DE50836C - Heifsluftmaschine - Google Patents
HeifsluftmaschineInfo
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- DE50836C DE50836C DENDAT50836D DE50836DA DE50836C DE 50836 C DE50836 C DE 50836C DE NDAT50836 D DENDAT50836 D DE NDAT50836D DE 50836D A DE50836D A DE 50836DA DE 50836 C DE50836 C DE 50836C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02G—HOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F02G1/00—Hot gas positive-displacement engine plants
- F02G1/04—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type
- F02G1/043—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type the engine being operated by expansion and contraction of a mass of working gas which is heated and cooled in one of a plurality of constantly communicating expansible chambers, e.g. Stirling cycle type engines
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02G—HOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- F02G1/053—Component parts or details
- F02G1/057—Regenerators
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Kraftmaschinen, bei welchen' die geleistete Arbeit durch abwechselndes
Steigern und Erniedrigen der Temperatur derselben Luftmasse hervorgebracht
wird. Auf beiliegenden Zeichnungen wird die Heifsluftmaschine durch Fig. 1 in Vorderansicht,
durch Fig. 2 in Hinteransicht, durch Fig. 3 im Grundrifs und durch Fig. 4 im Schnitt nach
Linie 10-10, Fig. 1, veranschaulicht.
Die wesentlichen EigenthUmlichkeiten der Heifsluftmaschine bestehen aus einem Erhitzer,
einem Regenerator und einem Kühler, welche in Verbindung mit einem Arbeitscylinder eine
einfach wirkende Heifsluftmaschine bilden. Die Zeichnungen zeigen eine doppelt wirkende Heifsluftmaschine.
[ Die Bodenplatte 11, der Bequemlichkeit wegen
in zwei Hälften hergestellt, nimmt alle Theile der Maschine auf. Ein Ofen 12, welcher mit
feuerfesten Ziegeln behufs Verringerung der Strahlung gefüttert worden, ist mit dem
Flantsch 13 auf der Seite 8< der Bodenplatte befestigt
und besitzt eine Thür 14, eine Aschenthür 15, einen Rostträger 16, einen Rost 17,
einen Stutzen 18 und einen Flantsch 19, durch
welchen der Flantsch 22 eines Regeneratorcylinders 20 am Ofen angeschraubt wird.
Unterhalb des Rostes befindet sich der Aschenfall 21. An dem Flantsch 22 ist gleichfalls
ein Erhitzer 23 befestigt. Der Regeneratorcylinder 20 besitzt ein Rohr 24 und einen
Flantsch 25, durch welchen derselbe mit einem Flantsch 27 eines Kühlers 26 verbunden wird,
dessen oberer Flantsch 28 einen Deckel 29 erhalten hat. In den Kühler 26 führt das Luftrohr
30; derselbe ist von einem Wasserraum 31 umgeben, durch welchen die Kühlrohre 32
geführt und an den Flantschen 27 und 28 befestigt sind. Das Wasser wird mittelst eines
Rohres 33 zugeleitet und durch das Rohr 34 wieder entfernt. An dem Verdrängertheil 35
des Kühlers ist der Verdrängungscylinder 36 befestigt. Sowohl der obere Theil des Verdrängertheiles
des Kühlers, als auch der untere Theil des Verdrängungscylinders sind mit einer Reihe von Regeneratorstiften 37 und 38 versehen.
Der Raum zwischen dem Verdrängertheil des Kühlers,'dem Verdrängungscylinder, dem
Regeneratorcylinder und dem Erhitzer wird in folgendem als Regeneratorraum 39 bezeichnet.
In diesem Raum befindet sich ein Regenerator 40, der am besten aus Messingdrahtgewebe hergestellt
wird. Dieses Drahtgewebe ist auf und um den Verdrängertheil 35 und den Verdrängungscylinder
36 gewickelt, und zwar zwischen den Regeneratorstiften 37 und 38, bis eine Rolle von einer Dicke gebildet wird,
welche hinreicht, um den Regeneratorraum nahezu auszufüllen; das Ende der Rolle wird
dann derart befestigt, dafs ein Abwickeln derselben nicht eintreten kann.
