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Reklamevorrichtung zur Vorführung beweglicher Bilder Die Erfindung
betrifft eine Reklamevorrichtung zur Vorführung beweglicher Bilder mit einer Schaufläche
aus drehbaren Zeichenträgern und einem Kurbelgetriebe zum Antrieb der Zeichenträger.
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Gemäß der Erfindung hat das Kurbelgetriebe eine Hauptantriebswelle
und eine zu ihr parallele Hilfswelle, die durch irn Winkel ;-ersetzte Kuppelstangen
verbunden sind.
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Die Zeichenträger haben besondere Wellen, die zwischen der Haupt-
und der Hilfswelle angeordnet und mit Zapfen versehen sind, an denen die Kuppelstangen
zwischen Haupt-und Hilfswelle angreifen.
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Als Ausführungsbeispiel der Erfindung wird eine Vorrichtung beschrieben
werden, bei der die Zeichenträger in an sich bekannter Weise aus endlosen, über
dreikantige Prismen geführten Bändern bestehen. Der bisher verwendete Zahnradantrieb
für die Prismen hat den Nachteil, daß der tote Gang der einzelnen Räder sich addiert,
so daß die Genauigkeit der Prismenbewegung von einem zum andern Prisma ständig abnimmt
und bei den letzten Prismen der Fehler unzulässig groß wird. Gemäß der Erfindung
wird dieser Nachteil durch das Kurbelgetriebe vermieden. Die Hauptantriebswelle
wird durch ein Getriebe absatzweise um je i2o° gedreht und überträgt ihre Drehung
durch ein unter go° versetztes Kurbelgetriebe auf eine zweite Welle. Zwischen den
Wellen sind die Prismen drehbar gelagert, und jedes Prisma ist an einem oder beiden
Enden mit einer Kurbel versehen, in die ein Zapfen an der zugehörigen Kuppelstange
greift. In dieser Weise setzt die Hauptantriebswelle durch ihre Kuppelstangen die
Hilfswelle am Ende des Prismensatzes in Drehung, und diese Drehung wird durch eine
oder beide Kuppelstangen auf die Kurbeln der Prismen übertragen. Der tote Gang beschränkt
sich hier auf die einzelnen Übertragungsstellen, wird aber nicht, wie bei der Zahnradübertragung,
von einem Ende des Getriebes zum anderen addiert.
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Wenn besonders genaue Führung erwünscht ist, z. B. wenn die Prismen
sehr lang sind und daher bei plötzlichem Wechseln durchfedern könnten, kann auch
am anderen Ende jedes Prismas eine Kurbel vorgesehen sein, in die ein Zapfen an
der zugehörigen Kuppelstange eingreift.
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Die Zeichenträger brauchen nicht Prismen mit endlosen Bändern, sondern
können auch Rundstäbe o. dgl. mit und ohne endlose Bänder sein. Die Schriftzeichen,
Bilderteile o. dgl. werden auf der Schaufläche durch entsprechende Einstellung der
Zeichenträger zu einem Ganzen vereinigt.
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Die Vorrichtung vereinigt, da sie den Kurbelantrieb hat, größte Genauigkeit
mit vollkommener Betriebssicherheit und hoher
Lebensdauer, denn
die Teile eines solchen Antriebs unterliegen nur äußerst geringer Abnutzung.
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Die Vorrichtung eignet sich für jede Art der Sichtreklame, also zur
Aufstellung in Schaufenstern, Schaukästen, in den Vorräumen von Theatern, Kinos
u. dgl., den Wartesälen von Bahnhöfen, Straßenbahnhaltestellen. Sie kann auch in
Form eine Reklamesäule ausgebildet und mit festen Plakaten, Lichtreklamen, Reihenbildern,
Sprechmaschinen und anderen akustischen Einrichtungen, die den Wechsel der Bilder
anzeigen, verbunden werden. Die Wirkung läßt sich durch passende Ausgestaltung der
Beleuchtung noch steigern. Besonders zweckmäßig ist eine mit der Vorrichtung vereinigte
Beleuchtung nach Art von Soffittenlampen, die durch einen selbsttätigen Schalter
jedesmal zum Erlöschen gebracht wird, wenn die Darstellung wechselt; und erst wieder
aufleuchtet, wenn die neue Darstellung sichtbar geworden ist. Ein Schalter, der
dies bewirkt, kann auf sehr einfache Weise mit dem Getriebe für die Antriebswelle
gekuppelt werden. Eine solche Einrichtung entzieht nicht nur den Vorgang des Wechselns
dem Auge, sondern erregt auch durch Blinklichtwirkung noch besonders die Aufmerksamkeit.
