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Als Übergußvorrichtung verwendbarer Wäschestampfer Die Erfindung bezieht
sich auf einen Wäschestampfer, der auch als Übergußvorrichtung beim Kochen der Wäsche
verwendet werden kann und vermeidet die Nachteile der bekannten Vorrichtungen dieser
Art durch eine eigenartige, besonders zweckmäßige Vereinigung bekannter Einzelteile
zu einer Vorrichtung, die unter möglichster Verineidung loser Teile so eingerichtet
ist, daß sie sowohl einen vollwertigen Wäschestampfer als auch nach schnell und
einfach vorzunehmendem Umstellen eine vollwertige Übergußv orrichtung bildet.
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Bei bekannten Vorrichtungen der genannten Art kann an der Übergußvorrichtung
ein Holz- oder Rohrstiel befestigt werden, um sie als Stampfer verwenden zu können.
Beim Kochen steht dabei die Vorrichtung entweder lose im Kessel oder ist am Kesselboden
befestigt. Im ersten Falle kann sie durch den Dampfdruck hochgehoben werden; in
beiden Fällen ist es ungünstig, claß die Wäsche unmittelbar auf den heißen Boden
aufliegt. Bei den bekannten Vorrichtungen für Kessel mit Einsatzboden ist unten
zur Führung des heißen Wassers ein reit dem Steigrohr fest verbundenes Tricliterstück
vorgesehen, so claß die Vorrichtung nur in eine bestimmte Kesselgröße liineiriliaßt.
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Im Gegensatz zu diesen bekannten Vorrichtungen liat der Mischestainpfer
nach der Erfindung einen aus teleskopartig zusammenschiebbaren Rohren bestehenden
Stiel, der bei @Terwendung als Starnpfer ausgezogen, mit Griffen versehen und an
seinem ausgezogenen unteren Ende verschlossen, bei Verwendung als übergußvorrichtung
zusammengeschoben, unten am Bodenrost befestigt und oben mit einer Brause versehen
wird. Der Verschluß des Stieles kann durch eine Kappe mit Bajonett-, Schraub- oder
beliebiger anderer Befestigung erfolgen. Am vorteilhaftesten wird eine an sich bekannte
Rohrverschlußvorrichtung mit seitlich verdreh- oder verschiebbaren Schließschiebern
verwendet, um lose Teile zu vermeiden. Bei Anwendung des Kochkessels mit in den
Herd einzusetzendem Einsatzboden ist ein in den Einsatzboden einzulegender Trichter
vorgesehen, dessen nach oben gerichtetes Rohr in den Stiel des Stampfers je nach
der Tiefe des Einsatzbodens mehr oder weniger eingreift. Dieser Trichter ist
also mit dem Stiel nicht fest verbunden. so claß er sich verschieden hoch
einstellen und die Vorrichtung versclii°den tiefen Kesseln angepaßt werden kann.
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In der "Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfülirungsforrn des Wäschestampfers
dargestellt.
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Es zeigen Abb. 1 die Vorrichtauir ini Liirigssclinitt fertig zum Stampfen
von Wäsche, Abb. 2 die Vorrichtung reit zusainmengeschobenern Stiel, Abb. 3 den
Stampfer im Längsschnitt, so wie er zur VerNvendung z als Übergußvorrichtung
in den W:ischekochkessel eingesetzt wird. In Abb. 4 ist ein Kessel im Schnitt mit
eingesetzter übergußvorrichtuiig in Ansicht dargestellt. In Abb. 5
sind
einzelne Teile der Vorrichtung dargestellt.
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Der Stampfer besteht aus dem äußeren Trichter a und dein inneren kleinen
Trichter b, än den sich das Rohr c anschließt. Auf dieseln Rohr sitzen übereinander
teleskopartig ausziehbar die Hülsen cd und e. Am oberen Rande der Hülse e sind Handgriffe
f eingeschraubt. Das Befestigen der Hülsen nach dem Ausziehen kann dadurch erfolgen,
daß je ein Stift der einen Hülse in einen Schlitz der anderen Hülse gleitet und
nach dem Ausziehen durch eine Drehung in eine seitliche Raste des Schlitzes gedrückt
wird. Es sind jedoch auch zahlreiche andere Feststellmöglichkeiten gegeben. Bei
Verwendung der Vorrichtung als Stampfer wird die untere Üffnung des Rohres c durch
eine Kappe g mittels eines Bajonettverschlusses verschlossen. Soll der Stampfer
als übergußvorrichtung für Wäschekochkessel verwendet werden, wird zunächst der
Stiel zusammengeschoben, und die Griffe f werden abgeschraubt. Dann wird die Kappe
g abgenommen und das Rohr c auf dem Konus h des Bodenrostes i des Wäschekessels
mittels desselben Bajonettverschlusses, wie ihn die Kappe g aufweist, befestigt.
Darauf wird in den Ringraum k des im oberen Teil doppelwandigen Rohres c das Rohr
L eingeschoben, auf das oben fest oder drehbar-die Brause in und unter dieser fest
oder in der Höhenlage verstellbar, eine Scheibe n zum Niederhalten der Wäsche aufgesetzt
werden. In den Einsatzboden a des Kessels g wird das Trichterstück r eingelegt;
dann wird, die ganze Übergußvorrichtung so eingesetzt, daß das Rohr s des Trichterstückes
r in das untere Ende des Rohres c hineinragt. Beim Kochen strömt nun das Wasser
in bekannter Weise durch die Löcher o der Trichter a, b und r sowie durch
die Bodenöffnungen des Rostes i in das Rohr c, steigt in die Brause m und wird von
dieser über die Wäsche gespritzt. Soll die Vorrichtung wieder als Stampfer verwendet
werden, so wird sie aus dem Kessel p herausgenommen, von dem Bodenroste i gelöst,
durch die Kappe g unten verschlossen, nach Abnahme der Brause in auseinanclergezogen
und mit den Griffen f versehen.