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DE503432C - Verhuettung von Zinkerzen - Google Patents

Verhuettung von Zinkerzen

Info

Publication number
DE503432C
DE503432C DEN27583D DEN0027583D DE503432C DE 503432 C DE503432 C DE 503432C DE N27583 D DEN27583 D DE N27583D DE N0027583 D DEN0027583 D DE N0027583D DE 503432 C DE503432 C DE 503432C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
muffle
gas
zinc
opening
regulated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN27583D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
New Jersey Zinc Co
Original Assignee
New Jersey Zinc Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by New Jersey Zinc Co filed Critical New Jersey Zinc Co
Application granted granted Critical
Publication of DE503432C publication Critical patent/DE503432C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/04Obtaining zinc by distilling

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verhüttung von Zinkerzen Gegenstand der Erfindung ist die Reduktion zinkhaltigen Guts in brikettierter Form.
  • Aus oxydischen Zinkerzen stellte man Zink bisher hauptsächlich durch Reduktion in Zinkdestillationsöfen mit vielen kleinen Muffeln her, :die an kleine Kondensatoren angeschlossen sind. Dfie einzige Öffnung jeder Muffel ist während der Reduktion durch die Kondensatoren verschlossen, durch die der Zinkdampf und J'ie ihm begleitenden Gase horizontal hindurchstreichen. Man hat auch die Anordnung von ikleinen stehenden Muffeln vorgeschlagen, die mittels Laufkrians von oben beschickt und von unten durch Herausnahme eines Pfropfens entleert werden können. Auch kontinuierliches Arbeiten, z. B. in einem steh.enyden Rohr, das unten durch einen Wasserverschluß sorgfältig abgedichtet ist, ist in Vorschlag :gebracht worden. In allen Fällen, wo in Muffeln mit Außenbeheizung gearbeitet wurde, waren aber stets Verschlüsse für jede üffnung, mit Ausnahme des zum Kondensiator füli,reri.Llen Gasauslasses vorgesehen, weil man annabin, daß nur auf diese Weise der gesamte Zinkdampf zulin Übertritt in den Kondensator gezwungen und kein Luftzutritt erfolgen könnte. Die Konstruktion solcher Verschlüsse, insbesondere für die Abstic:höffnung, bot erhebliche Schwierigkeiten. Während das Abdichten der B(,s.chick ungsöffnung einfach ist, weil die kalte Beschickung sich sofort mit Zinkoxyd und Zinkmetall zusetzt, die dann in der Re-Juktion wieder ;gewonnen werden, ist die Ab-dichtung der Albstichöffnung für die ltückstände wesentlich schwieriger, da diese gewöhnlich klebrig verschlacken, an der Muffelwand hängenbleiben und erst durch häufiges Abkratzen entfernt werden müssen.
  • Es wurde nun :gefunden, daß anan auch in 'einer Muffel -mit mehreren Öffnungen, die den Eintritt und Austritt von Gasen gestatten, eine Bewegung der Gase .ausschließlich nach ,dem Kondensator :hin erzielen und dadurch ohne Zinkverlust von der Verwendung besonderer mechanischer Verschlüsse absehen, .den Eintritt von unerwünschten Luftmengen ver-h,indern und den Lufteintritt an geeigneter Stelle herbeiführen kann, wenn man das Abströmen der Zinkdämpfe aus der Muffeil in den Kondensator .durch .Schornsteinzug fördert und die Gasgeschwindigkeit, z. B. durch einen Zugregler, so regelt, @daß an einem oder mehreren Punkten der Muffel bzw. des Kondensators ein bestimmter Gasdruck aufrechterhalten wird.
