DE5033C - Neuerungen an den Befestigungsmechanismus von Eisschlittschuhen - Google Patents
Neuerungen an den Befestigungsmechanismus von EisschlittschuhenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63C—SKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
- A63C1/00—Skates
- A63C1/04—Skates fastened by means of clamps
-
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- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
1877.
Klasse 77.
EDUARD ENGELS in REMSCHEID. Neuerungen an dem Befestigungsmechanismus von Eisschlittschuhen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. October 1877 ab.
Die Verbesserungen des vorliegenden ganz in Eisen construirten Schlittschuhes bestehen in
der Art und Weise der Befestigung desselben am Fufs des Läufers, sowie in der Anordnung
der zur Befestigung dienenden Mechanismen, welche zugleich eine leichte Auswechslung bei
etwaigem Bruch ermöglichen. Die Befestigung des Schlittschuhes erfolgt im Princip auf dieselbe
Weise, wie dies bei den allbekannten amerikanischen, nach Halifax's Patent construirten
Acme-Club-Schlittschuhen geschieht, besitzt jedoch, wie weiter unten aus einander
gesetzt wird, wesentliche Vereinfachungen und Vortheile. Wie die vorhin erwähnten Schlittschuhe
werden die vorliegenden, nur an den vorderen Theil der Sohle, sowie am Absatz
der Fufsbekleidung befestigt, und zwar ohne jeden Riemen oder Schnalle.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt den Schlittschuh in der Seitenansicht, Fig. 2 ist ein
Schnitt nach A-B, Fig. 3 ein Schnitt nach C-D, wobei das Sohlenblech von unten gesehen wird,
Fig. 4 ein Schnitt nach E-F und Fig. 5 Details.
Die Sohle der Fufsbekleidung erhält eine sichere horizontale Unterlage in der Form des
Sohlenbleches A, welches an- drei Stellen bei «'β'«1 mittelst Lappen an das Eisen oder
den Lauf B angenietet ist. Dieses Sohlenblech dient auch zugleich zur Befestigung und
Führung der unter demselben angebrachten Befestigungsmechanismen. Die Befestigung der
Sohle erfolgt in ihrem vorderen Theil durch zwei Klauen C C, Fig. 2, welche beweglich
sind und die Sohle seitwärts fassen, während der Absatz durch zwei an das Sohlenblech genietete
feste Klauen D D und eine verschiebbare Klaue E erfafst wird. Die ersteren
Klauen C C sind drehbar mit einem Scharnier-Parallelogramm F verbunden, dessen Drehpunkt
b fest ist, während der Punkt d in der Längsrichtung des Schlittschuhes bewegt
werden kann. Die als Drehaxe 'dienende Schraube α ist nämlich fest, jedoch verstellbar
mit dem Schieber G verbunden, welcher beim Anbringen des Schlittschuhes nach dem Absatz
hin verschoben wird (in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles); dadurch werden die
Punkte b und d des Parallelogrammes F von einander entfernt und müssen sich folglich c
und c einander nähern, was zur Folge hat, dafs
die rauh gemachten oder mit Einkerbungen versehenen Klauen CC die Sohle fest umfassen
und halten. Durch das Verschieben des Schien
bers G wird aber zugleich auch die Klaue E mittelst der Schraube f in die vordere Fläche
des Absatzes der Fufsbekleidung getrieben, während die festen Klauen JD D dem Absatz
als Widerlager dienen. Die Klaue E führt sich in Schlitzen g und h des Sohlenbleches A, und
ist mit dem Schieber G durch die Schraube /, welche genau so wie d geformt und in Fig. 5
im Detail abgebildet ist, fest, jedoch verstellbar verbunden. Die Verschiebung des Schlittens G
erfolgt durch den Hebel H, der bei / an dem Sohlenblech gelagert, durch den Stift m mit
Schraube geführt wird und den Schieber mittelst eines an diesen genieteten Stifts n, der
sich in einer Curve k des Hebelbleches führt,
bewegt.
Indem man den aus Stahlblech gefertigten Hebel H in der in Fig. 3 eingezeichneten
Pfeilrichtung nach dem Eisen oder Lauf des Schlittschuhes hinbewegt, erfolgt die Bewegung
des Schiebers nach dem Absatz hin und Fixirung des Schlittschuhes an der Fufsbekleidung,
wie vorhin auseinandergesetzt. Der Hebel H ist an seinem Ende mit zwei Lappen ο und ρ
versehen, von denen letzterer bedeutend länger und curvenförmig profilirt ist. Stöfst der
Hebel H mit seinem Lappen f an den Lauf B, so hebt er sich etwas, schnappt schliefslich ein
und wird auf diese Weise fixirt.
