DE493476C - Verfahren zur Erzeugung von borierten oder silizierten Kohlekoerpern - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von borierten oder silizierten KohlekoerpernInfo
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- DE493476C DE493476C DESCH79928D DESC079928D DE493476C DE 493476 C DE493476 C DE 493476C DE SCH79928 D DESCH79928 D DE SCH79928D DE SC079928 D DESC079928 D DE SC079928D DE 493476 C DE493476 C DE 493476C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B11/00—Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for
- C25B11/04—Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for characterised by the material
- C25B11/042—Electrodes formed of a single material
- C25B11/043—Carbon, e.g. diamond or graphene
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Description
- Verfahren zur Erzeugung von borierten oder silizierten Kohlekörpern Es ist bekannt, durch Formen von gepulvertem Siliziunicarbid, dem gegebenenfalls reines Silizium beigeinengt ist, Elektroden für elektrolytische Zwecke herzustellen. Weiter ist vorgeschlagen worden, zwecks Herstellung von Elektroden für e#lektrocheinische Zwecke Kohlekörper mit einer Mischung von pulverisierter Kohle und Kieselsäure oder Borsäure zu umgeben und das Ganze zu durchglühen. Das zuerst erwähnte bekannte Verfahren stößt bei der praktischen Durchführung insofern auf Schwierigkeiten, als diese Art der Herstellung ziemlich umständlich und kostspielig ist, wenn sie zur Erzeugung von mechanisch hinreichend widerstandsfähigen Elektroden führen soll. Ähnlich ungünstig liegen die Verhältnisse bei dem zweiten der bekannten Verfahren. Bei diesem dauert der Durchglühungsprozeß verhältnismäßig lange und muß außerdem bei ziemlich hohen Temperaturen durchgeführt werden, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Außerdem bietet es bei beiden bekannten Verfahren sehr erhebliche Schwierigkeiten, die Elektroden in Form vön engen Hohlräumen, beispielsweise dünnwandigen Tiegeln, herzustellen. Beispielsweise kann dabei bei dem zweiten bekannten Verfahren leicht ein Verbrennen der Tiegelwan-Jungen eintreten.
- Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß Bor oder Silizium durch Elektrolyse einer feuerflüssigen Schmelze, die Bor- oder Siliziumverbindungen sowie gegebenenfalls noch zur Erhöhung der Leitfähigkeit geeignete Metalloxyde enthält, auf einen als Kathode geschalteten Kohlekörper niedergeschlagen wird. Hierdurch gelingt es, auf dem Koh#lekörper eine festhaftende Schicht aus Borcarbid oder Siliziumcarbid in einfacher Weise zu erzielen. Ein wesentlicher Vorteil des neuen Verfahrens besteht insbesondere darin, daß man es in der Hand hat, in verhältnismäßig kurzer Zeit und bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen eine Schichtdir-ke aus Borcarbid oder Siliziumcarbid von willkürlicher Stärke zu erzielen, die lediglich, von der Dauer der Elektrolyse abhängig ist. Ferner spielt die Form des zu behandelnden Kohlekörpers keine- irgendwie wesentliche Rolle bei der Anwendung des neuen Verfahrens.
- Zur Ausführung des neuen Verfahrens kann man beispielsweise in einem Kohle- oder Graphittiegel aus einem Gemisch von 5 kg Natriumsilikat, 2 kg Calziumfluorid und o,5 kg Calziumoxyd eine feuerflüssige Schmelze herstellen und den Tiegel als Anode benutzen. Der zu überziehende, kathodisch geschaltete Kohle- oder Graphitkörper wird in diese Schmelze eingetaucht. Verwendet man z. B. eine stabförmige Kohleelektrode von So mm Durchmesser, die etwa 2oo mm in die Schmelze eintaucht, so erhält man bei Anwendung eines Strornes von 6o Ampere und 16 Volt und einer Badtemperatur von Soo' C nach 30 Minuten auf dem Kohlestab einen starken über*zug von Siliziumcarbid. Will man einen Kohlekörper borieren, so kann man als Elektrolyten beispielsweise eine feuerflüssige Schmelze aus io kg Borax, i kg Bortrioxyd und 2. kg Bariumoxyd benutzen. Wird der aus Kohle oder Graphit bestehende Schmelztiegel, anodisch geschaltet und eine kathodisch geschaltete Graphitplatte von den Abmessungen 4o X ioo X 2oo mm in die Schmelze eingetaucht, so erhält man bei Anwendung eines Stromes von 6o Ampere und 2o Volt bei einer Badtemperatur von 750' C nach 40 Minuten eine ausreichende torierung der Graphitplatte.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH-Verfahren zur Erzeugung von borierten oder silizierten Kohlekörpern, dadurch gekennzeichnet, daß Bor oder Silizium durch Elektrolyse einer feuerflüssigen Schmelze, die Bor- oder Silizumverbindungen enthält, auf dem als Kathode geschalteten Kohlekörper niedergeschlagen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH79928D DE493476C (de) | 1926-09-01 | 1926-09-01 | Verfahren zur Erzeugung von borierten oder silizierten Kohlekoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH79928D DE493476C (de) | 1926-09-01 | 1926-09-01 | Verfahren zur Erzeugung von borierten oder silizierten Kohlekoerpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE493476C true DE493476C (de) | 1930-03-07 |
Family
ID=7441970
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH79928D Expired DE493476C (de) | 1926-09-01 | 1926-09-01 | Verfahren zur Erzeugung von borierten oder silizierten Kohlekoerpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE493476C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1209478B (de) * | 1952-10-15 | 1966-01-20 | Lonza Werke Elektrochemische F | Kohleelektrode fuer elektrothermische Prozesse |
-
1926
- 1926-09-01 DE DESCH79928D patent/DE493476C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1209478B (de) * | 1952-10-15 | 1966-01-20 | Lonza Werke Elektrochemische F | Kohleelektrode fuer elektrothermische Prozesse |
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