Die Lampen können auch verschiedene. Farben haben, so daß jede Darstellung in verschiedenem
Licht erscheint, oder es können gleichzeitig verschiedene ineinander übergehende
Farben auf der Schaufläche erscheinen.
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Endlich bietet die Vorrichtung die Möglichkeit, eine Wirkung nach
Art der bekannten Trickfilme zu erzielen, indem man durch schnellen Wechsel der
Darstellungen die Täuschung einer Bewegung des Bildes hervorruft. Die Vorrichtung
kann mit einem selbsttätigen Schalter versehen sein, der sie nur zeitweilig in Tätigkeit
treten läßt, so daß sie nicht durch dauerndes und vielleicht unerwünschtes Arbeiten
stört.
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Auf der Zeichnung sind ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands
und einige Anwendungsbeispiele dargestellt: Abb. i zeigt perspektivisch eine Vorrichtung
gemäß der Erfindung für ein Schaufenster; Abb. 2 und 3 zeigen ebenfalls perspektivisch
je eine Reklamesäule, an der die Vorrichtung in Verbindung mit Plakaten und für
sich allein angebracht ist; Abb.4 zeigt in einer von rechts in Abb. i gesehenen
Stirnansicht das Schaltgetriebe der Vorrichtung bei geöffnetem Gehäuse; Abb.5 ist
eine schematische Darstellung des Prismenantriebs, von der Vorderseite in Abb. i
gesehen; Abb. 6, 7 und 8 zeigen im Aufriß, Stirnansicht und Grundriß ein etwas abgeändertes
Kurbelgetriebe; Abb. 9 und io sind Aufriß und Stirnansicht eines Getriebes, das
aus Kurbeln und Zahnrädern gebildet ist; Abb. i i zeigt im Aufriß, Abb.12 im Grundriß
eine Kurbel zur Übertragung von der Kuppelstange oder den Kuppelstangen zwischen
Haupt- und Hilfswelle, mit einer gekröpften Kurbel, die ermöglicht, die Teilung
der Kurbelwellen zu verkürzen; Abb. 13 und 14 zeigen eine abnehmbare Einrichtung
für die Unterbringung auswechselbarer Prismensätze im Gehäuse, und Abb. 15 zeigt
eine abgeänderte Ausbildung der Einrichtung nach Abb. 13 und 1.4.
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In Abb. i ist eine tragbare Vorrichtung dargestellt, die zur Aufstellung
in einem Schaufenster o. dgl. bestimmt ist. Sie hat ein Gehäuse 14 mit einem vorderen
Ausschnitt 15, der einen Fensterrahmen 17 trägt. Im Ausschnitt des Fensterrahmens,
der durch eine Glasscheibe verdeckt, aber auch offen sein kann, erscheinen die im
vorliegenden Falle aus acht Feldern 18 gebildeten Reklameschriften o. dgl., die
durch Lampen i9 und 2o soffittenartig beleuchtet werden können. Mit dem Getriebe
für die Prismen kann ein Schalter verbunden sein, der die Lampen während des Wechselns
der Felder ausschaltet, so daß nur die gewechselten Inschriften oder Bilder beleuchtet
werden, der Vorgang des Wechselns aber dem Auge entzogen wird. Der Fuß des Gehäuses
kann zur Aufnahme eines Klotors für das Getriebe ausgebildet werden und eine feste
Reklametafel 21 tragen.
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Abb. 2 und 3 zeigen derartige Vorrichtungen in Verbindung mit einer
Reklamesäule 22. Die Säule nach Abb. 2 trägt vier Vorrichtungen 1d., die in verschiedener
Höhe in ihre Seitenwände eingesetzt sind. Die freien Räume werden durch Plakate
23 ausgefüllt.