Der Kolben 41 ist mit dem Kolbenkörper 42 der Kolbenstange 43 und dem Prefsring 44
versehen. Die Dichtung des Kolbens wird durch zwei Ringe 45 und 46 zwischen den Sitzen 47 und 48 des Kolbenkörpers bezw.
des Prefsringes bewirkt. Die Ringe werden in
radialer Richtung durch eine Reihe von Blattfedern 49 und Bolzen nach aufsen gedrückt.
Am Kolbenkopf ist der untere Theil 5 1 angeschraubt,
welcher mit dem Luftkanal 52 versehen ist. Der Deckel des Kühlers besitzt einen Stutzen 53, welcher zur Aufnahme der
Liderungsringe 54. 55 und 56 und des Stopfbüchsendeckels 57 dient.
Die Seite 81 stimmt mit der Seite 8 vollständig
überein und ist in gleicher Weise mit einem Ofen 121 mit Flantsch 131, der Thür 141,
Aschenthür 151 und mit einem Cylinder 20 l
mit dem Rohr 241 und den Flantschen 22' und 25 1 versehen; sie besitzt ferner einen
Kühler 26α mit Flantschen 27' und 28], ein
Wassereinleitungsrohr 331 und ein Wasserableitungsrohr 341 und einen Kühlerdeckel 291
mit Ansatz 531, Stopfbüchsendeckel 571, durch welchen die Kolbenstange 43x geht.
Auf den Kühlerdeckeln 29 und 291 ist ein
Ständer 58 angebracht, in welchem der Schildzapfen 59 mit dem Balancier 60, Zapfen 61
und 61l und dem Arm 62 nebst Zapfen 63 lagert. Die Kolbenstangen 43 und 43" sind
mit dem Balancier 60 durch Querköpfe 64 bezw. 64\ Zapfen 65 bezw. 65x und Stangen 66
bezw. 661 verbunden.
Der Arbeitscylinderofen 67, welcher mit feuerfesten Ziegeln gefüttert ist, um die Ausstrahlung
zu verringern, ist mittelst eines Flantsches an der Bodenplatte befestigt; Stutzen 69 und 70
und ein Flantsch 71 verbinden den Ofen mit dem Arbeitscylinder 72. Letzterer ist mit einem
Flantsch 73 versehen, welcher den Arbeitscylindererhitzer 74 trägt; ferner besitzt er
Rohre 75 und 76, einen Flantsch γγ für den
Deckel 78 und einen seitlichen Luftkanal 79. Der Arbeitskolben 80 besteht aus einem Kolbenkörper
81, einer Kolbenstange 82, einem Druckring 83 und drei Dichtungsringen 84, 85 und 86,
welche sich zwischen dem Kolbenkörper und dem Druckringe befinden. Die Ringe werden
durch eine Reihe von Blattfedern 87 und Bolzen 88 in bekannter Weise nach aufsen
gedrückt. Der untere Theil 89 dieses Kolbens ist an dem Arbeitskolbenkörper angeschraubt.
Der Cylinderdeckel 78 ist mit den zwei Liderungen 90 und 91 für die Kolbenstange versehen
und besitzt noch den Dichtungsring 92, den Stopfbüchsendeckel 93 und die beiden Querkopf führungen 94 und 95.
Die Xrbeitscylinderseite 91 stimmt mit der
eben beschriebenen Arbeitscylinderseite 9 überein; dieselbe besitzt in gleicher Weise einen
Arbeitscylinderofen67 'mitFlanfsch 68\ Rohr69 l
und Rohr 70\ einen Arbeitscylinder 721 mit
Flantsch 73 \ Rohr 751, Rohr 761, Flantsch γγ1
und Deckel 78 * mit Querkopf führungen 94J, 951.