  • Die Stärke des Schornstein@zuges hängt davon ab, wie hoch die Durchtrittsöffnung des Kondensators über der Ausbringöffnung bzw. einer sonstigen unverschlossenen Üffnung der Muffel liegt, ferner von dir Ternperatur in der Muffel, dem Kondensator und etwaigen Zwischenstellen. Der absolute Gasdruck und der Differentialgasdruck während des Betriebs sowie die Gasmenge, die durch den Differentialgasdruck in Bewegung gehalten wird, hängt wieder von dem Gesamtwiderstand ab, der der Gasbewegung im Ofen entgegenwirkt. In der Hauptsache ist dieser Widerstand durch Größe und Form der Muffel und des Kondenisators und durch die Durchlässigkeit der Beschidcurng in der Strömungsrichtung bedingt. Dagegen eignet sich der Gasauslaß des Kondensators zur Regelung des Gasdrucks in der Muffel., z. B. vermittels eines Schiebers b@zw. durch eine Regelung des Abstandes des Gasauslasses von der Ausbringöffnung. Mit diesem Mittel läßt sich der Druck in der Muffel derart regeln, claß entweder gar ,kein Gas oder aber eine vorausbestimmte Luftinen ge durch d'ie Muff.e,l ein- bzw. .austritt.
  • Zweckmäßlig wird gemäß der Erfindung ein Schornsteinzug von 7,5 m verwendet. Man kann zwar schon mit 2,5 m arbeiten, aber dann ist die Gasströmung schwer zu regeln. Zweckmäßig ist ferner die Beschickung derart durchlässig für die entwickelten Gase und der Widerstand, der der Gasströmung durch den Kondensator entgegenwirkt, so niedrig, claß die Reged,ung des Gasdrucks in der Muffel mittels einsfacher Drosseleinrichtungen, z. B. einer Klappe oder eines Ventils, erfolgen kann, die in einem vom Kondensator ins Freie führenden Rohr angeordnet ist. Die Beschickungsöffnun.g der Muffel wird zweckmäßig mit einem Verschluß versehen, der besonders bei stehenden Muffeln leicht gangbar gehalten werden kann. Dagegen bleibt die Ausbringpffnung offen, soweit sie nicht von der erschöpften Beschickung selbst verschlossen wird, und der Ein- und Austritt der Gase oder Luft durch diese Öffnung wird lediglich durch Regelung der Gasströmung mittels des Sch:oTnsteinzuges geregelt. Bei ,ler Herstellung von reinem, bleiarmem ineta.llischem Zink empfiehlt es sich, der Muffel geregelte Mengen reduzierender Gase, wie Wasserstoff, Kohlenoxyd, Öldämpfe usw., zuzuführen. Wo es nicht so sehr auf den Bleigeholt des Zinks ankommt, kann man unter Umständen auch geregelte Luftmengen durch lie Üffnun,g eintreten lassen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht zwei beispielsweise Ausführungs@forinen von Ofen zur Durchführung des Verfahrens.
  • Fi-g. i ist ein- Schnitt durch einen Ofen mit 5tchender Muffel, Fi.g.2 ein solcher durch einen Ofen mit Kettenförderung nach Art eines Wanderrostes.
  • Beim Ofen nach Fig. i ruht die stehende zylindrische Muffel io lediglich an ihrem Fußende auf und ist im übrigen! völlig unabhängng vorm Ofen beweglich.
  • Die Ofenkonstruktion ruht auf einer Metallplatte 28, die den Betonunterbau abdeckt und über einer Schicht von Wä rnaeisoliermaterial 2o die Muffel io trägt. Unter dieser ist in der Platte eine öffnung von gleicher lichter Weite vorgesehen, an die sich ein Metallzylivder 3o anschließt, der die Muffel unter der Platte fortsetzt und durch einen -in senkrechter Richtung einstellbaren Ansatz 21 verlängert oder verkürzt werden kann. Unter diesem .ist ein Drehtisch 31 angeordnet, der die Beschickung der Muffel io stützt und von denn die Rückstände mittels eines Abstreifers 22 abgenommen werden können. Der Tisch ist teilweise von einem R.and22' umgeben, der ein Abfallen der Beschickung nach der falschen Seite verhindert. Zur Abführung der durch -den Abstreifer 22 abgeworfenen Rückstände dient ein nicht Förderband.
