DE497171C - Stoffdruecker fuer Saeumarbeit an Naehmaschinen - Google Patents
Stoffdruecker fuer Saeumarbeit an NaehmaschinenInfo
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- D05B29/00—Pressers; Presser feet
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Description
Man kennt an Nähmaschinen aus einem festen Halter und daran angelenktem Fußteil
bestehende Drückerfüße, die mil einem federnd gelagerten Druckstück zum Erfassen
und Abziehen der blinden Fadenketten zwischen je zwei Werkstücken ausgerüstet sind.
Zweck der Erfindung ist, den Grundgedanken dieser Einrichtung auf Drückerfüße zur
Herstellung von Säumen anzuwenden. Es wird hierbei die gleiche Wirkung erstrebt wie
bei den bekannten Einrichtungein, nämlich die Bildung und das Abziehen blinder Fadenketten
zwischen den einzelnen Werkstücken zu ermöglichen, wobei also Bedacht darauf ge-
iS nommen werden muß, die ungünstige Folge
des Fehlens der Verankerung in dem Stoffstück bei der Bildung der Fadenketten zwischen
den Werkstücken zu. vermeiden. Es soll erreicht werden, daß eine einwandfreie
ao Fadenkette zwischen aufeinanderfolgenden Werkstücken weitergebildet wird, die natürlich
zwischen den einzelnen Werkstücken des Halts in dem Stoff entbehren muß, so daß besondere Maßnahmen bzw. Werkzeuge nötig
as sind, um die richtige Bildung der Fadenkette
an diesen Stellen zu ermöglichen.
Das Werkzeug zur Erfüllung dieser Aufgabe kann in der bekannten Form auf Drükkerfüße
zur Herstellung von Säumen nicht ohne weiteres angewendet werden, und Zweck der Erfindung ist es, eine in vieler Beziehung
vom Bekannten abweichende Einrichtung an solchen Sonderdrückerfüßen zu schaffen, die
die gleiche Aufgabe für den Sonderfall erfüllen kann. Daß grundlegende Änderungen
notwendig sind, ergibt eine Betrachtung der Vorgänge beim Säumen auf der Nähmaschine.
Es werden beim Säumen zwei Stoffabschnitte gefaltet, und die gefalteten Teile werden
durch eine oder mehrere Stichketten vereinigt. Bei dieser Art von Näharbeit ist es
wesentlich, daß die Stoffstücke nicht nur geführt, sondern auch fest in ihrer gefalzten
Lage zueinander niedergehalten werden. Demgemäß ist der Drückerfuß, wie in solchen Fällen
üblich, mit einer Führungsnut an der Unterfiäche versehen, die sich vom Vorderende
nach dem Hinterende des Fußes erstreckt. Bei den üblichen Drückerfüßen für die Säumarbeit vermindert sich die Tiefe
dieser Rinne vom Vorderende nach dem Hinterende, bis sie schließlich dort vollständig
verschwindet, so daß also am Hinterende des Fußes die Unterfläche in der Querrichtung
über ihre ganze Fläche in einer Ebene verläuft. Erfindungsgemäß sind nun federnd
gelagerte Druckstücke bei einem Drückerfuß dieser Art angeordnet, ohne seine besonde-
ren Merkmale als Drückerfuß für Säurnarbeit zu zerstören, und hierin liegt der wesentliche
Fortschritt des Erfindungsgegenstandes gegenüber den bekannten Drückerfüßen
dieser Gattung. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst, indem das Druckstück
zunächst in der von vorn nach hinten verlaufenden längsgerichteten Nut oder Rinne
so gelagert ist, daß es einen Teil der Decke ίο oder oberen Begrenzungsfläche dieser Rinne
bildet. Ferner ist nach der Erfindung das Druckstück in dem Drückerfuß an einer Stelle
kippbar angelenkt, die sich in nächster Nähe von deren Fußende befindet. Es ist eine Belastungsfeder
vorgesehen, die das Vorderende des Druckstücks nachgiebig nach unten zu drücken strebt. Wenn der Zehenteil des