Auf den Arbeitscylindern 72 und 72 l ist
der Arbeitsbalancierständer 96 mit dem Schildzapfen 97, dem Arbeitsbalancier 98 nebst
Horn 99 und den Zapfen 100, ioo1 und 101
angebracht. Mit der Kolbenstange 82 ist der Querkopf 102 verbunden, der in den Querkopfführungen
94 und 95 seine Führungen erhält und dessen Zapfen 103 durch eine Stange 104
mit dem Balancierzapfen 100 in Verbindung tritt.
In gleicher Weise ist auf die Kolbenstange 82 * der Querkopf 1021 mit dem Querkopfzapfen 1031
gekeilt, welcher mit dem BalanGierzapfen ioo1
durch die Stange 1041 verbunden ist. Die'
Querkopfführungen 94 und 95 bezw. 941 und 95 1
werden bei 105 und 106 bezw. 105] und 1061
verspreizt.
An der Bodenplatte sind ferner die Lagerböcke 107 und 108 mit den Spreizen 109
bezw. 11 ο befestigt. An letzterer ist ein Centrifugalregulator
111 von gewöhnlicher Construction angeschraubt. In den Böcken 107, 108
ruht die Hauptwelle 112; diese besitzt eine Kurbel 113 mit Zapfen !14, ein Luftpumpen^
excenter 116, ein Schwungrad 117, eine Regulatorscheibe
118, einen Bund 119 und eine Arbeitskurbel 120 mit Zapfen 121. Die Bodenplatte
trägt aufserdem eine durch das Excenter 116 bethätigte Luftpumpe 122 mit einem einfach
wirkenden Kolben, Lufteinlafsrohr 123 und
Luftaustrittsrohr 124. Der Kurbelzapfen 114
ist an dem Zapfen 63 des oben erwähnten Armes 62 durch eine Zugstange 125 angeschlossen.
Die Scheibe 126 des Regulators ist mit der Scheibe 118 der Welle 112 durch
einen Riemen 127, der Zapfen 101 des Homes 99
des Arbeitsbalanciers mit dem Arbeitskurbelzapfen 121 durch die Zugstange 128 verbunden.
Die Verbindung der Seite 8 mit dem Boden des Arbeitscylinders 72 wird durch das Rohr 24,
das Rohr 75 und das untere Verbindungsrohr 129, diejenigen der Seite 81 dagegen mit
dem Boden des Arbeitscylinders 721 durch ein Rohr 241, ein Rohr 75 1 und das untere
Verbindungsrohr 1291 herbeigeführt. Der obere
Theil des Arbeitscylinders 72' steht mit genannter Seite 8 durch Rohre 76' und 130 in
Verbindung, welches letztere durch den Kühlerdeckel 29 geht, während der obere Theil des
Arbeitscylinders 72 mit der Seite 81 durch die
Rohre 76 und 1301 verbunden ist.
An dem Rohr 76 bezw. 76 * ist je ein Absperrventil 131 bezw. 1312 angebracht, welche mit
der Luftpumpe durch das Luftaustrittsrohr 124 in Verbindung treten. Letzteres trägt ein
Sicherheitsventil 132. Das Regulatorventil 133 ist einerseits durch Röhren 134 mit dem Rohr 76
und andererseits durch Röhren 1341 mit dem Rohr 76' verbunden, dasselbe ist hin- und
hergehend und mit der Stange 135 versehen, welche an das Ende des bei 137 drehbaren
Regulatorhebels 136 angeschlossen worden, während das andere Ende des Regulatorhebels
mit der Welle ι 38 des Regulators in Verbindung
steht.
Die Arbeitscylinder 72 und 72! sind mit
den Auspuffventilen 139 bezw. 1391 ausgestattet.