  • Der frei durch .den Ofen hervorragende Nluffelkopf trägt ein zyl.imd.risches Gußs.tüc'k 32. Um den Zylinder 'herum .liegt eine Schicht von verhärtetem Koh;leteig 34 innerhalb eines Metallzylinders 35, der noch mit Staubkohle umschichtet 'stein .kann. Der Zylinder 32 mit seinem Koh'lemantel 34 folgt den Bewegungen des Muffelkopfes. Unten ist der Zylinder zweckmäßig .mit Staubkohle umgeben., die einen beiweglichen Absch.luß zwischen clean Zylinder und dem Ofen bildet. Oben trägt der Zylinder 32 eine Beschickungsvorrichtung in Form eines umgekehrten Blechtrichters 40. Der Zylinder 32 ist mit hart gewordenem Kohl'eteig und Staubkohle 43 ausgefüllt, in #lie der Rand einer Kappe 44 eingreift.
  • Von dem Metallizyli.nder 32 sind ZweigrOh.re 45 seitlich abgezweigt, die mit Graphitröhren 46 ausgefüttert sind und zu Kondensatoren führen, von denen nur der eine dargestellt ist.
  • Der Korndensator ist mit einer Blechhaube 53 überdeckt, die in der Staubkohleinschicht 51 abge,die'htet ist und eine Öffnung init senkrechtem Abzugsröhjr 54 aufweist, in dein ein Ventil 55 angeordnet ist. In die Haube 53 ragt ein a.urf Druck ansprechendes Instrument 56 hinein, das zu ennein Manometer 57 und zu einem Registrierapparat 58 führt. Ain tiefsten Punkt der Kammer 47 ist eine Ausbringöffnung 59 für Idas :geschmolzene Zink angeordnet, die innen durch einen Graphitpfropfen 6o tunid außen durch einen Schamottepfropfen 62, die durch eine Stange 61 verbunden sind, verschlossen ist. Die untere Muffelöffnung ist ,gemäß der Erfindung offen und lediglich mit den erschöpften Teilen der Beschickung ausgefüllt, so daß zwischen 'diesen Gas ein- und austreten kann, soweit es der Schornsteinzug zuliißt.
  • Das Innere der Muffel to, der Gasauslaß -1.6, clie Verteilerkammer 47, die Kanäle 49 im Verdichter, die Haube 53 und der Gasauslaß 54 sind derart miteinander verbunden, d;aß die Gase kontinuierlich hindurchs.treichen können. Der senkrechte Teil dieses Gasweges wirkt bei der Erwärmung auf die Arbeitstemperatur als Kamin und .erzeugt einen.. Zug, dessen Stärke von der Höhe des Gasweges abhängt. Z. B. ;kann ein Höchstzug von 12 bis 1 q. mm Wassersäule dadurch aufr echterlialten werden, daß die ins Freie führende Üffnung des Gasauslasses aus dem Ver'dich.ter etwa 15 m über der Abstichöffnung der Muffel ro Biegt, in die Gas eintreten und aus der Gas austreten kann. Ein solcher Schornsteinzug genügt :reichlich in Anbetracht der Durc'hlä.ssigkeit d,er Beschickung und -des Kondensators.
  • Wenn man nicht, z. B. durch Betätigung des Ventils 55 im Gasausilaß 5q., die Gasströmung drosselt, wird bei der Abstichöflnung der Muffel Luft eingesaugt werden, !bis die durch die Apparatur streichende Gasmenge so groß ist, d@aß der ihrem Durchfluß geleistete Widerstand dem gesamten Schornsteinzug gleich ist. Durch Einstellung des Ventils 55 kann man die eintretende Luftmenge regeln bzw. ganz abdrosseln. Zweckmäßig regelt man (den durch den Schornsteinzug .hewirkten Gasdurchfluß mittels des Ventils 55 derart, .daß man in der Haube 53 einen bestimmten Gasdruck einstellt uniaufrechterhält. Der den oberen Teil des Ofens bedienende Arbeiter hat die Ventüle 55 so einzustellen, daß dieser Gasdruck stets gleich bleibt. Nach dem Einfüllen einer neuen Beschickungsmenge in die Muffel 1o muß Jas Ventil .etwas geöffnet werden, um die während dieser Zeit verhältnismäßig große Gasmenge entweichen zu lassen. In dem Maße, wie -die Gasmenge sinkt, wird das Ventil 55 derart eingestellt, daß durch Drosselung der Du.rchffußwiderstand, allmählich wächist. Dabei wird der Arbeiter durch die Angaben des Manometers 57 geleitet. Auch im oberen Teil des Einfülltrich.t@ers .a-0 ist zweckmäßig ein druckempfindliches Instrument 56' angeordnet, das mit einem Manometer 57' und einem Registr ier.apparat 58' verbunden ist. Durch Vergleich mit den Drücken im Einfülltrichter und in der Haube 53 lassen sich dann alle etwaigen Fehler in der Arbeit des Ofens leicht feststellen und beseitigen.