Will man den Schlittschuh wieder lösen, so wird dies ebenfalls sehr bequem durch den
Lappen ρ ermöglicht, indem man denselben und damit den Hebel H etwas hebt, und dadurch
über den Lauf hinwegschiebt in die in Fig. 3 angedeutete Lage. Es mag noch bemerkt
werden, dafs man behufs Befestigung der Schlittschuhe zuvor die beiden Schrauben
d und / in dem Schieber G so zu stellen hat, dafs bei der Stellung des Hebels H, wie
Fig. 3 sie zeigt, die Klauen C C dicht an der Sohle anliegen und in gleicher Weise die
Klaue E schon den Absatz berührt, so dafs durch die relativ geringe Verschiebung des
Schiebers G der Schlittschuh hinreichend fest ist.
Der vorbeschriebene Mechanismus gestattet eine Einstellung der Klauen fast für jeden Fufs
und besitzt gegenüber dem bei den Halifax-Schlittschuhen verwendeten folgende Vortheile:
Die Klauen C C sind drehbar, passen sich demzufolge jeder Form der Sohle von selbst
mit Leichtigkeit an, während die entsprechenden bei Halifax-Patent angewendeten, nur in
einer Richtung aus und zu einander gehen, dadurch sich im allgemeinen nicht gleichmäfsig
der Stiefelsohle anlegen werden und nicht jeder Stiefelform anpassen lassen. Die Einstellung
erfolgt hier nur durch zwei Schrauben, während bei den Halifax drei Schrauben die
Einstellung besorgen.
Die Absatzklaue bewegt sich in gerader Richtung, während bei den Halifax die Schneide
in schräger Richtung in den Absatz eingezwängt und hierdurch das Loch im Absatz gröfser wird. Ist der Schlittschuh geöffnet, so
braucht der federnde Hebel H nur in horizontaler Richtung beigedrückt zu werden, um von
selbst in ■ das Eisen oder den Lauf einzuspringen, während man bei den Halifax den
Hebel erst in die Höhe ziehen mufs, um ihn einspringen zu lassen.
In gleicher Weise lassen sich die Schlittschuhe viel bequemer öffnen als jene. Die
vorderen sowohl als auch die Absatzklauen lassen sich an vorliegenden Schlittschuhen von
einer Länge und Gröfse um ca. 20 bis 25 mm enger oder weiter stellen, und passen die Schlittschuhe
deshalb zu jeder Stiefelbreite, während bei den Halifax die Klammern häufig entweder
durch gröfsere oder kleinere ersetzt werden müssen.
Schliefslich ist nur noch zu erwähnen, dafs die vorliegenden Schlittschuhe sich ' sehr leicht
ganz auseinandernehmen lassen und dadurch jeder einzelne Theil im Nothfall leicht ersetzt
werden kann.
Claims (5)
1. Die Anwendung zweier drehbaren Klauen CC, welche den vorderen Theil der Sohle der
Fufsbekleidung umfassen und sich infolge ihrer Drehbarkeit jeder Form der Sohle anpassen.
2. Die Verschiebung dieser Klauen durch ein Scharnierparallelogramm, in Combination mit
den drehbaren Klauen, wie oben beschrieben.
3. Die Anwendung eines federnden Hebels H mit einer excentrischen Curve zum Verschieben
des Schiebers G in Combination mit letzterer, welcher Hebel zugleich zur
Feststellung des Befestigungsmechanismus dient, wie oben beschrieben.
4. Die Anwendung eines Lappens / am Ende des letztgenannten Hebels, welcher diesen, indem
man denselben gegen denLauf hinbewegt, hebt und ein Eingreifen des Hebels und
Fixirung desselben veranlafst.
5. Die Combination dieser sämmtlichen Theile, welche den Befestigungsmechanismus des
Schlittschuhes bilden.
Alles in der Hauptsache wie beschrieben und gezeigt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5033C true DE5033C (de) |
Family
ID=283623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5033D Active DE5033C (de) | Neuerungen an den Befestigungsmechanismus von Eisschlittschuhen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5033C (de) |
-
0
- DE DENDAT5033D patent/DE5033C/de active Active
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