Drückerfußes durch Unterschieben eines neuen Stoffstücks angehoben wird, hält das
Druckstück die an dieser Stelle blind verlaufende Fadenkette gegen die Stichplatte und
sichert so eine genaue und richtige Ausbildung der Stiche. Wenn die Stoffstücke unter
dem Drückerfuß vorwärts gehen, heben sie *5 auch die Druckstücke an, und diese gehen
dann mit ihrer Unterfläche in die Decke oder obere Begrenzungsfläche der Führungsrinne über. Hierdurch halten die elastischen
Druckstücke die gefalzten Stoffteile zusammen, während sie "benäht werden. Wenn der
Stoffsaum unter den Nadeln hindurchgegangen ist, bewegen sich die abgefederten Druckstücke
wieder abwärts und drücken die Schleifenkette gegen die Stichplatte und sichern
hierdurch die Bildung einer fehlerlosen blinden Fadenkette zwischen den einzelnem Werkstücken.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt;
es zeigen:
Abb. ι den neuen Stoffdrücker von der Seite,
Abb. 2 den Stoffdrücker von oben, Abb. 3 die gleiche Vorrichtung im Schnitt
in der senkrechten Mittelebiene, Abb. 4 ein einzelnes Druckstück, Abb. 5 einen Schnitt nach 5-5 der Abb. 1,
Abb. 6 die gesamte Stichbildevorrichtung beim Benähen eines Stoffstücks, Abb. 7 die gleiche Vorrichtung bei der Bildung
einer blinden Schleifenkette zwischen zwei Werkstücken.
Der Stoffdrücker gemäß der Erfindung ist in erster Linie zum Säumen- bestimmt. Er besteht
aus einem Halter und einem daran angelenkten eigentlichen -Fußteil. Der Fuß besitzt
eine Nut, die sich in seiner Längsrichtung in der Mittellinie erstreckt. Dieser Fuß
hat eine ader mehrere Öffnungen, durch die
die Nadel oder die Nadeln während des Nähens durchtreten können. In der Nut gelagert
und an den Fuß angelenkt ist ein Druckstück. Wenn nur eine Nadel vorhanden ist, wird nur ein Druckstück verwendet. Benutzt
man eine Mehrzahl von Nadeln, so ist für jede Nadel ein besonderes Druckstück vorgesehen.
Jedes Druckstück ist an den Drükkerfuß an seinem Hinterende angelenkt und
schneidet in der Nähe des Drehpunktes im wesentlichen mit der Unterfläche des Drückerfußes
ab. Eine von dem Halter des Drückerfußes getragene Feder wirkt auf das Druckstück,
um sein Vorderende niederzudrücken, und ein Anschlag ist zur Begrenzung der Abwärtsbewegung
der Druckstückspitze vorgesehen. Das Vorderende des Druckstückes endet an der Nadeldurchtrittsöffnung, und
an ihm ist ein Teil dieser Öffnung ausgebildet. Die Unterfläche der Druckstückspitze ist
leicht gewölbt, um das Aufschieben des Druck-Stücks auf das Werkstück zu erleichtern. Unmittelbar
hinter der Nadelöffnung der Stichplatte besitzt diese einen vollen Teil, und das Druckstück erfaßt die verketteten Fadenschleifen
beim Abketten und drückt sie gegen diesen vollen Teil der Stichplatte, wodurch die verketteten Schleifen festgeklemmt und
gehalten werden, zum Zweck, fehlerlose Stiche auszuführen, die eine verhältnismäßig dichte
Schnur aneinandergereihter Schleifen bilden. Diese vollkommene Regelung der verketteten
Fadenschleifen 'ermöglicht, die Naht ohne Verstümmelung der Stiche von einem Werkstück
zum anderen fortzusetzen, wodurch die Leistungsfähigkeit der Maschine wesentlich
erhöht wird. Wenn eine Mehrzahl von Nadeln verwendet wird, ist für jede Nadel ein
besonderes Druckstück vorgesehen, und die Druckstücke werden unabhängig gesteuert,
so daß erforderlichenfalls die eine Nadel die blinde Fadenkette bilden kann, während die
andere bei der Stichbildung im Werkstück ist. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht
der Stoffdrücker aus einem Halter 1, der an dem unteren Ende der Stoffdrückerstange
2 mittels einer Klemmschraube 3 angebracht ist. Ein Fußteil 4 ist bei 5 an den Halter ι angelenkt. Dieser Fußteil kann sich
also mit seinem Vorderende frei anheben, um ohne Schwierigkeit den Stoff unter dem
Drückerfuß einschieben zu können. Der Fußteil 4 besitzt seitliche, im Abstand voneinander
vorstehende Wangen 6 und 7, die sich längs des unteren Teiles 8 des Halters 1 aufwärts
erstrecken. Der Drehzapfen 5 ist durch diese Seitenwangen 6 und 7 und durch den
unteren Teil des Halters 1 gesteckt. Der Fuß besitzt ein Querstück 9, das dicht unterhalb
der Sohle des Teiles 8 angeordnet ist, und wenn der Fuß in -waagerechter Stellung ist, iao
kommt dieser Anschlag 9 mit der Sohle des Teiles 8 in Berührung und verhindert seine
weitere Bewegung. Dieser Fußteil ist mit einer Nut io versehen, die sich vom vorderen
nach dem hinteren Ende des Fußes und desgleichen aufwärts längs der Unterseite der
aufwärts gebogenen Spitze π des Fußes erstreckt. Diese Nut oder Rinne an dem Vbrderende
des Fußes dient dem Zweck, die zusammengefalteten Stoffstücke aufzunehmen
und während des Säumens zu leiten. In Abb. s sind zwei Stoffstücke 12 und 13 bei 14,
zur Bildung einer Naht zusammengefaltet, gezeigt. In dieser Abbildung ist auch die Breite
der Nut in dem Drückerfuß gezeigt, und diese zusammengefalteten Stoffstücke erstrecken
sich in die Nut, und die Wände der Nut leiten die zusammengefalteten Stoffstücke, so
daß die Nadeln den Faltsaum in der richtigen Lage durchstechen. Der Drückerfuß 4
ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, mit Nadeldurchtrittsöffnungen 15 und 16 versehen,
da die Maschine, die bei diesem Ausführungsbeispiel benutzt werden soll, mit zwei
Nadeln 17, iy arbeitet, die in punktierten Linien in Abb. 1 angedeutet sind.
Gegen das Hinterende des Drückerfußes hin ist die Nut 10 vertieft und geht teilweise
durch die ganze Stärke des Fußes. Hier sind zwei Druckstücke 18 und 19 in die Nut eingesetzt.
Diese Druckstücke sind genau gleich, so daß die Beschreibung eines von ihnen genügt. Das Druckstück besteht aus einem
unteren Arm 20, einem geneigten Mittelteil 21 und einem senkrechten Arm 22. Durch das
Druckstück geht eine Bohrung 23. Ein Drehzapfen 24 durchdringt diese. Bohrung und
gleichzeitig die Seitenwangen des Drückerfußes 4, um das Druckstück an den Drückerfuß
anzuleriken.
Dieser Drehpunkt ist am Hinterende des Drückerfußes angeordnet, und die Unterfläche
des Druckstücks schneidet unterhalb des Drehzapfens 24 im wesentlichen mit der Unterfläche des Fußes 4 ab.
Der Halter 1 ist mit einem nach hinten vorspringenden Ansatz 25 versehen. Dieser
besitzt für jedes Druckstück eine Ausnehmung, und der senkrechte Arm 22 der Druckstücke
greift in diese Ausnehmung des Ansatzes 25 ein. Eine Feder 26 ist in der Ausnehmung
gelagert und stützt sich einerseits gegen das Druckstück und anderseits gegen eine einstellbare Anschlagschraube 27. Diese
Feder drückt gewöhnlich die Spitze des Druckstücks nach abwärts. An dem Vorderende
ist das Druckstück bei 28 verdickt und weist einen Ausschnitt 29 auf, der in Verbindung
mit dem entsprechenden Ausschnitt in dem Drückerfuß die Nadeldurchtrittsöffnung
des Drückerfußes vervollständigt. Hierdurch erstreckt sich also das Vorderende des Druckstücks
längs beider Seiten der Nadel und endet in einer Linie kurz vor der Nadel. Die Unterfläche der Druckspitze ist bei 30 gewölbt.