  • Wenn Reinzink hergestellt werden soll, leitet man zweckmäßig reduzierende Gase (Wasserstoff, Kohlenoxyd, Olgas o. dgl.) ein, indem man -das Enid,e Beines, Rohrs in die aus der Retorte herausfallende Beschickung einführt und dem Rohr unter entsprechendem Druck eine kleine Menge Öl zuführt, das in der heißen Beschickung verdlampft und dadurch in geregelter -Menge in die Muffelt eingesaugt wird, daß der Schornsteinzug durch entsprechende Einstellung des Ventils 55 geregelt wird. Zweckmäßig wird etwas mehr C51 eingeleitet, als die Muffel einsaugen 'kann, und der Überschuß um das untere Muffelende abbrennen gelassen, um deutlich zu machen, daß keine Luft mit eintritt. Der Eintritt von Luft hat gowiß vorteilhafte Wirkungen für die Reduktion, erhöht aber auch die Menge des mit dem Zink übergebenden Bleis, und wird deshalb zweckmäßig verhindert, während reduzierende Gase einge,fühirt werden, tun ein möglichst bleifreies Zink zu erhalten. Wenn es aber auf Bleifreiheit nicht ankommt, empfiehlt es sich, eine bestimmte Luftmenge in die Muffel, einsaugen zu .lassen.
  • Die in. Fig. 2 dargestellte Anordnung weist einen wanderrostartigen Kettenförderer als Sohle der langen Muff el66 auf. Diese wird von einer Ofenkonstruktion 67 überhöht, !fieren Heizkanal 68 sich über der Decke 69 der Muffel erstreckt und durch Öffnungen 7o mit Brenngas und Luft be@sc'hickt wird; deren Verbr ennungspro,dukte durch den Heizikanail und den Auslaß 71 zum Reku.perator ziehen. Die Temperatur im, Heizkanal wird durch Pyr!on ieter 72 festgestellt.
  • Am Beschickungsende des Ofens liegen nebeneinander ein Trichter 73 für zerkleinertes Material, ein Trichter 74 für erschäpfte Briketts und ein Trichter 75 für frische Briketts. Die beiden letztgenannten Trichter weisen Verschlüsse 76 auf. Das Ausbringende des Ofens isst von einem Gehäuse 77 mit Verschlußkl'appe 78 überdeckt, die ,gewöhnlich offen steht und zur Beobachtung des Wanderrostes.dient. Der an diesem Ende aufwirbelnde Staub -wird zum größten Teil in denn Kamin 9 abgesogen. Nahe -dem Beschickungsende der Red.uktionsikamimer 66 führt ein Gaska:na1 8o von etwa gier gleichen Breite wie die Recluilctionsleammer,durch den Heizkanal 68 und die darüberliegenden Schichten von Ofenbautnaterial zu zwei Abzweigungen. 81, von denen jede in einen Kondensator führt. Oberhalb des Ofens ist der Gaskanal 8o mit Staubkohle 82 überschich@tet, die in .einem Meta;l'lgehäuse 83 liegt. In den Gaskanal, So ragt oben ein auf Druck ansprechendes Instrument 56' hinein, Idas m,i.t einem Manometer 58' und einem Registrierinstrument 57' in Verbinfdunig steht. Die Zeichnung stehlt nur den einen Kondensator dar, der im wesentlichen so eingerichtet ist, wie der in Fig. r dargestellte. Zwei weitere Kondensatoren sind ,in dem .abgebrochen gezeichneten Teil des Ofens angeschlossen.