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Bei der Säule 2d. nach Abb. 3 sind sämtliche vier Seiten von je zwei
Vorrichtungen 25 gemäß der Erfindung eingenommen. Man könnte auch eine einzige Vorrichtung
an jedem Fenster vorsehen, die durch die ganze Höhe der Säule geht.
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Im Gehäuse 14 sind die Hauptwelle i und die Hilfswelle 2' des Getriebes
nach Abb. 5 oberhalb und unterhalb des Fensters 17 gelagert. Die Hauptwelle i wird
von einem Getriebe, das in ein Zahnrad 40 auf der Welle eingreift, absatzweise um
jeweils 12o° gedreht. Das Zahnrad 46 steht durch einen Kurbelzapfen .4 und Kuppelstange
6 mit einer Kurbel 26 auf der Hilfswelle 2' in Verbindung. Am anderen Ende der Hilfswelle
befindet sich eine Kurbel 27, die durch eine zweite Kuppelstange 5 mit einer
Kurbel 28
auf der Hauptwelle z verbunden ist. Der Kurbelarm am Zahnrad
46 und die Kurbel 26 sind zu den Kurbeln 27, 28 um 90° versetzt. Die Kuppelstange
5 trägt eine Anzahl Kurbelzapfen 29 zum Antrieb von Kurbeln 3 der Prismen.
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Das Getriebe, durch das das Zahnrad 46 der Hauptwelle r jeweils um
12o° gedreht wird, ist in Abb. d. dargestellt. Mit dem Zahnrad .I6 steht ein auf
einem im Gehäuse befestigten Zapfen 47 gelagertes Zahnrad 4.8 ständig in Eingriff.
Auf dem Zapfen :I7 ist ein Winkelhebel 49,'50 schwenkbar gelagert. Am kurzen Arm
,49 des Hebels ist auf einem Zapfen 5 r ein Zahnrad 52 gelagert, das mit dem Zahnrad
48 ständig in Eingriff steht. Das Zahnrad 52 trägt eine Scheibe 53, deren Umfang
beim vorliegenden Beispiel nur einen Ausschnitt 54 hat. In den Ausschnitt kann ein
am Gehäuse befestigter Anschlag 55 einfallen. .
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Auf einem am Gehäuse befestigten Zapfen 56 ist eine Nockenscheibe
57 mit Nocke 58 gelagert, die von einer Kraftquelle in ständige Umdrehung versetzt
wird. Der Antrieb ist der Einfachheit wegen nicht dargestellt.
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Der längere Arm 5o des Winkelhebels trägt an seinem Ende eine um Zapfen
59a schwenkbare Klinke 59, die an ihrem unteren Ende einen Zahn 6o hat. Die Klinke
59 wird durch eine Feder 61 gegen einen Anschlag 62 am Hebelarm 5o gedrückt. Der
Zahn 6o ist dann so gestellt, daß die Nocke 58 ihn nicht trifft. Die Nockenscheibe
57 trägt ein Zahnrad 57a, das in der dargestellten Lage, in der eine Feder 64 den
Arm So an einen Anschlag 50a des Gehäuses legt, mit dem Zahnrad 52 nicht in Eingriff
steht. Wird jedoch durch die nachstehend beschriebene Einrichtung die Klinke 59
so geschwenkt, daß der Zahn 6o in den Bereich der Nocke 58 gelangt, so erfolgt durch
die gemeinsame Drehung des Zahnrades 57a und der Nocke 58 ein Eingriff der Nocke
58 mit dem Zahn 6o, wodurch ' die Klinke 59 angehoben und der Winkelhebel 49, So
geschwenkt wird, so daß Arm 49 nach rechts ausschwingt. Nun wird das Zahnrad 52
am Arm ,49 in die Zähne des ständig umlaufenden Zahnrades 57a eingeschwenkt und
in Umdrehung versetzt. An der Drehung des Zahnrades 52 nimmt auch die Scheibe 53
teil, die beim Ausschwingen des Hebels .I9 mit ihrem Ausschnitt 54 den Anschlag
55 teilweise verlassen hat. Bei der nun beginnenden Drehung steigt der Ausschnitt
5.4 mit einem einseitigen Anlauf 63 auf den Anschlag 55 auf, die Scheibe 53 rollt
auf dem Anschlag 55 ab und hält das Zahnrad 52 in Eingriff mit dem Zahnrad 57a.