Die hintere Unterfläche des Ausschnitts 29 ist bei 31 ebenfalls gewölbt. Die
Wölbung 30 ermöglicht es dem Druckstück, sich auf das Werkstück leicht aufzuschieben,
wenn dieses in die Maschine eingeführt wird. Die Unterfläche des Vorderendes des Druckstücks
liegt mit seinem Mittelteil auf den verketteten Fadenschleifen zwischen den benähten
Stoffstücken.
Wie in Abb. 2 gezeigt, ist die Stichplatte 36 mit Durchtrittsschlitzen 32, 32 ausgerüstet,
durch die die einzelnen Abschnitte des Stoff-Schiebers 37 den Stoff unter den seitlichen
Wangen des Drückerfußes erfassen können. Die Stichplatte 36 besitzt einen weiteren
Schlitz 33 für die Abschnitte des Stoffschiebers, die den Stoff unter dem Drückerfuß
selbst vorschieben. Weiterhin sind in der Stichplatte noch Schlitze 34,34 vorgesehen,
die unmittelbar hinter den Nadeldurchtrittsöffnungen der Stichplatte angeordnet sind.
Zwischen dem Vorderende der Schütze 34, 34 und den Nadeldurchtrittslöehern besitzt die
Stichplatte einen vollen Teil, den Steg 38 (Abb. 6). Das Vorderende des Druckstücks
drückt die verketteten Fadenschleifen 5 gegen diesen vollen Teil der Stichplatte.
In Abb. 6 ist in größerem Maßstab der neue Drückerfuß im Zusammenwirken mit den
stichbildenden Werkzeugen bei der Bildung einer Saumnaht gezeigt. Aus dieser Abbildung
ist auch die besondere Anordnung der Stichplatte, des Stoffschiebers, der Nadeln
und der mit den Nadeln zusammenwirkenden Greifer I1 I gezeigt. Die Stichbildevorrichtung
ist von üblicher Anordnung und ist inur dargestellt, um klarer die Lage der Fäden.
besonders bei der Bildung der blinden Fadenkette, und die Art, in der die verketteten
Fäden gegen den Steg der Stichplatte angedrückt werden, erkennen zu lassen. Die Nadelfaden
sind bei ti, ti, die Greiferfäden bei
/', V, die verketteten Fadenschleifen bei S gezeigt.
In Abb. 7 ist die Tätigkeit der Maschine beim Bilden und Abziehen der blinden Naht
gezeigt, wobei also verkettete Schleifenreihen no zwischen den einzelnen Werkstücken gebildet
werden. In der Stellung dieser Abbildung drücken, wie ersichtlich, die Druckstücke 18
und 19 auf die Fadenschleifen, die somit gegen den Steg 38 der Stichplatte geklemmt
werden.
Wenn ein Stoffstück durch die Maschine geht, werden die gebildeten Stiche in dem
Stoff verankert, und der Vorschub des Stoffes nimmt die verankerten Fadenschleifen von iao
den Nadeln aus in der Vorschubrichtung mit, wie sich ohne weiteres aus Abb. 6 ergibt.
Diese Verankerung der Fadenschieifen in dem
Stoff verhindert, daß die Nadeln bei ihrem Niedergang die verketteten Schleifen in die
Nadelöffnung herabziehen und so die Stichbildung stören. Wenn aber kein Werkstück
in der Maschine ist, findet natürlich eine derartige
Verankerung der Fadenschleiien nicht statt. Hier greifen die Druckstücke ein, um
den Fadenschleifen den nötigen Halt zu geben. Wie sich aus Abb. 7 ergibt, wird das
Druckstück auf die Fadenschleifen herabgedrückt und preßt sie gegen den Steg 38 der
Stichplatte, wodurch die verketteten Fadenschleifen festgeklemmt werden. Wenn nun
die Nadel durch die Nadelöffnung bei der nächsten Stichbildung herabgeht und einen
Zug auf die Fäden ausübt, können die Fadenschleifen nicht in die Nadelöffnung herabgezogen
werden, so daß auch hier die ao Stichbildung nicht gestört wird.
