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Schalteinrichtung für die Beleuchtung von Fahrzeugen, insbesondere
Kraftfahrzeugen Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalteinrichtung für die Beleuchtung
von Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen, bei der außer einem Hauptschalter
noch ein vorzugsweise in der Nähe des Lenkers angeordneter Lichtschalter vorgesehen
ist. Bei den bisher bekannten Ausführungen dieser Art konnte bei einem Hauptschalter,
der in einer Schaltstellung »Standbeleuchtung« verriegelt wurde, die Beleuchtung
noch durch den Lichtschalter verändert werden, so daß bei stillstehendem unbeaufsichtigten
Wagen Unberufene die eingestellte Beleuchtung ändern konnten. Um diesen Nachteil
zu vermeiden, ist erfindungsgemäß der Lichtschalter mit der Stromquelle durch eine
Leitung verbunden, die durch den Hauptschalter in dessen dem Stand des Fahrzeugs
bei Tag und Nacht entsprechenden Schaltstellungen unterbrochen wird.
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In der Zeichnung ist ein für Kraftwagen bestimmtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung veranschaulicht.
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Der Hauptschalter d. besteht aus einer runden Scheibe 5 aus Isolierstoff,
die durch einen Schlüssel 6 in vier Schaltstellungen o, 1, 2 und 3 gedreht werden
kann. In die Scheibe 5 ist ein Kontaktring 7 mit drei Kontakten S, 9 und io eingebettet,
die mit fünf am Scheibenumfang liegenden Kontaktfedern 11, 12, 13, 14 und 15 zusammenwirken.
An die Kontaktfeder i i ist der Pluspol einer Batterie 16 und über einen selbsttätigen
Schalter 17 der Pluspol einer Lichtmaschine 18 angeschlossen. Die Minuspole der
Batterie und der Lichtmaschine liegen an »Masse«. An die Kontaktfeder 12 sind zwei
Leitungen i9 und 2o angeschlossen, von denen die Leitung 2o an je einen Pol zweier
Hilfslichter 21 angeschlossen. ist, deren anderer Pol Masseschluß hat. An die Kontaktfeder
13 ist eine AnSChlußdoSe 2 2 für Stromverbraucher, wie Hube, Scheibenwischer, Richtungszeiger
usw., an die Kontaktfeder 14 eine an einen Lichtschalter 25 geführte Leitung 23
und an die Kontaktfeder i .q der eine Pol der Schlußlampe 2.I angeschlossen, deren
anderer Pol an »Masse« liegt.
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Der vorstehend erwähnte Lichtschalter 25 sitzt möglichst nahe dem
Fahrzeugführer und hat eine runde Scheibe 26 aus Isolierstoff, die durch einen Griff
27 in drei Schaltstellungen o, i und 2 gedreht werden kann. In die Scheibe 25 ist
ein Kontaktring 28 mit zwei Kontakten 29 und 30 eingelegt, der mit vier am
Scheibenumfang befindlichen Kontaktfedern 3 i, 32, 33 und 3¢ zusammen arbeitet.
An die Kontaktfedern 31 und 34. sind die zum Hauptschalter d. an die Klemmen 12
und 14 führenden Leitungen i9 und 23, an die Kontaktfeder 32 je ein Pol zweier Abblendlichter
35 und an die Kontaktfeder 33 je ein Pol zweier Fernlichter 36 angeschlossen. Die
anderen Pole der Abbleiid- und Fernlichter liegen jeweils an »Masse<;.
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Beim Hauptschalter .. ist die Schaltstellung o gleich »Stand bei Tag«,
i gleich »Fahrt bei Tag«, 2 gleich »Stand bei Nacht«, 3 gleich »Fahrt bei Nacht«.
In der Stellung o liegt die Kontaktfeder i i an einem Isoliersegment
der
Scheibe 5, so daß alles abgeschaltet ist. In Stellung i liegt die Kontaktfeder i
i am Kontakt 9, die Kontaktfeder 13 am Kontakt io und die übrigen Kontaktfedern
an Isoliersegmenten, so daß nur die an die Anschlußdose 22 angeschlossenen Stromverbraucher
von der Batterie 16 Strom erhalten können. In der gezeichneten Stellung 2 liegen
die Kontaktfedern i i und 15 an dem Kontakt 8, die Kontaktfeder 12 an dem Kontakt
g, und die übrigen Kontaktfedern an Isoliersegmenten, so daß die Schlußlampe 24,
die Hilfslampen 21 und die Leitung ig an die Batterie 16 angeschlossen sind. Hierbei
fließt durch die Leitung ig kein Strom, weil in der gezeichneten Stellung o des
Lichtschalters 25 die am Kontakt 29 anliegende Kontaktfeder 31 über den Ring 28,
den Kontakt 3o, die Kontaktfeder 34 und die Leitung 23 nur mit der gegen ein Isoliersegment
des Hauptschalters 4 anliegenden Kontaktfeder 14 verbunden ist. Desgleichen fließt
auch in den Stellungen i und 2 des Lichtschalters 25 in der Leitung ig kein Strom,
da die Kontaktfeder 31 dann gegen ein Isoliersegment der Scheibe 26 anliegt. In
der Stellung 3 des Hauptschalters liegen die Kontaktfedern i i und 15 am Kontakt
8, die Kontaktfedern 13 und 14 am Kontakt 9 und die Kontaktfeder 12 an einem Isoliersegment
an, so daß die Schlußlampe 24, die Anschlußdose 22 und die Leitung 23 an die Batterie
16 bzw. an die Dynamo 18 angeschlossen sind. Durch die Leitung 23 erhält der Lichtschalter
25 über die Kontaktfeder 34 in allen drei Schaltstellungen Strom, und zwar sind
in der Stellung o die Hilfslampen 21 über die Kontaktfeder 31 und die Leitungen
ig und 2o angeschlossen und in den Stellungen i und 2 .die Abblendlichter 35 bzw.
die Fernlichter 36 über die Kontaktfedern 3 2 bzw. 33. In der Stellung 3 -des Hauptschalters
(Fahrt bei Nacht) können also durch den Lichtschalter nach Belieben die Fernlichter
36 oder die Abblendlichter 35 oder die Hilfslichter 21 eingeschaltet werden.
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Ist der Lichtschalter 25 auf die Stellung i oder 2 eingestellt und
geht man mit dem Hauptschalter 4 von dessen Stellung 3 auf 2 über, so wird die vom
Hauptschalter zum Lichtschalter führende Leitung 23 abgeschaltet und dadurch auch
die eingestellten Abblend- oder Fernfichter ausgeschaltet, während die Hilfslichter
21 durch den Hauptschalter über die Leitung 2o eingeschaltet werden. In den Stellungen
o, i und 2 des Hauptschalters kann der Lichtschalter 25 beliebig verstellt werden,
ohne daß dadurch irgendwelche Lichter ein- und ausgeschaltet werden. Deshalb braucht
der Lenker beim Verlassen des Wagens nur den Hauptschalter 4 in der jeweiligen Standstellung
o oder 2 z. B. durch Abziehen des Schlüssels 6 zu verriegeln; denn Unberufene können
durch Drehen am Lichtschalter 25 die durch den Hauptschalter 4 eingestellte Beleuchtung
nicht verändern.
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Vorteilhaft wird der Hauptschalter in bekannter Weise mit dem Zündschalter
vereinigt und an der Spritzwand des Kraftwagens befestigt, während der Lichtschalter
in Nähe des Lenkers, z. B. am Ende des Lenkstocks, befestigt wird.