Erst wenn die Scheibe 53 eine volle Umdrehung gemacht hat, gelangt der Ausschnitt
54 wieder in den Bereich des Anschlages 55, und die auf den Arm 5o einwirkende Zugfeder
64 läßt den Ausschnitt 54 auf den Anschlag 55 einfallen, worauf die Zahnräder 52
und 57 außer Eingriff gelangen, nachdem das Zahnrad 52 eine Umdrehung gemacht hat.
Die Zahnräder 52, 4.8 und 57z haben gleiche Zähnezahl, (las Zahnrad 4.6 auf der
Welle i hat die dreifache Zähnezahl dieser Räder, macht also bei einer vollen Umdrehung
des Zahnrades 52 eine Drittelumdrehung.
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Bei Reklamevorrichtungen ist es notwendig, entsprechend der Länge
und dem Inhalt der Aufschriften die Dauer der Sichtbarkeit einzustellen. Bei der
dargestellten Ausführungsform wird diese Einstellung durch folgende Einrichtung
erzielt: Im Gehäuse ist auf Zapfen 65a ein Winkelhebel 65 gelagert, den eine Feder
66 gegen die Scheibe der Nocke 58 drückt, so daß er ausschwingt, wenn ihn die Nocke
58 trifft. Dem kürzeren Arm des Hebels 65 ist eine Klinke 67 angelenkt, während
um seinen Zapfen 65a eine zweite Klinke 70 schwenkbar ist. Die Klinken greifen
in ein Schaltrad 68 ein, das einen Knopf 69 o. dgl. trägt. Wird nun durch die Nocke
58 der Hebel 65 und damit die Klinke 67 geschwenkt, dreht sich das Schaltrad 68
um mindestens einen Zahn gegen die Wirkung einer Spiralfeder 77. Die Klinke
70 verhindert ein Zurückdrehen des Schaltrades 68. Je nachdem der Einstellknopf
69 in eines der Löcher 69a des Schaltrades 68 gesteckt wird, kann die Nocke 58 eine
verschiedene Anzahl von Umläufen machen, bis der Einstellknopf 69 wieder in einer
bestimmten Lage ist. Das bietet die Möglichkeit einer Einstellung in ziemlich weiten
Zeitgrenzen. Mit dem Knopf 69 arbeitet eine Ausrückstange 71 zusammen, deren oberes
Ende bei 71a der Klinke 59 allgelenkt ist, während ihr unteres Ende in der Bahn
des Einstellknopfes 69 steht. Etwa in der Mitte ist die Ausrückstange an einem Bolzen
72 geführt, der in einen Schlitz 73 der Stange greift. Wenn der- Einstellknopf 69
die Führungsstange 71 trifft, dreht er sie nach rechts, und das obere Ende wird
nach links geschwenkt, wodurch die Klinke 59 in gleicher Richtung ausschlägt und
den Zahn 6o in die Bahn der NOCke 58 stellt, so daß die Drehung der Welle t um 12o°
eingeleitet wird.
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Damit die Klinke 59 vom Zahn 6o nicht weiter als nötig mitgenommen
werde, ist ein Anschlag 74 am Gehäuse vorgesehen, gegen (len sich ein an der Klinke
59 befestigter Stift 75 anlegt, so (laß die Klinke 59, nachdem sie sich um einen
gewissen Betrag gehoben hat, wieder nach rechts aus dem Bereich der Nocke 58 gedreht
wird.
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Mit der Klinke 59 geht auch die Ausrück-
Stange
7 1 nach oben, was ihr Schlitz 73 zuläßt. Ein am unteren Ende der Stange
71 befestigter Stift 76 legt sich dann unter die Klinken 67 und 70 und hebt
beide Klinken aus den Zähnen des Schaltrades 68, worauf die Spiralfeder 77 das Schaltrad
in seine Ausgangsstellung zurückführt.