  • Die Verteilungskammer: q.7' der Kondensatoren besteht aus einem Kohleblock und hat kreisförmigen Querschnitt, ebenso iwie Idas darüber angeordnete Kanalbiind,el, dessen Kanüle 49' konzentrisch angeordnet sind. Gegenüber dem Gas'ei.nlaß 8r ist eine Reinigungsöffnung 5q. vorgesehen.
  • Der Kettenfärid.erer 65 wird mit einer Schicht von fein verteiltem Material aus dem Trichter 73 heschiittet, auf dieser wind eine Schicht von erschöpften Briketts .aus Jem Trichter 74 abgelegt, die zum Teil in -die Feinschicht einsinken und die frischen Briketts am Einsinken hindern sowie die erforderliche Gasd'urchlässigkelt sichern. Am Aüstrittsenicie dies Ofens fallen die erschöpften Briketts. mit dem Feinmaterial auf ein Sieb 85; das Durchfallen des Feinmaterials wird -wieder nach Bediarf in den Trichter 73, die erschöpften Briketts in den Trichter 7¢ zurückgeführt.
  • Der Reduktionsraum ist hier 18.m lang und' 31,m breit. Im Heizkanal 68 wird ain Beschicikunisenide dies Ofens eine Temperatur von etwa r3oo bis 1q.00° C, ain Ausbringenide etwa r2oo° C aufrechterhalten. Die Feinschicht auf dem Kettenförderer .ist etwa 12 bis 22 cm, die Brikettschicht etwa q.o bis 5o cm hoch. Innerhalb 24 Stunden wird der Ofen finit etwa 30 t Briketts beschickt. Die frische Beschickung füllt den. Raum zwischen der Decke der Muffel66 und- den. d@arunterliegeniden Schichten nahezu aufs unid wird durch den Kettenförderer langsam durch die ,huff-el geführt.
  • Gemäß ider Erfindung ist das Ausbringen-de der Reduktionskammer unverschlossen und lediglich durch die erschöpften Briketts ausgefüllt, so daß Lwft oder anderes Gas ein-und austreten kann. Ein solcher Ein- -und Austritt kann auch in gewissem Maß durch die Feinschicht hindurch erfolgen und !könnte liier angesichts,der großen Ausdehnung dieser Schicht schädlich wirken. .Gemäß der Erfindung sind .die Gasauslässe 55 der Kondensatoren zum mindesten 4,5 m über der Decke 69 der Muffel angeordnet, wodurch ein wirksa:iner Schornsteinzug von. .etwa q, Mm erzeugt wird, der angesichts des verhältnismäßig leichten Ein- und Austritts von. Gas und Luft r1ichlich genügt, tim die Gasströmung von der Reduktionskammer zu den Kondensatoren zu gewährleisten und gleichzeitig, wenn er nicht geregelt wird, in .die Muffel Luftinengen emzus.augen, die -der Zinkausbeute hinderlich sein könnten.
  • Infolgedessen -wirf auch ,hier wieder der Schornsteinau, in.i.ttells der Ventile 55 so geregelt, daß in der Muffel noch ein kleiner Gberdruclc gegenüber dier Außenluft .herrscht. Die Luft wird hierdurch am Eintritt in die iNIuffel, Zinkidiampf :am Austritt aus i'hr mit Ausnahme durch den Gaskanal 8o verhindert. Der Druck in den Kond lensatorlhauihen 53 soll so ,geregelt sein, daß ein ganz geringer Lufteinlaß am Ausbringende der Muffel stattfindet und der äußerst schiwache Luftstrom, der durch die Feinschicht hinJurchtritt, den an der oberen Grenze dieser Schicht auftretenden Zink td@annpf .sofort zu Zinkoxyd verbrennt, das die Feinschicht wirksam verstopft.
  • Gegebenenfalls kann der Boden dier Kettenförderer vollkommen mit reduzierendem Gas, wie Wasserstoff, Kohlenoxyd, Üldämpfen usw., umgeben sein. Wird nun .durch Öffnung der Ventile 55 idier Druck in den Hauben 53 gesenkt, so können -die reduzierenden Gase durch die Feinschicht aufwärts und idurch die Ausbrinigöftnung der Muffel nach Bedarf eintreten.