Auf der Seite 8 werden Kanäle angebracht, um die vom Verdrängungskolben aus der Kammer
140 oberhalb dieses Kolbens verdrängte Luft in und durch die Kühlröhren, um den
unteren Theil des Verdrängungscylinders und in die heifse Kammer 141 unter dem Verdrängungskolben,
ferner aus der Kammer 140 durch die Röhren 180 und 76 in den oberen
Theil des Arbeitscylinders 72] und in den
Raum oberhalb des Arbeitskolbens und aus der Kammer 141 durch die Oeffhung 52, das
Rohr 56, Rohr 24, Rohr 129 und Rohr 75 in den unteren Theil des Arbeitscylinders 72 durch
die Oeffhung'79 und in den Raum unter dem Arbeitskolben 80 zu leiten. In gleicher Weise
sind in der Seite 81 entsprechende Oeffhungen
angebracht, um den freien Durchgang der vom Verdrängungskolben verdrängten Luft aus der
kühlen Kammer in die heifse Kammer und aus der kühlen Kammer in den oberen Theil
des Arbeitscylinders 72 und in den Raum oberhalb des Arbeitskolbens 80 und aus der
heifsen Kammer in den unteren Theil des Arbeitscylinders 723 und in den Raum unter
dem Arbeitskolben des Arbeitscylinders 72' zu
ermöglichen.
Wenn die Maschine in der durch den Pfeil im Schwungrad angedeuteten Richtung laufen
soll, so sollte die relative Stellung der Kurbeln 113
und 120 derartig sein, dafs der Kolben der Seite 8 gegenüber dem Arbeitskolben der
Arbeitscylinderseite 9 eine Voreilung von 1J3
bis Y2 Hub hat; die in der' Fig. 4 angegebene
Voreilung beträgt Y2 Hub; die Bewegungsrichtung
der Kolben ist in Fig. 4 durch Pfeile angedeutet. Die entgegengesetzten Kolben der
Seiten 8 und 81 sind durch den Balancier und
die zugehörigen Theile und die Arbeitskolben der Arbeitscylinderseiten 9 und 91 durch den
Arbeitsbalancier und die zugehörigen Theile verbunden. Hieraus erfolgt, dafs der Kolben
der Seite 81 dieselbe Voreilung gegenüber dem
Arbeitskolben der Arbeitscylinderseite 91 hat,
wie der Kolben der genannten Seite 8 gegenüber dem Arbeitskolben der Arbeitscylinderseite
9.
Das Wassereintrittsrohr 33 .des Kühlers 26
geht von einer geeigneten Wasserzuleitung aus im ringförmigen Rohr und Wasserraum 3 1 und
aus dem Kühler hinaus, wird durch das Wasserableitungsrohr 34 ein Wasserumlauf erhalten.
In gleicher Weise wird ein Wasserumlauf im Kühler 26 1 durch das Eintrittsrohr 33 l und
Austrittsrohr 341 herbeigeführt.
Behufs Betreibens der Maschine wird in beiden Oefen Feuer angemacht. Auf der
Seite 8 wird das Feuer auf dem Rost 17 im Ofen 12 angemacht und die Verbrennungsproducte
gehen um den Erhitzer 23 durch Röhren 18 und 19 in den Arbeitscylinderofen
67, dann um den Arbeitscylindererhitzer 74 und entweichen hierauf durch das Rohr 70 und
anderweite geeignete Röhren in den Schornstein. Ebenso treten auf der Seite 81 die "Verbrennungsgase
vom Ofen 121 in den Arbeitscylinderofen
67] durch Röhren 181 und 69 1
und entweichen dann durch das Rohr 70 *. Nachdem den Erhitzern hinreichende Wärme
mitgetheilt worden ist, kann die Maschine in Gang gesetzt werden, indem man dem Schwungrad
eine halbe Drehung in der gewünschten Bewegungsrichtung ertheilt.