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Nach einer vollen Umdrehung des Zahnrades 52 wird durch die Feder
64 die Klinke 59 mit der Ausrückstange 7 i wieder nach abwärts gezogen, bis der
Arm 5o dem Anschlag 50a anliegt. Hierdurch werden die Klinken 67 und 70 wieder
zum Eingriff mit den Zähnen des Schaltrades 68 gebracht, und das Rad wird weitergeschaltet,
bis der Knopf 69 sich wieder gegen die Ausrückstange 71
anlegt.
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Im vorstehend beschriebenen Beispiel ist angenommen, daß das Zahnrad
52 mit seiner Scheibe 53 jedesmal eine volle Umdrehung durchläuft, ehe gewechselt
wird. Das Verhältnis der Zähnezahlen von 46 und 52 kann aber auch so gewählt werden,
daß die Scheibe 53 nur einen Teil einer Umdrehung von Wechsel zu Wechsel durchläuft.
In diesem Falle muß sie mehrere Ausschnitte 54 haben, und der Wechsel erfolgt, sooft
einer dieser Ausschnitte auf den Anschlag 55 einfällt.
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Im Gehäuse 14 der -Vorrichtung (Abb. 13
und 14) sind Parallelführungen
31 angeordnet, die innen an den beiden Seitenwänden des Gehäuses befestigt sind.
Zwischen je zwei Parallelführungen 31, 31 sind Rahmen 32 eingesetzt. Am inneren
Ende trägt jedes Rahmenpaar 32 eine Welle 33, am äußeren Ende eine Welle 34. Die
Wellen 33 und 34 stehen quer zu ihren Rahmen, und die äußeren Wellen 34 sind in
offenen Augen 35 an den äußeren Enden der Rahmen 32 gelagert. Zwei Stangen 36 sind
beiderseits außen am Gehäuse 14 befestigt und legen sich gegen die aus dem Gehäuse
vorspringenden Enden der Wellen 34. Auf den Wellen 34 sind Kurbeln 3 befestigt,
die durch eine Kuppelstange 5 angetrieben werden, indem Stifte 29 an der Kuppelstange
5 in offene Augen 30 der Kurbeln 3 eingreifen.
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Auf jeder Welle 33 und 34 sitzt ein Prisma 43 oder 44. Ein endloses
Band 45 aus Gewebe, Papier, Pappe, Blech, Celluloid o. dgl. wird auf jedes Prismenpaar
gelegt und trägt die Inschriften. Die Schriften können bleibend auf den Bändern
angebracht sein, man kann aber auch abwaschbare oder auf andere Weise entfernbare
Inschriften o. dgl. anbringen, so daß die gleichen Bänder zu Reklamen verschiedener
Art verwendet werden können.
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Im vorstehenden Beispiel ist angenommen, daß die Bänder 45 Gewebe
mit Unterlagsstreifen 46 aus irgendeinem harten Stoff, Pappe o. dgl. sind. Die Streifen
46 «erden an der Unterseite des Bandes 45 durch Ankleben oder auf andere Weise befestigt,
und ihre Länge, d. h. das Maß, das in Abb. i dem Beschauer zugekehrt ist, ist gleich
der Länge einer Prismenfläche.
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Eine beliebige Anzahl von Rahmen 32 mit Wellen 33, 34 und Prismen
43, 44 kann zusammen in einem Gehäuse angeordnet werden. Die Prisinensätze mit ihren
Bändern werden nach Abnahme der Stange 36 leicht zwischen den Führungen 31 herausgezogen
und ausgewechselt.
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Abb. 15 zeigt einen Rahmen von etwas abgeänderter Ausführung. Dieser
Rahmen besteht aus zwei Seitenteilen 78, deren jeder außen zwei Führungsstifte 79
trägt. Die Stifte gleiten zwischen zwei Winkeln 8o, 8 1 am Gehäuse 14. Die
Wellen 34 stehen auf beiden Seiten aus dem Gehäuse 14 hervor, daher ist das Gehäuse
für jede dieser Wellen mit einem nach der Vorderseite offenen Schlitz 82 versehen.
Die hinteren Wellen 33 sind dagegen so kurz, daß sie zwischen den Führungen 8o,
8i Platz finden und mit der Stirnkante an den Flansch einer Führung stoßen, doch
können auch Leisten am Rahmen vorgesehen sein, die die Stirnenden der Wellen halten.