  • Gemäß der Erfindung wird also,dier Druckunterschiieid benutut, ider dadurch erzeugt wird, daß die obersten Gasauslässe hoch über dem Ausbringende der Muffel liegen, um an diesem Ende einen Gasdruck izu-erzeugen, der einen mechanischen Verschluß ersetzt. Dabei bleibt das Ausibringendie vollkommen offen, so -daß man die erschöpfte Bescb,idkung mittels einfacher Vorrichtungen abführen kann. Wind das Volum, der in der Redu'kti-onskaminer nahe dem Ausbringenide entwickelten Gase oder der dein Hind'urch.strömien der Gase durch die Beschickung als Ganzes geleistete Widerstand zu groß, so könnte unter Umständen der Druckunterschied zwischen dem Auslaß über den Kondensatoren und -der Ausbringöffnun.g nicht genügen, um die erforderliche Gasströmung zum Verdichter aufrechtzuerhalten, und es könnte dann aus dem Ausbringende Gas verlorengehen. Ist ailiderer'seits die Beschickung sehr durchlässig und .die entwickelte Gasmenge am Ausbringen(de verhältnismäßig klein, -die Drosselung am Kondensator gering, .so kann 'der Druckunterschied so groß -werden, daß größere Luftmengen -durch das Ausibringende hineingezogen werden könnten. Um immer einen, guten Gasverschluß zu erhalten, ruß der Druckunterschieid stets derart geregelt sein, d,aß aus dem Ausbringende der Muffel kein Gras ausströmt. Im Betrieibe -isst ;dies nicht vollkommen möglich, und es ist deshalb zweckmäßig, die Drosselung .am Auslaßende der Kondensatoren genauestens auf die Menge entwickelter Gase einzustellen. und den Strömungswiderstan'di eher zu niedrig als zu i hoch zu halten. Infolgedessen .kann natürlich etwas Luft in die Reduktionskammer eintreten, aber solange ihre Menge geregelt ist, schadet sie der Verdichtung zu Metall nichts, während andererseits bei einer zu starken Dros,selan,g Zinkdampf aus @d,er Austrittsöffnung austreten und v erlorengehen würde.
  • Ein wesentlicher Vorteil -der Erfi @dung liegt darin, daß die Beschickungsriickstänrde trocken und gasdurchlässig sbleiben, was für die rasche Wärmeübermittelung Curch die mit Wärme beladenen Reaktionsgase wichtig ist. Andererseits ermöglicht die dauernd offen bleibende Ausbringöffnung eine genaue Kontrolle der Ofenarbeit.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Regelung der Bewegung der mit Zinkdämpfen beladenen Gase in einer mit zinkhaltigem Gutbeschickten Muffel mit Kondensator, dadurch gekennzeichnet, daß das Abströmen der Zinkdämpfe aus :der Muffel in den Kondensator durch Schornsteinzug gefördert und die Ga@sgesch,windii6leeit z. B. durch einen Zugregler so geregelt wird', tdaß an einem oder mehreren Punkten der Muffel bzw. (]es Konsdensators ein bestimmter Gasdruck aufrechterhalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, .d.aß während' der Arbeit eine öffnung, z. B. die Öffnung des Austragendes der Muffel, offen bleibt, so daß Gas ein- und austreten kann.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasströmung mittels des Schornsteiazuges so ge- regelt wird, däß auch .der Ein- und Austritt von Gais durch die offene Muffe@löffnung geregelt oder verhindert wird. d. Verfahren nach Anspruchs i, -d'ad,urch gekennzeichnet, daß der Schornsteinzug durch Hochlagerung der Gas,ausilä,s,s,e aus den. Kondensatoren erzeugt wird. 5. Verfahren nach An sspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, Jaß am Austragende oder .der sonst offen bleibenden Muffelöffnung der innere und äußere Gasdruck annähernd gleichgehalten werden.
DEN27583D 1927-04-01 1927-07-26 Verhuettung von Zinkerzen Expired DE503432C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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