Beim Arbeiten der Maschine bewerkstelligt man das abwechselnde Erhöhen und Erniedrigen
der Temperatur derselben Luftmasse in folgender Weise. Infolge der Aufwärtsbewegung
des Kolbens 41 wird die Luftmasse in der kühlen Kammer 140 geprefst: Erstens
durch die Kühlrohre; beim Abwärtsstreichen durch dieselben wird die Temperatur der Luft
nicht wesentlich geändert; zweitens die Luft tritt in den Regenerator 40, und beim Durchgang
durch den Regenerator nimmt sie die Wärme auf, welche dem Regenerator mitgetheilt
wurde; drittens die Luft geht dann über die erhitzte Oberfläche des Erhitzers, wodurch
sie weiter erhitzt wird, und tritt in die heifse Kammer 141.
Die Temperatur der Luft in der kühlen Kammer beträgt etwa 500 C. und in der heifsen
Kammer etwa 3000 C.
Bei der Abwärtsbewegung des Kolbens 41 wird die Luftmasse in der heifsen Kammer
geprefst: Erstens in den Regenerator 40; zweitens die Luft tritt in den Regenerator und beim
Durchgang durch denselben giebt sie den gröfseren Theil der Wärme an denselben ab;
drittens durch die Kühlröhren, wo die Temperatur der Luft auf etwa 500 C. herabgebracht
wird und dann in die kühle Kammer 140. Es wird daher bei jeder Auf- und Abwärtsbewegung
des Kolbens der Seite 8 die Temperatur derselben' Luftmasse abwechselnd erhöht und
erniedrigt, und da die Seite 81 dieselbe Anordnung
erhalten hat, so ist klar, dafs ein gleiches abwechselndes Erhöhen und Erniedrigen
der Temperatur der Luft auf beiden Seiten stattfindet, jedoch zu verschiedenen Zeiten,
d. h. da beide Kolben durch den Balancier bewegt werden, so bewegt sich der eine Kolben
hinauf, während der andere herabgehl; es ist deshalb klar, dafs, wenn die Luft auf der einen
Seite erhitzt, die Luft auf der anderen Seite abgekühlt wird.
Das abwechselnde Erhöhen und Erniedrigen der Temperatur der Luft auf beiden Seiten 8
und 81 erzeugt Arbeit entsprechend . den be-
kannten Gesetzen über die Expansion der Luft, welche Arbeit in den Arbeitscylindern zu Tage
tritt, und zwar in folgender Weise, wobei auf Fig. 4 Bezug genommen und vorausgesetzt
wird, dafs die Bewegungen der Kolben in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung erfolgen.
Der Kolben der Seite 8 bewegt sich aufwärts und erhitzt und expandirt die verdrängte
Luft, wodurch ein Druck hervorgebracht wird, der auf den Boden des Arbeitskolbens der
Arbeitscylinderseite 9 und auf die Oberseite des Arbeitskolberis der Arbeitscylinderseite 91
ausgeübt wird; zwischen diesen und der Seite 8 befinden sich offene Kanäle, während gleichzeitig
der Kolben der Seite 81 seine Abwärtsbewegung
ausführt und die verdrängte Luft abkühlt, was eine Verminderung des auf die Unterseite des Arbeitskolbens der Arbeitscylinderseite
91 und auf die Oberseite des Arbeitskolbens der Arbeitscylinderseite 9 wirkenden
Druckes zur Folge hat, indem sich zwischen diesen und der Seite 81 offene Kanäle
befinden.
Auf diese Weise wirken auf jeden Arbeitskolben verschiedene Drucke, welche abwechselnd
gegen einander vertauscht werden, wie die verdrängte Luft abwechselnd erwärmt und abgekühlt
wird. Infolge dieser Anordnung erzielt man eine Kraft, welche den Arbeitskolben eine
hin- und hergehende Bewegung ertheilt. Diese hin- und hergehende Bewegung wird durch
den Arbeitsbalancier und die denselben mit der Hauptwelle und dem Schwungrad verbindenden
Theile in eine Drehbewegung umgewandelt und durch einen Riemen weiter übertragen.
Die Maschine soll mit einer Anfangsspannung der Luft von drei bis vier Atmosphären laufen;
es ist Aufgabe der Luftpumpe, die Anfangsspannung der Luft in der Maschine zu erhalten.