Die Druckstücke wirken mit den anderen Teilen des Drückerfußes zusammen, um den
Stoff während des Säumens vorzuschieben. Wie oben bemerkt, schneiden die Unterkan-
*5 ten der Druckstücke in der Gegend des Drehpunktes 24 im wesentlichen mit der
Unterfläche des Drückerfußes ab. Der Hauptteil des Drückerfußes ist an die Drükkerstange
bei S angelenkt. Die zum Zwecke der Saumbildung gefalzten Teile des Stoffes
liegen in der Rinne am Vorderende des Drükkerfußes. Die Druckstücke erfassen die gefalzten
Teile des Stoffes und liegen im wesentlichen in waagerechter Stellung. Das Hinterende des Drückerfußes ist so eingestellt,
daß die Oberfläche der gefalzten Stoffteile des Saumes, die Unterdach« des Fußes
und die der Druckstücke an dieser Stelle in einer Ebene sich befinden. Die Führungsrinne
verläuft sich also hier bis zum völligen Verschwinden, und infolge der Lage
der beiden Anlenkpunkte 5 und 24 können weder die Druckstücke noch der Fuß an dieser
Stelle weiter abwärts gehen. Das Vorderende des Fußes dagegen kann unter dem
Druck der Belastungsfeder auf der Stofidrückerstange so nach vorn kippen, daß seine
Seitenteile den rippenartig vorstehenden Saum, beiderseits auf den umgefalteten Teilen
der Stoffstücke ruhend,, umfassen und führen (vgl. Abb. 5). Hieraus ergibt sich
eine derartige Stellung der Teile, daß die gefalzten Stoffteile in einer Rinne liegen und
in ihrem gefalzten Zustand geführt und gehalten werden, bis die Stichbildung vollendet
ist. Die Rinne wird also, wie üblich, allmählich seichter, bis sie am Hinterende des
Drückerfußes vollständig verschwindet. Wenn der Stoffschieber durch die Stichplatte aufwärts
geht, wird der Drückerfuß als Ganzes angehoben, wobei die TeEe in der beschriebenen
Weise eingestellt sind, und der Stoff wird durch die Bewegung des Stofisdhiebers
vorgeschoben. Die Druckstücke befinden sich zu dieser Zeit unmittelbar über den Abschnitten
des Stoffschiebers hinter den Nadeln und arbeiten demgemäß mit dem Stoffschieber
beim Stoffvorschub zusammen.
Wenn kein Stoff durch die Maschine läuft und der Stoffschieber abwärts bewegt wird,
liegt der Hauptteil des Drückerfußes in einer ■waagerechten Stellung, wobei er auf der
Stichplatte ruht. Zu dieser Zeit klemmen die Druckstücke die verketteten Fadenschleifen
gegen den Steg der Stichplatte fest, wie bereits beschrieben. Wenn der Stoffschieber
durch die Stichplatte angehoben wird, wird der Drückerfuß infolge seines Eingriffs mit
dem Stoffschieber angehoben. Die elastisch wirkenden Druckstücke wirken dann mit den
unmittelbar hinter den Nadeln liegenden Abschnitten des Stoff Schiebers zusammen, um
die verketteten Fadenschleifjen abzuziehen und
vorzuschieben, und zu dieser Zeit werden die Druckstücke von dem Steg des Stofischiebers
durch den Stoffschieber abgehoben.
Das Ergebnis dieser Wirkungsweise ist, daß zwischen den einzelnen zu benähenden
Werkstücken ein vollständiges Seil von verketteten Fadenschleifen, also gewissermaßen
eine blinde Stichkette, gebildet wird, wodurch die MögHchkeit der Verstümmelung der Stiche
zwischen den einzelnen Werkstücken ausgeschlossen wird. Ein Werkstück läuft durch
die Maschine; es erfolgt dann eine Reihe von bünden verketteten Fadenschlieifen, worauf
das nächste Werkstück in die Maschine gelangt und benäht wird. Während das fertige
Werkstück unter den Drückerfuß herausgeht, wird dieser gemäß Abb. 3 angehoben gehalten.
Zu dieser Zeit liegen die Druckstücke gegen den Steg 38 der Stichplatte an und halten
die verketteten Fadenschleifen während der Stichbildung; sie wirken mit den Abschnitten
des Stoff Schiebers zusammen, um die gebildeten blinden Stichketten vorzuschieben.
