersten anschließenden Verbrennung niedriger ist wie bei den bisherigen Öfen, um so mehr als die Aufheizung viel schneller vor sich geht.
- Die durch die Aufheizung der Luft zugeführte Kohlensäuremenge b,-einflußt die Aktivität der Oxydationsluft in keiner Weise.
- Die Versuche bzw. Rechnungen haben ergeben, daß der Kohlensäuregehalt der Luft, der zwischen 0,03 bis i o'o schwankt (zwischen Luft aus der Atmosphäre und solcher in überfüllten Räumen), durch den zweiten Brenner ansteigt auf etwa 2,5 bis höchstens während die abziehenden Abgase aus dem Kremationsraum einen Kohlensäuregehalt von 8 bis io °'o besitzen. Die eintretende Oxydationsluft hat dabei eine Temperatur von 85o bis goo°, was wesentlich höher ist als die Vorw.ärnnung, die man in der Regel bei Rekuperatoren mit Koksbeheizung erzielt und die höchstens 5oo bis 55o' beträgt, also nicht von sich aus zünden kann.
- Demnach bie;et dasvorliegende Beheizungsverfahren absolute Sicherheit, daß die Leiche in kürzester Zeit aufgelöst ist, da dauernd die gleich hohe Lufttemperatur von 85o bis goo° zur Verfügung steht, was bei den bisherigen koksgeheizten Öfen nicht der Fall ist, da bei diesen die Heißlufttemperatur im Verlauf der Verbrennung dauernd sinkt. In besonderen Fällen, bei anders gearteten Särgen oder bei großem Leichengewicht, kann das Gitterwerk/ entsprechend vergrößert werden; auch können gegebenenfalls zwei derartige Regeneratoren, die abwechselnd aufgeheizt werden, nebeneinanderliegen, um dadurch beim Einschieben des Sarges eine gewisse Wärmereserve zu erhalten.
- Das Beheizungsverfahren und die dadurch bedingte Konstruktion eines Kreinationsofens entsprechen den Normalverhältnissen, wie sie bei den meisten Krematorien bestehen, d. h. es wird in der Regel nur alle a bis 3 T gge, manchmal auch nur jede Woche eine Verbrennung vorgenommen.
- Wenn jedoch, wie es hier und da in sehr großen Städten der Fall ist, an jedem Tag mehrere Leichenverbrennungen hintereinander stattfinden, dann kann auch ein entsprechend größerer Rekuperator vorgesehen werden, um die allmählich sich steigernde Abgaswärme für die Unterstützung der Luftvorw:ärmung aufzufangen. Man wird dann eine entsprechend geringere Menge Leuchtgas in dem zweiten Brennersystem b benötigen.
Claims (3)
- PATr._@ TAN SPRÜCHL: i. Verfahren zur Beheizung von Leichenverbrennungsöfen mit Leuchtgas oder anderen gasförmigen Brennstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufheizung des Einäscherungsraumes (i) durch das in diesein hineinblasende Brennersystem (a) und die Erwärmung der Einäscherungsluft durch Verbrennung einer gewissen Gasmenge in dieser mittels eines zweiten Brennersystems (b) während der ganzen Einäscherungszeit erfolgt, wobei die Oxydationsluft zunächst in einem Mischraum (c) mit den Heizgasen des zweiten Brennersystems zusammentrifft und alsdann in einem darüberliegmden Gitterwerk vor dem Cbertritt in den Einäscherungsraum gleichmäßig gemischt wird.
- 2. Leichenverbrennungsofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an der Kopfseite des Einäscherungsraumes ein Hochdruckbrennersystem (a) und in einem in dem Kanal für die Einäscherungsluft angeordneten Mischraum (c) ein zweites Hochdruc'kbrennersystem (b) vorgesehen ist, wobei über dem Mischraum ein Steingitterwerk(i) in dem in den Einäscherungsraum führenden Luftzuleitungskanal eingebaut ist.
- 3. Leichenverbrennungsofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vor dem Mischraum liegende Teil des die Einäscherungsluft zuführenden Kanals (d) als Rekuperator zur Luftvorwärmung ausgebildet ist. ¢. Leichenverbrennungsofen nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steingitterwerk als Zweikammerregenerator ausgebildet ist, derart, daß abwechselnd die eine Kammer durch das zweite Brennersystem (b) aufgebeizt und in der zweiten Kammer die Einäscherungsluft erhitzt wird.
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