Zu dem Zwecke wird nach dem Anlassen der Maschine bei jedem Spiel eine gewisse Menge Luft durch die Luftpumpe in das
Luftaustrittsrohr 124 getrieben, von wo aus die Maschine die comprimirte Luft aufnimmt, die
in die Seite 8 durch das Ventil 1311, die
Rohre 76 * und 130 und in die Seite 81 durch
des Ventil 131 die Röhren 76 und 1301 gelangt.
In der Praxis wird der Bequemlichkeit wegen gewöhnlich ein Behälter in das Rohr 124 eingeschaltet.
Das Sicherheitsventil 132 ist im Rohr 124 angebracht, um den Druck der zur
Maschine geführten Luft unter Controle zu halten. Stellt man das Sicherheitsventil auf vier
Atmosphären ein, so kann überschüssige Luft durch das Sicherheitsventil entweichen, und da
man das Sicherheitsventil beliebig einstellen kann, so vermag man den Anfangsdruck in
der Maschine zu erhalten. Die Luftpumpe erzeugt nicht nur die Anfangsspannung, sondern
ersetzt auch alle durch Undichtigkeit erzeugten Verluste.
Die Aufgabe des Regulators und des Regulatorventils besteht darin, die Druckunterschiede
in der Maschine auszugleichen, und da der Druckunterschied die Kraftquelle der Maschine
ist, so kann durch Regulirung des Druckunterschiedes auch die Ganggeschwindigkeit der Ma- ■
schine regulirt werden. Der Regulator ist ein gewöhnlicher Centrifugalregulator und mit einem
als Schieber ausgeführten Regulatorventil durch einen Hebel verbunden. Eine Vergröfserung
der Ganggeschwindigkeit der Maschine bewirkt eine Hebung der Kugeln, wodurch die Regulatorspindel
gedrückt und die Stange des Regulatorventils gehoben wird; hierdurch wird
das Regulatorventil geöffnet, welches die Oeffnung zwischen den zwei Seiten 8 und 81 der
Maschine controlirt; da die Gröfse der Oeffnung zwischen den zwei Seiten der Maschine
durch die Wirkung des Regulators controlirt wird, so wird durch Oeffnen und Schliefsen
des Regulatorventils auch der Druckunterschied controlirt und sonach auch die Ganggeschwindigkeit
der Maschine regulirt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Heifsluftmaschine, bei welcher die Vorrichtung zum abwechselnden Erhöhen und Erniedrigen der Temperatur der Luftmasse gekennzeichnet ist durch einen aus Drahtgewebe hergestellten, über einem Erhitzer angebrachten cylindrischen Regenerator (40) und einen über diesem liegenden cylindrischen Kühler (26), welche beide Theile in Verbindung mit einem mit Kolben versehenen Verdrängungscylinder (36) derartig angeordnet sind, dafs ein Kanal entsteht, welcher vom Kühler bis zum Boden des Erhitzers geht, um die Luft frei von der heifsen in die kalte Kammer des Verdrängungscylinders und umgekehrt treten zu' lassen, wobei die kalte und heifse Kammer direct mit einem Arbeitscylinder verbunden sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50836C true DE50836C (de) |
Family
ID=325651
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50836D Expired - Lifetime DE50836C (de) | Heifsluftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50836C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0339298A1 (de) * | 1988-04-14 | 1989-11-02 | Leybold Aktiengesellschaft | Verfahren zur Herstellung eines Regenerators für eine Tieftemperatur-Kältemaschine und nach diesem Verfahren hergestellter Regenerator |
-
0
- DE DENDAT50836D patent/DE50836C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0339298A1 (de) * | 1988-04-14 | 1989-11-02 | Leybold Aktiengesellschaft | Verfahren zur Herstellung eines Regenerators für eine Tieftemperatur-Kältemaschine und nach diesem Verfahren hergestellter Regenerator |
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