Die Druckstücke gehen zu dieser Zeit unter die Unterfläche des Hauptteils des
Drückerfußes herab, um in der gezeigten Weise zu wirken. Alles dies ergibt sich aus
Abb. 3. Wenn ein neues Werkstück unter den Drückerfuß eingeschoben wird, hebt es
diesen ein wenig von der Stichplatte ab; aber zu dieser Zeit gehen die Druckstücke in der
Nähe der Nadel wieder unter die Unterrläche des Hauptteils des Drückerfußes herab und
klemmen die verketteten Fadenschieifen während, der Stichbildung fest. Gleichzeitig wirken
sie mit dem Stoffschieber zusammen, um die verketteten Schleifen abzuziehen, bis die
Fäden in dem Stoff durch die darin eindrin-
genden Nadeln verankert werden.
Es ist zu bemerken, daß während der Bildung der verketteten Fadenschleifen das vordere
Ende der Druckstücke gegen die verketteten Schleifen auf dem Steg der Stichplatte
mit einem Druck anliegen, der von den Federn 26 herrührt, und nicht etwa mit dem
von der Hauptbelastungsfeder der Drückerstange herrührenden Druck. Demgemäß ist der die Fäden erfassende Druck erheblich
leichter, derart, daß er genügt, um die verketteten Schleifen hinreichend festzuhalten,
jedoch nicht stark genug ist, um die Fäden zu verletzen.
Der Drückerfuß ist beim gezeigten Ausführungsbeispiel mit zwei Druckstücken versehen.
Diese Anordnung ist geeignet für eine Zweinadehnaschine. "Wie gezeigt, sind
diese beiden Druckstücke Seite an Seite so angeordnet, daß sie die Nut in dem Unterteil
des Drückerfußes der Breite nach vollkommen ausfüllen. Zu den beiden Druckstücken
gehören zwei Federn 26, für jedes Druckstück eine, so daß die Druckstücke voneinander
unabhängig sind. Bei manchen Arten von Säumarbeit verläuft die Saumnaht
nach dem Kantenteil des zu benähenden Kleidungsstücks und verschwindet an dieser Kante.
Es ist deshalb wünschenswert, daß die eine Nadel vor der anderen von der Kante der
Säumnaht abgeht. Wenn eine derartige Arbeit gemacht wird, wird die Nadel, sobald sie
den Stoff verläßt, bei einer Maschine gemäß der Erfindung eine blinde Stichkette bilden,
und dies kann bewirkt werden, weil die Druckstücke unabhängig voneinander gegen die Stichplatte gedrückt werden.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Stoffdrücker für Säumarbeit an Nähmaschinen, bestehend aus einem festen Halter und einem daran angelenkten Fußteil, mit einer längsgerichteten Nut zur Führung der zu säumenden Stoff ab schnitte und federnd gelagerten Druckstücken zum Erfassen und Abziehen der blinden Fadenschleifenketten zwischen je zwei Werkstücken, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (21) so in der längsgerichteten Nut (10) des Drückerfußes gelagert ist, daß es einen Teil ihrer Decke bildet.
- 2. Stoffdrücker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (21) in der Nut (10) nahe seinem Hinterende an dem Fuß kippbar angelenkt ist, an der Nadeldurchtrittsöffnung des Fußes endet und mit federnden Mittel·?. (Feder 26) zum Niederdrücken seiner Spitze ausgerüstet ist.
- 3. Stoffdrücker nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (10) an der Spitze (28) einen einen Teil der Nadeldurchtrittsöffnung des Drückerfußes bildenden Ausschnitt (29) aufweist, der die Nadel (17) beiderseits und hinten umfaßt, um so die Fadenschleifen bei der Bildung der blinden Fadenkette unmittelbar hinter der Nadel zu fassen.
- 4. Stoffdrücker nach Anspruch 1 für Mehrnadelmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Stofführungsnut (10) für jede Nadel ein unabhängiges Druckstück (18, 19) so angelenkt und gelagert ist, daß die Druckstücke hinter den Nadelöffnungen die Decke der Nut bilden.
- 5. Stoffdrücker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Druckstück (18, 19) eine besondere Feder zum Niederdrücken seines Vorderendes mit Mitteln zum Regeln der Federspannung angeordnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Families Citing this family (3)
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| US3005429A (en) * | 1960-04-14 | 1961-10-24 | Weschler Eugene | Adjustable presser foot for sewing machines |
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Also Published As
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