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Schlebetor für große Hallen Die Erfindung betrifft Schiebetore für
Hallen, etwa Luftschiffhallen, Flugzeughallen u. dgl., welche aus mehreren, unten
und oben geführten Tortafeln bestehen, die beim Öffnen des Tores mit Annäherung
an die seitlichen Grenzen der Toröffnung durch seitliches Schwenken raumsparend
untergebracht werden.
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Solche Schiebetore muß man zumeist so ausbilden, daß die Gewichtslast
der Tortafeln unten lastet, weil man sonst die obere Tragekonstruktion weit über
dasjenige Maß hinaus kräftig halten müßte, welches bei Entlastung von der Gewichtslast
der Tortafeln völlig ausreicht.
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Anderseits wird aber das Schwenken der Tortafeln außerordentlich erschwert,
wenn dabei ihre Gewichtslast über die unteren Rollen auf der unteren Führung lastet.
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Um nun einerseits die obereTragekonstruktion nicht mit der Gewichtslast
der Tortafeln zu belasten, anderseits aber auch das Schwenken zu erleichtern, wird
gemäß der Erfindung eine solche Ausbildung des Schiebetores vorgenommen, daß die
Gewichtslast der Tortafeln vor oder bei dem Erreichen des seitlichen Schwenkbereichs
von den oberen Führungen übernommen wird.
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Da nämlich die Schwenkbereiche den seitlichen Stützen der oberen Tragekonstruktion
sehr nahe sind, erfährt diese mit der Übernahme der Gewichtslast keine nennenswerte
Mehrbelastung.
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Auf der Zeichnung ist ein Schiebetor nach der Erfindung dargestellt.
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Abb. r ist das Schema der die Tortafeln schwenkenden Führungen; Abb.
a ist ein Schnitt durch eine Tortafel mit den oberen Führungen im Schwenkbereich
der Toröffnung; Abb. 3 ist ein gleicher Schnitt im Mittelbereich der Toröffnung,
wobei auch die untere Führung dargestellt ist; Abb. q. zeigt schematisch die Wirkungsweise.
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Das ganze Tor bestehe aus einer Mehrzahl von Tortafeln a, welche,
alle in gleicher Ebene ohne Zwischenraum aneinanderstoßend, das geschlossene Tor
ausmachen.
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Gemäß der schematischen Darstellung in Abb. r ist jede Tortafel a
einzeln in der Torflächenebene mittels einer Laufvorrichtung b, welche von der Führung
e geführt wird, und einer zweiten Laufvorrichtung d, welche von der Führung c geführt
wird, in Richtung auf eine Seitenwand f bewegbar.
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An die Seitenwand f schließt vorn ein von den drei Wänden g,
h, i umschlossener, nach dem Tor hin offener, nischenartiger Raum A an, der
in der Ansicht der Halle als Torturm erscheinen möge. In diesen Raum A münden die
beiden Führungen c und e, welche in Richtung von der Tormitte zur Seitenwand f bis
kurz vor diese sehr nahe aneinander und parallel zueinander verlaufen, dann aber
derart auseinanderlaufen, daß jede der um senkrechte Achsen drehbar an den Laufvorrichtungen
b und d hängenden Tortafeln a, indem sie in den Raum A gelangt,
eine Schwenkung ihrer Fläche um 9o Grad ausführt und sich schließlich Fläche an
Fläche an die Rückwand h bzw. an die vorher in den Raum A
gelangte
Tortafel legt. Beim öffnen des
Tores nimmt der Raum A in dieser
Weise nacheinander alle Tortafeln a auf.
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Oberhalb der Toröffnung ist an der Hallenwand k je ein Träger
l bzw. in für die beiden Laufschienen c und e befestigt. Die Träger
1, in lassen zwischen den Laufschienen c und e einen in der ganzen Torbreite
nach unten offenen Spalt n zwischen sich. Jede Tortafel a hängt über einen Bolzen
o, um diesen drehbar, an einer Laufrolle r, welche auf der Laufschiene e läuft,
und über einen zweiten Bolzen o (in Abb. a und 3 hinter dem Bolzen o für die Laufrolle
p und daher von ihm verdeckt), um diesen gleichfalls drehbar, an einer zweiten Laufrolle
q, welche auf der Laufschiene c läuft. Die Laufvorrichtung mit der Laufrolle p bildet
die Aufhängevorrichtung der Tortafel a an deren einem Breitenende, die Laufvorrichtung
mit der Laufrolle q bildet die Aufhängevorrichtung an dem anderen Breitenende, so
wie dies auch die Abb. i zur Darstellung bringt. Die Laufschiene e läuft
bis kurz vor die Seitenwand f
(jeder Hallenseite) der Laufschiene c parallel,
um sich dann bogenförmig von der anderen, z. B. weiter geradeaus laufendenLaufschiene
c zu entfernen und schließlich in einem Abstand von ihr gleich dem Abstand der Bolzen
o der beiden Laufvorrichtungen voneinander in den Raum A zu führen und an dessen
Rückwand h zu enden.
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Die Tortafeln a lasten im mittleren Bereich der Toröffnung ausschließlich
unten auf dem Boden, und zwar über je eine auf einer (im Boden versenkt angeordneten)
Laufschiene t laufende Rolle. u, indem die oberen Laufschienen c und e (in dem mittleren
Bereich der Toröffnung) fehlen. Statt völlig zu fehlen, könnten sie auch um so viel
tiefer angeordnet werden, daß die durch die Abstützung unten in einer Mindesthöhe
gehaltenen oberen Laufrollen p und q nicht auf ihnen lasten. Dabei
könnten sie aber die Führung der Laufrollen p, q übernehmen, wozu diese etwa tiefere
Laufnuten oder, was dasselbe ist, radial weiter vorspringende Laufnutenflanschen
haben müßten.
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Die Abb. 3 zeigt das Ausführungsbeispiel mit im mittleren Bereich
der Toröffnung fehlenden oberen Laufschienen c und e. Da mit dem Fehlen der Laufschienen
c, e auch deren Führung fehlt, so ist hier der Spalt ia als Führungsmittel benutzt,
wozu jeder der die Laufräder p, q mit den Tortafeln a verbindenden
Bolzen o, wo er durch den Spalt n dringt, mit einer Führungsrolle v versehen ist,
welche einen etwas geringeren Durchmesser hat, als der Spalt n breit ist. Die oberen
Laufschienen c und e beginnen in einem gewissen Abstand von der betreffenden Seitenwand
f, zweckmäßig etwa kurz bevor sie (s. Abb. i) in Richtung auf die Seitenwand f auseinanderlaufen.
Wenn eine Tortafel a bei der Bewegung aus dem mittleren Bereich nach einer der Seitenwände
f mit ihren oberen Laufrädern p, q auf die Laufschienen c, e aufläuft, sollen diese
die Laufräder p, q und damit die Tortafel a um so viel lieben, daß das untere
Laufrad 2c von der Laufschiene t abgehoben wird. Hierzu sind die Laufschienen c,
e, wie die Abb. 4 erkennen läßt, aus der Mindesthöhe der Laufrollen p, q
im
mittleren Bereich bis zu der Laufhöhe, bei welcher die hinreichende Abhebung bewirkt
ist, allmählich ansteigend ausgebildet. Für den Rest der Öffnungsbewegung jeder
Tortafel a lastet also ihr Gewicht oben.
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In den beiden Seitenbereichen, in denen dies der Fall ist, könnte
man auch die untere Führung fehlen lassen. Die Schiene t könnte man also an den
Stellen des Übergangs aus dem mittleren Bereich in die beiden Seitenbereiche der
Toröffnung enden lassen.