Jeder Seitenteil hat eine Anzahl oben offener Ausschnitte. Im ersten Abschnitt 83
ist die Welle 34 des Prisinensatzes gelagert, während in den übrigen, hier drei,
Ausschnitten 84, 85 und 86 die zweite Welle 33 angeordnet ist. Die Anzahl der Ausschnitte
ist beliebig und richtet sich nach der Anzahl von Bändern verschiedener Länge, die
für jeden Prismensatz vorgesehen sind. Für die längsten Bänder wird die Welle in
den Ausschnitt 86 gelegt, für kürzere Bänder in den Ausschnitt 84 oder 85. Auf diese
Weise kann man beliebig viele Bänder von verschiedener Länge in derselben Vorrichtung
verwenden.
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Die Rahmen können bei beiden Ausführungsformen nach Lösen der Riegel
36 oder einer ähnlichen Verriegelung ohne weiteres herausgezogen werden,
da die offenen Augen 3o der Kurbeln 3 auf den Wellen 34 die Stifte 29 der Kuppelstange
5 oder der Kuppelstange 6 ohne weiteres freigeben.
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Abb. 6 bis 8 zeigen ein Kurbelgetriebe, das etwas anders ausgebildet
ist als das in Abb. 5, sich aber auch für den Prisinenantrieb eignet. Auf der Hauptantriebswelle
i, die durch (las Zahnrad 46 angetrieben wird, werden die Prisinenwelle 2, deren
Kurbeln 4 als Scheiben 3 mit Zapfen 4. dargestellt sind, durch die Stange 5 angetrieben.
Auch die Hilfsantriebswelle 2' trägt eine Kurbelscheibe 3 mit Zapfen 4. Die Zapfen
.4 auf den Kurbelscheiben der Hauptantriebswelle i und der Hilfsantriebswelle 2'
tragen Gegenkurbeln 611 und 66 auf Wellen 8a und 8b, die gleichachsig zu den
Wellen
i und 2' liegen. Außen auf der Welle 811 sitzt eine Kurbelscheibe 711 und außen
auf der Welle 8b eine Kurbelscheibe 7b mit Kurbelzapfen 911 und 9b, die durch eine
Kuppelstange 6 verbunden und zu den Zapfen 4 versetzt sind, beispielsweise 9o°.
In dieser Weise werden alle Kurbeln zwangläufig verbunden.
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Bei der Ausbildung des Antriebs in Abb. 9 und io sind die Wellen 1,
2 und 2' in der beschriebenen Weise durch eine Kuppelstange 5 gekuppelt. Auf den
Wellen i und 2' sitzen aber Zahnräder io und i i, die mit Zahnrädern 12 und 13 auf
Parallelwellen i" und 2" kämmen.
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Abb. i i und 12 zeigen eine Ausbildung der Kurbeln, die ermöglicht,
die Teilung der Wellen 34 zu verkürzen. Die Kurbel 3 ist nicht eben, sondern gekröpft,
so daß eine zweite ebenso gekröpfte Kurbel in den von der ersten Kurbel bestrichenen
Raum einschwingen kann. Das Auge 3o11 dieser Kurbel ist nicht gegabelt, sondern
bildet einen offenen Schlitz, in den der Zapfen 29 der Kuppelstange 5 oder 6 eingreift.
Die Teile werden durch Axialverschiebung getrennt, so daß man auch hier die Prismenrahmen
herausziehen kann, ohne durch. die Augen und Zapfenbehindert zu werden.
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In der Einleitung wurde schon angedeutet, daß die Beleuchtung durch
die Lampen i9 und 20 in Beziehung zu dem Wechseln der Inschriften gesetzt werden
kann. Der Schwinghebel 5o eignet sich sehr gut zum Antrieb eines Schalters für die
Beleuchtung. Nach Abb. 4 ist am Arm So des Schwinghebels ein Kontakt 87 angebracht,
der während des Vorführens der Reklame, d. h. solange der Arm So dem Anschlag 5o11
anliegt, an dem festen Kontakt 88 den Stromkreis der Lampen schließt. Hebt sich
beim Wechseln der Reklame der Arm So, so verläßt der Kontakt 87 den Kontakt 88,
der Strom wird unterbrochen, und die Lampen hören auf zu leuchten.